ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Du überschätzt vermutlich, wie viele "Anlässe" es gibt und wie viel da getrunken wird. Meiner Beobachtung nach gerade bei Frauen oft nur 1-2 Gläser Wein und bei den Männern dann vielleicht noch ein Bier und ein Schnaps oben drauf. Wenn man das dann alle 1-2 Monate macht und sonst fast gar nichts trinkt, ist das in dem Moment zwar kein Paradies für die Leber, im Schnitt aber deutlich unter den Limits. Einfach weil so ein Monat noch 29 andere Tage hat.
Ergänzung: Im Durchschnitt sind wir laut Statista (hasse die Paywahlfritzen, finde aber nichts besseres) 23 g pro Kopf und Tag, wenn man die verkaufte Menge auf die erwachsene Bevölkerung umlegt. Da wäre also bei gleichmäßiger Verteilung nicht einmal die Grenze der gänzlichen Unbedenklichkeit für Männer überschritten. Da aber auch minderjährige böserweise Alkohol trinken, halb Dänemark in Norddeutschland einkauft und Deutschland das mit Abstand größte Alkoholmissbrauchsfest der Welt mit normalerweise Millionen von Gästen auch aus dem Auslang abhält, verteilt sich diese Menge auf einige Köpfe mehr. (Und umgekehrt wird gerade auf dem Oktoberfest das meiste gar nicht erst konsumiert, sondern direkt verschüttet
)
Rechnen wir also mal mit 20 g pro Kehle und Tag für den Durchschnittsdeutschen.
Wenn man die Grenze zum Alkoholiker auf 50 g setzt (die tatsächliche Definition läuft über die Abhängigkeit, unabhängig von der Menge), also bei gut einem Liter Bier jeden Tag, können also maximal 40% der erwachsenen Bevölkerung Alkoholiker sein. Voraussetzung dafür wäre aber, dass alle anderen Erwachsenen totale Abstinenzler sind und kein einziger Alkoholiker mehr als dieses Minimum trinkt. Die Realität dürfte genau umgekehrt sein: Fast alle Erwachsenen trinken Alkohol, nur halt in deutlich geringeren, komplett unbedenklichen Mengen. Während viele der Alkoholiker viel, viel mehr trinken werden. Wenn ich mal davon ausgehe, dass die offiziellen 1,6 Millionen zur Hälfte 60 g/d und zur Hälfte 80 g/d trinken, während je 1/3 der Bevölkerung 10 g/d (Hälfte des Schnitts) und je 1/3 20 g/d (genau den Schnitt trinken), dann reicht die die verbleibende Menge für die verbleibenden 20% der Bevölkerung nur noch für 30 g/d, also relativ geringen Überkonsum den man vielleicht mit Gelegenheitsrauchern vergleichen kann.
Man muss auf die bereits saftige Schätzung von 1,6 Millionen Alkoholikern also nichts mehr draufschlagen. Bitter genug ist die Zahl - aber auch mit weiteren 20 Millionen geringfügig Alkoholmissbrauchenden nicht so bitter, dass man deswegen 50 Millionen gänzlich unebdenklicher Genusstrinker einschränken sollte.
Ergänzung: Im Durchschnitt sind wir laut Statista (hasse die Paywahlfritzen, finde aber nichts besseres) 23 g pro Kopf und Tag, wenn man die verkaufte Menge auf die erwachsene Bevölkerung umlegt. Da wäre also bei gleichmäßiger Verteilung nicht einmal die Grenze der gänzlichen Unbedenklichkeit für Männer überschritten. Da aber auch minderjährige böserweise Alkohol trinken, halb Dänemark in Norddeutschland einkauft und Deutschland das mit Abstand größte Alkoholmissbrauchsfest der Welt mit normalerweise Millionen von Gästen auch aus dem Auslang abhält, verteilt sich diese Menge auf einige Köpfe mehr. (Und umgekehrt wird gerade auf dem Oktoberfest das meiste gar nicht erst konsumiert, sondern direkt verschüttet
)Rechnen wir also mal mit 20 g pro Kehle und Tag für den Durchschnittsdeutschen.
Wenn man die Grenze zum Alkoholiker auf 50 g setzt (die tatsächliche Definition läuft über die Abhängigkeit, unabhängig von der Menge), also bei gut einem Liter Bier jeden Tag, können also maximal 40% der erwachsenen Bevölkerung Alkoholiker sein. Voraussetzung dafür wäre aber, dass alle anderen Erwachsenen totale Abstinenzler sind und kein einziger Alkoholiker mehr als dieses Minimum trinkt. Die Realität dürfte genau umgekehrt sein: Fast alle Erwachsenen trinken Alkohol, nur halt in deutlich geringeren, komplett unbedenklichen Mengen. Während viele der Alkoholiker viel, viel mehr trinken werden. Wenn ich mal davon ausgehe, dass die offiziellen 1,6 Millionen zur Hälfte 60 g/d und zur Hälfte 80 g/d trinken, während je 1/3 der Bevölkerung 10 g/d (Hälfte des Schnitts) und je 1/3 20 g/d (genau den Schnitt trinken), dann reicht die die verbleibende Menge für die verbleibenden 20% der Bevölkerung nur noch für 30 g/d, also relativ geringen Überkonsum den man vielleicht mit Gelegenheitsrauchern vergleichen kann.
Man muss auf die bereits saftige Schätzung von 1,6 Millionen Alkoholikern also nichts mehr draufschlagen. Bitter genug ist die Zahl - aber auch mit weiteren 20 Millionen geringfügig Alkoholmissbrauchenden nicht so bitter, dass man deswegen 50 Millionen gänzlich unebdenklicher Genusstrinker einschränken sollte.