Wieder schön agitieren und Kamellen von vor 12 Jahren heraus kramen, die interessiert nur keinen, weil der Armin halt schlau genug ist, kein Buch zur Kanzlerkandidatur zu schreiben, im Gegensatz zu Anna Lena, die das noch unbedingt vor der Wahl platzieren wollte, mit dem sicheren Wissen als Kandidatin anzutreten, das alleine unterscheidet schon beide Bücher massiv.
Also ich halte ja nicht viel von Baerbock, aber wenn sie mit vor ein zwei Jahren, als die Arbeiten an dem Buch begonnen haben dürften, nicht nur die Fertigstellung inklusive Corona-Vorausplanung sauber auf den Wahlkampfbeginn gelegt hat, sondern auch noch korrekt vorhergesagt, dass sie Spitzenkandidatin einer ein Reichweite zur Regierungsmehrheit stehenden Partei wird, dann sollte sie definitiv Kanzlerin werden. Niemand kann so gute Politik für die Zukunft machen wie jemand, der sie so präzise vorraussagen kann.
Mal abgesehen davon dass man jetzt wieder über das Geschlechterbild von Scholz streiten könnte finde ich es doch positiv dass Scholz und Seehofer sich öffentlich darüber äußern dass sie die Diskussion zum Buch ebenfalls für übertrieben halten. (Beliebiger Googletreffer, ich hatte es ursprünglich über ÖR Radio gehört)
Der Ton vor der Bundestagswahl zwischen Grünen und CDU wird rauer. Zwei Konkurrenten von Annalena Baerbock halten die Kritik an der Kanzlerkandidatin für überzogen.
www.fr.de
Ein bisschen Abstand zu "amerikanischen Verhältnissen" haben wir also doch noch.
Wenn ich die Berichterstattung richtig deute, dann wurden beide ausdrücklich gefragt, was sie von der Skandalisierung halten. Dass sie bei der Gelegenheit nicht versucht haben, nachzutreten, kann man ebensogut als Professionalität wie als Nettigkeit deuten. Löblich wäre es gewesen, wenn sie solche Statements von sich aus abgegeben haben, wozu im Zeitalter sozialer Medien mehr als genug Zeit war, dass haben sie aber nicht. Sondern sich zurückgelehnt und (zustimmend?) zugeguckt, wie eine Konkurrenten nieder gemacht wird. Auf die Frage "sollte man auf am Boden liegende noch eintreten?" mit "Nein" zu antworten ist das Minimum, keine Kür.
Das wird schneller gehen. Man muss nur sehen wie sehr Delta hier zunimmt. Wenn sie bei 90% ist, werden sich die Fallzahlen ebenso rapide erhöhen, wie bisher der Anteil von Delta.
Ich wills hier nicht weiter ausführen, weil ein vergleichbares Post im Nachbarthread zum Thema "impfen" gerade als "nicht Topic genug" gelöscht wurde und Covid19 hier wegen einem kleinen Kreis von Leuten allgemein nicht diskutiert werden kann, aber: Der Anteil hat damit nichts zu tun, es geht nur um die absolut Zahlen. Ob man zwischen tausend Delta-Fälle noch 3000 Alpha streut und damit 25% Anteil hat oder, ob es nur die tausend Delta-Fälle und somit 100% gibt, ist Delta egal. Was zählt und sich auswirkt: Es gibt 1000 Delta-Fälle und beim vorherschenden Niveau von Schutzmaßnahmen (hallo da unten, liebes Niveau) ist R für Delta deutlich über 1. Es ist schon lange losgegangen, das Wachstum ist seit Wochen exponentiell, das Impfen beschleunigt sich nicht mehr/kann das Rennen nicht mehr gewinnen und die einzige Frage ist somit noch, ob wir diesmal harte Maßnahmen durchführen um einen Zuwachs von 100 auf 1000 Fälle zu verhindern, oder ob wir wieder warten, bis wir harte Maßnahmen machen müssen, um einen Zuwachs von 100000 auf 1000000 zu verhindern. Epidemologisch ist das nämlich beides einfach nur eine Verzehnfachung mit entsprechender Laufzeit*R, sozial gibt es aber einen großen Unterschied, wie viele Menschen bis zum ergreifen der Maßnahmen schon betroffen waren.
Die Schätzung mit der Wahl könnte aber hinkommen. Das sommerliche Wetter bremst etwas, das heißt es dürfte bis weit in den August dauern, vielleicht sogar September, ehe die Inzidenzen wieder deutlich über dem Niveau des sogenannten "Tals" zwischen Welle 2 und 3 liegen werden.
Ich hoffe dadurch das wir keine EM mit diesen völlig unverantwortlichen Besuchszahlen hatten, unsere Club und Disko Szene ist zumindestens immer noch eingeschränkt und Konzerte gibt es auch noch nicht, das es wesentlich glimpflicher laufen wird, das mit den Urlaubsrückkehrern wird das größte Problem werden, ich bin gespannt wie es gelöst werden wird, wenn überhaupt.
Man kann nur warten und beobachten und weiter die Impfkampagne voran treiben.
Delta ist im Land, R ist >>1, Ende der Geschichte. Urlaubsrückkehrer werden nur eine Rolle spielen, weil sich Leute im Urlaub in der Regel noch unvorsichtiger verhalten und vor allem ganz andere Orte aufsuchen, sich also bunter mischen. Aber ob dieser Urlaub im Ausland oder hier stattfindet, wird keinen prinzipiellen Unterschied mehr machen. Die Unterscheidung zwischen "Variantengebieten" und "Hochinzidienzgebieten" ist einer der wenigen wissenschaftlich fundierten Teile der Corona-Politik und Grenzüberschreitungen sind nur zwischen Gebieten ein Problem, die sich gemäß eines von beiden Risikofaktoren deutlich unterscheiden. Aber ob man im Moment in Deutschland oder in Italien ist, ist egal, und damit auch, ob man aus dem einen ins andere zurückkehrt. Entweder man hat Abstände eingehalten oder (typischerweise) eben nicht.