Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Ich glaube, dass exakt das sein muss, damit die potenziellen Wähler und jetzigen Wähler mal aufwachen und verstört werden.
Entweder kommt man da selber drauf, oder jede Erklärung ist müßig. Ich bin noch unter leibhaftigen Nazis großgeworden. Die gesamte Generation meiner Großeltern waren aktiv dabei und haben teilweise schlimmste Verbrechen begangen und sich mindestens an den Hausständen der ins KZ gesperrten Mitbürger bereichert. Da gab es niemals eine Distanzierung und jede noch so minimale Kritik wurde hart sanktioniert. Meine Mutter z.B. sagte zu der Eichmann Verurteilung nur "Das war richtig", dafür ist sie sofort rausgeflogen aus dem elterlichen Haus.

Jetzt waren das trotzdem liebevolle Menschen, fürsorglich, herzlich zur Famile, erfolgreich Arbeitende usw. Angesehene Mitbürger, und trotzdem durch und durch verkommene Nazis. Und im Schlechten gibt es nichts Gutes. Die universellen Menschenrechte z.B. sind nicht mehr zu diskutieren. Aber genau das verstehen so viele nicht. Und ssie verstehen nicht, dass das aktuelle Treten auf die Schwächsten im nächsten Schritt gegen sie selber genutzt wird. Denn irgendwer ist immer die schwächste Gruppe.

Jetzt könnte man versuchen, den typischen AfD Wählern klar zu machen, was denn eine AfD Regierung bedeuten würde. Die Bauern z.B. sollten mal das AfD Programm lesen. Sämtliche Subventionen stehen da auf dem Prüfstand. Und was macht ein Bauer ohne EU Subventionen? Da ist das bisschen wegfallende Dieselsteuerermäßig völlig egal. Jetzt könnte man diesen Mitbürgern die Konsequenzen in Ruhe erklären. Aber erstens erreicht man sie gar nicht und wenn doch, glauben sie es nicht. Da ist Hopfen und Maz verloren. Ansonsten würden sie gar nicht auf die Idee kommen, eine Partei mit erheblichem Nazianteil zu wählen.

Also muss nur hin und wieder der Hydra die Köpfe abgeschlagen werden. Es kommen dann neue, aber auch die kann man dann wieder entfernen. Alles andere wird meiner Ansicht nach nicht klappen, und GG Artikel 18 erlaubt da wirklich sehr fein abgestimmte Lösungen.

Und genau an der Stelle ist unsere Regierung gefragt. Ich bin wirklich gespannt.
 
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Ich glaube, dass exakt das sein muss, damit die potenziellen Wähler und jetzigen Wähler mal aufwachen und verstört werden. Denn wer will in Deutschland schon gerne ein Nazi sein?!

Ausserdem hat damals schon die AfD darüber öffentlich fantasiert, dass Flüchtlinge an Grenzen notfalls erschossen werden sollen.
Das ist keine Partei der "besorgten Wähler"!
Nein eben nicht. Keiner will ein Nazi sein. Das Problem was ich sehe und was ich auch schon erlebt habe war als ich mit jemanden über die Energiewende diskutierte wurde ich von meinem Gegenüber auch als Nazis beschimpft und da liegt der Knackpunkt. Wenn ich also eine kritische Meinung zu aktuellen politischen Entscheidungen habe und deswegen als Nazi bezeichnet werde kann ja Nazisein nicht so schlimm sein. Das ist das was ich meine.
Ich schrecke die Leute damit nicht ab weil viele Positionen als rechtsextrem bezeichnet werden die es einfach nicht sind und das passiert meistens von Leuten die sich damit einer sachlich argumentativen Diskussion entziehen wollen.
 
Nein eben nicht. Keiner will ein Nazi sein. ...
Niemand will Nazi genannt werden, das ist ein Unterschied. Schaut man sich Verhalten, Ansichten und Meinungen an, findet man überall Nazis und bei diesen nicht im Ansatz die Bereitschaft, über diese Standpunkte nachzudenken. "Nazi" ist ein ganz schwacher Begriff, Du darfst nicht vergessen, dass 1945 für die Alliierten jeder Deutsche ein Nazi war. Und dann vergleich die durchschnittliche Meinung der Menschen damals mit der durchschnittlichen heute. Da gibt es sehr viel Überdeckung. "Nazi" ist noch eine wesentliche Stufe weniger als rechtsextrem oder gar rechtsextremistisch.

Die Regierung macht nichts. Die übernimmt teilweise die Nazistandpunkte und meint damit, der AfD Wind aus den Segeln zu nehmen. Das Gegenteil ist der Fall, die Positionen werden als legitim angesehen und weitergetrieben. Themen wie Würde des Menschen werden zunehmend untergraben und der typische AfD-Wähler gröhlt dazu.

Ich bin völlig resigniert. Es gibt soviele riesige Baustellen, von CO2-Emissionen über Umweltverschmutzung, Artensterben, leergefischte Meere usw., dazu der ganze Block Bildung, Rente, Krankenversorgung, Infrastruktur, und vieles mehr. Und nichts dieser Themen wird konsequenzt angegangen. Und da ist es völlig egal, ob jetzt Nazis an der Regierung sind und Gruppen der Bevölkerung das Leben zur Hölle machen würden. Das ist für das einzelne Opfer dieser Gewalt dramatisch. Dramatisch für die Menschheit werden die kommenden Veränderungen werden. Aber solange man sich hier mit Nazis rumschlägt, die alles z.B. in Richtung Energiewende sabotieren, kann man sich nur noch frustiert zurücklehnen.

Die Menschen werden bekommen, was sie verdienen. Es ist traurig, aber niemand in der Regierung kümmert sich mit dem gebotenen Nachdruck um die relevanten Themen, die uns in den nächsten Jahrzehnten auf die Füße fallen werden.
 
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Zu dem müsste es das Parteiprogramm auch hergeben die AfD als rechtsextrem zu bezeichnen was es aber leider nicht tut. Deswegen wird es auch mit einem Verbot nicht klappen da sich die AfD, laut Programm, für eine direkte Demokratie einsetzt.
"Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig." (§21 Abs. 2 GG)
Wenn schon drei Landesverbände als gesichert rechtsextrem eingestuft werden und das Verhalten und die Äußerungen zahlreicher Anhänger - nicht mal zwingend Mitglieder (?) - auch in die entsprechende Richtung geht, dürfte es eng werden. Zudem scheint ja schon eine Beeinträchtigung der fdG ausreichen zu können. Bin da nicht so skeptisch, man muss so ein Verfahren allerdings ordentlich aufgleisen und nichts übers Knie brechen.
 
@Gabbaguenter
Ich habe irgendwie das Gefühl du lässt in deiner Darstellung einige entscheidende Punkte aus ;)

Wenn in Deutschland z.B. das Für und Wieder von Atomstrom diskutiert wird, wird die Gegenseite doch nicht als Nazi bezeichnet, das ist absurd.
Nein ich lasse da nichts aus. Mein gegenüber war argumentativ am Ende und dann wurde halt zum einem Totschlagargument gegriffen. Frei nachdem Motto: "Die Argumente haben alle Nazis" zack war die Diskussion beendet.

"Nazi" ist noch eine wesentliche Stufe weniger als rechtsextrem oder gar rechtsextremistisch
Der Nazi-Begriff wiegt noch am schwersten weil es die Abkürzung für Nationalsozialist ist. Ein rechtsextremer muss kein Nazi sein aber ein Nazi ist definitiv ein Rechtsextremer. Das der Nazi-Begriff von den Allierten schon so inflationär behandelt wurde liegt zum einem daran das sie wirklich dachten das alle Deutschen Nazis waren und es befürwortet haben. Der Umstand das aber viele nur Mitläufer oder Helfershelfer waren und keine strammen Nationalsoziallisten wird hier ausgelassen. Einer der sich freiwillig zur SS gemeldet hat ist ganz klar ein Nazi, auch der der Leute aus seiner Gemeinde aktiv angeschwärzt hat, die dann deportiert wurden. Aber jemand der zu Wehrmacht eingezogen wurde weil es hieß entweder du gehst zu Wehrmacht oder in KZ würde ich jetzt nicht als Nazi bezeichnen.

"Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig." (§21 Abs. 2 GG)
Wenn schon drei Landesverbände als gesichert rechtsextrem eingestuft werden und das Verhalten und die Äußerungen zahlreicher Anhänger - nicht mal zwingend Mitglieder (?) - auch in die entsprechende Richtung geht, dürfte es eng werden. Zudem scheint ja schon eine Beeinträchtigung der fdG ausreichen zu können. Bin da nicht so skeptisch, man muss so ein Verfahren allerdings ordentlich aufgleisen und nichts übers Knie brechen.
Wird schwierig wenn man sich das NPD-Verfahren anschaut dann hätte sie definitiv verboten werden müssen. Die Richter hatten da ihre Zweifel deswegen wird es bei der AfD noch schwieriger weil das da nich so super klar ist wie seinerzeit bei der NPD.
 
Nein ich lasse da nichts aus. Mein gegenüber war argumentativ am Ende und dann wurde halt zum einem Totschlagargument gegriffen. Frei nachdem Motto: "Die Argumente haben alle Nazis" zack war die Diskussion beendet.
Tut mir leid, aber das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Ich kenne dich zwar nicht persönlich aber dein Auftreten deutet zumindest an dass das wohl nicht aus dem Nichts kam und auch nicht ganz unberechtigt ist ;)
 
Wird schwierig wenn man sich das NPD-Verfahren anschaut dann hätte sie definitiv verboten werden müssen. Die Richter hatten da ihre Zweifel deswegen wird es bei der AfD noch schwieriger weil das da nich so super klar ist wie seinerzeit bei der NPD.

Das Bundesverfassungsgericht hat ganz eindeutig geurteilt, dass die NPD verfassungswidrig ist. Ein Verbot wurde nur nicht ausgesprochen mit der Begründung, dass die NPD zu dem Zeitpunkt schon viel zu irrelevant war, um so einen anstrengenden/aufwendigen Prozess durchzuführen. Einfach mal nachlesen.
 
Der Umstand das aber viele nur Mitläufer oder Helfershelfer waren und keine strammen Nationalsoziallisten wird hier ausgelassen. Einer der sich freiwillig zur SS gemeldet hat ist ganz klar ein Nazi, auch der der Leute aus seiner Gemeinde aktiv angeschwärzt hat, die dann deportiert wurden.
Sorry aber nein, wer Mitläufer und Helfershelfer war war auch Täter und somit Nazi. Wenn jemand "nur" Mitgliedsbeiträge für die NS*DA*P eingetrieben hat, von Parteimitgliedern, war er vielleicht kein so extremer Täter wie viele andere, aber Mitschuld hat derjenige genauso auf sich geladen. Da spielt es halt schlicht keine Rolle ob er dann ein von der Sache fanatisch überzeugter Täter war, oder nur Täter, der nicht auffallen wollte, oder weniger politisch angagiert war.

Mitläufer zu sein heißt eben nicht das man nicht Täter wäre, sondern nur das man kein besonders angagierter Täter war.

Aber jemand der zu Wehrmacht eingezogen wurde weil es hieß entweder du gehst zu Wehrmacht oder in KZ würde ich jetzt nicht als Nazi bezeichnen.
Ach, weil solche Leute 1933 nicht ihr Kreuz NS*DA*P gemacht haben können, noch Sympathien für das Gedankengut hegen konnten, nur weil sie nicht in der Partei waren, oder keine gut dotierten Posten im Aperat des Grauens hatten?
So einfach ist das nicht, zu sagen man hat sich nicht daran beteiligt und war ja kein Mittäter.

Der Familie meiner Oma, väterlicher Seite, würde ich das evt. glauben, das sie weder Täter noch Mitläufer waren, aber die haben halt auch weder 1933 ihr Kreuz bei der NS*DA*P gemacht, noch waren sie in der Partei Mitglied, noch haben sie sich irgendwie an Veranstaltungen teilgenommen, noch haben sie sich am Besitz der Opfer bereichert (Auktionen zur Versteigerung jüdischen Besitzes).

Die mussten halt leider unter diesen System leben und haben trotzdem alles verloren, ihren 16 jährigen Jungen / Bruder, der 1945 eingezogen wurde, und in russischer Kriegsgefangenschaft starb und ihren Besitz in Ostpreußen, inkl Vertreibung.

Der Mehrheit der Deutschen würde ich aber definitiv absprechen keine Nazi gewesen sein zu wollen, ganz egal ob sie nun fleißig mitdenunziert haben, sich freiwillig an die Front gemeldet hatten, oder einfach nur 1933 bewusst ein Kreuz auf dem Stimmzettel gemacht haben, oder das was der Schnauzbartträger da gefasselt haben am Stammtisch ganz euphorisch gut fanden, oder sich bei Auktionen jüdischen Besitz erseitgert haben (Wertgegenstände und Grundstücke) und so selbst am Leid anderer bereicherten. Diese Personen waren genauso Täter und Nazis und dabei spielt es keine Rolle ob sie große Täter waren, oder nur kleine Täter, am Ende waren sie durch ihr handeln Täter!

Da kannst du noch soviel versuchen eine kleine persönliche Schuld in ihrer Bedeutung relativieren zu wollen wie du willst, es ändert nichts an an der Schuld.
 
..... Der Umstand das aber viele nur Mitläufer oder Helfershelfer waren und keine strammen Nationalsoziallisten wird hier ausgelassen. ...
Wo wird "hier" etwas ausgelassen? Sie waren alle nicht im aktiven Widerstand und damit waren sie mitschuldig. Sie haben es geduldet und jeder Soldat berichtete zu Hause von schwersten Menschenrechtsverbrechen, jeder im Land wusste, was passiert, und trotzdem schrien weite Teile "Hurra". Es war ein Vernichtungskrieg und er wurde mitgetragen. Jeder suchte für sich eine Nische, in der er profitieren konnte. Ahnst Du, wieviele Millionen Deutsche die Wohnungen der vertriebenen Juden gefleddert haben? Das war wohl organisiert von der Partei, es gab Räumungsverkäufe in den Wohnungen. Und die Menschen machten mit. Das ist für Dich harmlos? Und es passiert gerade gedanklich wieder. Millionen Abschieben und deren Werte ausplündern.

Und Du meinst, Mitläufer und Helfeshelfer waren harmlos? Nein, das ist dieselbe Bagage wie heutige AfD Wähler. Es sind Steigbügelhalter. Sie sind sich in der Regel dessen gar nicht bewusst, was sie anrichten, das macht es aber nicht besser.Aus relativ vielen Diskussionen bekomme ich nur mit, dass die meisten nicht einmal einen Schritt weiterdenken. Mal Konsequenzen abschätzen, einfach mal hinterfragen was von Springer und Ko
in die Welt getrötet wird. Null, nix, einfach nur rassistische Hetze.

Und genau da fehlen mir sinnvolle Gegengewichte. Gerade auch aus der Regierung. Da sehe ich jenseits der Grünen nur ein in Deckung gehen und den Kopf einziehen. Immer schön die drei Affen machen
.... Die Richter hatten da ihre Zweifel...
Weil die Relevanz fehlte. Jeder Stammtisch in dörflichen Regionen, die ich in den Achtzigern beim Mopedfahren erlebte, war stramm rechtsradikal. Da muss man mit leben, solche Schwätzer haben aber keine Relevanz. Da gibt es dann einzelne Militante Wirrköpfe wie den NSU oder den Mörder des kasselaner Regierungspräsidenten, aber in der Regel sind es nur schwanzlose Dummschwätzer gewesen.

Mit der AfD bekommt das Ganze auf einmal massive Relevanz. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in den nächsten Jahren einen AfD Ministerpräsidenten im Lande gibt, ist hoch. Das ist eine ganz andere Nummer. Und jetzt stell Dir mal vor, Höcke wird Ministerpräsident und seine Schergen übernehmen Ämter wie Landtagspräsidenten. Damit wird jede sachliche Diskussion unterbunden werden, weil die Themen nicht mehr auf die Tagesordnung kommen, usw.

Darum müssen dringend einzelne Köpfe der AfD über Artikel 18 entrechtet werden. Das ist absolut sinnvoll und ein gutes Mittel.
 
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Tut mir leid, aber das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Ich kenne dich zwar nicht persönlich aber dein Auftreten deutet zumindest an dass das wohl nicht aus dem Nichts kam und auch nicht ganz unberechtigt ist ;)
Bei der heutigen Diskussionskultur kommt das recht oft vor das Schlagwarte wie: Schwurbler, Gutmensch, Nazi, links-grün-versifft usw. fallen. Das ist einfach weil keiner mehr rational sondern nur noch emotional diskutiert und einige denken sie haben die Moral mit Löffeln gefressen.

Lass mich mein Auftreten erklären. Ich sehe mich in der politischen Mitte und als jemand der die Meinung vertritt das wir den Lügner nur der Lüge überführen wenn wir ihn auch sprechen lassen. Deswegen bin ich dafür das Linksextreme und auch Rechtsextreme sprechen und argumentieren dürfen weil sie sich eh mit ihren Aussagen unmöglich machen.
Die Mitte muss es nun mal schaffen ohne diese Verunglimpfung und Totschlag-Argumente klar zu machen das man der richtige Weg ist.

Die mussten halt leider unter diesen System leben und haben trotzdem alles verloren
Da gab es viele. Es zeigt doch auch der Film "Die Welle" und auch andere Studien zu dieser Thematik das es wenige Täter gibt und viele die es passieren lassen und durch die Gruppe agieren. Schuld mögen sie alle sein aber Täter sind nicht alle. Das ist eben diese Verallgemeinerung die wir andererseits bei der AfD wieder anprangern wenn sie alle Migranten über einen Kamm scheren.
Ich meine ich kann ja auch nicht jeden der in der DDR gelebt hat für die Mauertoten verantwortlich machen oder was in den Zuchthäusern abging. Es ist schwierig bei solchen totalitären Systeme durchzusehen wer Täter war und da finde ich es zu einfach da jeden anzuprangern der nicht im Wiederstand war.

Deswegen halte ich mich da grundsätzlich zurück und diskutiere die Fakten und höre mir gerne an was mein Gegenüber zu sagen hat auch wenn ich denke das es Bullshit ist. Denn nur der gegenseitige Respekt und die Einsicht das jeder seine Meinung haben darf egal wie scheiße sie ist, stellt sicher das wir überhaupt noch über Lösungen und Entscheidungen diskutieren können.
 
Das ist eben diese Verallgemeinerung die wir andererseits bei der AfD wieder anprangern wenn sie alle Migranten über einen Kamm scheren.

Der Vergleich hinkt stark. Rassisten scheren (grob vereinfacht gesagt) Menschen über einen Kamm wegen einer ihnen vermeintlich natürlicherweise innewohnenden Eigenschaft, nicht wegen individueller Eigenschaften oder Handlungen. Wenn man alle AfD-Sympathisanten über einen Kamm schert als "Rechtsextreme" oder "Nazis", dann tut man das wegen bewusster, individueller Handlungen/Entscheidungen jener Personen.
 
Der Vergleich hinkt stark. Rassisten scheren (grob vereinfacht gesagt) Menschen über einen Kamm wegen einer ihnen vermeintlich natürlicherweise innewohnenden Eigenschaft, nicht wegen individueller Eigenschaften oder Handlungen. Wenn man alle AfD-Sympathisanten über einen Kamm schert als "Rechtsextreme" oder "Nazis", dann tut man das wegen bewusster, individueller Handlungen/Entscheidungen jener Personen.
Exakt!

Wundere mich, dass überhaupt noch in Zweifel gezogen werden kann, dass AfD eine Nazipartei ist, nach den Enthüllungen.
 
Das Bundesverfassungsgericht hat ganz eindeutig geurteilt, dass die NPD verfassungswidrig ist. Ein Verbot wurde nur nicht ausgesprochen mit der Begründung, dass die NPD zu dem Zeitpunkt schon viel zu irrelevant war, um so einen anstrengenden/aufwendigen Prozess durchzuführen. Einfach mal nachlesen.
Ergänzend hierzu hat das Gericht auf Möglichkeiten hingewiesen, das gesichert verfassungsfeindliche Parteien auch abseits von Verboten sanktioniert werden könnten. Etwas keine staatlichen Mittel für parteinahe Stiftungen, Ausschluss von der staatlichen Parteienanzierung ect.
 
Ich würde das genau gegenteilig interpretieren: Während wir einerseits die Früchte von großräumiger Zusammenarbeit einfahren, wird andererseits pures Konkurrenzdenken, Egozentrismus und Individualismus als Selbstzweck gepredigt.
Ganz natürlich stellt der Mensch sich selbst an erste Stelle. Das ist ein Urinstinkt, 'ich selbst bin wichtiger als die anderen'. Und natürlich arbeiten wir mit anderen zusammen. Aber wenn die Zusammenarbeit nachteilig für uns wird, oder es so erscheint - ungeachtet der Frage, ob es auch so ist, dann steht man vor allem sich selbst am nächsten.
Dein vorangehendes Post war dafür eigentlich ein Musterbeispiel: Du willst irgendwelche "anderen" in einem Wettbewerb schlagen, damit ein offensichtlich kleineres "wir" triumphiert.
Ich will mich nicht wiederholen. Wer einen Vorteil darin sieht, sich gegen andere zu wenden, der wird den irgendwann auch ausnutzen. Da braucht es nicht viel.
Dass es sinnvoller wäre, an einem Strang zu ziehen, idealerweise als gesamte Menschheit, steht überhaupt nicht auf der Agenda.
Wäre es das?
Der Mensch teilt sich selbst in Gruppen ein. Damit schafft er sich Verbündete und Feinde. Kämpfe untereinander sind es, die sich durch die Geschichte ziehen wie ein roter Faden. Hat es schon immer gegeben, wird es immer geben. Wir haben Instinkte, die dafür sorgen, so wie jedes Lebewesen, welches sich durchsetzt.
Aber gut. Wenn es sinnvoller wäre, an einem Strang zu ziehen, warum betrachtest du die politische Rechte dann als Feind, redest ihre Argumente und Positionen schlecht und redest von oben herab über ihre Wähler? Wenn man als Einzelperson es schon nicht hinbekommt, mit Menschen anderer Meinung konstruktiv zusammenzuarbeiten und sich stattdessen gegen bzw. argumentativ über sie stellt, wie soll das dann erst mit Milliarden funktionieren? Nur zum Nachdenken, kein persönlicher Angriff.
Ist es nicht eher das Gegenteil? Viele nutzen die neuen Medien, um in ihre Bubble abzutauschen und das wars. Das ist meiner Meinung nach auch einer der Hauptgründe für das Erstarken des Populismus in den letzten 20-25 Jahren: Früher hat man sich entweder gar nicht um politisches gekümmert (auch von Populisten kaum was mitbekommen) oder aber man musste Tageszeitungen und kuratierte Nachrichten konsumieren. Im Worst Case waren es die Bild und die RTL-News, aber schon letztere waren um Größenordnungen besser als das, was viele heute konsumieren und sogar erstere schlägt den AFD-Telegram-Kanal um Welten. In einer Zeit, in der es technisch nicht möglich war, sich nur das rauszupicken, dass einen bereits interessiert, wurde man zwangsläufig auch mit Dingen konfrontiert, die einen interessieren SOLLTEN und das weitet den Horizont ungemein.
Nur hatte man früher eher sein festes, beschränktes Umfeld. Informationen kamen von außen durch die Medien rein und gut war. Heute kann sich durch das Internet jeder mit unzähligen Menschen auf der Welt vernetzen und austauschen. Tja, und durch die Menge geht das eigene Individuum dann in Richtung Bedeutungslosigkeit. Kein Wunder, dass viele damit nicht zurechtkommen und psychische Probleme bekommen.
 
Ganz natürlich stellt der Mensch sich selbst an erste Stelle. Das ist ein Urinstinkt, 'ich selbst bin wichtiger als die anderen'. Und natürlich arbeiten wir mit anderen zusammen. Aber wenn die Zusammenarbeit nachteilig für uns wird, oder es so erscheint - ungeachtet der Frage, ob es auch so ist, dann steht man vor allem sich selbst am nächsten.

Das ist eine reine Annahme von dir. Mehr erstmal nicht. Wie passt das zusammen mit den Abertausenden Geschichten von Menschen, die eigenen Besitz oder gar ihr eigenes Leben geopfert haben, um anderen Menschen zu helfen?

Du machst es dir mit deinen Annahmen zu einfach, was die Betrachtung der Welt oder die Rechtfertigung (eigenen?) menschlichen Handelns angeht.
 
Das ist eine reine Annahme von dir. Mehr erstmal nicht. Wie passt das zusammen mit den Abertausenden Geschichten von Menschen, die eigenen Besitz oder gar ihr eigenes Leben geopfert haben, um anderen Menschen zu helfen?
Ein paar tausend, oder lass es auch zehntausend Menschen sein, von wievielen Mrd. Menschen, die insgesamt die letzten 50.000 Jahre auf der Erde gelebt haben?
Wieviel Prozent, bzw. ehr 0,X% macht das?

Ausreißer gibt es immer wieder, in jede Richtung.
 
Ein paar tausend, oder lass es auch zehntausend Menschen sein, von wievielen Mrd. Menschen, die insgesamt die letzten 50.000 Jahre auf der Erde gelebt haben?
Wieviel Prozent, bzw. ehr 0,X% macht das?

Ausreißer gibt es immer wieder, in jede Richtung.

Das ist natürlich schön einfach, erst essentialistische Aussagen zur Natur des Menschen in den Raum sch(m)eissen, und bei Gegenbeispielen einfach (stellvertretend) mit "Naja, Ausnahmen von der Regel gibt es immer!" antworten.

Zwei mal Drei macht Vier, - widdewiddewitt - und Drei macht Neune...
 
Das ist natürlich schön einfach, erst essentialistische Aussagen zur Natur des Menschen in den Raum sch(m)eissen, und bei Gegenbeispielen einfach (stellvertretend) mit "Naja, Ausnahmen von der Regel gibt es immer!" antworten.
Also behauptest du das nachfolgende wäre typisch für das Verhalten von Pythons und daher evident das es so ist?

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Zwei mal Drei macht Vier, - widdewiddewitt - und Drei macht Neune...
Fass dir mal bei dem Punkt an die eigene Nase, schließlich bist du es ja der hier die Behauptung aufstellst das eine absolute Minderheit eindeutig widerlegen würde das die sonst übliche Verhaltensweise doch eine ganz andere sei. ;)
 
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Also behauptest du das nachfolgende wäre typisch für das Verhalten von Pythons und daher evident das es so ist?

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Nö. Das wäre aber ein Gegenargument zu einer (fiktiven) Behauptung, dass die betreffende Python-Art nicht mit Menschen zusammenleben könnte. Du versuchst das argumentatorische Pferd von hinten aufzuzäumen und verhedderst dich im Zaumzeug.

Wenn jemand eine Aussage über die "Natur von XYZ" macht und ein Gegenbeispiel geliefert wird, sogar jede Menge davon, dann kann es ganz offenbar mit dieser unbändigen, unausweichlichen, natürlichen Eigenschaft von XYZ doch nicht ganz so weit her sein. Das ist halt das Elend des Essentialismus, sofern wir nicht in allerabstraktesten, philosophischen Kategorien reden.
 
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