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Fällt unter Familienpolitik finde ich
ALGII und Sozialhilfe fallen unter Sozialpolitik.
Ansonsten hätte ich dazu auch einen Fragenkatalog, da kann der Rest der Gruppe gleich zu Hause bleiben, wenn sie vollständig beantwortet werden sollten
An wenn genau muss das Geld den wieder abgegeben werden?
Das Geld wird vom Sozialamt einbehalten bzw. muss daran zurückgezahlt werden. Durch die HartzIV-Reform handhabt sich Sozialhilfe in der Praxis wie ALGII. Das heißt: Wenn du irgendwelches Einkommen hast (nicht nur Jobben und Lehrgeld - auch Geschenke, selbstständige Nebentätigkeit, Kindergeld (!), bald kommend Betreuungsgeld, Renten - einfach alles, was auf deinem Konto eingeht, selbst wenn du es mit gutem Grund zusätzlich erhälst), dann darfst du davon die ersten 100 € behalten (wenn ein Job o.ä. darunter ist. Bei Sozialhilfe -=arbeitsunfähig- also nicht, sondern iirc nur 50 €), von 100 bis 400 € darfst du 20% behalten (der Rest wird dir von den staatlichen Leistungen abgezogen. D.h. ein 400 € Job bringt dir unterm Strich 160 € mehr, die berühmten 3,20 € Stundenlohn. Davon musst du dann noch Fahrtkosten, ggf. Berufsbekleidung, bei Lehre Unterrichtsmaterialien, Büromaterial,... bezahlen), oberhalb von 400 € sogar nur 10%. Wenn in einem Zweipersonenhaushalt einer von beiden einen 850 € Netto-Job annimmt, bleiben rund 250 € übrig. Davon dann noch ne Monatskarte gekauft und man fragt sich, was gewisse Politiker eigentlich meinen, wenn sie "niedrige Einkommen" entlasten wollen...
Abgesehen davon setzt Du die Hinzuverdienstgrenzen hier deutlich zu niedrig an.
Mit "zu niedrig" hast du sicherlich recht (bzw. ich finde die Abzüge zu hoch - es kann ruhig bei 0€ losgehen), aber mit "Du" nicht, denn das ist nun einmal der deutsche Staat, der diese Grenzen ansetzt.
Und falls doch, bekämen sie ja ohne weiteres den BAFÖG-Höchstsatz. Dadurch ist es für viele Arme tatsächlich einfacher an die Uni zu gehen als für viele Kinder der Mittelschicht, deren Eltern Einkommen gerade so über den BAFÖG-Grenzen beziehen. Die gehen echt Wasser saufen. Das ist auch bekannt als sogenannte "Mittelstandsfalle". Aber darüber redet natürlich keiner...
Ähm: Entweder deine Eltern verdienen genug, um dir Unterstützung auf BAFöG-Niveau zukommen zu lassen, oder du bekommst entsprechend einen Teil BAFöG dazu. Probleme hast du höchstens dann, wenn deine Eltern dieses Geld lieber in Haus und Auto stecken, anstatt dich angemessen zu unterstützen - aber dagegen kannst du sogar klagen.