Emittlung gegen Netzpolitik.org wegen Landesverrats!

Ohne jetzt hier jemand beleidigen zu wollen, aber in nem PC Forum über Wahlbeteiligung und Systemkritik zu reden... puh irgendwie find ich das Forum etwas unpassend.

Komisch, das hört / liest man jedes mal. Da ist es auch tlw egal, in welchem Forum man sich befindet. Man sollte überall über Politik etc. diskutieren. Das ist doch genau das Problem in unserer Gesellschaft.
Die "Ohnmacht", in den Köpfen der Menschen. " Lasst die mal machen, das sind Politker, die müssen Ahnung haben. Ich möchte mich nicht damit beschäftigen. - Ja, wir sehen ja, wohin das führt.
Ich war ja selber eine lange Zeit totalverblendet und mich scherrte es einen " Dreck", was die Politiker machen, weil ich genug eigene " Probleme" hatte. Wenn man dann mal etwas Ruhe und Zeit findet und sich ein bisschen Informiert, dann merkt man erstmal, in welcher kranken Welt wir leben.
Und der ganze Schmarrn mit böse Russen und böse Amis...lasst den Quatsch, beschimpft lieber die beknackten Banken und die Hintermänner.
Die gleichgeschalteten Medien kannste doch sowieso in die Tonne hauen. Jeder, der noch einen klaren Verstand besitzt, riecht es doch schon, wenn gelogen wird und wann nicht. Da werden gerne mal 100 Leute in einer Ecke gestellt, die Kamera schwenkt darauf und in der ARD heisst es dann : " Zehntausende protestierten" ..., entweder sind die so blöd, oder haben garkeine Lust mehr, wirklich zu recherchieren. Aber wir wissen es ja eigentlich besser, oder ?

Und die " Geschichte" mit Netzpolitk.org...ja, ist mal wieder ein guter Beweis, wer hier eigentlich das sagen hat. Andere schalten und walten, wie sie wollen - Und der kleine Pöbel bekommt direkt einen Arschtritt.
 
Ich habe bei sowas immer das Gefühl, dass unsere Gesellschaft einfach abgestumpft geworden ist.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich viele für dieses Thema interessieren, aber vor vielleicht 10 Jahren hätte es noch mehr Leute interessiert.
Mittlerweile kommen ja schon fast täglich Meldung über Spionage usw. und ich glaube das stumpft ab. Die Mehrheit der Bevölkerung ignoriert es einfach bzw. versucht es zu verdrängen.
Ich denke, daran sind auch die vielen, fehlgeschlagenen Proteste schuld. Wie oft wurde schon gegen die Spionage über Jahre hinweg protestiert?
Und was hat es gebracht? Absolut nichts!
Es gibt an drei Stellen bei dem Thema folgende Probleme:
1. Man kämpft gegen Lobbyisten. Gegen Menschen mit viel Geld. Und diese können ohne Probleme auch die Regierung beeinflussen; Gesetze hin oder her.
2. Die Regierung besteht aus alten Säcken, die sich über Jahre hinweg einander unter die Arme gegriffen haben. Wie eine Mafia. Neuer Wind, neue Ideen und Veränderungen bedeuten für sie das Aus dieser "Familie".
3. Die Proteste/Medien: Es hat früher oft genug Proteste gegeben. Was auch gut ist. Aber bei so ziemlich jedem Protest gibt es, erstens irgendwelche Spinner/("Braune"), die gewalttätig werden und zweitens die bezahlten Medien, die diese Proteste in einem negativen Licht dastehen lassen und so gut wie alle Protestierenden als Verschwörer und/oder Spinner dastehen lassen.
Ergo, trauen sich immer weniger Menschen zu protestieren und aktiv zu werden, weil sie um ihren Status in der Gesellschaft fürchten und sehen, dass es sowieso nichts bringt.
 
Findet es noch jemand ein wenig seltsam, dass die Einschätzung von Staatsgeheimnissen an Außenstehende übergeben wird?

Und wer soll das überhaupt sein? Gibt es Firmen, die sich darauf spezialisieren für verschiedene Länder oder andere Unternehmen Informationen allerhand einzustufen?
 
Gibt es Firmen, die sich darauf spezialisieren für verschiedene Länder oder andere Unternehmen Informationen allerhand einzustufen?
Nennt sich Rating Agentur. Ok Scherz bei Seite.

Justizminister Maas entlässt Generalbundesanwalt Range (Justizminister Maas entzieht Generalbundesanwalt Range das Vertrauen) - So so. Also Range weg, da überzogen. Und nun? Immer noch keine Verfahren wegen Abhören Kanzlerinhandy Regierungskommunikation, Abgeordneten und Industriespionage. Immer noch kein Verfahren zur Aufklärung der Zuarbeit deutscher Geheimdienste für ausländisch Dienste. Usw. und so fort. Schön zu sehen das der Dreck der so passiert mit solchen Aktionen weiterhin auf dem Abstellgleis steht und vor sich hinköchelt, ohne tatsächliche Entsorgung. Range weg neuer GBA rein und Teppich drüber. 1A Politik.

Vor allem in Hinblick auf: Warum hat Maas Range nicht angewiesen, das Ermittlungsverfahren einzustellen? (Verfahren gegen Netzpolitik.org: Harald Range geht gegen Heiko Maas in die Offensive - Politik - Tagesspiegel)
Mit seinen Äußerungen legt Range indirekt nahe, dass Maas, der gegenüber Range weisungsbefugt ist, von Anfang an über das Vorgehen Ranges informiert gewesen ist. Es ist schwer vorstellbar, dass Range ein so brisantes Ermittlungsverfahren einleitet, ohne seinen Dienstherrn zuvor zu informieren.
Erst rumzensieren durch Verfahren, mit halt Strafandrohung im Fall von Verurteilung also Druck ausüben und Einschüchtern und nun mit Gegenwind die Justiz opfern. Klasse Politik. Klar ist es nicht prall das gegen die sozusagen "Whitleblower" ermittelt wurde (mal abgesehen davon das Netzpolitik.org nicht jedermanns Geschmack ist in der politischen Verortung), nur das was mit dem Paukenschlag von Maas gemacht wird zeigt, umsomehr das die Justiz in Deutschland nichts mit Rechtsstaat zu tun hat. Unabhängigkeit der Justiz? Drauf ge******.

Bei dem Beitrag 79 Edit musst ich lachen. Ist das jetzt Einsicht, oder was steckt dahinter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist richtig, das der gehen musste. Je sollte aber auch gleich der Herr Maas vom Verfassungsschutz gefeuert werden. Der Typ ist auch untragbar. Seine Behörde bekommt es nicht hin ein paar bekannte Nazis zu überwachen, aber schön mehr Leute für Internetüberwachung einstellen. :nene:
 
Ist richtig, das der gehen musste.

Nein, ist es nicht. Und ich verstehe beim besten Willen nicht, warum es dafuer auch noch Szenenapplaus gibt.

Herr Range ist Teil der Exekutive und befolgt die Gesetze, die von der Legislative - der auch Herr Maas angehoert - gemacht werden. Anstatt sich de facto ueber die Gewaltenteilung hinwegzusetzen haette Herr Maas z. B. den in Frage gestellten Paragraphen justieren oder streichen koennen, so er dafuer eine parlamentarische Mehrheit bekommen haette. So wurde die Judikative - und die allein haette darueber zu befinden gehabt, ob hier ein strafwuerdiger Vorgang vorliegt oder nicht - ausgebootet. Ich kann daran nichts tolles erkennen.
 
Nein, ist es nicht. Und ich verstehe beim besten Willen nicht, warum es dafuer auch noch Szenenapplaus gibt.
Naja Gewaltenteilung gab es schon seit langem nicht mehr. Das Zauberwort heißt Weisungsgebunden. Nur hier wirds mal offensichtlich für die, die es sehen wollen/können. Der Rest schimpft halt über Range, wegen besseren Unwissens, die nächsten über Maas der dafür auch nix kann, weil das sicher nicht seine Schnappsidee war den GBA anzuweisen gegen Netzpolitik.org zu ermitteln. Aber passt schon. Hauptsache die Nazis sind an allem Schuld, dann hat der Gutmensch nen beruhigten Schlaf.
 
Nein, ist es nicht. Und ich verstehe beim besten Willen nicht, warum es dafuer auch noch Szenenapplaus gibt.

Herr Range ist Teil der Exekutive und befolgt die Gesetze, die von der Legislative - der auch Herr Maas angehoert - gemacht werden. Anstatt sich de facto ueber die Gewaltenteilung hinwegzusetzen haette Herr Maas z. B. den in Frage gestellten Paragraphen justieren oder streichen koennen, so er dafuer eine parlamentarische Mehrheit bekommen haette. So wurde die Judikative - und die allein haette darueber zu befinden gehabt, ob hier ein strafwuerdiger Vorgang vorliegt oder nicht - ausgebootet. Ich kann daran nichts tolles erkennen.
Das kommt dabei raus, wenn man sich das ganze nicht richtig durchliest bzw. nicht richtig recherchiert. Da muss ich im übrigen auch einigen "Presse-Medien" einen Vorwurf machen. Fast überall wird publiziert, das Maas den Range rausgeschmissen hat. Das ist völliger Blödsinn. Maas hat dem Generalbundesanwalt lediglich sein Vertrauen entzogen und stellt mit dem Kanzleramt zusammen einen Antrag beim Bundespräsident, Range in den vorgezogenen Ruhestand zu schicken. Aktuell sieht die Sachlage also aus, das Maas dem Generalbundesanwalt Range kein Vertrauen mehr entgegenbringt und somit von einer weiteren direkten Zusammenarbeit absehen wird, was im Grunde ein nachvollziehbarer Schritt ist, wenn Zweifel an der Amtsführung bzw. Ausübung aufkommen. Ob und vor allem wie der noch aktuelle Generalbundesanwalt aus seinem Amt entlassen wird, steht jetzt zur Diskussion bzw. Entscheidung. Der Justizminister Maas hat sich also über niemanden hinweggesetzt.

Range schien mit dem Einleiten der Ermittlungen wegen Landesverrat ein Example statuieren zu wollen. Dabei stellt sich die Frage, was dort die Motivation war. Soll dem Volk gezeigt werden, wie brisant die publizierten Dokumente waren? Soll gezeigt werden, das sogar die Presse zu weit gehen kann? Mir zeigt es definitiv nur eines. In diesem Fall hat es der Staat nicht geschaft, alle Löcher zu stopfen und es wurden dabei Informationen ans Licht gebracht, die auf Grund der Späh-Skandale der letzten 2 Jahre sowieso vom Volk äußerst negativ aufgenommen werden. Der Effekt danach war deutlich zu vernehmen. Das Volk (die Wähler) waren sauer. Um die Notwendigkeit dieser Maßnahmen und Brisanz dieser Informationen zu unterstreichen wurde gegen die Presse mit den vielleicht schlimmsten Titel gearbeitet, der aus patriotischer Sicht möglich ist: Landesverrat!
Ein verzweifelter Versuch etwas noch positiv aussehen zu lassen, was sowieso bis zum Himmel stinkt.

Aber war es Landeverrat? Was für ein Effekt können diese Informationen auf die innere sowie äußere Sicherheit haben? Die Antwort ist absolut klar. Keinen! Es sollen die üblichen Kommunikationskanäle vor allem über das Internet stärker überwacht werden? Als ob die potenziel gefährlichen Personen noch die etablierten Kommunikationswege nutzen. Social Networks zur koordination von Anschlägen? Das ist bei denen schon sowas von vorvorgestern! Die haben sich seit Snowden bereits schon völlig in ihrer Kommunikation umgestellt. Diese Informationen nützen also nur einer Partei. Und zwar dem Volk der Bundesrepublik. Denn es weiß jetzt bescheid, was der Verfassungsschutz dort vor hatte und kann darauf mehr oder weniger reagieren. Aber unseren Gegnern irgendwelche Türen geöffnet wurde da definitiv nicht. Da war Snowden schneller.

Es ist also laut Definition kein Landesverrat und die Ermittlungen sind somit eine einzige Farce. Range hat sich dort instrumentalisieren lassen und sein Amt dafür missbraucht, um die Enthüllung geheimer Dokumente zu ahnden, dessen einzige Brisanz Interesse beim Volk weckt, aber bei keinem Gegner dieses Landes. Oder ist das Volk jetzt der Gegner?

Maas hat Range zurecht das Vertrauen entzogen und stellt auch zurecht beim Bundespräsidenten den Antrag, Range aus dem Amt zu entlassen. Man könnte Maas natürlich jetzt anlasten, das er sich nicht von Anfang an gegen diesen Fall gewehrt hat und deswegen sich jetzt zum handeln gezwungen sah. Das macht aber am Ende die Entscheidung und die Handlung nicht weniger wichtig bzw. richtig.
 
Herr Range ist Teil der Exekutive und befolgt die Gesetze, die von der Legislative - der auch Herr Maas angehoert - gemacht werden. Anstatt sich de facto ueber die Gewaltenteilung hinwegzusetzen haette Herr Maas z. B. den in Frage gestellten Paragraphen justieren oder streichen koennen, so er dafuer eine parlamentarische Mehrheit bekommen haette. So wurde die Judikative - und die allein haette darueber zu befinden gehabt, ob hier ein strafwuerdiger Vorgang vorliegt oder nicht - ausgebootet. Ich kann daran nichts tolles erkennen.

Nur warum ermittelt der jetzt gegen ein paar Journalisten, wo zig anzeigen gegen die NSA vorliegen und es dafür ja auch genug Beweise gibt. Range scheint also klar auf der Seite der Geheimdienste zu stehen. Sieht man ja auch, daran das er sofort auf die Anzeige vom Verfassungsschutzchef reagiert hat. Wahrscheinlich spielen die auch noch zusammen Golf o.ä.
 
Es ist also laut Definition kein Landesverrat und die Ermittlungen sind somit eine einzige Farce.
Da sagte er in der Stellungnahme heute etwas anderes aus. (https://www.youtube.com/watch?v=d_cBONHz40M)

Maas hat Range zurecht das Vertrauen entzogen und stellt auch zurecht beim Bundespräsidenten den Antrag, Range aus dem Amt zu entlassen.
Maas hat Range die Anweisung gegeben die Ermittlungen einzustellen. Da kein Bürokrat in Deutschland auch nur einen Furz läßt ohne Anweisung, gab es mindestens auch eine von Maas zur Einleitung der Ermittlungen. Dieses Spielchen zwischen hin und herschieben der Verantwortlichkeiten machts nicht besser. Das offenkundige spricht Range selbst aus - es gibt keine unabhängige Justiz(sie oben Stellungnahme). Das ist das einzige was die Menschen interessieren sollte. Zu mehr ist das Theather nicht zu gebrauchen. Das wird jetzt eh versacken zwischen den Instanzen, es gibt maximal noch etwas Stühlerücken. - Was an sich schief läuft darum geht es nicht, und darüber wird eh später gerichtet werden.
 
Da sagte er in der Stellungnahme heute etwas anderes aus. (https://www.youtube.com/watch?v=d_cBONHz40M)
Da sagt die Definition des §94 StGB zum Thema Landesverrat aber etwas anderes:
Das Delikt des Landesverrates ist die Kernstraftat der Spionage. Landesverrat begeht, wer ein Staatsgeheimnis einer fremden Macht oder einem ihrer Mittelsmänner mitteilt oder sonst an einen Unbefugten gelangen lässt oder öffentlich bekanntmacht, um die Bundesrepublik Deutschland zu benachteiligen oder eine fremde Macht zu begünstigen, und dadurch die Gefahr eines schweren Nachteils für die äußere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland herbeiführt. Staatsgeheimnisse sind gemäß § 93 StGB Tatsachen, Gegenstände oder Erkenntnisse, die nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich sind und vor einer fremden Macht geheim gehalten werden müssen, um die Gefahr eines schweren Nachteils für die äußere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland abzuwenden. Eine solche Gefahr besteht zum Beispiel, wenn eine fremde Macht durch das Geheimnis die Schlagkraft der Bundeswehr mindern kann
Gerade von dir hätte ich erwartet, der Stellungnahme etwas mehr Misstrauen entgegen zubringen. Ein Gutachten, das zu dem Schluss kommt, ein Staatsgeheimnis zu bestätigen bedeutet noch nicht, das hier eine Straftat nach §94 getätigt wurde. Wenn überhaupt, kommt hier §95 zur Anwendung, wo es aber dann nicht mehr um Landesverrat geht. Denn ...
1. Wurde das Dokument im Inland publiziert. Es wurde zugegebenermaßen in Kauf genommen, das andere Staaten oder Gegner auf die Dokumente stoßen. Aber in erster Linie wurde es in der Muttersprache des Staates im Inland auf inländischen Servern publiziert und somit nicht vorsätzlich einem anderen Staat oder Gegner ausgehändigt.
2. Sind Staatsgeheimnisse wie der Name schon sagt Geheimnisse des Staates gegenüber anderen Staaten. Die Überwachung des Internets seitens der Geheimdienste ist international kein Geheimnis mehr. Das ganze läuft nur unter Geheim, damit das Volk keine Bestätigung vom Staat erhält, das wir hier von unseren Apparaten selbst auch überwacht werden.
3. Wird durch die Veröffentlichung weder Deutschland benachteiligt noch eine andere Macht begünstigt. Wie schon gesagt, werden die thematisierten Kommunikationswege nur noch von unbesonnenen Gefahren genutzt.

Maas hat Range die Anweisung gegeben die Ermittlungen einzustellen. Da kein Bürokrat in Deutschland auch nur einen Furz läßt ohne Anweisung, gab es mindestens auch eine von Maas zur Einleitung der Ermittlungen. Dieses Spielchen zwischen hin und herschieben der Verantwortlichkeiten machts nicht besser. Das offenkundige spricht Range selbst aus - es gibt keine unabhängige Justiz(sie oben Stellungnahme). Das ist das einzige was die Menschen interessieren sollte. Zu mehr ist das Theather nicht zu gebrauchen. Das wird jetzt eh versacken zwischen den Instanzen, es gibt maximal noch etwas Stühlerücken. - Was an sich schief läuft darum geht es nicht, und darüber wird eh später gerichtet werden.
Klar könnte Maas selbst die entsprechende Anzeige beim Generalbundesanwalt gemacht haben. Im Zuge dessen gehört es ja dann auch zu den Aufgaben des Generalbundesanwalts, Ermittlungen anzustellen, um den Verdacht zu bestätigen oder zu entkräften. Anstatt den Verdacht zu entkräften, hat Range den Verdacht mit dem Gutachten sogar bestätigt. Maas wollte allerdings, das dieses Gutachten nicht öffentlich wird. Daher zweifel ich daran, das Maas die Ermittlungen selbst angeleiert hat. Range bezieht sich anscheinend bei den Begründungen zu den Ermittlungen ausschließlich auf die Deklaration des Dokumentes. Es steht geheim drauf und kommt von einer staatlichen Institution = Staatsgeheimnis. Da könnte theoretisch dann auch ein Kuchenrezept der Ehefrau von Gabriel drinne stehen. Die Frage stellt sich in beiden Fällen nur, in wie fern Deutschland dadurch benachteiligt wird und andere begünstigt.

Nur warum ermittelt der jetzt gegen ein paar Journalisten, wo zig anzeigen gegen die NSA vorliegen und es dafür ja auch genug Beweise gibt. Range scheint also klar auf der Seite der Geheimdienste zu stehen. Sieht man ja auch, daran das er sofort auf die Anzeige vom Verfassungsschutzchef reagiert hat. Wahrscheinlich spielen die auch noch zusammen Golf o.ä.
Der Grund ist komplett einfach und banal zu erklären. Die USA ist von uns nur bedingt abhängig, wobei wir deutschen (und damit meine ich überwiegend unsere Volksvertreter) uns von Amerika komplett abhängig gemacht haben. Wenn wir denen in die Suppe spucken, haben wir leider zu viel zu verlieren, während die USA mit den Schultern zuckt und sich denken wird, das wir denen eh nichts können. Und damit haben sie auch recht. Wir importieren Öl und andere wichtige Güter aus den USA. Und wenn diese den Hahn zu drehen, wenn wir denen in die Speichen greifen, dann sehen wir wirklich bescheiden aus. Das ist im übrigen auch genau der Grund, warum der TTIP zurecht so eine Panik verursacht. Die USA hat einfach zu viele Druckmittel, um uns in eine untergeordnete Verhandlungsposition zu drängen. Daher sind diese Verhandlungen auch geheim. Das Volk soll nicht sehen, was wir der USA alles gewähren. Wehren wollen würden wir uns ja, wenn wir nur könnten!
 
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Da sagt die Definition des §94 StGB zum Thema Landesverrat aber etwas anderes: Gerade von dir hätte ich erwartet, der Stellungnahme etwas mehr Misstrauen entgegen zubringen. [...]
Das Gutachten zitiert er ja, ob das vor einem Richter Bestand hat ist was anderes. Außerdem gehts erstmal ums Staatsgeheimnis ob das ausreicht für Landesverrat müsste nun geprüft werden entwedere Hausintern oder erneut durch Sachverständige. Das aber zu erwarten ist wenn die Staatsanwaltschaft das so sieht und wegen des geäußerten Verdachts Ermittlung einleitet + halt ein in Auftrag gegebenes Gutachten so sieht das hier Staatsgeheimnisse nach außen gelangten, dann steigt doch die Chance beträchtlich, dass die "Staatssicht" es genau so sehen würde wie es der GBA äußert - also ist da mit Landesverrat zu rechnen. Und da hiltf halt deine Auslegung erstmal wenig. xD Ein Weisungsgebundener Richter wird auch ein Urteil finden können, das gefällig ist (ich erspar mir jetzt den jada jada jada, um unabhängige Richter). Übrigens ist es § 93 StGB laut Pressemitteilung (siehe unten) worin die Begründung für die Aufnahme der Ermittlung verkündet wurde.

Klar könnte Maas selbst die entsprechende Anzeige beim Generalbundesanwalt gemacht haben.
Die Anzeige hat der Verfassungsschutz gemacht, soweit das in den Medien kollportiert wurde. Maas verteilt die Ressourcen auf die zu bearbeitenden Fälle. Und das dieser "frische Fall", so schnell in Angriff genommen wurde (naja Pressemitteilung siehe unten spiegelt was anderes vor, aber im sinn der Bürokratie ist das schon fix), kann nur politisch motiviert gewesen sein. Der GBA hätte das nicht Angerührt solang es ihm nicht befohlen wurden ist. Und das wurde ihm ja und dann kam halt die Ermittlungsverfahrenseröffnung + Gutachterbeauftragung. Und nun rudert der Justizminister Maas halt zurück. Die SPD Presse wie die WAZ versucht gerade Maas aus der Schußlinie zu befördern durch die Aussage: Maas hätte vor dem vorantreiben des Verfahrens gewarnt usw.. Letztlich aber egal, weil sie (Bundesregierung/SPD/Maas) es halt schon vorher wußten und hätten die Weisungen schon eher erteilen können ohne das öffentliche Prozedere. (Ermittlungen gegen "Netzpolitik"-Blog waren lange bekannt | WAZ.de)

Maas wollte allerdings, das dieses Gutachten nicht öffentlich wird. Daher zweifel ich daran, das Maas die Ermittlungen selbst angeleiert hat.
Das hat nix miteinander zu tun. Es steht die Frage im Raum warum es >>jetzt in der Öffentlichkeit<< ausgewälzt werden musste. Wer hat es auf die mediale Tagesordnung gesetzt.

aus der Pressemitteilung des GBA (https://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?themenid=17&newsid=559):
Die Bundesanwaltschaft hatte aufgrund der Strafanzeigen des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) wegen der Veröffentlichung von als Verschlusssache eingestufter Dokumente auf dem Internet-Blog „Netzpolitik.org“ zunächst lediglich einen Prüfvorgang angelegt. Hintergrund hierfür war, dass eine Zuständigkeit der Bundesanwaltschaft in Fällen von Geheimnisverrat nur gegeben ist, wenn ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 93 StGB in Rede steht. Das BfV hat im weiteren Verlauf zu dieser Frage ein ausführliches Rechtsgutachten vorgelegt und darin das Vorliegen eines Staatsgeheimnisses bejaht. Daraufhin hat die Bundesanwaltschaft nach kritischer Prüfung zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für eine möglicherweise strafbare öffentliche Bekanntgabe eines Staatsgeheimnisses gesehen. Nach § 152 Abs. 2 StPO war sie daher gehalten, ein Ermittlungsverfahren auch gegen die bislang unbekannten, ihr Dienstgeheimnis verletzenden Geheimnisträger einzuleiten.

Bereits bei der Einleitung des Ermittlungsverfahrens am 13. Mai 2015 hat Generalbundesanwalt Range angewiesen, dass mit Blick auf das hohe Gut der Presse- und Meinungsfreiheit keine Maßnahmen gegen die in den Strafanzeigen des BfV namentlich genannten Journalisten ergriffen werden. Vielmehr hat er entschieden, dass zur Wahrung und Sicherung der Objektivität der Ermittlungen ein externes Gutachten zur Beurteilung des Vorliegens eines Staatsgeheimnisses eingeholt werden soll. Ein solches Gutachten wurde am 19. Juni 2015 in Auftrag gegeben.

Der weitere Gang des Verfahrens wird der vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz am vergangenen Freitag angekündigten Einschätzung zu den offenen Rechtsfragen vorbehalten bleiben.
Maas als Dienstherr ist sicher über jeden Schritt in Kentnissstand gewesen (alles andere ist Amtsverfehlung *hust*) und als solcher hat er auch die Weisung gegeben die Sache voran zu treiben/ruhen zu lassen. Irgendwer hatte ein Interesse daran es zu eskalieren, und der Bürokrat Range war es wohl am wenigsten, der hat nämlich in nem Jahr seinen Ruhestand in Aussicht (https://sicherungsblog.wordpress.co...laufen-der-netzpolitik-showdown-war-ein-fake/), also warum sich da in solche Lagen bringen.

Die Frage stellt sich in beiden Fällen nur, in wie fern Deutschland dadurch benachteiligt wird und andere begünstigt.
Soweit ich es mitbekommen habe steht da auch der Etat drin für die Aktion. (https://netzpolitik.org/2015/geheim...n-massendatenauswertung-von-internetinhalten/) Das proklammieren Geheimdienste schon ewig als Geheimnis das schädigend ist, wenn der Feind die Information hat zu wissen wie groß das Programm Budget ist. Nunja der Bürger ist angesichts der Massenüberwachung der Feind, aber nunja im Sinn des Landesverrats ist der Feind halt jede Macht, die potenziel in der Lage ist den Staat zu gefährden und darunter fällt halt auch das eigene Volk.
 
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Nennt sich Rating Agentur. Ok Scherz bei Seite.

Justizminister Maas entlässt Generalbundesanwalt Range (Justizminister Maas entzieht Generalbundesanwalt Range das Vertrauen) - So so. Also Range weg, da überzogen. Und nun? Immer noch keine Verfahren wegen Abhören Kanzlerinhandy Regierungskommunikation, Abgeordneten und Industriespionage. Immer noch kein Verfahren zur Aufklärung der Zuarbeit deutscher Geheimdienste für ausländisch Dienste. Usw. und so fort. Schön zu sehen das der Dreck der so passiert mit solchen Aktionen weiterhin auf dem Abstellgleis steht und vor sich hinköchelt, ohne tatsächliche Entsorgung. Range weg neuer GBA rein und Teppich drüber. 1A Politik.

Vor allem in Hinblick auf: Warum hat Maas Range nicht angewiesen, das Ermittlungsverfahren einzustellen? (Verfahren gegen Netzpolitik.org: Harald Range geht gegen Heiko Maas in die Offensive - Politik - Tagesspiegel)

Erst rumzensieren durch Verfahren, mit halt Strafandrohung im Fall von Verurteilung also Druck ausüben und Einschüchtern und nun mit Gegenwind die Justiz opfern. Klasse Politik. Klar ist es nicht prall das gegen die sozusagen "Whitleblower" ermittelt wurde (mal abgesehen davon das Netzpolitik.org nicht jedermanns Geschmack ist in der politischen Verortung), nur das was mit dem Paukenschlag von Maas gemacht wird zeigt, umsomehr das die Justiz in Deutschland nichts mit Rechtsstaat zu tun hat. Unabhängigkeit der Justiz? Drauf ge******.


Bei dem Beitrag 79 Edit musst ich lachen. Ist das jetzt Einsicht, oder was steckt dahinter.

Nö gar nicht. Meine Meinung hast ja vorher gelesen und daran hat sich nichts geändert.
So hat halt jeder seine Ansichten...
 
Für mich herrscht nach den beiden Pressemitteilungen von Range und Maas nur große Verwirrung. Momentan sehe ich zwei Möglichkeiten:
a) Herr Range ist grob inkompetent.
b) Das Statement von Range ist anders zu interpretieren als im ersten Augenblick offensichtlich.

Ich kann mir nicht vorstellen, das jemand so inkompetentes zum GBA ernannt wird. Alle Juristen die ich kenne und die es in höhere Positionen geschafft haben sind nämlich alles andere als das. Man schafft es nicht in so eine Position ohne ein Mindestmaß an Intelligenz, die meisten haben sogar relativ viel davon. Ich kann also kaum glauben, das jemand wie Range ernsthaft geglaubt hat, dass ein Verfahren wegen Landesverrats in irgendeiner weise sinnvoll wäre oder auch nur die kleinste Aussicht auf Erfolg gehabt hätte. Denn soweit ich weiß ist nach aktueller Interpretation von Landesverrats der Vorsatz entscheidend, d.h. man hätte netzpolitik.org nachweisen müssen, dass sie den Artikel und die Dokument mit der Absicht veröffentlicht hätten Deutschland zu schaden. Das hätte vor keinem Gericht dieses Landes Aussicht auf erfolg gehabt und Herr Range hätte das wissen müssen.

Warum also dennoch Ermittlungen und warum vor allem ein Gutachten? Das Gutachten kann eigentlich nur als "Feigenblatt" für Herrn Range bzw. der Bundesregierung gedient haben und der Inhalt dessen war vermutlich bereits bekannt, bevor es in Auftrag gegeben wurde. Quasi als Ausrede, "Hey, wir mussten so handeln, schließlich hat uns das Gutachten gesagt es wäre Landesverrat."... Die Ermittlungen wurden dann sozusagen nur Aufgenommen um die Möglichkeit zu haben die Räumlichkeiten und Kommunikation von Netzpolitik.org zu überwachen und zu durchsuchen.

Dementsprechend vermute ich, dass die Entrüstung von Herrn Range über das einmischen der Bundesregierung in seine Verfahren je nach politischer Opportunität nicht wirklich auf die aktuellen Ereignisse gemünzt sind (also der Anweisung das Gutachten bloß nicht fertig stellen zu lassen und das Verfahren einzustellen), sondern auf die gesamte Arbeitsweise zuvor. Das Verfahren gegen die NSA wegen dem Ausspähen der Bevölkerung und der Politiker im speziellen stank ja ebenfalls nach politischer Einflussnahme.

Oder aber Herr Range ist tatsächlich komplett inkompetent. Dann muss man sich allerdings fragen warum er solange im Amt war, denn so wirklich sauber war die Rolle des GBA schon seit längerem nicht.

So oder so... mit der frühzeitigen Pensionierung von Herrn Range ist es nicht getan. Da muss noch mehr weg... Aber wahrscheinlich würde das auch kaum was ändern...
 
Es ist also laut Definition kein Landesverrat(...)

Bist Du fertiger Jurist? Nach dieser

Wenn überhaupt, kommt hier §95 zur Anwendung(...)

Aussage zu urteilen eher nicht, denn der § 95 StGB kann sinnvollerweise nur auf einen Amts- und Geheimnistraeger Anwendung finden, weil er das Offenbaren von Staatsgeheimnissen behandelt - also die unbefugte Preisgabe von Wissen, in dessen Besitz man von Amts wegen gelangt ist. Damit waeren vielleicht die Ermittlungen gegen Unbekannt (also die Zutraeger) gedeckt, aber nicht gegen netzpolitik.org.

Die Aufnahme der Ermittlungen gegen netzpolitik.org wurde gestuetzt auf Nr. 2 des § 94 StGB, also die oeffentliche Bekanntmachung - die wohl ausser Zweifel steht. Ob die veroeffentlichten Informationen (Klick, Klick) als Staatsgeheimnisse einzustufen sind, masse ich mir zu beurteilen nicht an - aber auf keinen Fall sind sie es mMn offensichtlich nicht. Die Erstellung eines Gutachtens zu dieser Frage halte ich fuer legitim und sinnvoll.

Weshalb ich auch bei meiner Meinung bleibe - Herr Maas haette besser daran getan, das Werkzeug zu hinterfragen anstatt den Handwerker zu feuern (Ja, ich weiss, das tut nicht er sondern das Staatsoberhaupt - aber das ist nach dem medienwirksamen Vertrauensentzug nun in der Tat eine Formalie).
 
Die Aufnahme der Ermittlungen gegen netzpolitik.org wurde gestuetzt auf Nr. 2 des § 94 StGB, also die oeffentliche Bekanntmachung - die wohl ausser Zweifel steht. Ob die veroeffentlichten Informationen (Klick, Klick) als Staatsgeheimnisse einzustufen sind, masse ich mir zu beurteilen nicht an - aber auf keinen Fall sind sie es mMn offensichtlich nicht. Die Erstellung eines Gutachtens zu dieser Frage halte ich fuer legitim und sinnvoll.
Hier bringst du glaub was durcheinander. §94 STGB war die Einleitung der Überprüfung der sagt aber nur aus was ein Staatsgeheimnis ist und ob es sich in dem Fall um eins handelt sowie behandelt es die Preisgabe durch Geheimnisträger. Netzpolitik.org ist aber kein Geheimnisträger, sondern hat von einem der sich quasi nach §94 STGB strafbar gemacht hat etwas geben lassen und dann an die Öffentlichkeit gebracht (preigegeben) und dürfte wohl unter §97 STGB fallen.

Anyway. Hier mal noch was von "Landesverrätern", Vortrag der Journalisten beim cccamp15:
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Und weil darin so schön NSU zur Sprache kam immer wieder empfehlenswert was der Arbeitskreis NSU so ausgräbt, und zugleich ein Fingerzeig auf die Schande der Justiz und der nun schon zwei Jahre andauernden Gerichtsfarce gegen Zschäpe: NSU LEAKS
 
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