Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Ein Zug ist schon komplexer als ein Auto und Fehler haben größere Folgen.
Sicherlich, es gibt aber einen Haufen Berufe mit großer Verantwortung.
Allerdings gibt es Unterschiede in der Komplexität der Ausübung und ein Flugzeug fliegen zu können ist wesentlich komplexer mit allem drum und drann, als einen Zug zu führen, der in einem starren System unterwegs ist, das durch Signale geleitet und organisiert wird.
Aber ich schätze auch das die Ausbildung zum Piloten komplexer und auch teurer ist.
Das ist ein Unterschied zwischen Galaxien.
Die Bundesbahn sucht händeringend Lokführer zur Ausbildung auch Quereinsteiger (voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufausbildung) und die Ausbildung dauert 6-8 Monate und man verdient dabei irgendetwas um die 1500€, danach ist das Einstiegsgehalt ca 2700€.
Keine Fluggesellschaft zahlt heute mehr eine Pilotenausbildung, sondern einige wenige stellen nur die Infrastruktur und sehr zinsgünstige Kredite zur Verfügung, ansonsten muss man sich privat ausbilden lassen. Jeder "Pilot" ist nach seiner dreijährigen Ausbildung mit ca 80000-100000€ verschuldet und startet damit in den Beruf.
Dazu kommt das jeder Pilot, um seine Lizenz aufrechtzuerhalten, jedes Jahr eine gewisse Anzahl von Flugstunden absolvieren muss, sonst ist die Lizenz weg und muss mit teueren Flugstunden wieder aufgefrischt werden, Lokführer erhalten einen EU Führerschein, der wie beim Brumifahrer gültig ist.
 
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Ein Streik muss maximalen Schaden anrichten. Nur so erreicht man den nötigen Druck. Und hinsichtlich der Löhne, sollte sich das Gehalt der Lokführer an Piloten bei der Lufthansa orientieren.
Und der Schaden entsteht am eigenen Unternehmen, welches dann noch schlechter dasteht und sich direkt auf Mitarbeiter auswirkt.
Aber das sind halt die dämlichen Ideen von Gewerkschaften. Man will nicht einsehen, dass eine Harmonie zw. Arbeitgeber und -nehmer für beide besser ist.
 
Klar dass der CDUler das mit dem hämischen Smiley belegen muss.
Was bleibt auch anders übrig wenn man bedenkt, dass ein Pofalla aus dem Kanzleramt direkt in den Vorstand der DB AG gehüpft ist. Der Arbeitskampf der GDL ist auch Ergebnis Jahrelanger Schwarzer Mobilitätspolitik.
Klar sein ganzes Leben sein Gehalt vom Steuerzahler bezogen, niemals mit seiner Leistung und seinem Verdienst echter Marktkonkurrenz ausgesetzt gewesen und wahrscheinlich weder eine funktionierende Firma von Innen gesehen, noch jemals für eine gearbeitet, aber eine dicke Lippe riskieren und sich in Sachen Arbeitskampf zum Experten aufschwingen.
Man kann nur absolut froh sein, das die überwiegende Mehrzahl der Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber, quer durch die Bank vom Kleinunternehmen, über den Mittelstand, bis zum Großunternehmen, an einer fruchtbaren Zusammenarbeit interessiert sind, sonst wäre der momentane Wohlstand wohl nicht erschaffen worden.
Denn Beamte oder Angestellte im Öffentlichen Dienst haben ihn nicht erarbeitet, jedenfalss nicht wirklich signifikant.
 
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Sicherlich, es gibt aber einen Haufen Berufe mit großer Verantwortung.
Du sollst nur nicht zu sehr simplifizieren...
Guten Morgen
Keine Fluggesellschaft zahlt heute mehr eine Pilotenausbildung
Nur Y Tours^^
Denn Beamte oder Angestellte im Öffentlichen Dienst haben in nicht erarbeitet, jedenfalss nicht wirklich signifikant.
Nenne mir einen Staat mit wirtschaftlichen Erfolg ohne zuverlässigen Staatsapperat.
Du machst es dir wie immer viel zu einfach.
 
Geht es bei dem Streik eigentlich nur um Lokführer oder auch noch um anderes Bahnpersonal? :schief:

Praktisch nur um die Lokführer und auch nur die bei der DB. Die große Masse der Bahnbediensteten ist bei der EVG, die weitaus zivilisiertere Tarifverhandlungen führt, und wird von der GDL weder berücksichtigt noch wäre das rechtlich möglich, da die GDL nur die wenigen Betriebsteile mit GDL-Mitglieder-Mehrheit einen Tarifvertrag aushandeln darf.

Deswegen kommen diese Streiks ja so extrem schlecht an: 90000 Hansel, die ohnehin schon relativ gut verdienen, stellen sich hin und verlangen noch viel, viel mehr und wenn sie das nicht bekommen, nehmen sie es sich heraus, Millionen von Menschen in Deutschland Schaden zuzufügen. Klar, letztere davon nicht so wirklich begeistert sind. Mit Ausnahme von Cockpit, deren Mitglieder halt noch einmal viel besser verdienen, dürfte es keine Gewerkschaft in Deutschland geben, die derart wenig Respekt genießt, wie die GDL.


Also Verantwortung haben Pilot und Zugführer wohl gleichermaßen. Wenn da was passiert, dann mit Gefahr für Leib und Leben der Fahrgäste.

Ich finde den Ausdruck "Verantwortung" für etwas, dass im Falle eines Fehlers für den "Verantwortungtragenden" edit: keine weiteren Folgen hat irgendwie immer komplett fehl am Platze. Egal ob Pilot oder Lokführer: Wenn die Scheiße bauen, dann folgt daraus vor allem und zu allererst Gefahr für Leib und Leben des Piloten oder Lokführers. Das sollte eigentlich Motivation genug sein, egal ob da ein Güterzug/Frachtflug oder 300 Passagiere hinten dran hängen, und unterscheidet sie nicht von einem Fassadenputzer, LKW-Fahrer oder Gerüstbauer. Nur das ein Lokführer von den genannten mit Abstand die wenigsten Möglichkeiten hat, Fehler zu machen, weil seine Handlungsmöglichkeiten auf die Geschwindigkeitswahl beschränkt sind. Umgekehrt verdient er aber schon jetzt schon am zweitmeisten der genannten Berufe; berücksichtig man Schulden und Corona-Krise Piloten, aktuell sogar am meisten. Aber "viel" ist vielen halt nicht genug.
 
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Ich finde den Ausdruck "Verantwortung" für etwas, dass im Falle eines Fehlers für den "Verantwortungtragenden" irgendwie immer komplett fehl am Platze. Egal ob Pilot oder Lokführer: Wenn die ********************* bauen, dann folgt daraus vor allem und zu allererst Gefahr für Leib und Leben des Piloten oder Lokführers. Das sollte eigentlich Motivation genug sein, egal ob da ein Güterzug/Frachtflug oder 300 Passagiere hinten dran hängen, und unterscheidet sie nicht von einem Fassadenputzer, LKW-Fahrer oder Gerüstbauer. Nur das ein Lokführer von den genannten mit Abstand die wenigsten Möglichkeiten hat, Fehler zu machen, weil seine Handlungsmöglichkeiten auf die Geschwindigkeitswahl beschränkt sind. Umgekehrt verdient er aber schon jetzt schon am zweitmeisten der genannten Berufe; berücksichtig man Schulden und Corona-Krise Piloten, aktuell sogar am meisten. Aber "viel" ist vielen halt nicht genug.
Ich finde das Wort "Verantwortung" gar nicht Fehl am Platz. Und meinte auch speziell Personenbeförderungen.
Da passen die von dir genannten LKW-Fahrer, Fassadenputzer und Gerüstbauer nicht mit rein. Wobei, wenn letztere Mist bauen, könnte vielleicht das Gerüst (mit Personen) zusammenstürzen. :ugly:
Verantwortung für/über Menschen hat für mich immer einen höheren Stellenwert als Verantwortung für Sachgüter.
 
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Klar sein ganzes Leben sein Gehalt vom Steuerzahler bezogen, niemals mit seiner Leistung und seinem Verdienst echter Marktkonkurrenz ausgesetzt gewesen und wahrscheinlich weder eine funktionierende Firma von Innen gesehen, noch jemals für eine gearbeitet, aber eine dicke Lippe riskieren und sich in Sachen Arbeitskampf zum Experten aufschwingen.
Keine Ahnung wen du damit meinst, mich sicherlich nicht, schließlich bin ich seit Jahren in der freien Wirtschaft unterwegs. Wenn man keine Argumente hat, dann schmeißt der Don eben mit Dreck, in der Hoffnung es bleibt etwas kleben.
Übrigens muss man auch kein Arbeiter sein um die Missstände des aktuellen Systems zu erkennen, ein gewisses Mindestmaß an Intellekt reicht da aus. Das nennt sich auf Empathie, also die Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellungen anderer Menschen einzufühlen.



Man kann nur absolut froh sein, das die überwiegende Mehrzahl der Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber, quer durch die Bank vom Kleinunternehmen, über den Mittelstand, bis zum Großunternehmen, an einer fruchtbaren Zusammenarbeit interessiert sind, sonst wäre der momentane Wohlstand wohl nicht erschaffen worden.
Du musst das anders schreiben: Die überwiegende Mehrzahl der Arbeitnehmer ist so verängstigt davor sozial abzurutschen, oder in Altersarmut zu fallen, dass es kein Auflehnen gegen gerade noch so erträgliche Arbeitsbedigungen gibt.
Der momentane Wohlstand basiert auch auf einem großen Anteil an Niedriglöhnern, bzw. auf der Ausbeutung von Arbeitskräften - die ja mittlerweile teilweise durch Gerichtsbeschluss unterbunden wurde, siehe Urteil zur Bezahlung von Pflegekräften aus dem Ausland.
Und genau da kommt der GDL Arbeitskampf ins Spiel, hier ist eine Gewerkschaft so organisiert, dass es tatsächlich mal zu einem Arbeitskampf kommt, weil diesen Menschen es nicht reicht ein Lob zu bekommen für die "fruchtbare Zusammenarbeit" und sie dann hinterher die Scherben ihres Lebens aufkehren können und nach erhaltenem Lob wieder vergessen werden.

Der Absatz von Dir ist zutiefst widerliches "Ich weiß gar nicht was alle wollen, wir haben doch für Pflegekräfte in 2020 geklatscht... wers nicht mitmacht ist nicht an einer fruchtbaren Zusammenarbeit interessiert".


Denn Beamte oder Angestellte im Öffentlichen Dienst haben ihn nicht erarbeitet, jedenfalss nicht wirklich signifikant.
Und warum profitieren diese dann deutlich mehr als Arbeiter davon?
https://www.spiegel.de/wirtschaft/s...rueher-a-d0fc7f06-0002-0001-0000-000178784912 Sitzt leider hinter einer Paywall. DAS ist ja gerade das Perfide. Beamte erarbeiten den Wohlstand nicht, profitieren aber davon während diejenigen die sich krumm und buckelig schaffen nichts davon haben. Hallo Don, aufwachen, dass ist exakt das was die Linke seit Jahrzehnten predigt und die CDU partout nicht ändern will.
 

Wenn Laschet Kanzler wird lachen definitiv noch mehr Ausländer...

Laschet verwies darauf, dass die aktuell gültigen Vorschriften in der Zeit vor dem Pariser Klimaabkommen entstanden seien. "Aber wenn die Lage so ernst ist, wie der Weltklimarat sagt, dann müssen wir beschleunigen", sagte der Kanzlerkandidat.
Das ist so bezeichnend. Alleine dieses eine Wort ist doch absolute Relativierung und noch schlimmer als hätte
er es vorher nicht gewusst.
 

Wenn Laschet Kanzler wird lachen definitiv noch mehr Ausländer...


Das ist so bezeichnend. Alleine dieses eine Wort ist doch absolute Relativierung und noch schlimmer als hätte
er es vorher nicht gewusst.

Moment, reden wir immer noch "ich lass mir doch nicht von Virologen (bzw. Wissenschaftlern) sagen was ich zu tun habe " Laschet? @Sparanus Wurd hier während meines Urlaubs eigentlich die CDU Sicherheitslücke & die Anzeige gegen die Dame die diese entdeckt hat thematisiert?
 
Dein Intellekt reicht nicht mal soweit, dass er Lokführer von Pflegekräften unterscheiden kann!

Mein Intellekt ist groß genug um zu erkennen, dass dieselben Muster bestehen.
Angeblich Systemrelevante Berufe werden vertröstet statt strukturelle Änderungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen durchzuführen.
Lokführer sind allen scheißegal, außer sie streiken, dann haben Sie auf einmal Verantwortung für Menschenleben und sind systemrelevant.

Komisch das die Beamten zu überwiegenden Mehrzahl Grün und Rot wählen.

Im Wahljahr 2017 haben Beamte zu
35% CDU gewählt
21% SPD
12% Grüne
D.h. weniger Beamte haben SPD & Grün zusammen gewählt, als die CDU.
Was nicht verwunderlich ist, denn:


Der Niedriglohnsektor beträgt deutlich unter 20%, aber mit Zahlen hast du es nicht so,
Hmm
Also was nu, ist fast jeder fünfte im Niedriglohnsektor, was 20% bedeutet, oder sind wir deutlich! unter 20%?
2018 waren es ÜBER 21% https://www.destatis.de/DE/Themen/A...taet-Arbeit/Dimension-2/niedriglohnquote.html


Nur mal so zum mitschreiben und zur Erinnerung, von den lezten 16 Jahren Regierung, saß 12 Jahre die SPD mit in der Regierung. Oder noch besser von den letzten 23 Jahren, waren 19 Jahre SPD Regierungsbeteiligung.
Ist richtig. Als Juniorpartner, mit zu keinem Zeitpunkt Kontrolle über das Verkehrsministerium. Und wie Schwarzer Klüngel da aussieht?
So: https://www.spiegel.de/auto/aktuell...ilt-fernstrassen-in-der-heimat-a-1302320.html

@Don-71
Da bleibt wider nur der hämische Smiley wenn man erkennt, dass all die "Argumente" einfach nur haltlose Behauptungen ohne Substanz waren.
Bin ich sonst nur von Whispercat gewohnt.
 
Und zum zigtausendsten Mal: Was fordert die GDL denn zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen?
Gar nichts!
Er kann es nicht beantworten.
Ich habe das schon auf der letzten Seite gegenüber gestellt, welche Forderungen und welche Angebote es gibt und wie du, die Tagesschau und andere es richtig analysiert haben, geht es nur um die Laufzeit des Tarifvertrages, anscheinend hat sich unser hoffgang, damit nicht wirklich auseinandergesetzt.
 
Nochmal die Frage: Was fordert die GDL denn an Änderungen der Arbeitsbedingungen?
u.a. Angleichung der Arbeitszeit im Tarifgebiet Ost an das Tarifgebiet West, Arbeitszeit und Ruhetagsplanung, ...
 
Und zum zigtausendsten Mal: Was fordert die GDL denn zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen?
In den Haustarifverträgen werden unternehmensspezifische Regelungen geschlossen, wie besondere Zulagen, Regelungen zur Arbeitszeit, zum Urlaub oder zur Qualifizierung von Arbeitnehmern. So fordert die GDL bei der DB beispielsweise die Einführung von Zulagen aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten in Ballungsräumen.

Im Grunde sind das auch bessere Löhne. Wird ein Job besser bezahlt, ist das ein höherer Anreiz diesen auszuüben.
Nennt sich Effizienzlohntheorie und wird relativ am Anfang in der Arbeitsmarkttheorie im VWL Studium vermittelt.

@Don-71
Klar kann ich das beantworten, wo ist das Problem?
Komm du lieber mal mit deinen Behauptungen klar die nicht der Realität entsprechen anstatt immer anderen vorzuwerfen, sie hätten keine Ahnung von der Thematik.
 
Zuletzt bearbeitet:
u.a. Angleichung der Arbeitszeit im Tarifgebiet Ost an das Tarifgebiet West, Arbeitszeit und Ruhetagsplanung, ...
Wo genau? Punkt 1.3 behandelt das schon wieder nicht.
 
Wo genau? Punkt 1.3 behandelt das schon wieder nicht.
Ja, weils in 1.4 steht...

Zum einen verschweigt der Arbeitgeber aber bewusst, dass auch der TVöD-Abschluss weitere Komponenten beinhaltet, die über die allgemeinen Entgelterhöhungen hinausgehen, wie etwa eine Zulage im öffentlichen Gesundheitsdienst, die Angleichung der Arbeitszeit im Tarifgebiet Ost oder aber auch die Entgeltumwandlung für eBikes. Zum anderen will er auch die Weiterführung bestehender Regelungen der GDL in Rechnung stellen, wie etwa den von ihm gekündigten Zusatzversorgungs-Tarifvertrag. Die DB will die daraus resultierenden Kleinstrenten einfrieren, beziehungsweise nicht mehr zur Anwendung bringen. Die GDL will dies für alle Beschäftigten fortführen und lässt sich das nicht als Forderungsvolumen anrechnen, denn schließlich wurde im öffentlichen Dienst auch nicht die Zusatzversorgung gekündigt und dann neu abgeschlossen.
 
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