Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Habeck wäre der Kanzler gewesen den Deutschland braucht...

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Ich bewundere ihn wirklich.
 

Schöner Artikel warum der Rücktritt von Frau Spiegel das Ergebnis einer toxischen, vom Patriarchat geprägten Leistungsvorstellung ist, die in einer modernen Gesellschaft mit vielen Lebensmodellen kein Platz mehr hat.
Ich finde den Artikel mies aufgehängt, aus einem ganz einfachen Grund: Hier wird, mal wieder, von allen Seiten Klientelpolitik betrieben statt sich aufs Sachliche zu konzentrieren.

Die böse Patriarchie ringt arme wehrlose Frau darnieder... muss das denn sein...
Sorry, das geht komplett am Thema vorbei. Warum ich davon überzeugt bin? Wer hat bitte Ted Cruz verteidigt als dieser sich im texanischen Wintersturm abgesetzt hat während seine Wähler erfroren sind? Richtig, keiner. Weil man das nicht macht.

Urlaub ist wichtig und Krisenmanagement sehr sehr aufreibend. Beides bestreitet niemand. Aber, man erwartet in gewissen Positionen halt auch, dass man verfügbar ist wenns brennt (im konkreten Falle tropft, aber ihr wisst was ich meine). Wer Führung bestellt, der bekommt in diesem Land einfach keine Führung mehr, sondern Ausreden, Gründe, Ausflüchte, Entschuldigungen. Ja man wäre ja in der Lage zu führen, aber in DER Krise halt grade nicht - dafür in der nächsten, versprochen!

Frau Stokowski fragt, ob man denn immer da sein müsse - nein muss man nicht. Aber Führung ist unteilbar - klar kann alles delegiert werden, aber man stelle sich mal den Status von Helmut Schmidt heute vor, wäre dieser ne Woche nach der Flut in Hamburg erstmal schön in Urlaub gefahren. Ob die Ministerin einen Unterschied gemacht hätte oder nicht, ist dabei zweitrangig, es geht auch darum, die in den Posten gesetzten Erwartungen zu erfüllen.
Buckeln wie ne blöde, ständig erreichbar - das ist es nicht. Sondern da zu sein wenn es drauf ankommt, vornweg zu gehen wenn keiner weiß wo lang, DAS ist das entscheidende.

Was unfair an der Sache ist:
- Die Spiegel ist nicht die einzige, da müssten noch andere zurücktreten
- Sie zur Ministerin in der BReg zu machen, wissend, dass Sie diese Altlast mitschleppt, so torpediert man mal ne Karriere.
 
Ich finde den Artikel mies aufgehängt, aus einem ganz einfachen Grund: Hier wird, mal wieder, von allen Seiten Klientelpolitik betrieben statt sich aufs Sachliche zu konzentrieren.

Die böse Patriarchie ringt arme wehrlose Frau darnieder... muss das denn sein...
Sorry, das geht komplett am Thema vorbei. Warum ich davon überzeugt bin? Wer hat bitte Ted Cruz verteidigt als dieser sich im texanischen Wintersturm abgesetzt hat während seine Wähler erfroren sind? Richtig, keiner. Weil man das nicht macht.

Urlaub ist wichtig und Krisenmanagement sehr sehr aufreibend. Beides bestreitet niemand. Aber, man erwartet in gewissen Positionen halt auch, dass man verfügbar ist wenns brennt (im konkreten Falle tropft, aber ihr wisst was ich meine). Wer Führung bestellt, der bekommt in diesem Land einfach keine Führung mehr, sondern Ausreden, Gründe, Ausflüchte, Entschuldigungen. Ja man wäre ja in der Lage zu führen, aber in DER Krise halt grade nicht - dafür in der nächsten, versprochen!

Frau Stokowski fragt, ob man denn immer da sein müsse - nein muss man nicht. Aber Führung ist unteilbar - klar kann alles delegiert werden, aber man stelle sich mal den Status von Helmut Schmidt heute vor, wäre dieser ne Woche nach der Flut in Hamburg erstmal schön in Urlaub gefahren. Ob die Ministerin einen Unterschied gemacht hätte oder nicht, ist dabei zweitrangig, es geht auch darum, die in den Posten gesetzten Erwartungen zu erfüllen.
Buckeln wie ne blöde, ständig erreichbar - das ist es nicht. Sondern da zu sein wenn es drauf ankommt, vornweg zu gehen wenn keiner weiß wo lang, DAS ist das entscheidende.

Was unfair an der Sache ist:
- Die Spiegel ist nicht die einzige, da müssten noch andere zurücktreten
- Sie zur Ministerin in der BReg zu machen, wissend, dass Sie diese Altlast mitschleppt, so torpediert man mal ne Karriere.
Das ist ein sehr veraltetes Bild von Führung. Am Ende muss sie ihren Laden nur so aufstellen, dass er funktioniert auch wenn sie im Urlaub ist. Abgesehen davon frage ich mich sowieso was ihr Ministerium groß hätte beitragen können, denn das ganze Thema Katastrophenschutz liegt beim Innenministerium. Ihr Ministerium hat da fast keine Themen oder Mittel.
Es ist schade, dass hier die Karriere einer begabten Frau so zerstört wurde indem man ihr ein veraltetes, toxiisches und patriachisches Führungsbild als Leitbild entgegen hielt.
 
Habeck wäre der Kanzler gewesen den Deutschland braucht...

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Ich bewundere ihn wirklich.

Wofür?
Das er nach Katar geflogen ist ?
 
Das ist ein sehr veraltetes Bild von Führung. Am Ende muss sie ihren Laden nur so aufstellen, dass er funktioniert auch wenn sie im Urlaub ist.
Ja. Im Normalbetrieb. Das ist vollkommen logisch. Nur war das kein Normalbetrieb, sondern eine extreme Lage. Und in der geht man nicht in Urlaub.

Abgesehen davon frage ich mich sowieso was ihr Ministerium groß hätte beitragen können, denn das ganze Thema Katastrophenschutz liegt beim Innenministerium. Ihr Ministerium hat da fast keine Themen oder Mittel.
Naja, z.b. die Debatte anführen darüber, wie man sowas zukünftig vermeidet. Ist ja nicht so als hätte es die Debatte nicht gegeben und als wäre Umwelt nicht ein ganz ganz wesentliches Thema bei der Sache.
Es geht auch um Vertrauen - das verstehen leider sehr viele Menschen nicht. Politiker werden gewählt um in unserem Namen Entscheidungen zu treffen, eine Ministerin die sich in der für viele Menschen Stunden der finstersten Not einfach in den Urlaub absetzt ist Gift für das notwendige Vertrauen der Bürger in die gewählte Regierung.
Das ist nicht einfach nur irgendein Job mit Gehalt - bzw. es sollte weitaus mehr sein als das. Alle wollen se führen, Ansprüche haben auf bessere Posten mit mehr Prestige, aber liefern? Da siehts dann auf einmal düster aus.
DAS ist was Vertrauen in die Politik untergräbt, was Aussagen wie "die da oben" immer wieder an die Oberfläche schwemmen lässt. Und das nicht-Verständnis über diesen Umstand ist fataler als 4 Wochen Urlaub.

Es ist schade, dass hier die Karriere einer begabten Frau so zerstört wurde indem man ihr ein veraltetes, toxiisches und patriachisches Führungsbild als Leitbild entgegen hielt.
Das sind nur Kampfbegriffe um das vorhandene persönliche Versagen zu kaschieren. Egal ob Mann oder Frau, so handelt man nicht wenn man als Minister bestellt wurde. Leider sind die Maßstäbe für Minister in Deutschland zu niedrig - der einzige Skandal ist und bleibt, dass nicht noch viel viel mehr Menschen in Verantwortungspositionen ihre Tische geräumt haben. Negativbeispiele für Pappnasen in Ministerposten hatten wir leider zu Genüge.
 
Ja. Im Normalbetrieb. Das ist vollkommen logisch. Nur war das kein Normalbetrieb, sondern eine extreme Lage. Und in der geht man nicht in Urlaub.
Bin ja wahrlich kein Fan der Grünen, aber was genau hat eine Ministerin für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verrbaucherschutz fachlich mit dem Katastrophenmanagement zu tun? Ehrlich gemeinte Frage. Ich sehe nicht welchen Nutzen ihre Anwesenheit gehabt hätte.
 
Bin ja wahrlich kein Fan der Grünen, aber was genau hat eine Ministerin für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verrbaucherschutz fachlich mit dem Katastrophenmanagement zu tun? Ehrlich gemeinte Frage. Ich sehe nicht welchen Nutzen ihre Anwesenheit gehabt hätte.
Zu dem Zeitpunkt war sie noch Umweltministerin in NRW.
 
Naja, z.b. die Debatte anführen darüber, wie man sowas zukünftig vermeidet. Ist ja nicht so als hätte es die Debatte nicht gegeben und als wäre Umwelt nicht ein ganz ganz wesentliches Thema bei der Sache.
Es geht auch um Vertrauen - das verstehen leider sehr viele Menschen nicht. Politiker werden gewählt um in unserem Namen Entscheidungen zu treffen, eine Ministerin die sich in der für viele Menschen Stunden der finstersten Not einfach in den Urlaub absetzt ist Gift für das notwendige Vertrauen der Bürger in die gewählte Regierung.
Entscheidungen treffen sie im Parlament, als Minister*in sind sie Teil der Exekutive und da geht es um das Umsetzen und Katastrophenschutz ist Aufgabe des Innenministeriums.

Ein solch sympathische und kompetente Frau hat es nicht verdient ihre Karriere kaputt gemacht zu kriegen, nur weil manche noch einen veralteten Bild von Führung nachhängen.
 
Ein solch sympathische und kompetente Frau hat es nicht verdient ihre Karriere kaputt gemacht zu kriegen
Was hat es mit der Sache zu tun ob jemand sympathisch ist?
Anprangern, die Dame wäre Opfer des Patriarchats, aber Sympathie hervorheben, also subjektive Merkmale...

Der zweite Teil stimmt, Sie hätte niemals in der Regierung Scholz (I?) Ministerin werden dürfen, das war ihr gegenüber extrem unfair. Den Skandal im Bundesland überstehen, danach Recovery und dann einen erneuten Anlauf auf ein Bundesamt, was bei vorhandener Kompetenz ja möglich wäre.
 
Das ist aber nunmal der grüne Traum, Konsum über den Preis einschränken...Putins Hirnschiss hats nur beschleunigt.

Grünes Standardünkel ist es eigentlich, alles zu verbieten was nicht bei drei auf den Bäumen ist (oder dabei ein Blatt abknickt). Zur Nutzung marktwirtschaftlicher Instrumente, die individuelle Freiheiten lassen, aber komplette Umgehungen schwer machen, fällt denen dagegen ziemlich schwer.


Buckeln wie ne blöde, ständig erreichbar - das ist es nicht. Sondern da zu sein wenn es drauf ankommt, vornweg zu gehen wenn keiner weiß wo lang, DAS ist das entscheidende.

Was unfair an der Sache ist:
- Die Spiegel ist nicht die einzige, da müssten noch andere zurücktreten
- Sie zur Ministerin in der BReg zu machen, wissend, dass Sie diese Altlast mitschleppt, so torpediert man mal ne Karriere.

Das Genick gebrochen hat es ihr erst, als sie gelogen hat. (Remote-Teilnahme an Kabinettssitzungen, etc.)
An unfähige Minister ist man leider gewöhnt, aber unfähig UND unehrlich UND kein CSU-Parteibuch? Das ist zuviel.


Ja. Im Normalbetrieb. Das ist vollkommen logisch. Nur war das kein Normalbetrieb, sondern eine extreme Lage. Und in der geht man nicht in Urlaub.

Wenn man den Laden so aufstellt, dass er auch im nicht-Normalbetrieb ohne einen läuft, kann man als Minister auch im nicht-Normalbetrieb Urlaub machen. Wirkt zwar komisch, ist aber eigentlich sogar der beste Zeitpunkt: Ein Minister setzt ein paar grundsätzliche Ziele, wählt die richtigen Leute aus und kümmert sich um eine funktionierene Organisationsstruktur. Was macht man in einer Krise nicht? Grundsätzliche Ziele ändern, Leute austauschen oder die Organisationsstruktur ändern. Stattdessen lässt man die ohnehin schwer belasteten Leute bestmöglich ihren Job machen, ohne von oben mit neuen Ideen anzukommen.

Aber da steht eben ein "wenn" am Anfang. Und wenn stattdessen also in die Hose geht, dann hat man als Minister und immer und in jeder Situation die Aufgabe zu gucken, wieso, damit man bei der ersten sich bietenden Gelegenheit die nötigen Korrekturen vornehmen kann.

Wer stattdessen zweimal binnen 12 Monaten unter Beweis stellt, dass er in einer Belastungsituation handlungsunfähig ist und sich ins private flüchtet, der muss halt vor weiteren Belastungssituationen bewahrt werden.


Angeblich nur weil man die Frauenquote erfülllen wollte.

Schlimmer: Flügelbalance bei den Grünen. Sie hat den Job bekommen, weil Özdemir statt Hofreiter Landwirtschafsminister wurde, sonst wäre der Familienposten wohl an Göring-Eckhardt gegangen. Nicht dass ich die für die bessere Wahl gehalten hätte, aber dass man überhaupt auf den beiden hing und dann auch noch nach den Kriterien ist ein Paradebeispiel für Quote >>> Kompetenz und was dabei rauskommt.
 
Grünes Standardünkel ist es eigentlich, alles zu verbieten was nicht bei drei auf den Bäumen ist (oder dabei ein Blatt abknickt). Zur Nutzung marktwirtschaftlicher Instrumente, die individuelle Freiheiten lassen, aber komplette Umgehungen schwer machen, fällt denen dagegen ziemlich schwer.
Jaja wieder das alte rechte Argument von der Grünen Verbotspartei.
 
Das ist ein sehr veraltetes Bild von Führung.
Auch wenn es in dem Fall um Frauen in Führungspositionen in Unternehmen geht: Aber die Art und Weise wie Frauen führen wollen, scheint sich doch etwas von dem zu unterscheiden, was manch einer erwartet:
Die zentrale Erkenntnis aus allen Interviews ist, dass es den Frauen auf die Rahmenbedingungen im Unternehmen ankommt, um gerne Führungsverantwortung übernehmen zu wollen. Die Präferenzen der Frauen sind unter anderem: einen ganzheitlichen Lebensentwurf realisieren zu können, psychologische Sicherheit zu haben und Verantwortung teilen zu können. Alle Präferenzen werden sehr konkret beschrieben und mit O-Tönen aus den Interviews unterlegt. Zusätzlich werden in der Studie Handlungsempfehlungen für die Unternehmen ausgearbeitet, die ein Interesse daran haben, weibliche Talente zu fördern.

Nutzung marktwirtschaftlicher Instrumente
Der Euphemismus für Maßnahmen, mit denen man sozial Schwachen den Knüppel zwischen die Beine wirft sowie gerne nochmal kräftig nachtritt und diejenigen, die ohnehin schon Wohlhabend und Vermögend sind, darüber höchstens mit der Schulter zucken. Auch bekannt als Klassenkampf von oben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch wenn es in dem Fall um Frauen in Führungspositionen in Unternehmen geht: Aber die Art und Weise wie Frauen führen wollen, scheint sich doch etwas von dem zu unterscheiden, was manch einer erwartet:

Cool. Verantwortungsträger, die darauf bestehen, Verantwortung zu teilen.
Teilen die dann auch ihr Gehalt?


Der Euphemismus für Maßnahmen, mit denen man sozial Schwachen den Knüppel zwischen die Beine wirft sowie gerne nochmal kräftig nachtritt und diejenigen, die ohnehin schon Wohlhabend und Vermögend sind, darüber höchstens mit der Schulter zucken. Auch bekannt als Klassenkampf von oben.

Nein. Das ist die korrekte Bezeichnung für Maßnahmen, die sich in das bestehende System einfügen. Ich finde besagtes System auch nicht schön, aber man löst dieses Problem nicht, in dem man alle naslang dysfunktionale Parallelstrukturen aufbaut. Das sind nämlich mit schöner Verteilungsmechanismen ganz nach oben: Um ein paar negative Folgen in der Mitte zu verhindern, zahlt die gesamte Gemeinschaft Ausgleichszahlungen auch an alle weitaus höher und die eigentlichen Negativeffekte treffen die großen Konzerne überhaupt nicht, weil die es sich leisten können, die Schlupflöcher zu identifizieren und gezielt auszunutzen. So steht bei den Top 1 eine Positivbilanz da und die Bottom 25 zahlen dafür auch noch. Dann nehme ich lieber Maßnahmen, die allen einen Knüppel auf die Füße schmeißen, auch wenn das ohne Schuhe natürlich schmerzhafter ist, als wenn Gucci verbeult wird.
 
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