Ich glaube tatsächlich, dass selbst Sinusspass an dem Punkt eine Ausnahme machen würde. Weil er ja schon mit einem sozialdarwinistischen Natürlichkeitsbegriff im sozialen Verhalten argumentiert, könnte man da sehr leicht umswitchen auf einen vulgär-evolutionsbiologischen Ansatz von Arterhaltung/Bewahrung der eigenen Gene etc.
Umswitchen?
Nö, ich bin bei Darwin immer dabei.
Der Mensch ist ein Anpassungswunder und zeitgleich ist er - so wie viele Lebewesen - in der Lage, Probleme zu priorisieren. Wenn es nichts zu essen gibt, ist die erste Priorität, Nahrung zu erlangen, auch wenn man dafür aus der geschützten Höhle raus muss. Ist der Magen dann voll, dann will man doch wieder zurück in die Höhle, weil es draußen stürmt und Raubtiere hinter jedem Busch lauern können.
Gleichzeitig wird der Mensch nur ausgesprochen selten ausschließlich gute oder schlechte Gedanken haben.
Gesellschaftlich kann man das so interpretieren, dass eine Gesellschaft auch ihre Prioritäten hat, die sich mit der Zeit wandeln. Nehmen wir mal eine Gesellschaft zu einem beliebigen Zeitpunkt, so hat diese ihre Werte und Normen, gleichzeitig aber auch ihre Schwächen. Das ist erstmal noch alles kein Problem, wird es aber mit der Zeit. Eine Weile wird sich wenig ändern, bis die Probleme zu groß werden. Dann wird es wichtig, die Probleme zu lösen und entsprechend passt sich die Gesellschaft an. Gleichzeitig aber werden die alten Werte und Vorteile des Gesellschaftssystems in der eigenen Wahrnehmung immer irrelevanter, umso wichtiger die Probleme werden, die es zu lösen gilt. So wandelt sich die Gesellschaft zu einer anderen Form, die sehr effizient darin ist, die Probleme zu bekämpfen, wegen derer sie überhaupt zu dieser Form kam, dabei aber ihre alten Werte zumindest teilweise verloren hat und woraus dann mit der Zeit wieder neue Probleme erwachsen.
Genau das ist es, was gerade auch in der Politik passiert. Jahrzehntelang ist man mit der alten Politik gut gefahren, aber so langsam bilden sich Probleme raus, die aus den Schwächen der alten Form erwachsen sind. Und umso gravierender diese werden, umso stärker werden die, die sie erkennen, benennen und plausible Lösungen bereitstellen. Natürlich wird die Politik diese neuen Positionen im Sinne der Realpolitik bedienen, um selbst ihre Macht zu erhalten, dabei aber im Grunde genau das erreichen, was diese neuen Parteien fordern.
Rettungskräfte oder zufällige Notfallhelfer, die auch nicht gezwungen sind, ihr eigenes Leben zu riskieren für Fremde, dies aber immer wieder - auch bewusst - tun, sind da finde ich ein besseres Beispiel. Oder vielleicht sind die auch alle nur unnatürliche "Freaks of Nature", wer weiß...
Das eigene Leben riskiert man in dem Moment, in dem man morgens aufsteht, in dem man sich in ein Verkehrsmittel setzt oder in Kontakt mit anderen Menschen kommt.
Rettungs- und Sicherheitskräfte gehen größere Risiken ein, doch sind diese kalkuliert und werden für das Wohl der eigenen Gemeinschaft eingegangen.
Man muss Speichersysteme bauen. In Finnland gibt es Sandspeicherkraftwerke (frag mich nicht, wie genau das funktioniert). Da kannst du im Sommer überschüssige Energie in Sand stecken und den so erwärmen. Im Winter gibt der Sand die wärme wieder ab und heizt so eine Kleinstand mit Fernwärme.
Finde ich persönlich eine gute Idee. Man müsste mal schauen, ob das auch bei uns umsetzbar ist.
An sich hat man ein gut gedämmtes Fass voller Sand, den man mit überschüssigem Strom auf hohe Temperaturen erhitzt. Und wenn man die Wärmeenergie wieder braucht, dann holt man sie wieder raus. Wie die das genau machen (Heizstäbe, Wärmetauscher,...) ist für den Nutzer recht egal, an sich setzt man einfach Sand als große thermische Masse ein.
Ich habe nur meine Zweifel daran, ob der Sand die Wärme - oder im Sommer die Kälte - wirklich so lange hält.
Die grünen kann man natürlich kritisieren für ihre stümperhafte, amateure Art der Umsetzung. Bei den grünen ist eben keiner da, der wirklich Ahnung von der Materie hat
Ja, und das ist das große Problem, warum Klimaschutz hierzulande nichts wird.
Offensichtlich gibt es von der Bevölkerung auch keine Bereitschaft, sich einzubringen. Und die Medien schreiben die Grünen eh herunter.
Vor allem werden die Leute, die sagen, dass die Grünen einfach nur Weltuntergangsschwachsinn faseln, immer mehr.