ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Erstens ist erlaubt sich asozial zu verhalten.
Du regst dich die ganze Zeit darüber auf, das etwas verboten wäre und jetzt behauptest du, es wäre erlaubt.Ich spar mir mal meine offensichtliche Meinung auch noch niederzuschreiben, aber im Interesse der Diskussion solltest du dich mal auf einen Standpunkt einigen...
Zweitens, die Freiheit des Einzelnen und das Recht sein Eigentum (sein Körper ist sein Eigentum) zu schützen ist sozial, weil es jedem zu Gute kommt.
Etwas, das sich nur um eine Person kümmert, ist per se schon einmal nicht sozial. Und in diesem Fall kommt es auch niemandem zu Gute.
Verhält sich jemand asozial wenn er einen Joint raucht?
Hängt von den Rahmenbedingungen und Folgen ab. Wenn er z.B. das Gesundheitssystem der Gemeinschaft mit resultierenden Schäden seines Drogenkonsums belastet: Ja.
Ich bin persönlich der Meinung, dass legales Alkohol Trinken eine klare Doppelmoral darstellt. Alkohol ist in meine Augen eine ebenso harte Droge wie Heroin o.ä. . Entweder man verbietet alle Drogen oder keine. Das ist doch total scheinheilig hier von Genußmittel zu sprechen. Gerade da THC nunmal weniger schädlich ist kann ich das nicht nachvollziehen. Da ein Verbot aber bekanntermaßen (Prohibition) nicht funktioniert, sollte man endlich mal über eine legalisierung nachdenken. Ebenso bin ich dafür an stark Suchtkranke sauberes Heroin auszugeben.
Naja... Es gibt schon beachtliche Unterschiede zwischen unterschiedlichen Substanzen, was die für ernsthafte Schäden und/oder Abhängigkeiten nötige Konsummenge angeht.
Eine andere Frage ist auch wie das mit den Bestrafungen beim Autofahren u.s.w. aussehen soll. Jemand der richtig gesoffen hat und nicht mal mehr richtig sprechen kann geht meist einen (oder auch mal mehr) Monat zu Fuß. Jemand der ein winziges Krümelchen Kokain (oder etwas anderes illegales) zu sich genommen hat wird Probleme haben den Schein die nächsten Jahre überhaut wieder zu bekommen. Hier stimmt einfach die Relation nicht. Man vergleiche das mal mit Vergewaltigern und "Raubkopierern", da ist es ähnlich unverhältnissmäßig.
Jemand, der nicht einmal mehr geh- geschweige denn Fahrtüchtig ist, kann sich auch auf 6-12 Monate Pause + MPU einstellen, da gibt es keinen großen Unterschied. Ein Monat blüht dir schon in einem Zustand, in dem Fremde dir nicht einmal anmerken würden, dass du getrunken hast.
Wo ist bitte unser Sozialsystem an Bedingungen gekoppelt?
Nach deiner Argumentation müssten ja alle Straftäter, Arbeitslosen, Einzelgänger, Asylanten und Menschen die in Parallelgesellschaften leben, ja sogar Schnellfahrer und Falschparker (halten sich auch nicht an Regeln) von unserem Sozialsystem ausgeschlossen werden. Das sind sie aber nicht!
"Straftäter, Arbeitslose, Asylanten"?
Nette Gleichsetzungen hast du da.
Was du nicht hast, ist meine Argumentation verstanden. Denn diese Personen agieren i.d.R. sehr wohl als Teil der Gesellschaft und sind deren Regeln unterworfen. (in den Phasen, in denen es zumindest erstere schaffen, sich erfolgreich auszukoppeln, profitieren sie umgekehrt aber auch nicht vom Sozialsystem und belasten dieses nicht)
Im übrigen finde ich es "sozialer" sich ab und zu mal einen Joint anzustecken, als ein Teil der oben genannten Gruppen zu sein.
Über "ab und zu" lässt sich viel philosophieren. Hier geht es aber um unbegrenzte Konsummöglichkeiten und es ist leider so, dass Leute diese bei Drogen auch nutzen, wenn sie die Gelegenheit erhalten.
Eine "legalisierung" wie in Tschechien finde ich wiederum garnicht verkehrt, selbst für Sachen wie Heroin und ähnliches. Die meisten werden sich jetzt wohl an den Kopf packen. Aber das Ding ist einfach das man trotz illigalität schnell an diverse Substanzen gelangt. Würde man den SPass legalisieren und kontrolliert abgeben könnten die Gelder, die in die besagte Verfolgung fließen ind Suchthilfe übergehen und der Staat sparrt bzw verdient am Leichtsinn seiner Bürger ( Wie beim Tabak und Alkohol).
Ich würde es wagen zu behaupten, dass 90+% der Deutschen Bevölkerung NULL Ahnung haben, wo/wie sie "schnell" an diverse Substanzen gelangen könnten. Selbst von den Gelegenheitskiffern in meinem Bekanntenkreis kennt allenfalls die Hälfte auch einen Dealer, der Rest versorgt sich über Freunde. Durch eine Legalisierung würde definitiv ein Zugangshindernis abgebaut werden, dass bislang für die Mehrheit der Bevölkerung den Konsum derartiger Drogen ohne längere Vorbereitung unmöglich macht.
Bleiben wir doch aber einfach beide freundlich.
Dazu sage ich jetzt mal nichts.
Habe da wohl einen Nerv getroffen oder so.
Wollte nur was über Deine Meinung zum schnellfahren im normalen Sraßenverkehr hören oder ob Du den Nick nur hast weil Dir Motorräder so gut gefallen u.s.w. . Keine Ahnung weshalb das zu solchen Reaktionen bei Dir führt. Das musst Du schon selbst ergründen - ich habe keine Lust dazu. Wäre dann einfach Teil der Diskussion gewesen. Du kannst doch gerne anderer Meinung sein, wieso auch nicht!? Na ja, sei´s drum. Religion (Glaube) und Politik (Gesetze) sind halt Themen wo es immer ziemlich hoch hergeht.
Warum ich gefragt habe und was der Zweck meiner Frage war kannst Du doch garnicht wissen, oder? Es wurde dann erst zu unterschwelligem Müll (nach der Anspielung auf´s Englisch).
Ist mir einfach aufgefallen, wo ist das Problem? 