Das Problem ist, wie so oft, Distanz.
Distanz zu den Problemen anderer Menschen, weil man nur vorm Handy sitzt und selbst ja die Prinzessin ist. Außer der üblichen Depressionen und psychischen Probleme, die heutzutage irgendwie Standard werden. Da ist ein Mangel an Mitleid quasi vorprogrammiert. Vor allem aber versagt man immer mehr darin, die Sorgen anderer ernstzunehmen, im Kleinen wie im Großen.
Tja, und auch Distanz dazu, welche Folgen es hat, wenn man im internationalen Vergleich absteigt. Da gilt seit jeher und für alle Ewigkeit das Recht des Stärkeren und Macht ist alles. Wenn man sich davon löst, wird einen die Realität ganz schnell einholen, denn solange es auch nur einen gibt, der seine Macht gegen andere einzusetzen bereit ist, braucht man selbst welche, damit man bestehen bleibt. Auch in Friedenszeiten gibt es Sieger und Verlierer und natürlich wird der Verlierer irgendwann lieber zur Waffe greifen als weiter und weiter zu verlieren, bis er gar keine Chance mehr hat.
Und wie im Großen, so auch im Kleinen.
Im Großen ist es auch eine Frage der Distanz, aber nicht der fehlenden Distanz, sondern von zu wenig, die einen oft davon abhält, zu tun, was nötig ist. Der Schachspieler gewinnt. Er muss nur alle Figuren kennen, so auch die Möglichkeit, über emotionale Verbindungen Verbündete zu gewinnen. Demagogen können den Teil sehr gut, versagen nur oft in anderen Bereichen.