Martin Schulz: Politisches Strohfeuer oder ernstzunehmender Herausforderer Merkels?

Sei dir mal da nicht so sicher. Aber erst mal abwarten was das im Mai bei uns wird. Das kann man dann schon als Gradmesser nehmen.

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Holland hat gezeigt, dass wenn die Rechtspopulisten übertreiben, es eher nach hinten losgeht.
Das ist hier jetzt auch so. Die ganzen Aussagen von Höcke und Co. finden nur noch der rechte Kern der Afd gut, alle anderen lehnen das eher ab.
Das ist eben das Problem, wenn man nur die Rechtsaußen Leute hat, die Stimmung machen und keine Basis hat, die sich abgrenzt.
Irgendwann bleiben die Wähler weg.
 
Ich würde ja mal zu gerne sehen wie SPD und CDU aus der Wäsche schauen wen im Bundestag 7 bis 8 Parteien sitzen würden und keiner auf mehr als 5-12% kommen würde.
Das wäre Veränderung und würde vieleicht auch beim letzten politischen Kalkkopf dort endlich mal zum nachdenken anregen.

Was ist daran "Veränderung"? Bislang kriegt die Regierung kaum was zustande, weil sie niemandem öffentlich auf die Füße treten möchte und die Hintergrundmauscheleien kaum genug Umsetzungskapazität haben, um alle Lobbywünsche zu erfüllen. Der von dir gewünschte Bundestag würde erst gar keine Regierung hervorbringen (unsere Parteien sind ja schon unfähig, mit mehr als zwei zweier Koalitionsoptionen in den Wahlkamp zu ziehen, eine vierer Koalition wird es nie geben) und die Wirtschaft hätte freie Bahn.


Wer kann denn eigentlich diese Partei noch wählen?

Und überhaupt ernst nehmen? :D

Ernst nehmen wird in weiten Teilen schwierig. Aber eine andere Partei zum wählen zu finden, wenn was gegen Lügenmärchen hat und weder von Strom- noch Autokonzernen regiert werden möchte, ist auch schwierig :(


Mir wäre nicht bewusst, dass die Parteien Koalitionen eingehen müssen. Das hat erstmal nichts mit Demokratie zu tun.

Eine Koalition mit einer Partei einzugehen, die 180° gegenläufige Ziele anstrebt, wäre sogar ziemlich antidemokratisch. So plakativ umgehen nicht einmal deutsche Politiker ihre Wahlversprecher.


Eine Mitte-Rechts Koalition aus Union, FDP und AFD wäre doch mal was ;)

Was wäre das denn, außer hochgradig inkompatibel? Nationalistische Abschottung, Globalisierung, geschlossene Grenzen, und internationalisierter Arbeitsmarkt passen ziemlich schlecht zueinander. Aber Hauptsache "dagegen" :wall:


18% bei Umfragen zur Bundestagswahl?

Denn von Landtagswahlen würde ich nicht auf Bundestagswahlen schließen.

Gab genug Umfragen, die gar nicht erst differenziert haben, welche Wahl sie meinen - und die meisten Leute können doch eh nicht mehr dazwischen unterscheiden und behandeln Landtagswahlen als eine Gelegenheit, um zwischendurch mal einen Denkzettel (nicht) an die Bundespolitik zu schicken :ka:
 
@threshold
Nach hinten losgegangen... Wilders hat dazu gewonnen und führt die 2. stärkste Partei.
Vielleicht hinter der Erwartungen, aber nach hinten losgegangen würde ich was anderes nennen.
Außerdem ist er gegen einen Rechten angetreten der dem Wahlvolk jüngst gegen Erdogan ein nationales Schauspiel geboten hat.
Es zeigt nur, dass man die Rechtspopulisten nicht unbedingt stärkt, wenn man etwas nationaler redet und handelt.

@ruyven
Diese Koalition kann funktionieren, genau so wie RRG funktionieren kann obwohl bei den Linken auch Marxiaten etc dabei sind.
Hab letztens erst ne Veranstaltung von einer Landtagskandidatin der Linken gesehen, hinter dem Pult hing wirklich die Flagge der Sowjetunion.
Also wenn die SPD mit solchen Leuten koalieren kann, dann kann es die Union auch mit der AfD.
Aber ich gebe zu, dass die AFD stark zurückstecken muss, wenn sie koalieren würde.
 
Die Afd ist doch gar nicht daran interessiert, irgendeine Regierungsverantwortung zu übernehmen.
Denn dann müssten sie ja tatsächlich Politik machen und sich bemühen -- und das will von denen niemand.

Würde dann aber bedeuten, die AfD steht selbst nicht hinter ihren Punkten. Ich würde ja selbst auch keine Partei gründen, wenn nicht zumindest der Wünsch da wäre, an einer Regierung teilzunehmen.
 
Würde dann aber bedeuten, die AfD steht selbst nicht hinter ihren Punkten. Ich würde ja selbst auch keine Partei gründen, wenn nicht zumindest der Wünsch da wäre, an einer Regierung teilzunehmen.

Die Punkte sind eben sehr unterschiedlich.
Einerseits hast du eine nationalistische Partei, die sich abschotten will.
Andererseits will sie eine neoliberale Wirtschaftspolitik machen -- beides passt nicht.
Dazu kommen die üblichen Klimawandelleugner -- wieso sind die gerade bei den Nationalisten so weit verbreitet? -- und dann die Leute, die das Arbeitslosengeld abschaffen wollen. Also genau gegen die Leute Politik machen, von denen sie gewählt werden wollen.
Die Afd wird der Wirtschaft so in den Hintern kriechen, wie es Kohl, Schröder und Merkel sich das nie getraut hätten.
 
Die Punkte sind eben sehr unterschiedlich.
Einerseits hast du eine nationalistische Partei, die sich abschotten will.
Andererseits will sie eine neoliberale Wirtschaftspolitik machen -- beides passt nicht.
Dazu kommen die üblichen Klimawandelleugner -- wieso sind die gerade bei den Nationalisten so weit verbreitet? -- und dann die Leute, die das Arbeitslosengeld abschaffen wollen. Also genau gegen die Leute Politik machen, von denen sie gewählt werden wollen.
Die Afd wird der Wirtschaft so in den Hintern kriechen, wie es Kohl, Schröder und Merkel sich das nie getraut hätten.
Ja, aber heißt ja nicht das die nicht dahinter stehen und diese Punkte durchsetzen möchten.
 
Wie schon geschrieben, das selbe hat man x mal über Grüne und Linke gesagt und hatten diese Leute recht?
Nein
 
Ja, aber heißt ja nicht das die nicht dahinter stehen und diese Punkte durchsetzen möchten.

Niemand steht dahin, der die Punkte durchsetzen wird, weil niemand mit ihnen koalieren wird.

Wie schon geschrieben, das selbe hat man x mal über Grüne und Linke gesagt und hatten diese Leute recht?
Nein

Grüne Politik hätte ab 1998 Formen annehmen können, aber was rot grün gemacht haben, ist ja heute bekannt.
Und daher haben die Grünen auch ein Problem.
Die eine Seite will neolieberale Politik mit Windrädern machen und die andere Seite will linksliberale Politik machen mit Veggie Days. Beide geht nicht.
 
So ganz Legende ist es nicht:
Struktur der AfD-Wahlerschaft | blog.tagesschau.de

Tendenziell sind es schon mehr Arbeitslose und mehr mit niedrigem Bildungsniveau. Nur hat Deutschland halt recht wenige Arbeitslose, also reichen auch die 21% Stimmenanteil nicht um die Gesamtzahl det Stimmen zu erklären.

Da gibt es aber auch andere aktuellere Quellen. Lügenpresse. ;)

Umfrage zeigt: AfD-Wahler gehoren eher zu den Besserverdienenden - Video - FOCUS Online
 
Also ich sehe die AfD nicht dazu bereit wirklich Reguerungsverantworzung zu übernehmen, diese Partri ist erst ein paar Jahre alt. Da aber die Kartellparteien eh ein Problem mit der Demokratie haben wird die AfD sowieso nicht in die Lage kommen, selbst wenn sie im September mit 30% in den Bundestag einzieht. Die AfD wird gebraucht für eine Starke Opposition, nicht das wieder sowas wie jetzt passiert und die Opposition nur aus einer Person besteht.

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