Europawahl 2024

Ich habe es nun nicht gelesen, aber wurde der prozentuale Anteil auch niedriger? Ich meine damit, ob statt 10% nur noch 5% der Migranten kriminell waren?

Das verschließen vor der Wahrheit von einem Teil der Bevölkerung ist genau ein Grund für den "Rechtsruck".
Du kannst gerne google bemühen, aber mittlerweile werden >40% aller Straftaten in Deutschland von Ausländern begangen (also Menschen ohne deutschen Pass). Der Anzahl stieg alleine im letzten Jahr um über 17% zum Vorjahr. Wenn man deutsche mit Migrationshintergrund hinzu nimmt wird es wahrscheinlich locker die 50% Marke knacken.
Und das sind nur die Straftaten wo überhaupt Täter ermittelt worden konnten.
 
Das verschließen vor der Wahrheit von einem Teil der Bevölkerung ist genau ein Grund für den "Rechtsruck".
Du kannst gerne google bemühen, aber mittlerweile werden >40% aller Straftaten in Deutschland von Ausländern begangen (also Menschen ohne deutschen Pass). Der Anzahl stieg alleine im letzten Jahr um über 17% zum Vorjahr. Wenn man deutsche mit Migrationshintergrund hinzu nimmt wird es wahrscheinlich locker die 50% Marke knacken.
Und das sind nur die Straftaten wo überhaupt Täter ermittelt worden konnten.

„Begangen“ ist der falsche Ausdruck. Diese Zahlen gehen ja eigentlich immer zurück auf die PKS (Polizeiliche Kriminalstatistiken). Bei denen geht es nur um Tatverdächtige seitens der Polizei, nicht um Verurteilungen. Das ist zwar eine „Feinheit“, aber dennoch eine wichtige Feinheit.
Dann müssen weitere Aspekte bedacht werden: es gibt einige Straftatbestände, die schlichtweg nur von Nichtdeutschen begangen werden können. Alles was mit illegaler Einreise, Aufenthaltsrecht etc. zu tun hat. Zu guter letzt muss man auch demographische Faktoren bedenken: da wären bspw. die Altersgruppen. Ein Großteil aller „Rohheitsdelikte“ werden von Menschen unter 30 begangen. In der Altersgruppe sind Ausländer oder deutsche mit Zuwanderungsgeschichte prozentual viel stärker vertreten, als über alle Altersgruppen hinweg. Darum ist es logisch, dass hier der Anteil der entsprechenden Tatverdächtigen hoch ist. Genauso dass ein Großteil entsprechender Delikte so oder so schon immer in urbanen Räumen bzw. Großstädten begangen wurde und wird. Egal ob es da viele Zugewanderte gab oder gibt oder nicht. Da aber in Großstädten der Anteil von Ausländern/Menschen mit Zuwanderungsgeschichte klassischerweise höher ist, als auf dem platten Land bspw., ist es auch in dieser Hinsicht logisch, dass diese Gruppen stärker in Erscheinung treten in Bezug auf Kriminalitätsstatistiken.
Zu guter letzt dann die sozioökonomischen Faktoren: in relativ armen Milieus hast du immer höhere Kriminalitätsraten als in wohlhabenden, unabhängig von der Herkunft. Da viele Zugewanderte erstmal „ganz klein anfangen“ müssen und sich solche Effekte oft über ein bis zwei Generationen ziehen (Vorurteile/Diskriminierung mit eingeschlossen), ist also mit der Armutsquote auch das Kriminalitätsrisiko höher. (Dass man das auch als Argument gegen „Armutsmigration“ drehen kann, ist mir bewusst)

So. Das sind Dinge, die man schlicht beachten muss, wenn man von komplexen gesellschaftlichen Themen redet.

Ich will damit aber nicht sagen, dass es keine Probleme gäbe, ganz im Gegenteil. Natürlich gibt es auch kulturelle Unterschiede. Zum Beispiel beim Thema „gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen“, die sich dann bspw. darin ausdrücken, dass Leute (Männer) bereit sind, für die individuelle oder die „Ehre“ der Familie Gewalt anzuwenden. Da geht es um kulturelle Muster, die in manchen Herkunftskulturen anders bzw. stärker ausgeprägt sind. Kann man nicht leugnen, machen trotzdem viele. Darf man aber auch nicht auf jedes einzelne Individuum übertragen oder zu emotionalisierender Aufhetzung missbrauchen. Machen aber leider auch viele, was dann wieder als Gegenreaktion ein völliges Wegreden von Problemen hervorruft. Und so dreht man sich immer im Kreis.

Beispiel hier in Bremen: seit einigen Jahren gibt es in immer wiederkehrenden „Wellen“ jede Menge Trickdiebstähle bis Raubüberfälle, angefangen bei der sog. „Antanz-Masche“ (bestimmt auch in anderen Großstädten bekannt), über das gewaltsame Ab-/Wegreissen von (vermeintlich) teuren Schmückstücken bis hin zu klassischen Raubüberfällen. Zum Teil sicherlich der Beschaffungskriminalität im Zuge der Crack-Epidemie geschuldet, zum Teil lässt es sich aber recht klar ein paar Cliquen von tatsächlich oder vermeintlich Minderjährigen aus Algerien und Marokko zuordnen. Bei denen es ein relativ offenes Geheimnis ist, dass es meist (ehemalige) Strassenkinder sind, oft auch mit Suchtproblematiken, die zum Teil gezielt durch kriminelle Banden nach Mitteleuropa geschleust werden und dann hier von Stadt zu Stadt und von Land zu Land ziehen.
Weiß jeder, der es wissen will (selbst wenn sich viele halt nicht mit den Feinheiten aufhalten und sich stattdessen der puren Empörung hingeben), aber mal so ausgesprochen, das Problem in der Form analysiert, wird es halt von Seiten der politisch Verantwortlichen nicht. Entweder wird es totgeschwiegen, was der Öffentlichkeit aber auch auffällt und die sich dann (zurecht) veräppelt fühlt, oder es wird dann wieder pauschal für Stimmungsmache oder Wahlkampf genutzt.

Einen Mittelweg, einfach mal eine sachliche Debatte, ohne Emotionalisierung, auf Grundlage von in Kontext gesetzten (!) Fakten, scheint es nicht zu geben. Sondern immer nur Gezeter und Realitätsverdrängung. Das finde ich echt zum Verzweifeln.

So, Essay Ende.
 
Ab nicht mit denen aus Neumünster. Die sind mir suspekt! Oder die Bauern mit PLÖ und RD bzw ECK als Kennzeichen. Und die ProvinzIdioten erst. @Threshold Was ist euer Kennzeichen noch gleich?
Ich komme aus SE. :D
Ich will damit aber nicht sagen, dass es keine Probleme gäbe, ganz im Gegenteil. Natürlich gibt es auch kulturelle Unterschiede. Zum Beispiel beim Thema „gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen“, die sich dann bspw. darin ausdrücken, dass Leute (Männer) bereit sind, für die individuelle oder die „Ehre“ der Familie Gewalt anzuwenden. Da geht es um kulturelle Muster, die in manchen Herkunftskulturen anders bzw. stärker ausgeprägt sind. Kann man nicht leugnen, machen trotzdem viele.
Vor allem üben Migranten oder Asylanwärter Verbrechen gegenüber anderen Migranten aus. Gerade wenn man unterschiedliche Gruppierungen in eine Sporthalle stopft. Da darf man sich nicht wundern, wenn dort viel Frust geschoben wird. Und junge Menschen, weist männliche, können viel Frust schieben, egal wo sie herkommen.
 
„Begangen“ ist der falsche Ausdruck. Diese Zahlen gehen ja eigentlich immer zurück auf die PKS (Polizeiliche Kriminalstatistiken). Bei denen geht es nur um Tatverdächtige seitens der Polizei, nicht um Verurteilungen. Das ist zwar eine „Feinheit“, aber dennoch eine wichtige Feinheit.

Das ist irrelevant. Warum soll der Anteil der Tatverdächtigen die keinen deutschen Pass haben und welche tatsächlich die Tat begangen haben, höher sein als bei welchen mit deutschen Pass?
Der Anteil wird ca. übereinstimmen mit dem Anteil der Tatverdächtigen selber.
Sie sind aber auch zu einem großen Teil der " abgehängte" Teil der Gesellschaft, ähnlich der schwarzen Bevölkerungsgruppe in den USA.
Statistiken kann man unterschiedlich Interpretieren.
Inwieweit spielt das jetzt eine Rolle? Straftat bleibt Straftat, da gibt es keine Ausrede. Den Opfern ist vollkommen egal ob der Täter "abgehängt", unter Drogen, psychisch krank oder sonst was ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
„Begangen“ ist der falsche Ausdruck. Diese Zahlen gehen ja eigentlich immer zurück auf die PKS (Polizeiliche Kriminalstatistiken). Bei denen geht es nur um Tatverdächtige seitens der Polizei, nicht um Verurteilungen. Das ist zwar eine „Feinheit“, aber dennoch eine wichtige Feinheit.
Und dennoch glaub ich gerade nicht, das die zahl von @Lotto (um die 40%) gar so sehr abwegig ist. In hamburg sollen z.b. seit 2015 (wann war nochmal die "wir schaffen das"-flüchtlingskriese?) stetig über 50% der gefängniss-insassen ohne deutschen pass sein. Wie sieht das da wohl im ruhrpott und berlin aus...
 
Das ist irrelevant. Warum soll der Anteil der Tatverdächtigen die keinen deutschen Pass haben und welche tatsächlich die Tat begangen haben, höher sein als bei welchen mit deutschen Pass?
Der Anteil wird ca. übereinstimmen mit dem Anteil der Tatverdächtigen selber.

Inwieweit spielt das jetzt eine Rolle? Straftat bleibt Straftat, da gibt es keine Ausrede. Den Opfern ist vollkommen egal ob der Täter "abgehängt", unter Drogen, psychisch krank oder sonst was ist.
In Berlin sitzen, oder saßen, viele Schwarzfahrer im Knast. Teilweise jeder Vierte.
Alles " Straftäter".
 
Darum schrieb ich ja auch „Feinheit“. Wenn eine Straftat letztlich nicht aufgeklärt werden kann, weil es nicht möglich ist, sie den Verdächtigen nachzuweisen, dann tauchen die Verdächtigen zwar in der Polizeilichen Kriminalstatistik auf - ob sie es tatsächlich waren, lässt sich letztlich nicht sagen.

Das ist vor allem ein allgemeiner Hinweis zum Umgang mit solchen Zahlen und Statistiken.
 
Das verschließen vor der Wahrheit von einem Teil der Bevölkerung ist genau ein Grund für den "Rechtsruck".
Du kannst gerne google bemühen, aber mittlerweile werden >40% aller Straftaten in Deutschland von Ausländern begangen (also Menschen ohne deutschen Pass). Der Anzahl stieg alleine im letzten Jahr um über 17% zum Vorjahr. Wenn man deutsche mit Migrationshintergrund hinzu nimmt wird es wahrscheinlich locker die 50% Marke knacken.
Und das sind nur die Straftaten wo überhaupt Täter ermittelt worden konnten.
Zitieren, den Kontext ignorieren und dann den üblichen Schmutz verbreiten. Es ist so mühselig. -.-

4YI: Tatverdächtige != Täter

Und dennoch glaub ich gerade nicht, das die zahl von @Lotto (um die 40%) gar so sehr abwegig ist. In hamburg sollen z.b. seit 2015 (wann war nochmal die "wir schaffen das"-flüchtlingskriese?) stetig über 50% der gefängniss-insassen ohne deutschen pass sein. Wie sieht das da wohl im ruhrpott und berlin aus...
Prozentwerte sind was Tolles!

Von den 60 % (bummelige 1.250) Ausländern im Gefängnis sind die größte Gruppe Türken (149) gefolgt von Polen (128). In Hamburg leben rund 44.000 Türken. Also sitzen 0,3 % dieser Bevölkerungsgruppe aktuell im Gefängnis. Alle Türken sind Verbrecher! Polen sind auch alle Verbrecher. 71.260 leben in Hamburg, davon sitzen 0,18 % im Knast. In ganz Hamburg haben 630.000 einen Migrationshintergrund. Von denen sitzen 0,19% im Knast. Alles Verbrecher! In Hamburg leben rund 1.200.000 Biokartoffeln. Von denen sitzen rund 500 im Knast, was 0,04 % sind. Und jetzt wird's wild! Schnallt euch an. Im Vergleich zu den Biokartoffeln sind Polak-Häftlinge 475 % häufiger im Knast. Boah! Alle 630.000 abschieben! -.-

Sind da eigentlich in der Statistik anteilig auch welche von den 1.500 Menschen bei, die von Hamburg abgeschoben wurden bzw. in Haft darauf warten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist ja schön, wenn wir uns darauf einigen, dass AfD Wählende dumm sind. Die dürfen trotzdem wählen und Ausgrenzung und Ignoranz gegenüber den Anliegen der AfD Wähler wird sicher nicht helfen, das Problem zu mindern.

Ein Problem zu verstehen setzt voraus, es zu verstehen. Wer immer noch glaubt, dass beachtenswerte Anliegen der AFD-Wähler ignoriert werden, kommt somit nicht weiter.


Wenn ich ehrlich bin, dann rege ich mich eher über diejenigen Ostdeutschen auf, die einer Nazipartei so viele Stimmen geben. Ich persönlich sehe bei den Deutschen leider ein Potenzial von um die 20 % für eine Nazipartei. So ticken bedauerlicherweise sehr viele noch in diesem Land. Wenn ich aber Regionen habe, wo die an die 30 % oder auch darüber hinaus bekommen, dann platzt mir die Hutschnur.

Nicht "noch". Das legt nahe, es wäre ein in Rückgang befindliches Problem, weil irgendwas zu langsam läuft. Ist es aber nicht. Es ist ein Problem, weil viele Leute sich frisch für Nazi-Populismus entscheiden und das hat rein gar nichts mit "Ostdeutschen" zu tun. Wenn du dir das Gesamtwahlergebnis anguckst, dann lebt die Mehrheit der AFD-Wähler in den neuen Ländern. Da leben nur halt auch mehr nicht-AFD-Wähler, weswegen es prozentual nicht so auffällt.


In diesen Formaten muss ich ja nicht die Information selbst reinpacken (das funktioniert wie du richtig sagst ohnehin nur bei kurzen Parolen, nicht bei weiterführenden Informationen), nur wäre es schön, wenn man diese Plattformen nicht weitestgehend komplett den Populisten überlassen würde weil man damit offenbar in den Altparteien nichts anfangen kann. Auch in einem Tiktok-Video oder Insta-Meme oder sonstwelchem modernen Socialmedia-Kram kann man ein "Dir sind die AfD-Sprüche zu blöd? Wir haben bessere Lösungen, schau mal hier: [Parteiseite]" oder ähnliches unterbringen (natürlich bestenfalls geschickter als mein unkreativer Satz da jetzt).

Kann man machen, ja, und macht man bislang nicht. Aber ich verspreche mir davon nichts, denn die AFD kommt eben mit "dich stört X? Dann wechsel doch mal komplett das Medium weil wir das jetzt sagen, hier ist der Link....". Die AFD kommt mit "du findest X kacke? Y ist dein Problem? Wir sind die Lösung!" gefolgt von einer ""Lösung"" in 2-3 Worten. Mit "Grenzen zu!" kann man Leute direkt abholen, auch auf Tiktok.

Mit "guck doch mal hier" gefolgt, bei den 0,1% die überhaupt drauf anspringen, von einem "hier" mit "offenen Grenzen sind der Hauptgrund für unseren Wohlstand ... Warentransport unmöglich ... Reisefreiheit ... wichtige Dienstleistungen ... Schließung physisch unmöglich ... Probleme resultieren gar nicht aus ... [20 Seiten später] Fluchtursachen ... Informationsstand ... no way back Situationen ..." macht man das nicht. Was man damit machen kann: Faktenbasierte Politik für eine bessere Zukunft. Wenn der Wähler denn Interesse daran hätte.

Die Medienschlacht ist in dem Moment verloren, in dem jemand die "Lügenpresse"-Propaganda glaubt. Ein Märchen kann man nur mit "stimmt nicht" kontern und das muss einem geglaubt werden. Ist das nicht mehr gegeben und man muss eine vollständige Aufklärung über die Wahrheit oder gar eine Beweisführung hintenanstellen, dann hat der Märchenzähler gewonnen. Denn beide konkurrieren um die gleichen Aufmerksamkeitsressourcen und neue Märchen erfinden ist halt viel primitiver als die Realität.
 
Die AFD kommt mit "du findest X kacke? Y ist dein Problem? Wir sind die Lösung!" gefolgt von einer ""Lösung"" in 2-3 Worten. Mit "Grenzen zu!" kann man Leute direkt abholen, auch auf Tiktok.
Mehr wollen die Afd Wähler auch nicht hören. Dass die Migration sehr viel kompliziert ist, ist den Wählern egal, sowas wollen die auch nicht wissen. Die wollen "Abschieben" hören und neben der Afd machen das inzwischen auch die Union, die FDP und zuletzt ebenfalls Scholz.
 
Prozentwerte sind was Tolles!

Von den 60 % (bummelige 1.250) Ausländern im Gefängnis sind die größte Gruppe Türken (149) gefolgt von Polen (128). In Hamburg leben rund 44.000 Türken. Also sitzen 0,3 % dieser Bevölkerungsgruppe aktuell im Gefängnis. Alle Türken sind Verbrecher! Polen sind auch alle Verbrecher. 71.260 leben in Hamburg, davon sitzen 0,18 % im Knast. In ganz Hamburg haben 630.000 einen Migrationshintergrund. Von denen sitzen 0,19% im Knast. Alles Verbrecher! In Hamburg leben rund 1.200.000 Biokartoffeln. Von denen sitzen rund 500 im Knast, was 0,04 % sind. Und jetzt wird's wild! Schnallt euch an. Im Vergleich zu den Biokartoffeln sind Polak-Häftlinge 475 % häufiger im Knast. Boah! Alle 630.000 abschieben! -.-

Sind da eigentlich in der Statistik anteilig auch welche von den 1.500 Menschen bei, die von Hamburg abgeschoben wurden bzw. in Haft darauf warten?
Die sind wirklich etwas tolles, setzen aber vorraus das man keine rosinen-pikerei betreibt. Ansonsten zieht man ganz schnell die falschen schlüsse. ;-)
Beispiel türken:
Laut meinem link sind 149 inhaftiert von 44000 ansässigen.
Wenn ich jetzt also erstmal alle angegebenen insassen zusammen rechne bin ich bei 579. Nehme ich dazu das das 58% von allen sein sollen, bin ich bei ca. 1000 gefängnis-insassen insgesamt für hamburg. Entsprechend stellen die 149 inhaftierten türken 14,9% aller dar.
Nun hat hamburg laut google in 2019 ca. 1,84 millionen einwohner. Bei 44000 türken stellen diese, wenn ich mich nicht vertan hab, ca. 2,39% der einwohner hamburgs dar.
D.h. jetzt das 2,39% der einwohner 14,9% der gefängnissinsassen stellen. Schaut in meinen augen ja nicht ganz so toll aus...
 
@Threshold Eben:
Die Klientel, die die AFD auf Tiktok abholt, ist faktenresistent, weil ihnen Fakten zu komplex sind. Sonst würden sie sich ja nicht auf Tiktok "informieren".
Das heißt aber nunmal, dass man diese Klientel auch dann nicht mittels Fakten erreicht, wenn man selbst Tiktokt. Das ist ein Medium, in dem man nur Postfaktisch gewinnen kann, in dem man die besten Märchen erzählt - und damit ist es kein Medium für seriöse Politik.

Das sollte man dann aber durchziehen, sonst wirkt das nicht. Auch der CDU sollte klar sein, dass vergraulte Leute nicht mehr kommen, auch wenn die AfD im Raum ist. Bewegt die CDU vielleicht mehr zur Vernunft bei einigen Themen.

Dass die CDU rechtsradikale Themen und Teils sogar Slogans in der Debatte hält, um die Regierung zu schädigen, ist überhaupt nur einer der Gründe für den Erfolg der AFD. Ich-bin-ja-kein-Nazi-aber-AFD-Fans behaupten zwar ständig das Gegenteil (wie in so vielen anderen Dingen auch), aber die Wahlergebnisse zeigen recht offen: Die AFD kriegt um so mehr Stimmen, je ihre angeblich "ignorierten" Themen diskutiert werden. Als bei der letzten EU-Wahl im Mainstream um Klima ging, wo die AFD wenig beizutragen hat, hat sie dagegen auch weniger Stimmen erhalten.

Meiner Meinung nach ist es deswegen auch kein Zufall, dass man bald ""CDU wählen muss"": Merz nutzt systematisch AFD-Prompts, um Themen bei denen Sozen oder gar Grüne traditionell punkten würden, aus den Debatten zu verdrängen.


AfD Wähler sind dumm, da muss man sich nichts vormachen, denn weniger Klimaschutz gleich mehr Klimawandel gleich mehr Flüchtlinge, da in vielen Ländern das Leben unmöglich wird.

Vielen geht es bei "weniger Flüchtlinge" nicht um weniger Fluchtursachen. Die finden das vollkommen okay, wenn Flüchtlinge vor den Grenzen verrecken. Lieber in der Sahara als im Mittelmeer, das hält den Urlaubsstrand sauber, aber Hauptsache, "die" sind nicht "hier". Sie auf Steuerzahlerkosten nach Albanien zu verschiffen ist schon eine Notlösung, solange man keine EU-Mehrheit hat. Und zumindest für AFD-Führungskader ist ja mittlerweile auch belegt, dass bei Bedarf "die" auf beliebige weitere störende Personengruppen ausgeweitet wird. Nazis halt.
Dumm sind nur Leute, die solche Parteien wählen, obwohl sie "kein Nazi" sind.


Das liegt aber nicht an der häufigen Nennung, sondern an den widerlichen Relativierungsversuchen von viel zu vielen Menschen.

Sehe ich ähnlich. "Nazi" wird zwar von einigen weit linken Gruppierungen inflationär als Kampfbegriff gegen zu viele gebraucht. Aber auf Leute angewandt, die sich für einen autoritäten Staat, Maßnahmen gegen Ausländer, Ausschaltung politischer Gegner, Ende von Meinung- und Pressefreiheit, Rollenzwang und Unrechtsstaatlichkeit einsetzen, ist der Begriff einfach eine sachlich korrekte Bezeichung.

Das viel größere Problem ist meiner Meinung nach, dass jede Menge solcher Umtriebe, in jüngerer Zeit gerade im Umfeld der AFD, seit langem verharmlost, relativiert, beschönigt oder vertuscht werden, weil es bei uns ja keine "Nazis" geben darf. Weil "Nazis" ein Problem der Vergangenheit sein müssen. Und, um beim Thema EU zu bleiben: Nicht nur bei "uns" in Deutschland, sondern auch auf unsere Partnern in Nachbarländern wird diese Betrachtungsweiese angewandt. Stichwort Fidesz - CSU.

(Jahrzehnte) Später ist man dann "überrascht", dass Nazis "aus dem Nichts" auftauchen und Wahlen gewinnen. Aber sas Gesocks, dass heute in der AFD übelst menschenfeindliche Ziele verfolgt, war zum Teil Gründungsmitglied und hat auch schon immer seine Forderungen beigesteuert. Aber man hat sie gewähren lassen, einen erheblichen Teil ihres Forderungskatalogs als "konservativ" rebrandet und jedem über den Mund gewischt, der es zu Recht "Nazi" nennen wollte. (Und das ganze imho teils mit vollster Absicht, wie erwähnt. Ein nicht unerheblicher Teil der deutschen Bevölkerung und ihrer Vertreter ist zwar nicht selbst Nazi, vertritt aber die Einstellung, dass "links" immer noch schlimmer ist als "Nazi" und macht deswegen letzteren die Tür auf, solange das erstere vertreibt. Das galt in den 20ern, in den 50ern, in den 90ern und auch heute noch, auch wenn sich die Anteile etwas verschoben haben.)


Dann hätten wir aus unserer eigenen Geschichte nichts gelernt.
Dann war bei Machtergreifung Hitlers auch jeder Deutsche ein Nazi.

NSDAP-Wahlergebnis Ende 32: 33%.
Wenn das für dich "alle" sind, würde ich dir gerne "alle" 100-€-Scheine aus einem 1.000er Stapel (Wert 100000 €) für nur 80000 € verkaufen.
 
Schaut in meinen augen ja nicht ganz so toll aus...

Geht mir auch nicht ums Toll aussehen, sondern um die unterschwellige Andeutung von Lotto, wie fürchterlich schlimm doch alle mit Migrationshintergrund sind, und wie viele es gemessen an der Bevölkerungsgruppe wirklich sind.

Gibt es eigentlich irgendwo eine Aufschlüsselung, wofür die Leute in HH einsitzen?
 
Das heißt aber nunmal, dass man diese Klientel auch dann nicht mittels Fakten erreicht, wenn man selbst Tiktokt. Das ist ein Medium, in dem man nur Postfaktisch gewinnen kann, in dem man die besten Märchen erzählt - und damit ist es kein Medium für seriöse Politik.
Die Leute, die sich nur noch mittels Tik Tok informieren, kannst du nicht mehr abholen. die leben in ihrer Blase und das schließt vor allem die Jungen mit ein, die zu 17% die Afd gewählt haben. Aber immerhin haben 83% die nicht gewählt, was positiv ist. Negativ sehen muss man, dass weitere 17% die Union gewählt haben und die Grünen völlig eingebrochen sind. wobei ich wieder bei meiner These bin, dass den jungen Leuten das klima egal ist.
 
Sacht mal... was genau haben Inhaftiertenzahlen aus Hamburg mit EU-Wahlen zu tun?


Woher soll ich das wissen? Du fragst da eigentlich den falschen. Ich hab die nicht gewählt. Wenn es aber die Partei ist, die aus welchem Antrieb heraus auch immer bei den meisten Programmpunkten etwas ähnliches Will wie Wähler XYZ, dann vielleicht deshalb, weil man sich dort wenigstens einen Ruck in die vermeintlich "richtige" Richtung verspricht und die nur so lange unterstützen würde, so lange sie noch klein sind und keine extremen Forderungen durchsetzen können.

Erstmal sind die rechtesextremen Parteien nicht mehr "klein" und das war auch schon vor der Europawahl klar. Überall, wo Rechtsextreme durchmarschiert sind (also fast überall), waren die auch schon in den Umfragen sowie in den vorangehenden, nationalen Wahlen unter den drei stärksten Kräften. Jeder der die gewählt hat und er nicht dumm ist, wusste, dass diese Stimmengabe eine große Chance/Gefahr beinhaltet, dass die Nazi-Inhalte aus deren Wahlprogrammen direkt umgesetzt werden.

Und zweitens: Was ist jemand, der den meisten Punkten eines praktisch ausschließlich aus Nazi-Zielen und aus geistigem Dünnschiss zusammengesetzten Programm zustimmt, denn bitte schön, wenn nicht entweder Nazi oder dumm? (Oder eine Mischung daraus. Laut der von Olstyle schon mehrfach geposteten, eher in den Bundespolitik gehörenden Grafik für die AFD im speziellen: Gut zwei Drittel Nazi, knapp ein Drittel dumm. Wobei man natürlich auch aus Dummheit Nazi werden kann.)


Die Leute, die sich nur noch mittels Tik Tok informieren, kannst du nicht mehr abholen. die leben in ihrer Blase und das schließt vor allem die Jungen mit ein, die zu 17% die Afd gewählt haben. Aber immerhin haben 83% die nicht gewählt, was positiv ist. Negativ sehen muss man, dass weitere 17% die Union gewählt haben und die Grünen völlig eingebrochen sind. wobei ich wieder bei meiner These bin, dass den jungen Leuten das klima egal ist.

Und nicht nur denen. Wobei ich bei den älteren besser abschätzen kann, wieso ihnen das Klima egal ist (überwiegend weil ihnen alles, was mehr als 1-2 Jahrzehnte in der Zukunft liegt oder innerhalb eines Jahrzehnts richtig große Probleme direkt zu ihnen bringt, allgemein egal ist. Zu einem geringeren Teil weil ihr ""Wissens""stand zum Thema Klima auf dem Stand der BILD der Jahrtausendwende ist). Bei den jungen kann ich das mangels Bezug mittlerweile nicht mehr - eigentlich hätten die alle Gründe, sich um ihre höchsteigenen Lebensbedingungen zu sorgen und eigentlich sollte selbst das Bisschen, was meiner Erfahrung nach von Schulstoff normalerweise dann doch hängenbleibt, bei diesem Thema für eine Massenpanik reichen.

Aber ich hab ja ohnehin den Eindruck, dass die Jugend von heute noch viel, viel, viel weniger von dem mitbekommt, was man ihr beizubringen versucht. Siehe Diskussion über zu-blöd-Autofahren-für-30-Minuten-vortäuschen selbst im Bundestag.


Was haltet ihr eigentlich davon das die USA und jetzt auch die EU Strafzölle auf E-Autos aus China verhängen?
Damit die Autos von dort nicht unseren Markt überschwemmen. Die sind ja auch deutlich günstiger.
Einerseits kann das hier dann Arbeitsplätze gefährden und den Binnenmarkt.
Umgekehrt sind wir auch von Exporten abhängig und den Markt in China.
Wenn die Chinesen Zölle auf deutsche Autos verhängen, könnte das den Export und Arbeitsplätze dort gefährden.

Gar nicht so einfach! :ka:

USA ist easy: Man fühlt sich (nicht zu unrecht) seit längerem im Wirtschaftsstreit mit China, Batterieautos stellen auf dem heimischen Markt eine untergeordnete Rolle und der einzige nationale Konzern, der davon was versteht, beliefert China aus China und das in seinem Segment mit soviel Vorsprung, dass er nicht gefährdet ist. Umgekehrt scheint man aber längerfristig wohl doch mehr in der Richtung machen zu wollen und die de-facto Import-Sperre verhindert, dass die Chinesen bis dahin den Heimatmarkt übernommen haben.

EU dagegen...
Ich verstehs nicht. Wir haben massive Probleme zum Beispiel bei den Solarherstellern und da wird gar nichts unternommen. Aber bei Batterieautos, wo reine Chinesen auf dem heimischen Markt noch gar keine Rolle spielen und ihnen Potential nur in Nischen zugesprochen wird, die heimische Hersteller eh ignorieren, ergreift man Hals über Kopf Maßnahmen? Als ich den Inhalt gehört habe, dachte ich, da kann ebenfalls nur die Autolobby dahinterstecken, ebenfalls in Form vorweggreifenden Protektionismus. Normalerweise haben die ja auch genug Einfluss, dass gar nichts im KFZ-Bereich ohne Zustimmung von VW/Mercedes/Quandt läuft und fast alles auf deren Initiative hin. Aber jetzt stellen die sich selbst vehement dagegen. Steckt also doch eine ganz andere Überlegung dahinter? Oder sind das nur Krokodilstränen für die chinesischen Freunde?
 
Zuletzt bearbeitet:
Meinst du den 3.-Reich-Teil?
Also bei deinem zweiten Absatz wären wir das: Ich halte allgemein nichts davon Dinge zu verbieten, die viele haben wollen und das schließt Parteien ein. Sowas funktioniert selten lange und nie gut. Man muss an die Bedingungen ran, auf denen diese Vorliebe gedeiht.

Geantwortet habe ich aber nur auf einen ersten Absatz, der sich nicht mit Gegenmaßnahmen beschäftigt hat, sondern mit Tekklas Argumentation wer wie zu bezeichnen ist. Und sofern dein vehementer Widerspruch zu ihm da nicht Ironie war, stehen wir eindeutlich auf verschiedenen Seiten: Wenn es spricht wie ein Nazi, Auftritt wie ein Nazi und vor allem wählt wie ein Nazi, dann nenne ich es auch einen Nazi.
 
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