Liberalisierung weicher Drogen

Die Frage ist ja auch nicht, ob jemand mit seinem Körper machen kann, was er möchte. Das verbietet niemand.

Wenn jemand Cannabis konsumieren kann, ohne es zu besitzen, geht er straffrei aus.

Und genau der Anbau, Erwerb, Besitz, Verkauf und ähnlich hinderliche Dinge sind verboten.
 
Das ist doch eben genau so ein Quark. Um es zu konsumieren muss doch mindestens eine Person es ja besitzen und erworben oder angebaut haben.

Weiter kann Dich jeder Polizist mal eben eine Nacht in die Ausnüchterung stecken wenn es ihm gerade passt - Du hast ja konsumiert und bist nicht Herr deiner Sinne etc. . Das habe ich übrigens schon live bei Bekannten erlebt. In der Stadt angehalten und befgragt. Als Kiffer entlarvt und auf Grund der Einstellung eine Nacht im Kittchen gelandet. Ja, tatsächlich ohne verbale Aussetzer wie Beleidigungen o.ä. . Es genügte hier die Meinung und das Eingeständnis gekifft zu haben. So "frei" wie viele denken ist man hier nämlich oftmals doch nicht. Klar hätte man versuchen können dagegen anzugehen aber ein paar Kiffer und deren Freunde gegen eine geballte Ladung "Freund und Helfer"?! Ich muss dazu aber noch erwähnen, dass sich ebenso Polizisten in meinem Bekanntenkreis befinden und der Fall bisher eine absolute Ausnahme darstellt. ;) Es gibt auch sehr nette und hilfsbereite Polizeibeamte!

Das schweift aber schon wieder leicht vom Thema ab. Ich wollte nur sagen, dass auch der Konsum oftmals Folgen haben kann und dass obwohl er ja eigentlich "erlaubt" ist.

Eine andere Frage ist auch wie das mit den Bestrafungen beim Autofahren u.s.w. aussehen soll. Jemand der richtig gesoffen hat und nicht mal mehr richtig sprechen kann geht meist einen (oder auch mal mehr) Monat zu Fuß. Jemand der ein winziges Krümelchen Kokain (oder etwas anderes illegales) zu sich genommen hat wird Probleme haben den Schein die nächsten Jahre überhaut wieder zu bekommen. Hier stimmt einfach die Relation nicht. Man vergleiche das mal mit Vergewaltigern und "Raubkopierern", da ist es ähnlich unverhältnissmäßig.
 
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Wenn dich ein Polizist beim Besitz oder Erwerb erwischt und/oder dich zur Ausnüchterung wegen des Konsums mitnimmt und in die Zelle sperrt, ist das völlig in Ordnung.

Es geht nicht um den Sinn dieser Maßnahmen, die dem Gesetz Geltung verschaffen, sondern um die Erkenntnis, dass alles rund um diese Droge illegal und eine Straftat ist.

Und damit kommt man zu der Erkenntnis, dass es einer Menge illegaler Infrastruktur bedarf, um den Konsum auch nur eines Einzelnen zu ermöglichen.

Also reden wir nicht mehr nur darüber, ob jemand nur sich selbst schädigt. Nein, er nimmt wissentlich in Kauf, dass sich ganze Gesellschaftgruppen mit dieser illegalen Droge beschäftigen.

Übrigens ist bei der Bestrafung gar nichts unverhältnismäßig. Cannabis-Konsumenten gehört der Führerschein lebenslang entzogen.

Und wenn jemand meinem Kind Cannabis schon in der Grundschule vertickern möchte, dann sollte er sich freuen, 'nur' mit der Härte des Gesetzes bestraft zu werden.
 
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Doch, das System ist an eine Bedingung gekoppelt: Das du Teil dieser Gemeinschaft bist.
Wenn du es bevorzugst, außerhalb der Gesellschaft zu stehen, anstatt dich an ihre Regeln zu halten: Bitte. Dann musst du aber auch damit klarkommen, dass die Vertreter z.B. in Form von Polizei und Justiz belästigen. Denn du lebst immer noch auf ihrem Territorium und auch wenn du die Option, als Junkie auf der Straße zu verrotten, attraktiv findest - die Gesellschaft findet das nicht. Und es nicht deine Privatstraße.

Wo ist bitte unser Sozialsystem an Bedingungen gekoppelt?

Nach deiner Argumentation müssten ja alle Straftäter, Arbeitslosen, Einzelgänger, Asylanten und Menschen die in Parallelgesellschaften leben, ja sogar Schnellfahrer und Falschparker (halten sich auch nicht an Regeln) von unserem Sozialsystem ausgeschlossen werden. Das sind sie aber nicht!

Im übrigen finde ich es "sozialer" sich ab und zu mal einen Joint anzustecken, als ein Teil der oben genannten Gruppen zu sein.
 
Man merkt das die meisten keinerlei Bezug zu diesem Thema haben und das wissen von Filmen wie Lammbock stammt.

Was für die Cannabislegalisierung spricht wäre ganz klar die entkriminalisierung der konsumenten. Allgemeine Prinzipienfrage: Warum darf jemand Volltrunken sein was sogar die aggresivität fördert und jemand der genüßlich seinen Joint raucht und niemanden was tut - ich kenne keine "Aggressiven Prügel Kiffer", dafür umso mehr pendanten beim Alkohol. Gerade bei Drogen reagieren die Menschen sowieso einfach mit "Was ich nicht mache/kenne/mag ist doof und gehört verboten", diese typisch Deutsche Einstellung hat uns schonmal gegen die Wand laufen lassen.. aber egal.

Eine "legalisierung" wie in Tschechien finde ich wiederum garnicht verkehrt, selbst für Sachen wie Heroin und ähnliches. Die meisten werden sich jetzt wohl an den Kopf packen. Aber das Ding ist einfach das man trotz illigalität schnell an diverse Substanzen gelangt. Würde man den SPass legalisieren und kontrolliert abgeben könnten die Gelder, die in die besagte Verfolgung fließen ind Suchthilfe übergehen und der Staat sparrt bzw verdient am Leichtsinn seiner Bürger ( Wie beim Tabak und Alkohol).
 
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Man merkt das die meisten keinerlei Bezug zu diesem Thema haben und das wissen von Filmen wie Lammbock stammt.

Was für die Cannabislegalisierung spricht wäre ganz klar die entkriminalisierung der konsumenten. Allgemeine Prinzipienfrage: Warum darf jemand Volltrunken sein was sogar die aggresivität fördert und jemand der genüßlich seinen Joint raucht und niemanden was tut - ich kenne keine "Aggressiven Prügel Kiffer", dafür umso mehr pendanten beim Alkohol. Gerade bei Drogen reagieren die Menschen sowieso einfach mit "Was ich nicht mache/kenne/mag ist doof und gehört verboten", diese typisch Deutsche Einstellung hat uns schonmal gegen die Wand laufen lassen.. aber egal.

Eine "legalisierung" wie in Tschechien finde ich wiederum garnicht verkehrt, selbst für Sachen wie Heroin und ähnliches. Die meisten werden sich jetzt wohl an den Kopf packen. Aber das Ding ist einfach das man trotz illigalität schnell an diverse Substanzen gelangt. Würde man den SPass legalisieren und kontrolliert abgeben könnten die Gelder, die in die besagte Verfolgung fließen ind Suchthilfe übergehen und der Staat sparrt bzw verdient am Leichtsinn seiner Bürger ( Wie beim Tabak und Alkohol).

Das würde ich so mal unterschreiben.
 
Ich finde das ganze sollte man pragmatischer sehen - eine Legalisierung und Verkauf unter staatlicher Kontrolle bringt Steuern und Arbeitsplätze und senkt Kosten für den ganzen Rechtsapparat, entkriminalisiert nicht unerhebliche Teile der Bevölkerung. Das Zeug muss Qualitätsmerkmale erfüllen und darf keine schädlichen Beimischungen enthalten wie es z.T. bei dem Straßenzeug der Fall ist. Die Politik tut sich nur so schwer damit weil die Kifferei von einem Dickicht aus falschen Informationen, Legenden und fehlender alltagskultureller Verankerung umgeben ist - und der damit verbundene Zustand (high) ist irgendwie genau das Gegenteil neoliberaler Ideologie und der damit verbundenen Verhaltensweisen (Ellenbogengesellschaft, Wachstums - und Expansionszwang, Leistung vor Rücksichtnahme). Damit würde jeder Politiker der sich für eine Legalisierung einsetzt seinen Ruf und seine Karriere riskieren.
 
Die Meinungsbildung in diesem und vergleichbaren Threads zu diesem Thema ist definitiv nicht repräsentativ.

Selbst eine Meinungsumfrage in diesem Forum würde nicht die reale Meinungsverteilung in der Gesamtbevölkerung widerspiegeln.

Sofern der Wunsch nach einer Legalisierung von Cannabis nicht von einer demokratischen Mehrheit in diesem Land getragen wird, hat sich jeder an geltendes Recht zu halten.

Und solange man keine Lösungsansätze für dringende Fragen rund um dieses Thema vorweisen kann, bleibt es wohl auch bei dem illegalen Status.
 
Ich finde das ganze sollte man pragmatischer sehen - eine Legalisierung und Verkauf unter staatlicher Kontrolle bringt Steuern und Arbeitsplätze und senkt Kosten für den ganzen Rechtsapparat, entkriminalisiert nicht unerhebliche Teile der Bevölkerung. Das Zeug muss Qualitätsmerkmale erfüllen und darf keine schädlichen Beimischungen enthalten wie es z.T. bei dem Straßenzeug der Fall ist. Die Politik tut sich nur so schwer damit weil die Kifferei von einem Dickicht aus falschen Informationen, Legenden und fehlender alltagskultureller Verankerung umgeben ist - und der damit verbundene Zustand (high) ist irgendwie genau das Gegenteil neoliberaler Ideologie und der damit verbundenen Verhaltensweisen (Ellenbogengesellschaft, Wachstums - und Expansionszwang, Leistung vor Rücksichtnahme). Damit würde jeder Politiker der sich für eine Legalisierung einsetzt seinen Ruf und seine Karriere riskieren.

Sehe ich genauso, aber würden unsere Politiker pragmatisch denken wäre auch das Allheilmittel Aspirin schon verboten oder Rezeptpflichtig (ein echtes Teufelszeug... sollte man restlos verbrennen) und bei solchen Beispielen sieht man, dass da andere Leute, wie lobiisten und wie die sich alle nennen ihre Finger mit im Spiel haben :daumen2:
 
Meine Meinung wäre da ziemlich radikal. Entweder Gras erlauben oder Alkohol und Zigaretten verbieten ;-)

Ach übrigens an die "Passivraucher" könnten ihr bitte auch das Autofahren unterlassen? Ich mein ich habe kein Auto und eure Abgase verpesten mich ziemlich...
 
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Ich bin der Meinung, dass es unverhältnismäßig ist die einen Drogen (Alkohol, Nikotin, Koffein, Zucker, etc.) zu erlauben und im Gegenzug andere Drogen, die wissenschaftlich bewiesen, weniger gesundheitsschädigend sind zu verbieten. Dazu kommt, dass die Hanfplanze zu 100% verwertbar ist und so ein neuer Wirtschaftszweig (Arbeitsplätze) entstehen würde. Weiters stellt sie die Basis für Medikamente für chronisch kranke unter Schmerzen leidende Patienten dar. Auch für die Landwirtschaft wäre der Anbau solcher Pflanzen zuträglich, da sie mit Ihren tiefen Wurzeln den Ackerboden auflockert und für einen guten Nährstoffreichen Boden sorgt. Mit dem heutigen Wissensstand ist es für rational denkende Menschen unmöglich ein weiteres Verbot zu befürworten.
Illegal: schlecht für den Staat (Strafverfolgung, Exekution), schlecht für den Bürger (kriminalisiert, etc) legal: gut für den staat (Steuern, Marktwirtschaft, Entlastung der Exekutive und Legislative), gut für den Bürger ( Medizin, Nahrungsmittel, etc.)
 
zu sich genommen hat wird Probleme haben den Schein die nächsten Jahre überhaut wieder zu bekommen.

Naja ok das liegt aber nicht an der Politik sondern das die Leute weiterkonsumieren^^

Achja zum Thema bin selber bei der Strafverfolgung und vergesst es. Damit macht der Staat soviel Kohle aufgrund von Strafgeldern da kommt eine legalisierung niemals ran ;-)
 
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MOD6699 schrieb:
Achja zum Thema bin selber bei der Strafverfolgung und vergesst es. Damit macht der Staat soviel Kohle aufgrund von Strafgeldern da kommt eine legalisierung niemals ran ;-)

Wie ist denn deine Meinung zu dem Thema?
Vielleicht kann uns ein "Insider" ja neue Blickwinkel eröffnen ;)
 
MOD6699 schrieb:
Welche Blickwinkel willst du denn eröffnet haben ausser "Es ist eine Einstiegsdroge, es ist halt verboten" ;-)

Dass es eine Einstiegsdroge ist wurde bekanntlich ja schon wiederlegt und obwohl es verboten ist hat ja jeder immer noch eine Meinung dazu
 
Nach Durchlesen des gesamten Thread, bin ich doch überrascht wieviele Leute an diesem Thema interessiert sind. Man könnte entsprechend davon ausgehen, dass es bei sich Cannabis/Marihuana um eine weit verbreitete gesellschaftliche Droge handelt, wovon ich bisher immer ausgegangen bin und es selbst auch im Freundes- und Bekanntenkreis miterlebe. Jetzt aber mal die Meinung in nem Forum mit zu bekommen, schon interessant. Persönlich stimme ich einer Legalisierung zu aus den folgenden Gründen.


Ich bin der Meinung, dass es unverhältnismäßig ist die einen Drogen (Alkohol, Nikotin, Koffein, Zucker, etc.) zu erlauben und im Gegenzug andere Drogen, die wissenschaftlich bewiesen, weniger gesundheitsschädigend sind zu verbieten. Dazu kommt, dass die Hanfplanze zu 100% verwertbar ist und so ein neuer Wirtschaftszweig (Arbeitsplätze) entstehen würde. Weiters stellt sie die Basis für Medikamente für chronisch kranke unter Schmerzen leidende Patienten dar. Auch für die Landwirtschaft wäre der Anbau solcher Pflanzen zuträglich, da sie mit Ihren tiefen Wurzeln den Ackerboden auflockert und für einen guten Nährstoffreichen Boden sorgt. Mit dem heutigen Wissensstand ist es für rational denkende Menschen unmöglich ein weiteres Verbot zu befürworten.
Illegal: schlecht für den Staat (Strafverfolgung, Exekution), schlecht für den Bürger (kriminalisiert, etc) legal: gut für den staat (Steuern, Marktwirtschaft, Entlastung der Exekutive und Legislative), gut für den Bürger ( Medizin, Nahrungsmittel, etc.)

Achja zum Thema bin selber bei der Strafverfolgung und vergesst es. Damit macht der Staat soviel Kohle aufgrund von Strafgeldern da kommt eine legalisierung niemals ran ;-)

Dem muss ich widersprechen, wieviele dieser Strafgelder werden denn nicht gezahlt und müssen dann durch weitere Kosten z.B. Gerichtskosten, Inkasso, Gerichtsvollzieher etc. eingetrieben werden, bis der Zahlungspflichtige die Privatinsolvenz anmeldet und der Staat auf dem Geld sitzen bleibt. Bei einer Legalisierung wären die Steuern im Verkaufspreis inbegriffen und es würde weitaus mehr Geld eingenommen werden.
 
Dass es eine Einstiegsdroge ist wurde bekanntlich ja schon wiederlegt und obwohl es verboten ist hat ja jeder immer noch eine Meinung dazu

Trotzdem wirst du nie andere Sätze aus der Justiz hören... ;)

Dem muss ich widersprechen, wieviele dieser Strafgelder werden denn nicht gezahlt und müssen dann durch weitere Kosten z.B. Gerichtskosten, Inkasso, Gerichtsvollzieher etc. eingetrieben werden, bis der Zahlungspflichtige die Privatinsolvenz anmeldet und der Staat auf dem Geld sitzen bleibt. Bei einer Legalisierung wären die Steuern im Verkaufspreis inbegriffen und es würde weitaus mehr Geld eingenommen werden.


Das war auch nicht ganz ernst gemeint^^ Im Grunde wäre das ja in 10 Jahren schon drin denk ich mal.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das war auch nicht ganz ernst gemeint^^ Im Grunde wäre das ja in 10 Jahren schon drin denk ich mal.

Ok :)

Übrigens ist bei der Bestrafung gar nichts unverhältnismäßig. Cannabis-Konsumenten gehört der Führerschein lebenslang entzogen.

Das möchte ich bitte mal erklärt haben. Ich rauche einen Joint, werde erwischt und darf dann mein ganzes Leben lang nie mehr Auto fahren?
 
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