Europawahl 2024

Das Kernproblem sieht man hier, es wird überlegt was beim Wähler falsch läuft, dass er AfD wählt und nicht was bei den etablierten Parteien falsch läuft. BSW hat übrigens auch stark abgeschnitten.

Ich möchte nur 2 Artikel verlinken, die beide gute zeigen warum die AfD Erfolg hat.


Man beachte die Unterschiede der Einschätzungen von den Menschen aus dem Kiez in Berlin (egal ob mit Migrationserfahrung oder ohne) und den Studentinnen aus Münster. Was schön Teil 2 des Problems zeigt, nämlich wer heute in den etablierten Parteien die Politik gestaltet.


Guckt euch Kevin und Ricarda an und dann wundert sich jemand über die Erfolge der AfD?
 
Ich finds witzig, das einige hier im Forum es super finden, das ab 16 Jahren gewählt wird und sich jetzt aufregen, das sie nicht das gewählt haben, was sie wählen sollen...ist genauso wie die AFD wählenden "Ausländer", die ich kennengelernt habe. :ugly:
 
Warum? Was ist denn mit denen?
Nie wirklich gearbeitet, aus bürgerlichen Verhältnissen, Studium abgebrochen und seit der Schulzeit politisch aktiv. Aber beide mit hohem Sendungsbewusstsein.

Du kannst aber auch gerne mal Dir Deinen Gemeinderat ansehen. Bei mir in der Stadt kann man sagen:

CDU - arbeiten meist in Jobs, die man typischerweise CDU Wählenden zu schreibt (Anwälte, Firmenchefs, Ingenieure..)
FDP - ebenso
Grüne - bevorzugt Akademiker, Künstler oder Menschen aus dem höheren Dienst in Verwaltungen
SPD - Lehrer, Akademiker (gerne im ÖD), Pensionäre, ..
Linke - auch hoher Anteil an Akademikern
AfD - Kaufleute, Fahrlehrer, Angestellte, - meist keine Akademiker
BSW - wird man sehen, die Kandidaten sind aber auch eher wie bei der AfD

Auf der Führungsebene der SPD ist doch der einzige, der so etwas wie eine Herkunft aus der arbeitenden Klasse vorweisen kann der Pistorius. Und der ist populär. Und da liegt das Problem, die SPD ist heute eine Arbeiterpartei, ohne Arbeiter. Es ist ein Diskussionszirkel von Akademikern, die meinen für den Arbeiter entscheiden zu müssen. Sieht man ja auch zunehmend daran, dass man immer mehr davon ausgeht, dass die Menschen nicht einmal in der Lage sind, Anträge bei der Verwaltung zu stellen und man es lieber dahin umkehren möchte, dass die Verwaltung das Geld direkt zu den Leuten trägt. Was eben zeigt, dass man der Meinung ist, dass normale Arbeitsuchende in der Vorstellung der SPD bereits zu blöd sind um Anträge beim Amt zu stellen.
 
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Nie wirklich gearbeitet, aus bürgerlichen Verhältnissen, Studium abgebrochen und seit der Schulzeit politisch aktiv. Aber beide mit hohem Sendungsbewusstsein.
Kann ja jeder sehen wie will, man verweise da mal auf Joschka Fischer.
Aber geschenkt.
Gegen ungefähr 10% aller AfD Mandatsträger läuft ein Ermittlungsverfahren/Strafverfahren, oder sie sind rechtskräftig verurteilt, was ich nun weit aus schlimmer finde, aber wahrscheinlich gehört die Straffälligkeit/Gewalttätigkeit im Lebenslauf von Mandatsträgern zum guten Ton in der AfD und gegenüber ihren Wählern!
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann ja jeder sehen wie will, man verweise da mal auf Joschka Fischer.
Aber geschenkt.
Gegen ungefähr 10% aller AfD Mandatsträger läuft ein Ermittlungsverfahren/Strafverfahren, oder sie sind rechtskräftig verurteilt, was ich nun weit aus schlimmer finde, aber wahrscheinlich gehört die Straffälligkeit/Gewalttätigkeit im Lebenslauf von Mandatsträgern zum guten Ton in der AfD und gegenüber ihren Wählern!

Militant-Fischer, Plagiat-Guttenberg, Amnesie-Scholz, Russen-Schröder,…

Der Bundestag ist schon ziemlich lange ein Auffangbecken für Versager und Zwielichtige Gestalten.

Wenn ich meine Wahlentscheidungen treffen würde, in dem ich mir vorstelle, neben wem ich privat drei Stunden zusammen und nebeneinander im Flieger sitzen müsste, dann wäre von den Blauen keiner dabei. Aber Frau Lang eben auch nicht.

Ein einziger Politiker muss nicht durch alle Lebenslagen gegangen sein. Man kann „Abgeordneter“ ja auch irgendwo als Beruf sehen. Aber deswegen muss man auch nicht so tun als wäre jeder Abgeordneter wichtig oder richtig am Platz.
 
Kann ja jeder sehen wie will, man verweise da mal auf Joschka Fischer.
Aber geschenkt.
Gegen ungefähr 10% aller AfD Mandatsträger läuft ein Ermittlungsverfahren/Strafverfahren, oder sie sind rechtskräftig verurteilt, was ich nun weit aus schlimmer finde, aber wahrscheinlich gehört die Straffälligkeit/Gewalttätigkeit im Lebenslauf von Mandatsträgern zum guten Ton in der AfD und gegenüber ihren Wählern!
Aber guck mal in den Osten. Viele sind auch einfache Menschen, die vor Ort normale Arbeiten machen. Im Endeffekt müssen die etablierten Parteien froh sein, dass die AfD von Rechten durchzogen ist. Ohne die Nazifraktion würde die AfD imho nämlich auch unter den Bürger*innen mit Migrationserfahrung richtig Stimmen einsammeln. Aber evtl. kann die BSW dieses Potential abschöpfen.

Ein Kollege, dessen Eltern in den 1970ern aus dem Iran geflohen sind und der Muslim ist, sagte mir gestern, dass er BSW gewählt hat und die AfD wählen würde, wenn die nicht volle Nazis wäre, weil der die Migration als Problem sieht.

Zitat: "Meine Eltern sind nicht vor dem muslimischen Gottesstaat geflohen und nach Deutschland gekommen, damit die Idioten, die ein Kalifat wollen, nach Deutschland eingeladen werden."
 
Militant-Fischer, Plagiat-Guttenberg, Amnesie-Scholz, Russen-Schröder,…

Der Bundestag ist schon ziemlich lange ein Auffangbecken für Versager und Zwielichtige Gestalten.

Wenn ich meine Wahlentscheidungen treffen würde, in dem ich mir vorstelle, neben wem ich privat drei Stunden zusammen und nebeneinander im Flieger sitzen müsste, dann wäre von den Blauen keiner dabei. Aber Frau Lang eben auch nicht.

Ein einziger Politiker muss nicht durch alle Lebenslagen gegangen sein. Man kann „Abgeordneter“ ja auch irgendwo als Beruf sehen. Aber deswegen muss man auch nicht so tun als wäre jeder Abgeordneter wichtig oder richtig am Platz.
Mit was man so bei Politikern rechnet und natürlich gab es über Jahrzehnte immer wieder Fälle.


»Correctiv« recherchierte den Angaben zufolge in den vergangenen Wochen zu 48 AfD-Mandatsträgerinnen und -trägern sowie Mitarbeitenden auf Kreis-, Landes- und Bundesebene, die in der jüngeren Vergangenheit mit Gewalttaten aufgefallen seien.
Fast 30 dieser Politikerinnen und Politiker wurden der Recherche zufolge von einem Gericht zumindest erstinstanzlich verurteilt, es gibt Strafbefehle, manche Verfahren sind demnach rechtskräftig beendet. 14 davon seien trotz dieser Verfahren noch immer in ihrem politischen Amt tätig. Darunter seien zwei Bundestags- und drei Landtagsabgeordnete.

Das dort beschriebene stellt nach meiner Meinung und auch nach dem Rechtssystem eine andere Qualifikation dar, vor allendingen im Bereich Gewaltdelikte.
Aber guck mal in den Osten. Viele sind auch einfache Menschen, die vor Ort normale Arbeiten machen. Im Endeffekt müssen die etablierten Parteien froh sein, dass die AfD von Rechten durchzogen ist. Ohne die Nazifraktion würde die AfD imho nämlich auch unter den Bürger*innen mit Migrationserfahrung richtig Stimmen einsammeln. Aber evtl. kann die BSW dieses Potential abschöpfen.

Ein Kollege, dessen Eltern in den 1970ern aus dem Iran geflohen sind und der Muslim ist, sagte mir gestern, dass er BSW gewählt hat und die AfD wählen würde, wenn die nicht volle Nazis wäre, weil der die Migration als Problem sieht.

Zitat: "Meine Eltern sind nicht vor dem muslimischen Gottesstaat geflohen und nach Deutschland gekommen, damit die Idioten, die ein Kalifat wollen, nach Deutschland eingeladen werden."
Was hat das nun gleich mit Gewalttaten von einer Vielzahl von Mandatsträgern einer Partei zu tun?
 
Mit was man so bei Politikern rechnet und natürlich gab es über Jahrzehnte immer wieder Fälle.




Das dort beschriebene stellt nach meiner Meinung und auch nach dem Rechtssystem eine andere Qualifikation dar, vor allendingen im Bereich Gewaltdelikte.

Was hat das nun gleich mit Gewalttaten von einer Vielzahl von Mandatsträgern einer Partei zu tun?
Ist eben Pack. Wundert mich nur das linke Parteien da nicht mit ähnlichen Statistiken mithalten können. Hätte ich denen auch zugetraut.
 
Nie wirklich gearbeitet, aus bürgerlichen Verhältnissen, Studium abgebrochen und seit der Schulzeit politisch aktiv. Aber beide mit hohem Sendungsbewusstsein.

Du kannst aber auch gerne mal Dir Deinen Gemeinderat ansehen. Bei mir in der Stadt kann man sagen:

CDU - arbeiten meist in Jobs, die man typischerweise CDU Wählenden zu schreibt (Anwälte, Firmenchefs, Ingenieure..)
FDP - ebenso
Grüne - bevorzugt Akademiker, Künstler oder Menschen aus dem höheren Dienst in Verwaltungen
SPD - Lehrer, Akademiker (gerne im ÖD), Pensionäre, ..
Linke - auch hoher Anteil an Akademikern
AfD - Kaufleute, Fahrlehrer, Angestellte, - meist keine Akademiker
BSW - wird man sehen, die Kandidaten sind aber auch eher wie bei der AfD

Auf der Führungsebene der SPD ist doch der einzige, der so etwas wie eine Herkunft aus der arbeitenden Klasse vorweisen kann der Pistorius. Und der ist populär. Und da liegt das Problem, die SPD ist heute eine Arbeiterpartei, ohne Arbeiter. Es ist ein Diskussionszirkel von Akademikern, die meinen für den Arbeiter entscheiden zu müssen. Sieht man ja auch zunehmend daran, dass man immer mehr davon ausgeht, dass die Menschen nicht einmal in der Lage sind, Anträge bei der Verwaltung zu stellen und man es lieber dahin umkehren möchte, dass die Verwaltung das Geld direkt zu den Leuten trägt. Was eben zeigt, dass man der Meinung ist, dass normale Arbeitsuchende in der Vorstellung der SPD bereits zu blöd sind um Anträge beim Amt zu stellen.
Allgemein kann man sagen das im Bundestag der Großteil der Abgeordneten Akademiker sind.
Davon wohl die meisten Juristen.
Ich kenne keinen Spitzenpolitiker welcher aus dem Handwerk kommt.
Ausser Tino Chrupalla. Der ist ja Malermeister.
Riester früher war glaube ich Fliesenleger Meister.
Norbert Blüm war gelernter Werkzeugmacher. Über den zweiten Bildungsweg hatte er dann Abitur gemacht und studiert.

Aber sonst sind mir keine anderen bekannt.

Die SPD wird leider von den wenigsten Arbeitern noch gewählt. Und auch vertreten.
Viele SPD Wähler hatten sich damals durch Schröder und die Hartz IV Reformen betrogen gefühlt.
Und nehmen ihnen das auch noch heute übel.
 
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Erklärt voll gut, warum dann 34% dieser Altersgruppe schwarz-blaubraun wählt! :ugly:
Die AfD ist nur in manchen Bereichen "Weiter so", ebenfalls war die halt noch nie an der Regierung, was die Wut auf die reduziert. Der Anteil der CDU in der Altersgruppe ist ebenfalls geringer als beim Gesamtergebnis.
 
Also wer heute noch denkt, dass unser Volk verdummt und alle heimlich kleine Ausländerhasser sind und deswegen die AfD wählt, der täuscht sich mindestens genauso,
Dazu, natürlich sehr subjektiv, meine Erfahrung der letzten Wochen vor der Wahl mit meinen Kunden, wo das Thema "Weg mit all den Ausländern" eine treibende Kraft war. Kein Gespräch, wo nicht einer sagte, dass wir weniger Ausländer haben sollen. Kein Gespräch, wo nicht gesagt wurde, dass das alles nur faule Taugenichtse sind. Und bei Nachfrage, wie es sich denn real darstellt, wenn es um Arbeitsmöglichkeiten geht, denen die Sprache beizubringen, Ausbildungen anzuerkennen und und und, da kam nur Blah!

Deine Analyse deckt sich nicht mit meinen Eindrücken.

wie der Blau-Wähler denkt, dass mit denen alles besser wird.
Das ist halt ... dumm.

ebenfalls war die halt noch nie an der Regierung, was die Wut auf die reduziert
Im Grunde ist es ja das, was ich meinte, dass man in Skandinavien schon 5-10 Jahre weiter ist. Da scheint man gelernt, dass die von Rechtsaußen im Kern nur 'ne große Fresse haben.
 
Im Grunde ist es ja das, was ich meinte, dass man in Skandinavien schon 5-10 Jahre weiter ist. Da scheint man gelernt, dass die von Rechtsaußen im Kern nur 'ne große Fresse haben.
Nö, man hat den Rechten die mobilisierenden Themen entzogen.



 
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Ich versuche meistens Abstand zu solchen Vergleichen mit anderen Staaten und Regierungen zu nehmen.
Zu einer Europawahl datet man seine Übersicht mal wieder ab, aber selbst da will ich meine und die Interessen die ich für mein Land für wichtig erachte vertreten sehen.

Über die Regierungen anderer Länder zu schimpfen bringt nichts.
Wenn ich die Regierungen anderer Länder so toll finden würde, würde ich mich eventuell mit einer Auswanderung beschäftigen.
Aber unterm Strich ist das alles Kaffeekränzchen.
 
Alleine der Punkt dass der Scholzomat sich immer noch nicht geäußert hat zu irgendwas ist ne ziemliche Bankrotterklärung finde ich. Das Wahlergebnis der Grünen vor allem unter den jungen Wählern die eben NICHT grün wählen wird auch thematisiert.
Wo ich wieder bei meiner These bin, dass den jungen Leuten das Klima inzwischen völlig egal zu seinen scheint.
Es wird rechter gewählt, und das schließt die Union mit ein.
Und natürlich rechtsextremer.
 
Wo ich wieder bei meiner These bin, dass den jungen Leuten das Klima inzwischen völlig egal zu seinen scheint.
Das war ein Hype in 2019, beim Verhalten habe ich schon damals gemerkt, dass es den meisten in der Praxis egal ist. Jetzt ist FFF halt nicht mehr in den Köpfen.
 
Im Endeffekt müssen die etablierten Parteien froh sein, dass die AfD von Rechten durchzogen ist. Ohne die Nazifraktion würde die AfD imho nämlich auch unter den Bürger*innen mit Migrationserfahrung richtig Stimmen einsammeln. Aber evtl. kann die BSW dieses Potential abschöpfen.
Ohne die Nazifraktion wäre die AfD aber auch unproblematisch und nicht verfassungsfeindlich. Dann wäre sie ein normaler Spieler im demokratischen Wettbewerb und kein Grund zur Sorge....
Die darf meiner Meinung nach auch nie in eine Regierung kommen.
Weidel hat in einem der letzten Presseauftritte den Anspruch zur Regierungsbeteiligung erhoben. Ist auf Bundesebene auch ein ziemlich neuer Anspruch.
Da scheint man gelernt, dass die von Rechtsaußen im Kern nur 'ne große Fresse haben.
Vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte sollten wir da noch viel tiefgreifendere Erkenntnisse haben.
Das trifft zumindest auf Dänemark zu und widerspricht damit der These, dass Leute bei den Versuchen die Themen von Rechtsaußen zu beackern dazu führt, dass die Wähler dann eher das Original wählen.
Dänemark wird gerne angeführt, im Guardian war vor einiger Zeit eine Studie, dass die Sozialdemokraten in DK nicht für, sondern trotz ihrer Haltung in der Migrationspolitik noch gewählt werden. Schwer zu sagen. Bei diesen Wahlen ist die Sozialistische Volkspartei stärkste Kraft geworden, keine Ahnung wie deren Position in der Frage ist. Davon ab, scheint Dänemark auch eine Ausnahme zu sein, Begünstigt durch geographischer Lage und Größe setzt es eine Migrationspolitik um, die in Deutschland rechtlich jeder Regierung um die Ohren fliegen würde, u.a. da Dänemark sich Sonderrechte für seinen Beitritt in den Schengenraum hat einräumen lassen. Alles wohl nicht so einfach, wie gerne dargestellt... "es ist kompliziert" 😜

"Haben Sie mich als Nazi bezeichnet?" - "Ja, ist doch gerichtlich festgestellt" - da müsste ich schon etwas kichern:
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Das war ein Hype in 2019, beim Verhalten habe ich schon damals gemerkt, dass es den meisten in der Praxis egal ist. Jetzt ist FFF halt nicht mehr in den Köpfen.
Warten wir mal ab, wenn die Klimakrise in die Praxis übergeht, aber dann ist es auch schon zu spät.
 
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