AW: Internetanschlüsse: Meistens langsamer als angegeben - Jetzt ist es amtlich
Ich finde, bei den derart niedrigen Preisen braucht sich keiner zu beschweren, dass er "abgezockt" wird...
Wenn du genug Geld hast, dass es dir egal ist, was du für ~400 € im Jahr bekommst, dann Glückwunsch zum Goldesel.
Denke aber bitte auch mal daran, dass das für einige Leute soviel Geld ist, wie ihnen in einem Quartal (oder länger) nach Abzug laufender Kosten und Grundversorgung übrig bleibt.
Also ich empfinde wiederum dein Unverständnis als durchaus eigenartig. Zunächst einmal bezahlt man für einen monatlichen Dienst von einem Provider bei dem man, je nach Vertragskonditionen, eine gewisse Bandbreite zusteht. Die Absicherung des Providers mit dem Zusatz "bis zu" halte ich für eine Dreistigkeit. Denn auf diesem Wege lässt sich der entsprechende Anbieter immer Raum für eine Ungenauigkeit.
/sign. Bei nahezu allen Anbietern (die Telekom ist übrigens eine der wenigen Ausnahmen) kauft man 1 kbit/s zzgl. was auch immer der gnädige Anbieter einem schenkt. Was er übrigens auch nicht immer machen muss, solange die Verbindung in 10 Minuten nicht mehr als 30 Sekunden gestört ist, darf der Anbieter abkassieren.
Und an solche Nicht-Verbindungen ist man dann für 2 Jahre gekettet.
Ein bisschen Kundenakquise beim "Premium-Seller" wie der T-Offline, wäre natürlich zu viel verlangt, die sind so schon mit alles und jedem überfordert.
Nachdem ich in den letzten 5 Monaten drei verschiedene Festnetzanbieter hatte und weitere 3 kontaktiert habe, muss ich ganz ehrlich sagen:
Die Telekom ist trotz allem noch der 1.5 äugige unter blinden Querschnittsgelähmten. Während Vodafone es nicht schafft, eine Kündigung zu bearbeiten und O2 nicht einmal in der Lage ist, dass zu liefern, was bestellt wurde (aber sehr wohl in der Lage, dass abzurechnen, was nicht bestellt wurde), hat es die Telekom bei mir geschafft, innerhalb von
<23 Stunden (nachdem O2 die Leitung einfach abgeschaltet hat, anstatt sie zu übergeben...) eine voll funktionsfähige Verbindung zu schalten.
Spielt es denn bei der Geschwindigkeit eine Rolle, ob man per Wlan oder Lan ins Netz geht?
Nur wenn dein WLAN lahm ist. -b liegt in der Praxis nun einmal oft im einstelligen Gbit/s Bereich, -g kommt, gerade bei starker Belastung des 2,4 GHz Bandes, auch nicht unbedingt über 20. Je nach Anschluss kann das also bremsend sein. Der Ping leidet quasi immer, z.T. sehr deutlich.
Wenn man mitlerweile 100Mbit Anschlüsse für 20€/Monat bekommt auf jeden Fall. Wären die Netze noch staatlich vertrieben, würdest du bei der momentanen Praxis als Bürger dafür vermutlich zusätzlich zum Grundpreis eine Auslastungssteuer, eine Kabelummantelungssteuer und eine WLan-Kabelwende-Steuer bezahlen, während unsere Wirtschaft mit subventioniertem GigabitLAN am nächsten HVT hängt.
Tjo - des einen Freud ist des anderen Leid. Fest steht jedenfalls, dass die privaten Anbieter deutlich mehr Gewinn scheffeln, als es die staatliche Telekom je gemacht hat. Ein Teil davon resultiert natürlich aus der Einsparung von Personal, dass man eigentlich nicht brauchte (und dessen Pensionen jetzt der Steuerzahler zahlt), aber ein Teil auch Personal, dass man bräuchte (was jeder merkt, der mal ein Problem hat) und ein erheblicher Teil daraus, dass man sich einen Dreck um die Grundversorgung kümmert und einigen Leuten gar nichts liefert.
Aber andere können dafür 20 HD-Streams zeitgleich gucken - es lebe der gesellschaftliche Fortschritt.
Wo kriegt man eigentlich 100 Mbit/s für 20 €? Das billigste, was ich abseits verbilligerte Einführungsmonate kenne, sind 40 € + 5 € wenn man auch telefonieren möchte. Und selbst das sind "bis zu" 100 MBit/s, in der Praxis erreicht die Hälfte gerade einmal 70 Mbit/s oder weniger, ein knappes Drittel der Nutzer sogar 50 Mbit/s oder weniger. "50 für 45" klingt doch schon ganz anders, als "100 für 20"...
Bei so extremen Unterschieden wie <50% der beworbenen Leistung muss der Anbieter auch aufpassen, dass er sich nicht in den Bereich des unlauteren Wettbewerbs begibt...
Die Konzerne haben viel Erfahrung mit Klagen in dieser Richtung...
Also wenn es zu sehr abweichen würde, würd ich auch downgraden.
Geht von 16 Mbit/s ausgehend bei vielen Anbietern nicht, weil keine niedrigeren Tarife mehr angeboten werden.
Aber ich hab ne sehr gute Leitung, bin 903 m weg vom DSLAM, von daher hab ich meine 16 voll.
Das hat nach meiner Erfahrung nicht zwingend etwas mit der Technik zu tun. Ich kenne die Länge zwar nicht genau, aber sie sollte auf alle Fälle mehr als nur kurz sein (Glasfaser liegt bis in den Keller und selbst wenn sie das für herkömmliches DSL nicht nutzen, kann ich den Technikern bei Wartungsarbeiten auf die Rübe rotzen), das ändert aber nichts daran, dass Vodafone zum Schluss allen ernstes 1,5 Mbit als max. lieferte und O2 anfangs erstmal 6 Mbit/s schaltete.
VDSL könnte ich hier auch ordern, aber bisher reicht mir die 16.000er Leitung aus. Kurios ist ja, das die Leitungen mit weniger Bandbreite nicht unbedingt billiger sind. Teilweise bezahlt man für ne 16k genauso viel wie für ne 25 oder 50. 1und1 bietet VDSL momentan für 29,90 Euro an. Ist 5 Euro weniger als ich mit meinem 4 Jahre alten Tarif bezahle. Blöd is eben nur, das man sich dann wieder 2 Jahre erst mal fest an einen Anbieter kettet.
Tjo, die Hersteller wollen einen halt zu neuen Abschlüssen zwingen. Aber z.T. musst du auch die Technik beachten: VDSL wird afaik ausschließlich mit NGN/VoIP geschaltet, während alte DSL Verbindungen ja typischerweise noch eine ISDN oder Analogleitung im Vertrag haben. Das ist zwar toll, weil man gute Sprachqualität hat und bei Problemen nicht gleich beide Kommunikationswege ausfallen - aber es ist für die Anbieter teurer und aufwendiger, als NGN und die technisch mögliche Bandbreite ist natürlich auch geringer, wenn Frequenzen für hoffnungslos veraltete digitale oder gar analoge Sprachübertragung reserviert bleiben.