AW: NASA: Warp-Antrieb realisierbar, 10-fache Lichtgeschwindigkeit möglich
Ich will erstmal wissen, wie das funktionieren soll, vorher ist das nur "Schall und Rauch".
Sorry, aber die Raumzeit so zu krümmen ist halt so ne Sache....
/sign.
Alles, was ich aus der Ecke, aus der dieser Bericht kommt, bislang gehört habe, bezieht seine Massenangaben auf "exotische Materie" mit negativer Energiedichte/Masse (NICHT Antimaterie), für die es abseits dieser mathematischen Überlegungen dummerweise keinen einzigen Hinweis gibt - geschweige denn auch nur ein einziges Atom, dessen Existenz uns real bekannt ist.
Aber vielleicht fehlt mir auch nur das nötige Verständnis - das scheitert nämlich schon am Warpantrieb als solchem. (Okay: Er verzerrt, je nach Erklärweise, entweder den dreidimensionalen Raum in der vierten Dimension oder aber die vierdimensionale Raumzeit in noch höheren Dimensionen. Das bringt jemanden wie mich, der sich nur in den ersten drei Dimensionen bewegen kann und Entfernungen nur in diesen Angibt, dem Ziel keinen Schritt näher. Alpha ist knapp 4,5 Lichtjahre in x/y/z-Richtung entfernt, je nachdem, wie man sein Koordinatensystem dreht, und das sind alle Richtungen in denen ich mich fortbewegen kann. Wenn jemand den Raum so verzerrt, dass es in a/b/c Richtung nur noch 2 m -oder welche Einheit man da auch immer nimmt- weg ist, lachen sich die Alpha Centaurianer, die diese Dimension wahrnehmen können, vielleicht scheckig - aber in Richtung x/y/z sind es immer noch 4,5 Lichtjahre.)
Du krümmst den Raum so, das der Punkt wo du bist (A), und der, wo du hin willst(B), nah beieinander liegen. Stell dir das wie ein Blatt Papier vor, wo du die Ecken übereinander legst. Für dich ist dann zwischen Punkt A und Punkt B vielleicht nur nen Millimeter unterschied, wenn du den Raum dann wieder entkrümmt hast, bist du aber auf der anderen Seite des Blattes.
Blöd aber, dass ich mich nur in der Ebene des Papiers bewegen kann. Da hilft mir das Biegen tatsächlich erst, wenn sich beide Lagen berühren/überschneiden. Das ist dann aber kein gebogener Raum mehr, sondern eine Singularität/Wurmloch/sehr ungesund für alles, was gerade am falschen Ort ist.
ΔΣΛ;4598218 schrieb:
Grandiose News,
bin begeistert 
Von Science-Fiction Filmen/Serien/Büchern haben sich die Forscher schon immer inspirieren lassen, Gene Roddenberry wäre begeistert was die Wissenschaft heute (bzw theoretisch) in der Lage ist, er würde sich doch sehr bestätigt fühlen in seinen Technischen Visionen.
Was in StarTrek gezeigt wurde ist quasi alles realisierbar, für mich als StarTrek Fan doch eine wohltuende Nachricht.
Also bislang haben wir realisiert
ummm
hmmm
Funkgeräte mit Freisprecheinrichtung, die man in die Hosentasche stecken kann

. Aber automatisch erkennen, wen man gerade kontaktieren möchte, tun die immer noch nicht und auf die späteren Modelle, die man als Brosche trägt und die ungeachtet ihrer Position absolut störungsfreie, 100% klare Sprache übertragen und auch für den Benutzer problemlos hörbar sind, warte ich noch immmer.
ALLES andere aus Star Trek habe ich bislang noch nicht zu Gesicht bekommen.
Echt tolle News.
Zum Thema:
Hätte man vor über 100 Jahren geglaubt das wir uns Bewegte Bilder in Farbe anschauen und auf einen Bildschirm wiedergeben ?
Sieht man mal ganz davon ab, dass der erste Farb-Kinofilm schon vor über 100 Jahren seine Uraufführung hatte und es bereits deutlich davor kleinere Experimente gab:
Man hat auch vor 200 Jahren bewegte Bilder in Farbe angeschaut und unbewegte Farbbilder projeziert. Also wieso sollte man die Kombination nicht für möglich halten? Nur wie lange es dauert, ein Verfahren zu entwickeln, dass deren Herstellung so billig wird, dass sie sich für die Massenunterhaltung einigen, das wusste man noch nicht.
oder
hätte man im Jahr 1600 geglaubt das es so etwas wie elektrischen strom gibt?
Man kannte Blitze, elektrische Endladungen von Tieren und machte erste Experimente mit statsicher Auflage. Je nachdem, wie man archäologische Artefakte interpretiert, waren die ersten Batterien zu diesem Zeitpunkt bereits 15 Jahrhunderte alt.
"Geglaubt" haben also zumindest die Experten auf dem Gebiet vermutlich nicht mehr, dass "es so etwas wie elektrischen Strom gibt" - sondern sie haben es gewusst. Was noch fehlte war detailiertes Wissen darüber, was dieses Etwas denn nun genau ist.
oder
Hätte man geglaubt im Jahre 1400 das die Erde rund ist wie eine Kugel?
Gleiches Phänomen: Da man bereits 2000 Jahre vorher "wusste", dass die Erde eine Kugel ist (afaik sogar schon anzeichen dafür hatte, dass sie ggf. keine Kugel, sondern eher ein Elipsoid darstellt), hat man es um 1400 auch nicht mehr "glauben" müssen.
Interessant ist aber, wieviele Leute
ab dem 17/18. Jahrhundert glaubten, dass die Leute im 8. Jhd. geglaubt haben sollen, die Erde wäre ein Scheibe. (wofür es aber keinen einzigen zeitgenössischen Hinweis gibt)
oder
Hätte man im Jahre 1910 geglaubt das wir zum Mond reisen können.
Knapp ein halbes Jahrhundert zuvor hat man Bestseller darüber geschrieben. 1910 arbeitete man bereits an den theoretisch-technischen Grundlagen dafür und in den 20er Jahren wurden Pläne für geostationäre Raumstationen erstellt, deren Grundüberlegungen bis heute befolgt werden.
usw.
Das sind alles Entdeckungen und Forschungen die man mit der Zeit entdeckt hat und die sich keine vorstellen konnte damals eben.
Siehe oben: Keine einzige davon konnte man sich nicht vorstellen, die meisten konnte man sogar absehen. Vor allem aber: Keine einzige verlangte für ihre Umsetzung nach Materialien und Vorgängen, für die man so kein einziges Beispiel kannte. Die Schwierigkeit lag jedes einzelne Mal nur ("nur") darin, einen sehr komplexen technischen Apparat zu schaffen, der eine Vielzahl bekannter Phänomene mit höchster Präzision erzeugen und nutzen konnte.
Eine Saturn V ist im Prinzip eine Kombination aus dem Rückstoßantrieb 2000 Jahre alter chinesischer Raketen mit dem brennenden Petroleum 4000 Jahre alter Sumerer als Treibstoff, unterstützt von einem Steuerungsystem, das im wesentlich die Bewegungen eines Kreisels (>>20000 Jahre) verstärkt (ältester bekannter Verstärkungsmechanismus: Flaschenzug, >>1000 Jahre). Für ihren Einsatz braucht man noch ein paar Berechnungen auf der Basis altgriechischer Erkenntnisse (>2000 Jahre).
Das heißt nicht, dass selbst die wenigen Personen, die all dieses Wissen vor dem 19. Jhd. in einer Person vereinigten, eine hätten bauen können. Genaugenommen gäbe es da noch ein Reihe von metallurgischen und chemischen Details, die man braucht, um die nötige Effizienz zu erreichen, und die Steuerung wird mit ein bißchen Elektronik auch deutlich zuverlässiger. Aber: Die Grundprinzipien waren alle bekannt. Jemand, der über das gesamte Wissen der Menschheit bis zum 15. Jhd. verfügt (so wie wir heute dank des Internets), hätte sagen können "wir müssen noch viel, viel, viel besser werden. Aber grundsätzlich scheint es möglich".
Im Falle des Warpantriebs lautet dieser Satz aber
"Er umgeht eine Reihe grundlegender physikalischer Gesetze auf einem Weg, für dessen Gangbarkeit es keinerlei Anzeichen gibt, nutzt Materialien mit spezifischen Eigenschaften, deren Existenz bis dato reiner Wunschtraum ist, in einem Umfange, der mit gar keiner Materie umsetzbar ist, zum Bau einer Machine, deren Konstruktion räumlich unmöglich ist (diese Materie muss sich UM das Raumschiff und seine Blase befinden, soll sich aber zeitgleich mit diesem bewegen?), um einen Effekt zu erzielen, der bereits im Ansatz hochdestruktiv erscheint und, nach Ansicht vieler, selbst im gewünschten Ausmaße nicht einmal einen Ansatz des gewünschten Effektes zeigen würde."
Es erscheint nicht einfach nur fraglich, ob man so etwas umsetzen kann, sondern eine Umsetzung setzt vorraus, dass mehrere Aspekte unseres Wissens über das Universum falsch oder zumindest extrem lückenhaft sind. Damit ist er genauso "unmöglich", wie Teleportation durch Gedankenkraft - und nicht "schwer vorstellbar", wie ein Flugzeug für eine Person aus dem 17. Jhd..