Den letzten Absatz halte ich im Moment für deutlich zu groß und demokratisch nicht für erreichbar.
Tjo, dann hat die Menschheit halt Pech gehabt. Haha ups sorry, wir haben den Planeten unbewohnbar gemacht weil wir erst unseren Spaß wollten, dann unsere Freiheit an die Verschwendung von fossilen Ressourcen gekoppelt haben und dann hatten zuwenige Bock was dran zu ändern.
Kann man wohl nix machen...
Dann musst du auch B sagen und erklären wie du das erreichen willst, ohne das soziale Fass aufzumachen, das zwangsläufig kommen würde, wenn man es über den Preis regelt. Ich habe die Unterschiede zu "früher" nicht umsonst in den Raum gestellt und für Totalverbote, halte ich unser GG und unsere momentane Gesellschaftsform für nicht geeignet. Darüber hinaus, ist es m.A. nach für Viele eine Rückentwicklung, oder zumindestens eine gefühlte Rückentwicklung.
Wer sagt, dass ich das soziale Fass nicht aufmachen will?
Wenn du "nur" irgendwas teurer machst, dann hast du vollkommen Recht, dann lachen die Reichen und die Armen werden ärmer. Wenn du Alternativen schaffst, dann verschwindet der Effekt der Reichen nicht, aber er wird abgefedert. Im Moment haben wir Zwänge, welche diese Ungleichheit massiv verstärken, bzw. deutlich herrausheben. Wenn wir diese Zwänge abbauen, dann stört auch die Ungleichheit weniger.
Das ist ne Mammutaufgabe und nichts was man mit "irgendwas mit Homeoffice" lösen könnte.
Und das schreib ich ja seit Mo-na-ten...
Tut mir leid, aber diese Argumentation halte ich nicht für schlüssig, da das Automobil der Start zur großflächigen individuellen Mobilität für die Masse war. Das Pferd war als individuelle Mobilität immer nur einem sehr sehr kleinen Teil der Bevölkerung vorbehalten.
Auch wenn du den Freiheitsbegriff, als Bullshitargument bezeichnest, stelle ich in den Raum, dass der überwiegende Anteil, der momentanen Bevölkerung in Deutschland genau damit aufgewachsen ist und ihn positiv verinnerlicht hat. Meine persönliche Einschätzung geht bis ungefähr Ende der 1970er, Anfang der 1980er Geburtenjahrgänge.
Ja und?
Ich bin auch damit aufgewachsen und hätte exakt gar kein Problem damit wenn wir eine Gesellschaft bilden in der das einfach nicht mehr notwendig ist. Du sachst es doch selbst, diese Entwicklung ist der allerkleinste Teil der deutschen Geschichte, warum soll grade der jetzt auf ewig bindend bzw. Richtungsweisend sein, v.a. wenn man sieht, welcher Aufwand dafür betrieben werden muss?
Ich halte das, was du so einfach schreibst und auch teilweise gut argumentativ unterlegst, für sehr sehr viel schwieriger umzusetzen, als du es dir vorstellen kannst, jedenfalls mit demokratischen Mitteln und wie gesagt über allem kreist auch noch der soziale Sprengstoff.
Ja isses. Das ist nicht einfach. Aber es ist notwendig.
Das ist wie wenn du ein Bein amputieren musst weil sonst der Körper an Sepsis krepiert. Das ist keine einfache Entscheidung, aber der Klumpfuß muss ab.
Das sind doch genau die strukturellen Probleme die wir haben. Eine Demokratie ist per se die beste Staatsform, allerdings extrem schwerfällig wenn es um (dringend notwendige) Reformen geht. Packt man die Grundsätze der Demokratie an um, in noblem Sinne, Veränderungen zum Wohle aller durchzuführen, dann öffnet man Tür und Tor für jede Staatsform die man eigentlich nicht wollte, von der Monarchie bis zur Diktatur.
Das Problem ist ja schon, dass die Wähler nicht mal verstehen was eine repräsentative Demokratie eigentlich ist, also warum nicht der Wille von Gudrun und Hans-Otto bezüglich der Homo Ehe aus Wanne-Eickel genau so wie die beiden wollen umgesetzt wird. Das wird eine der Kern Herausforderungen für alle Regierungen werden, nur wenn wir uns nicht bald bewegen, dann wird das Endergebnis nicht nur unsere Demokratie hinrichten, sondern halt auch unsere Lebensgrundlage...
Aber aktuell sind wir zu blöd / faul / bequem Politiker zu wählen, die sich diesen Problemen annehmen wollen.
Wenn man wissen will, mit was sich die CDU so beschäftigt in 2021:
In manchen Schulen in Dresden ist geschlechtergerechte Sprache bereits Alltag – doch dies wird sich nun wieder ändern. Das sächsische Kultusministerium stoppt Gendersternchen und Co. mit einem Schreiben an die Schulleitungen.
www.rnd.de
Also um es mal auf einen Punkt zu bringen:
Gegner des Genderns hatten immer davon gesprochen, dass "man nicht mehr schreiben dürfe wie man wolle", schreiben jetzt aber vor, wie man zu schreiben hat. Es geht der CDU also offensichtlich nicht darum, dass jeder schreiben dürfen soll wie er möchte, also ob gendern oder nicht, sondern es geht offensichtlich darum, dass jeder so schreiben soll wie die CDU das will.
Aber ganz wichtig, Sprachpolizei / Verbotspartei sind immer die anderen...
Das isses halt, wir diskutieren über Klimawandel, Mobilitätswende und zukunftsfähige Gesellschaften und die Ottos in Sachsen gehen auf Wählerfang im stramm konservativen Lager mit so einem Bullshit. Richtig gute Aussichten, dass hier mal die ernsten Themen angegangen werden.