Wie gnädig.

Wer Umverteilung will, muss an die Einkommen, Schenkungen, Erbschaften und Vermögen ran. Steuern auf den Verbrauch, sei es nun die Mehrwertsteuer, Energiesteuer, ..., sind mit das Unsozialste was es gibt.
Ach, Krankenkassenzusatzbeiträge, Amtsgebühren, Schulkosten, Rentenbeiträge, Kapitalertragssteuern, Tickets für ÖPV, Kultur, Sport, etc. sind sozialer?
Verbrauchssteuern mögen keine soziale Ausgleichsfunktion haben, aber wenigstens nehmen sie prozentual gleich viel bei arm und reich (woran sich auch letztere ausgiebig stören. Wenn auch auf anderem Niveau, weil Reiche ja alles auf anderem Niveau machen) und man kann durch Verhaltensanpassung (genau darum geht es nun einmal bei Lenkungswirkung) seine Last zu minimieren versuchen. Dagegen gibt es mehr als genug Abgaben, bei denen Reiche proportional weniger zahlen und/oder denen man nicht ausweichen kann. DAS ist unsozial.
Das Problem sind nicht die Preise für Fahrkarten, sondern für die Mieten.
Es ist eines der drängendsten Themen: bezahlbarer Wohnraum. Viele Menschen wollen sich vergrößern, kaufen oder bauen – doch das ist oft unbezahlbar, vor allem in den Städten.
www.zdf.de
Dort muss schnellstens ein Preisdeckel für die Bodenpreise kommen.
2500€ / m² für unbebautes Bauland
2,5€ / m² für Ackerland
Anders wird man die Spekulanten und Heuschrecken nicht los.
Vollpreis bei der Bahn ist schon ziemlich teuer, da muss sich schon was ändern. Aber Mieten UND Sozialversicherungen sind tatsächlich das größere Problem im Vergleich zu Energie und Mobilität. Wenn ich mal aufaddiere was, ich für Krankenkasse, mal-keine-Rente-bekommen und wo-wohnen-dürfen ausgebe, dann dürfte der Liter 30 Euro kosten, ehe mich das Autofahren teurer kommt.
Gut, also alles wie bisher. Energie, besonders sprit, ist über alle maßen besteuert und zumindest der nahverkehr bzw. seit einiger zeit auch elektroautos sind hoch subventioniert. Damit hast du deinen willen doch schon.
"Über alle Maßen besteuert"? Die Folgeschäden von Energie und Verkehr kosten die Allgemeinheit ein Vielfaches dessen, für was das Zeug verkauft und von sowas wie Verkehrsflächen brauchen wir gar nicht erst anzufangen. Kannst ja mal die Straßenflächen allein in deiner nächstgelegenen Innenstadt zusammenrechnen und mit den dortigen Grundstückspreisen abgleichen und dir überlegen, wieviele Generationen lang du eigentlich KFZ-Steuer zahlen musst, bevor du auch nur einmal in die Stadt fahren darfst.
ÖPNV dagegen ist vor allem eine Maßnahme, um genau diese Kosten einzusparen und da ein erheblicher Teil der Kosten fürs lokal lebende Personal draufgehen, fließt das Geld auch wieder direkt zu Kommune zurück.
Beispiel erbschaften... Es gibt nicht nur harz4er mit wenig einkommen. Da gibt es durchaus auch welche die ländlich wohnen, einiges weniger als der durchschnitt verdienen und einen 3 oder 4-seit hof erben. Und ja, da ist der boden (meist viel baugrund) nicht bloß 1,50€/qm wert! Bei einer freigrenze von 400000€, die 1950 vieleicht mal ausreichend war, bist du ruckzuck drüber und danach wirds teuer. Was soll mann dann machen? Das eigene elternhaus verkaufen???
Wenn Immobilien in der Gegend tatsächlich was wert sind aka gesucht werden: Die Teile, die über den normalen Wohnbedarf hinausgehen vermieten.
Wenn da niemand Immobilien will, ist dagegen auch der Wert nicht allzu hoch. (Fehler bei der Wertermittlung sind natürlich zu vermeiden)
Davon abgesehen kannst du ein Familienhaus bis 200 m² Wohnfläche (und afaik beliebiger Grundstücksfläche) komplett steuerfrei vererben. Das bei noch größeren Gebäuden der HartzIVer einen Teil des Elternpalasts verkaufen muss, ist wohl definitiv nicht als Problem zu sehen. Sondern Sinn der Sache.
Beispiel vermögen... Wie soll man sich bei noch höherer besteuerung (min. 25% der erträge + kirchensteuer + soli ,wobei das risiko beim bürger liegt) ein vermögen aufbauen um im alter über die runden zu kommen?
Gegenfrage: Wie soll man sich bei 1500 € Netto ein Vermögen aufbauen, um im Alter über die Runden zu kommen?
Wichtiger wäre, dass der Staat endlich wieder in der Lage ist, eine ausreichende Lebensgrundlage im Alter sicherzustellen.
Außerdem will eigentum auch unterhalten sein, was dummer weise auch den wert erhält, oder schlimmer, steigert und geld kostet was man eigentlich für später braucht.
Ich frage mich immer: Wenn Eigentum so eine Belastung ist, wieso will es eigentlich nie jemand abgeben?
Ich würde sagen von Neuzulassungen.
Ist auch Kacke für die paar Zwecke, wo es anders nicht sinnvoll geht und macht keinen Unterschied fürs Klima, wenn da, wo es geht, Alternativen verfügbar sind und Folgeschäden auch nur halbwegs eingepreist werden, sodass diese Alternativen günstiger sind.
Ich denke halt nicht nur an mich. Und wenn du einen derberen unfall hast oder sonst irgendwie geistlichen beistand brauchst willst du den ja auch haben.
Mir wäre n guter Arzt ehrlich gesagt wesentlich lieber...
Wenn du den SUV 8 Jahre fährst, ist es ok.
Nö. Dann säuft der wegen seines Gewichts und seiner Stirnfläche in der Summe nur noch mehr.
Man sollte da vielleicht etwas drehen, das Autos einfach länger fahren und technische Geräte allgemein länger halten.
Das wäre nachhaltig.
Also mein letztes Auto war 22, als ich es verkauft habe. Und das habe ich in erster Linie gemacht, weil ich was anderes wollte - wenn der Käufer damit so umgeht wie ich und ein paar sich anbahnende Fahrwerksreparaturen (bei 220 Mm kaum vermeidbar/keine Frage der Bauweise) bezahlt, wird die Kiste sicherlich auch mit 30 noch unterwegs sein.
Und dabei auch nicht mehr verbrauchen, als ein neuer SUV. (um die 7,5 l E10)
Als ob der Bodenpreis für hohe Mieten verantwortlich ist. Im Moment müsstest du die Materialpreise deckeln. ?
Eigentümergewinnspanne + Lohnnebenkosten sind der wichtigste Faktor für Mietpreise. Die Kosten für Baumaterial explodieren im Moment zwar ebenfalls, aber die Lebensdauer einer Immobilie betrachtet ist das trotzdem nicht viel. Die Handwerker, die du für den Bau und die Instandhaltung zahlen musst, sind viel teurer. Aber nicht weil Handwerker ein Bonzendasein führen (auch wenn einige mittlerweile tatsächlich gut verdienen), sondern weil von dem Geld der Großteil direkt an den Staat geht.
Ich meine, warum redet man darüber und nicht über da deckeln der Mieten?
Letzteres ist populistischer/kann man den Wählern leichter verkaufen.
Hast du gelesen?
2 Autos von 2004...
Das macht den Unterhalt auch nicht unbedingt billiger. Und ein Auto wird komplett als Spaßgerät betrieben. Haus + teures Hobby = Privilegiert.
Der Outlander kam, weil wir 2 Pflefefälle bei den Eltern haben, 80+, die man nicht in einen CLK bekommt.?
Und auch nicht in einen Caddy? Einen Golf? Oder irgendwas anderes, das weniger als 1,5 Tonnen wiegt / weniger als 2,6 m² Stirnfläche hat / weniger als 8-10 l (Benzin-Diesel) schluckt?
Das ist Nachhaltig! Stell dir vor was zwei neue Autos an Emissionen bei der Produktion erzeugt hätten!
Wieso zwei? Um einen Caddy zu ersetzen, braucht man wohl nur ein Fahrzeug. Und dessen Bau hätte sicherlich weniger Emissionen benötigt, als der Betrieb deines Caddys. Möglicherweise sogar weniger als der Differenz zwischen dem Betrieb des Caddys und dem Betrieb eines Ersatzes, aber da muss man im Einzelfall gucken - VW hatte ein paar gar nicht mal so schlechte Designs im Sortiment und der Caddy hat ein gutes Verhältnis aus Verbrauch und Raumangebot; also gar nicht so leicht zu unterbieten WENN man den Platz tatsächlich braucht.
Aber wir können ja mal noch den CLK mit reinrechnen...