Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Und quasi alle (ehemaligen) SPD Wähler haben ausgesagt, dass sie sich von der Schröder Politik verraten und verkauft gefühlt haben. Also gibt es da einen deutlichen und offensichtlichen Zusammenhang.
Ich hab 1998 auch die Sozen gewählt und enttäuscht bin ich von der Vetternwirtschaft, dié Schröder betrieben hat.
Riester Rente und so, wo er seinem Kumpel Maschmeier und der Finanzbranche ordentlich Geld in den Arsch geblasen hat.
Und die nachfolgenden Kanzlerkandidaten haben sich davon auch nicht distanziert.
Und Scholz soll erst mal erklären, was da mit den Cum Ex Geschäften war und was nun mit Wirecard ist.
 
Dann wurden die Folgen der Agenda Politik da vielleicht noch nicht richtig realisiert.
Fakt ist das es danach immer weniger Wählerstimmen wurden.
Und quasi alle (ehemaligen) SPD Wähler haben ausgesagt, dass sie sich von der Schröder Politik verraten und verkauft gefühlt haben. Also gibt es da einen deutlichen und offensichtlichen Zusammenhang.
Dazu kam außerdem das die GroKo der SPD zusätzlich geschadet hat. Merkel hat sich profiliert.
Die Parteien haben sich nicht mehr besonders abgegrenzt. Was der SPD noch mehr Wählerstimmen gekostet hat.
Wie sollen die SPD Wähler das gut finden, wenn die Parteiführung mit den Entscheidungen auch nicht klar kommt? Das Problem war, dass Gegner der Reformen die SPD gemieden haben und Befürworter ebenso, weil man davon ausgehen musste, dass die SPD mit der Rolle rückwärts kommt.
 
Seit ich es in Erinnerung habe, kamen einschneidende, progressive Maßnahmen immer von der SPD. Vor 2005 hat man Ausländer wie Bürger zweiter Klasse behandelt, Einbürgerung war extrem kompliziert (hat der Vater von meinem türkischen Freund erzählt) etc. Man wollten Türken dritter Generation in Deutschland die Staatsbürgerschaft verweigern. D.h. 6-7 Millionen potentieller, junger Arbeitskräfte lagen brach auf dem Arbeitsmarkt.. Hätte die SPD mit den linken Parteien die Missstände nicht rechtzeitig beseitigt, würden wir französische Verhältnisse in Banlieau erleben. Nix Gutes entspringt einer hohen Jungendarbeitslosigkeit.
Die grünen Reformen wären ohne die SPD gar nicht machbar gewesen. Die Agenda und Hartzreformen gestalten immer noch maßgeblich nach 16 Jahren das Arbeitsleben in Deutschland. Wenn es so schlimm gewesen sein soll, warum ruhte sich die CDU 16 Jahre lang darauf, ohne überhaupt Reformen auf den Weg zu bringen.

Die CDU hat uns digital gesehen an die Wand gefahren. Alle wissen, dass der Automatisierung, IT, erneuerbarer Energie etc. die Zukunft gehört. Die Regierung ist nicht da für die Umsetzung, die Infrastruktur dazu gehört aber zu deren Aufgaben. Wir haben das teuerste und lahmste Internet hier. Industrialisierung 4.0 scheitert schon an der Infrastruktur. Statt IT-verwandte Infrastruktur zu fördern, gibt es Reformen wie Uploadefilter etc., die dem Industriestandort Deutschland nichts nützen. Wir gehen drei Schritte im "Neuland" zurück. Wir hinken der USA und anderen in dem Bereich mittlerweile genau die 16-20 Jahre hinterher.
Dann kommen die Umweltreformen. Zugegebenermaßen war die Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema in der Breite nicht gegeben, deswegen kann ich der CDU keinen richtigen Vorwurf machen. Im aktuellen Programm sehe ich aber kaum etwas Brauchbares. Wir brauchen eine nachhaltige Umweltpolitik mit einschneidenen Maßnahmen. Alles nur an den CO2-Ausstoß anzuknüpfen, geht nicht weit genug und das sage ich als Konservativer. Es wird immer noch die Hälfte der frischen Lebensmittel weggeschmissen, es gibt zu viel Plastik bei den Verpackungen. Man versucht die Leute moralisch zu erpressen, weniger Fleisch zu essen. Warum nicht mit Logik und Debatte vorangehen und sagen, dass die Bevölkerung auf lange Sicht ihre Ernährung vorwiegend vergetarisch gestalten soll, sonst kann man sie gar nicht nachhaltig ernähren. Es wird immer noch zu wenig für die Mülltrennung und Vermeidung von Plastikmüll getan. Da gibt es so viele, essentielle Baustellen, die in keinem Programm angesprochen werden, nichtmal von den Grünen. Da geht es nur um die CO2-Debatte.

Die jetztige SPD hat an der Spitze Möchtegernlinke wie Borjans und Esken, beide gehören dem extremen Flügel. Somit ist die Partei mit der SPD von früher nicht vergleichbar. Sie ist ein Schatten ihrer selbst.
 
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Die Agenda und Hartzreformen gestalten immer noch maßgeblich nach 16 Jahren das Arbeitsleben in Deutschland. Wenn es so schlimm gewesen sein soll, warum ruhte sich die CDU 16 Jahre lang darauf, ohne überhaupt Reformen auf den Weg zu bringen.
Weil das die Union am Besten kann -- sich ausruhen.
Kohl hat sich 16 Jahre ausgeruht, Merkel hat sich 16 Jahre ausgeruht. Bedeutet also, dass die nächsten Jahre wieder hektischer und einschneidender werden.
 
Man könnte auch sagen, dass es Deutschland insgesamt gut geht. Ich würde ja gerne eine grüne Regirung sehen, die gezwungen ist in die Konfliktbereiche zwischen dem Ausbau von erneuerbaren Energien oder dem schnellen Internet und dem Naturschutz zu gehen. Oder eine grüne Regierung, die entscheiden muss ob bei Genehmigungsverfahren von Radschnellwegen das Einspruchsrecht der Naturschutzverbände begrenzt wird.
 
Wie sollen die SPD Wähler das gut finden, wenn die Parteiführung mit den Entscheidungen auch nicht klar kommt? Das Problem war, dass Gegner der Reformen die SPD gemieden haben und Befürworter ebenso, weil man davon ausgehen musste, dass die SPD mit der Rolle rückwärts kommt.
Was willst du mir eigentlich damit sagen?
Wenn unpopuläre Politik gemacht wird, welche eigentlich genau das Gegenteil von dem ist, für das man eigentlich steht, ist es kein Wunder, das daraus Konsequenzen gezogen werden.
Ich wollte den Wählerrückgang der SPD in den letzten Jahren damit erklären. Und warum die Menschen unzufrieden sind.
 
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Was willst du mir eigentlich damit sagen?
Wenn unpopuläre Politik gemacht wird, welche eigentlich genau das Gegenteil von dem ist, für das man eigentlich steht, ist es kein Wunder, das daraus Konsequenzen gezogen werden.
Ich wollte den Wählerrückgang der SPD in den letzten Jahren erklären. Und warum die Menschen unzufrieden sind.
Komischerweise ging die Wählerwanderung von der SPD aber nicht zu den Linken, als klare Gegner der Reformen, sondern zu CDU, Grünen und AfD. Der Rückgang der Wählerstimmen der SPD hat nicht viel mit ALG2 zu tun, es halt viel mit einem fehlenden Erreichen der eigenen Zielgruppe zu tun.
 
Komischerweise ging die Wählerwanderung von der SPD aber nicht zu den Linken, als klare Gegner der Reformen, sondern zu CDU, Grünen und AfD. Der Rückgang der Wählerstimmen der SPD hat nicht viel mit ALG2 zu tun, es halt viel mit einem fehlenden Erreichen der eigenen Zielgruppe zu tun.
Zu den Linken gingen auch welche. Und zu den Grünen hauptsächlich.
Und nein, ich sehe das anders. Das hat alles eine Menge mit der Agenda 2010 zu tun.
 
Zu den Linken gingen auch welche. Und zu den Grünen hauptsächlich.
Und nein, ich sehe das anders. Das hat alles eine Menge mit der Agenda 2010 zu tun.
Ich habe das Gefühl, dass das falsch ist. Der Kernwähler fühlte sich von der SPD nicht mehr vertreten und das lag weniger an den Reformen als an dem Umgang mit den selben. Der Fokus lag auf Leistungsempfängern und Menschen in prekären Verhältnissen, aber eben nicht mehr bei denen die zur (unteren) Mittelschicht zählen. Diesen Menschen hat man kein Angebot gemacht, aber viele moralisierende Konzepte erstellt um darzulegen was diese Menschen falsch machen. Erzeugen zu viel CO2, sind zu wenig fremdenfreundlich, gendern nicht genug, essen zu viel Fleisch,...

Die Grünenwähler*in mit akademischen Grad kann mit dieser moralisierenden Politik gut leben. In der hübschen Vorstadt mit den EFHs leben wenige Ausländer, das Geld reicht für ein E-Auto zusätzlich zum SUV und der Biometzger ist bezahlbar.
Die SPD Wähler*in kann sich das meist eher nicht leisten.
 
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Wen sollen diese Plakate ansprechen, den durchschnittlichen Einzeller?
Die Grünenwähler*in mit akademischen Grad kann mit dieser moralisierenden Politik gut leben. In der hübschen Vorstadt mit den EFHs leben wenige Ausländer, das Geld reicht für ein E-Auto zusätzlich zum SUV und der Biometzger ist bezahlbar.
Die SPD Wähler*in kann sich das meist eher nicht leisten.
Hinzu kommt, das der klassische SPD Wähler auch eher sehr wenig mit überbordender Identitätspolitik anfangen kann und auch eine gewisse Skepsis entwickelt, gegenüber einer uneingeschränkten Willkommenskultur.
 
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Natürlich, oft hat die SPD-Wähler*in schon durch das Wohnquartier mehr negative Begegnungen mit Personen mit Migrationshintergrund als die typische Grünen-Wähler*in.
 
Ich habe zwar eine Präferenz wen ich im Kanzleramt sehen wollen würde, aber im Prinzip ist es mir egal, so lange es keiner von der AFD oder den Linken ist.
 
Wie hoch sind die Zuwendungen vom Merkelregime?
Frag @Don-71 ist seine Partei:ugly:

Topic:
Wir lernen: Die Union schätzt zwar den Wert der Dinge, doch nicht jene, die diese Dinge herstellen. Und außerdem: Die Union schätzt ihre Wähler – unterschätzt jedoch deren intellektuelle Anbindung an die reale Welt im Jahr 2021. Es muss frustrierend sein, dieser Tage zum Milieu der karnivoren Konservativen zu zählen, die sich davon angesprochen fühlen sollen.
Wie passend und außerdem folge ich der These, dass jeder der die Union wählt fast zwangsläufig die Grünen dazu bekommt.
 
Schauen wir doch zur Abwechslung mal, wie es bei denen aussieht, die keine Big Player oder sogar neu auf dem Spielfeld sind und in der Regel nach Umfragen unter "Sonstige" aufgeführt werden:

Die Partei ist nach eigenen Angaben immer noch sehr gut, macht aber meines Erachtens weniger Wahlkampf für sich, als dass sie - gewohnt augenzwinkernd - vor dummen bzw. bedenklichen Wahlentscheidungen warnt.
Wer unbedingt seine Stimme harmlos parken möchte, kann das vielleicht hier tun.

Die Piraten haben anscheinend irgendwo noch ein paar Plakate drucken lassen oder gefunden und machen auch ein wenig Wahlwerbung. So richtig was werden will es aber anscheinend nicht, seit ihr zentrales Thema erfolgreich von anderen Parteien - man verzeihe mir die Anspielung - gekapert wurde und man sich anscheinend intern immer noch nicht hinlänglich strukturiert hat.

Die Basis fällt durch vergleichsweise starken Wahlwerbeeinsatz und das Fehlen konkreter Positionen auf - auch gemessen daran, dass konkrete Ansagen in der deutschen Parteienlandschaft generell selten sind.
Um Schlagwort-Bingo ist man nicht verlegen, aber dazu gefragt, wie man zu offenkundig rechtsextremen, antisemitischen und schlichtweg pathologisch Irren in den eigenen Reihen steht, bekommt man nur die Antwort, man wolle offen für alle Meinungen sein. Das klingt erst einmal schön, ist aber bei näherer Überlegung so, als würde man auch den Hühnerstall für den Fuchs und die Speisekammer für die Ratten offen lassen.
Insgesamt scheint diese Partei der politische Arm von Spinnern aller Coleur werden zu wollen, wobei ich keineswegs ausschließen möchte, dass auch positiv idealistische Spinner dabei sind. Ich bezweifle aber irgendwie, dass sich diese gegen die gefühlte Übermacht an Q-Anons, Quarkdenkern, Reichsbürgern und Esoterikern durchsetzen werden.
 
Die Basis fällt durch vergleichsweise starken Wahlwerbeeinsatz und das Fehlen konkreter Positionen auf - auch gemessen daran, dass konkrete Ansagen in der deutschen Parteienlandschaft generell selten sind.
Um Schlagwort-Bingo ist man nicht verlegen, aber dazu gefragt, wie man zu offenkundig rechtsextremen, antisemitischen und schlichtweg pathologisch Irren in den eigenen Reihen steht, bekommt man nur die Antwort, man wolle offen für alle Meinungen sein. Das klingt erst einmal schön, ist aber bei näherer Überlegung so, als würde man auch den Hühnerstall für den Fuchs und die Speisekammer für die Ratten offen lassen.
Insgesamt scheint diese Partei der politische Arm von Spinnern aller Coleur werden zu wollen, wobei ich keineswegs ausschließen möchte, dass auch positiv idealistische Spinner dabei sind. Ich bezweifle aber irgendwie, dass sich diese gegen die gefühlte Übermacht an Q-Anons, Quarkdenkern, Reichsbürgern und Esoterikern durchsetzen werden.
Hört sich ja gefährlich an. Werden die schon vom Verfassungsschutz beobachtet?
 
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