Die gegenwärtige Flüchtlings- und Asylproblematik

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Und da wundert man sich noch, dass keiner ne Lehre im Handwerk machen will :fresse:.

ich kenne handwerker die 3.500€ im monat verdienen. das sind aber alles vollprofis im anlagenbau.
als 0815 handwerker verdienst du natürlich nichts.

es kommt auch immer ein wenig auf die sichtweise darauf an und wie man sich anstellt.
grundsätzlich gibt es aber "noch" sehr gute betriebe die wirklich gute handwerker anstellen und dementsprechend bezahlen.
spezialisierte betriebe eben. zum beispiel torsysteme oder videoüberwachung etc.

unterm strich wird das angebot an halbwegs moderat bezahlten stellen aber immer weniger und deswegen stimmt die aussage des ökonomen auch.
wenn sich auf eine stelle 1000 bewerben... da kann ich natürlich den lohn drücken. und kein unternehmer bezahlt dir mehr, als er muss.
 
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Dachte das sind alles Hochqualifizierte Fachkräfte :schief:.
Es ist länderspezifisch. Syrer sind durchschnittlich betrachtet verhältnismäßig
gut ausgebildet. Bei anderen Gruppen, wie z.B. Afghanen oder Zentralafrikanern
sieht es anders aus.

Bildungsstand ist immer etwas sehr individuelles. Es wäre ebenso vermessen
zu glauben, alle Deutschen sind gut gebildet.

ich kenne handwerker die 3.500€ im monat verdienen.
Das ist weniger als ein Anfangsgehalt als Ingenieur. Und die steigern sich
immer weiter.
 
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Das ist weniger als ein Anfangsgehalt als Ingenieur. Und die steigern sich
immer weiter.

von was träumst du nachts?

das reale anfangsgehalt eines ingenieurs liegt, wenn man sich die stellenausschreibungen ansieht bei 1600-2000€ brutto.
sofern du überhaupt die chance hast dich direkt bei einem betrieb zu bewerben. viele ingenieure werden über personal-leasing agenturen bereitgestellt. befristet.
"es erwartet sie ein spannendes projekt" :lol:

der einstiegslohn eines bekannten als architekt lag bei dem gehalt eines frisörs. friss oder stirb.

https://www.youtube.com/watch?v=IRZkYjtCOMk
"zuletzt hat die ingenieurin 60.000€ im jahr verdient. jetzt findet sie nur noch jobs um weniger als die hälfte."
 
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Hier mal ein Beispiel, was passiert wenn man eine "nichtkonforme" Meinung äußert:

Asyl: Ingbert Liebing (CDU) will "Verabschiedungskultur" - DIE WELT mobil

Ob der Kollege nun auf Stimmenfang geht oder das Ernst meint, sei mal dahingestellt. Interessant ist, welche Reaktionen seitens links kommen :D.

Die derzeitigen politischen Maßnahmen spielen aber eher rechten Parteien nur in die Hände. Das ist ja genau das, was man vehement versucht zu unterdrücken :ugly:.

Zumal ich ihn eher so verstanden habe, dass er der Meinung ist, man sollte auch mal die andere Seite der Medaille publik machen, sodass nicht der Eindruck entstehe, man würde keinen Illegalen oder Abgewiesenen abschieben.
 
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Ein Freund von mir ist Ausländeranwalt und er erzählt immer wieder aus dem Nähkästchen.
Bei hunderten von Fällen die er zeitgleich hat, gibt es grandiose Geschichten. Natürlich gibt
es hinreichend "Syrer", die kein Wort Syrisch, eine moderne Form des Aramäisch, verstehen.
Das hat große Unterschiede z.B. zum Farsi der Perser, ähhh Iraner.

Na ja, ich kenne jetzt keinen Deutschen, der kein Deutsch kann. Klar hast du teilweise Akzente, ich war mal in Bayern im Urlaub und ein Typ hat extrem bayerisch gesprochen, den hast du kaum verstanden. Er konnte den Akzent aber auch etwas abmildern, was ihn aber angestrengt hat.
Die Nachbarn meiner Eltern sprechen perfekt Plattdeutsch. Da verstehst du auch kein Wort. Natürlich können sie aber auch normal hochdeutsch reden.
Ich denke daher, dass wenn du in einem Land aufwächst, in dem überwiegend arabisch gesprochen wird, du die Sprache kannst, bzw. sie auf jeden Fall verstehst -- verstehen ist ja immer leichter als sprechen.
Ich hab nur eben in letzter Zeit in den Medien aufgespappt, dass es einige Asylsuchende gibt, die angeblich aus Syrien stammten, aber kein Wort der dort verwendeten Sprache können und das ist meiner Meinung nach schon ein Zeichen, dass das wahre Herkunftsland verschleiert wird. Wieso auch immer.

Es gibt aber auch die extrem Bemühten, die selbstständig Deutsch lernten und jede Arbeit
annehmen. Diese sehr oft Illegal im Land lebenden, die ohne staatlichen Hilfe über die Runden
kommen, findet man aber nicht in blosstellenden Reportagen, weil sie mit niemanden reden
würden. Nach ein paar Jahren im Land gibt es jetzt schon die juristischen Wege, über Härte-
fallregelungen bei anerkannt guten Deutschkenntnissen, nachgewiesenen Arbeiten und einer
eintragsloser Polizeiakte eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen.

Das ist wieder die Sache mit dem fehlenden Einwanderungsgesetz.
Man muss den Menschen die Möglichkeit geht, einen legalen Aufenthaltsstatus zu geben, ohne dass das Jahre dauert und er ständig mit Abschiebung rechnen muss.
Aber die Politik verweigert sich dessen ja und macht eine Asylpolitik, die alles daran setzt, Asyl zu verhindern.

seitens der politik plant man schon den mindestlohn von 8,50€ wieder auszuhebeln um flüchtlinge dauerhaft in jobs zu bringen.
also wie vermutet. größtenteils kanonenfutter für die wirtschaft.

Der Anteil von Analphabeten in den Herkunftsstaaten sei meist hoch, in Afghanistan etwa liege er bei mehr als 50 Prozent bei den 14- bis 29-Jährigen.
"Es steht zu befürchten, dass viele von ihnen bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro keine Beschäftigung finden, weil ihre Produktivität schlicht zu gering ist"
Die Experten rechnen damit, dass dem Staat durch den Zuzugstrom von Flüchtlingen Mehrkosten von zehn Milliarden Euro entstehen.
Um aber die Migranten fit für den Arbeitsmarkt zu machen, müsse der Staat neben Deutschkursen auch in die Berufsbildung investieren. Das werde weitere Kosten verursachen.

Ich hab gestern Anne Will noch gesehen -- gab ja Fußball :D -- und da war wurde über einen Flüchtling gesprochen, der schon etwas länger hier ist und der hatte eine Stelle als Küchenhilfe in Aussicht. Für eben die 8.50€/h Mindestlohn.
Das Amt hat die Zustimmung verweigert mit der Begründung, dass der Standard Lohnt für die Arbeit und dem Ort 12,50€/h beträgt.
Einerseits natürlich schade für den Flüchtling, der keine Arbeit bekommt, andererseits aber auch nachvollziehbar, da er das Lohnniveau absenken würde.
Ich frage mich ja, wieso der Arbeitgeber ihm nicht, genau wie alle anderen, die 12,5€/h bezahlt?
 
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das reale anfangsgehalt eines ingenieurs liegt, wenn man sich die stellenausschreibungen ansieht bei 1600-2000€ brutto.
Statistiken sagen dazu anderes. Zeitarbeitsfirmen zahlen z.T. gut und geben Dir am Anfang die Chance,
mehrere Betriebe anzuschauen. Überall gibt es freie Stellen, gute Leute werden übernommen. Gerade
mit der neuen Begrenzung der Zeitverträge auf 18 Monate werden erheblich mehr übernommen, als
vor ein paar Jahren.

Ich meine natürlich keine "Batschler" und auch bei Architekten sieht es erbärmlich aus, Es ging um
gut gebildete, also ab Master auswärts, und in ernstzunehmenden Fachrichtungen. Dann braucht man
auch keine Konkurrenzangst vor Flüchtlingen zu haben.

Jedem steht hier die Möglichkeit frei. Er muss es nur wollen und lernen. Das ist beschwerlich, aber
die freie Entscheidung, so einem das Elternhaus nicht zuviele Steine in den Weg legt.
 
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https://www.youtube.com/watch?v=IRZkYjtCOMk
"zuletzt hat die ingenieurin 60.000€ im jahr verdient. jetzt findet sie nur noch jobs um weniger als die hälfte."

Pssst! Schweig Stil, stelle nicht das große Konstrukt des "Fachkräftemangels" in Frage.
Du kannst doch nicht etwas in Frage stellen was es nicht gibt! :ugly:


Threshold schrieb:
Ich hab gestern Anne Will noch gesehen -- gab ja Fußball :D -- und da war wurde über einen Flüchtling gesprochen, der schon etwas länger hier ist und der hatte eine Stelle als Küchenhilfe in Aussicht. Für eben die 8.50€/h Mindestlohn.
Das Amt hat die Zustimmung verweigert mit der Begründung, dass der Standard Lohnt für die Arbeit und dem Ort 12,50€/h beträgt.
Einerseits natürlich schade für den Flüchtling, der keine Arbeit bekommt, andererseits aber auch nachvollziehbar, da er das Lohnniveau absenken würde.
Ich frage mich ja, wieso der Arbeitgeber ihm nicht, genau wie alle anderen, die 12,5€/h bezahlt?

Weil man versucht die Löhne zu drücken, auf den einen Fall wo das Amt mal sein Veto einlegt gibt es sicher genügend Fälle wo es einfach, mangels Kapazität es zu prüfen, durchgewunken wird, darum macht man solche Maschen in der Regel. ;)
 
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seitens der politik plant man schon den mindestlohn von 8,50€ wieder auszuhebeln um ...

Weite Teile der Regierung versuchen den Mindestlohne auszuhebeln, seitdem er das erste mal vorgeschlagen wurde. Da braucht es kein "um".


die hochqualifizierten fachkräfte findet man auch schon am arbeiterstrich.
arbeitskraft wird zukünftig billig wie dreck. sagte ein ökonom auf der uni :).

"wird"? Auf Seiten der Arbeitnehmer/Sklaven ist Arbeitskraft schon heute billig wie Dreck. Und mit Qualifikation hat das nur bedingt etwas zu tun. Der Spezialisierungsgrad ist heute in vielen Bereichen so hoch, dass auch hochqualifizierte Leute viel Glück brauchen, um überhaupt eine Stellenausschreibung zu finden, für die ihre Qualifikation was wert ist. Gibt genug Akademiker, die zumindest vorrübergehend HartzIV beziehen - und auch nur deswegen wieder einen Job finden, weil sie meist in der Lage sind, sich in neue Dinge reinzudenken. Aber nicht, weil ihre Bildung irgendetwas zum Job beiträgt.
 
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Der Spezialisierungsgrad ist heute in vielen Bereichen so hoch, dass auch hochqualifizierte Leute viel Glück brauchen, um überhaupt eine Stellenausschreibung zu finden, für die ihre Qualifikation was wert ist. Gibt genug Akademiker, die zumindest vorrübergehend HartzIV beziehen - und auch nur deswegen wieder einen Job finden, weil sie meist in der Lage sind, sich in neue Dinge reinzudenken. Aber nicht, weil ihre Bildung irgendetwas zum Job beiträgt.


Stellenausschreibung:
"Wir suchen einen Ingenieur der sich auf die Konstruktion von Hinterrädern spezialisiert hat, besonders auf das Rad hinten links und in diesem Bereich mindestens 5 Jahre Erfahrung hat." :D

Und dann wundern, dass kein geigneter Kandidat gefunden wird. :ugly:


Ich hoffe du hast mittlerweile einen guten Job in der Biologiebranche gefunden. :daumen:
 
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Gibt genug Akademiker, die zumindest vorrübergehend HartzIV beziehen - und auch nur deswegen wieder einen Job finden, weil sie meist in der Lage sind, sich in neue Dinge reinzudenken. Aber nicht, weil ihre Bildung irgendetwas zum Job beiträgt.
Ähhhhh, der wesentliche Teil eines Studiums ist es doch, selbstständig zu lernen, jede Aufgabe zu lösen. Das differenziert ein Studium gegenüber Ausbildungen. Darum ist der Unterschied zwischen Fachhochschulen und Universitäten auch immer wieder erkennbar. Heute, mit den unerträglich verschultem Bätschla- und Mastersystem wird leider viel zerstört, was früher Universitäre Bildung ausmachte.

Warten wir es ab, wie sich die Flüchtlingssituation verändern wird. Ich halte unterschiedliche Wege, von Mauern bis hin zu weitestgehend geöffneten Grenzen, für möglich. In den nächsten Wochen wird viel passieren. Im Idealfall gibt es einen Schulterschluss von Amis und Russen und zusammen mit der EU einen kurzen und schnellen Prozess gegen den IS, der von der arabischen Welt mitgetragen wird. Es wird aber vermutlich ganz anders kommen, was die Flüchtlingsströme tendenziell erhöhen wird. Das Machtvakuum ist in der Region so riesig, dass der Kuchen an jede Partei fallen könnte. Ich setze auf die Kurden, dass sie die Region langsam befrieden.
 
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@woohoo
Und natürlich ansonsten auch schon mindestens 10 Jahre Berufserfahrung haben,keinesfalls über 40 aber Familienplanung abgeschlossen. Genauer gesagt, möglichst keine Kinder.

@Treshold
Wenn man sich mal so manche Kommentare unter YouTube-Videos oder Bewertungen zu Apps anschaut, könnte man schon denken,dass verdammt viele Deutsche unsere Sprache nur grob beherrschen.

@interessierterUser
Auch wenn ich mit Dir in diesem Thread häufig einer Meinung bin,aber Zeitarbeitsfirmen finde ich ganz übel.
Klar ist es manchmal eine Möglichkeit, überhaupt erstmal einen Fuss in Die Tür eines Unternehmens zu bekommen, aber bei Stellen mit eher geringeren Anforderung an die Qualifikation (Produktion, Montage, Bandarbeit) wird das doch eher aus.genutzt, um nicht die hohen Löhne des Stammpersonals zahlen zu müssen und nicht, um kurzfristige Spitzen abzudecken.
Ähnlich wie bei eigenen Subunternehmen und Werksverträgen.
Daran sind die Gewerkschaften mit ihren in der Vergangenheit teilweise überzogenen Forderungen auch nicht unschuldig. IG Metall vorne weg.
2500-3000 Euro netto und mehr, 35 Tage Urlaub, Betriebsrente usw sind für einen Hauptschüler ohne Berufsausbildung natürlich super, aber ist auch klar, dass das nicht immer so weitergehen kann, wenn Unternehmen international wettbewerbsfähig bleiben wollen.

Da werden nur selten Leute übernommen, da leicht austauschbar, falls das nicht sowieso untersagt ist.
Für die Beschäftigten ist das oft totaler Mist.
Wie soll sich jemand etwas aufbauen, wenn man nicht weiß, wo man einige Zeit später unterkommen kann.
Selbst in Religionen mit viel Industrie sind die Unternehmen in der näheren Umgebung irgendwann abgegrast.

Ich finde das keine schöne Entwicklung, genauso die Sache mit Minijobs.
Klar hat hier im Prinzip jeder die Möglichkeit Karriere zu machen und sich weiterbilden (jedenfalls in der Theorie, die Statistiken über Chancengleichheit je nach sozialer Herkunft usw kennst Du sicher)
Aber nicht jeder ist für eine Führungskraft geschaffen, außerdem braucht man nicht nur Häuptlingep sondern auch Indianer.
 
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Auch wenn ich mit Dir in diesem Thread häufig einer Meinung bin,aber Zeitarbeitsfirmen finde ich ganz übel....
Wir sind auch diesmal dicht beisammen, du musst nur genau lesen, was ich geschrieben habe. Ich habe es bewusst auf höhere Qualifikationen gemünzt. Was am unteren Gehaltsende passiert, ist eine Ungerechtigkeit sondergleichen, bezogen auf die Angestellten. Für Firmen sind allerdings der extrem schwankende Markt und die minimalen Margen ein Problem. Es hilft niemandem etwas, wenn eine Firma beste Sozialleistungen bieten und dann Pleite geht. Es ist zweischneidig. Trotzdem erhöht das System Ungleichheit und produziert Unfrieden. Das rächt sich auf Dauer.

Höher Qualifizierte sollten es als Chance sehen. Ich habe das Spielchen einmal für sechs Jahre mit gemacht und mir über je zwei Jahre drei Firmen angeschaut. Was nützt Dir die beste Firma, mit bestem Betriebsklima und angenehmer Arbeit, wenn sie quasi pleite ist? Das weiss man aber erst, wenn man quasi intern dazu gehört. Hätte man einen Arbeitsvertrag unterschrieben, sieht es gar nicht gut aus, sich nach kurzer Zeit wieder wo anders zu bewerben. Die zweite Firma wäre ideal gewesen und bot mir mehrere Stellen zur Auswahl an, wurde aber parallel von einer typischen amerikanischen Krake aufgekauft. Da habe ich Prinzipien. Also wieder Glück gehabt. Der Lebenslauf bleibt fehlerfrei. Die dritte Firma war nicht ideal, aber zumindest stabil und gut aufgestellt.

Viele vergessen, dass es für Firmen teurer ist, Leiharbeiter einzustellen, als feste Mitarbeiter. Es geht um den Stundensatz, den die Leiharbeitsfirma bekommt. Den kennen die meisten Angestellten nicht. Einfach mal bei der Firma, in der man eingesetzt ist, nachfragen. Auch die wissen gerne, was man bekommt, um die Seriösität des Dienstleisters zu beurteilen. Im unteren Bereich gibt es z.T. 100% Aufschlag, im oberen Bereich oft nur 20%.

Wo kommen jetzt die Flüchtlinge ins Spiel. Wir stehen im mörderischen internationalen Vergleich und jeder Cent wird bewertet. Auslagerungen sind gang und gäbe und Bezeichnungen wie Best Cost Country sind nichts anderes als ein Maß für optimale Ausbeutung. Ein zweiter Billig-Arbeitsmarkt kann aber hier und da weitere Auslagerung verhindern. Es mag zynisch klingen, aber die auf diesem zweiten Arbeitsmarkt Ausgebeuteten bekommen hier immer noch mehr, als sie z.B. in der Ukraine im neu zu errichtenden Werk an Reallohn bekommen würden. Bei uns bleiben dann Produktionen erhalten, die es der Entwicklung erheblich einfacher machen, als ständig in die zweite Welt zur Inspektion zu fliegen.

Problem an der Sache ist nur, dass Deutschland eine der letzten Volkswirtschaften ist, in der es noch so gerade funktioniert. Alle anderen zerbrechen vermutlich. Die Zinsen sind überall fast auf Null, der Spielraum des Kapitalismus ist ebenso bei null und das nächste kleine Husten lässt das Kartenhaus zusammenfallen. China mag zwar noch gutes Wachstum auf dem Papier haben, Umweltzerstörung, Infrastrukturmängeln und ineffiziente Verwaltung bremsen aber so extrem, dass sich auch hier, zusammen mit dem möglichen Platzen der einen oder anderen Blase, eine klare Wende erkennen lässt. Japan ist tot, völlig überaltert, überschuldet und rohstofffrei. Mit Abschaltung der Kernkraftwerke war das Kapitel Japan erledigt. Das siecht jetzt vor sich hin, die Konkurrenz China, Korea, Taiwan, Vietnam vor der Tür. Dazu drohen militärische Konflikte, China sucht den Konflikt. Die USA sind ebenso völlig an Boden, der Dollar eigentlich nur noch ein Stück Papier ohne realen Gegenwert. England ist ohne Industie, Frankreich macht alles falsch und Russland wird gerade von allen Seiten kaputt gespielt. Die Bric-Staaten schwächeln auch auf ganzer Line.

Wir haben mit den Flüchtlingen jetzt ein paar Möglichkeiten. Wir machen die Grenzen dicht und haben nur noch Konfliktstaaten um uns herum. Weissrussland hat gar nichts, die Ukraine ist Kriegsgebiet, die Türkei zerreibt sich wie immer in der Geschichte, weil sie sich alle Nachbarn zum Feind macht, der Nahe Osten ist völlig verfallen, auf Ägypten setze ich noch, aber das steht auf Messers Schneide, Libyen ist bekannt verfallen, Tunesien ist noch ein Lichtblick, aber mit hohem IS-Risiko, Algerien und Marokko einfach nur unbedeutend. Um die gesamte EU ist ein Konfliktgürtel und innerhalb der EU zerfällt auch viel, Griechenland, Portugal, Italien.

Wenn wir es aber schaffen, den Absatzmarkt nicht in fremden Ländern zu suchen, weil es gibt kaum noch neue Märkte, sondern einfach die Einwohnerzahl der EU erhöhen, und selbst 5 Millionen Flüchtlinge wären nur 1% unserer Bevölkerung, dann kann das eine Option sein, um wieder für ein paar Jahre Stabilität zu bekommen. Die EU kann daran wachsen, stärker werden, wieder Industrie aufbauen und unabhängiger werden. Und parallel langsam die Konflikte in den Nachbarstaaten lösen. Als Vision sehe ich eine EU, die Nordafrika und den nahen Osten mit integriert, z.B. im Gebiet des alten römischen Reiches. Die Kultur ist da und wir müssen positiv und integrativ vorleben.

Das kann fürchterlich nach hinten los gehen, und wir können uns die gesamten Konflikte der Nachbarstaaten ins Land holen und wir können den Zerfall der EU beschleunigen. Aber ich hoffe und denke, wenn wir die nächsten zwanzig Jahre stabil bleiben, dass diese Zeit ausreichen kann, um die Nachbarn zu befrieden und dann mit den bis dahin gut gebildeten Flüchtlingen, die zurück gehen und die alte Heimat aufbauen und demokratisieren, eine neue Ära einleiten. Dann auf Basis regenerativer Energien, die uns das erste Mal in der Geschichte vom Kapitalismus entkoppeln können, weil jeder mit eigener Energie und 3D-Drucker alles im Überfluss hat und wir beginnen können, eine Gesellschaft auf Kooperation und aufbauendem Wissen, denn auf materiellem Gewinn zu errichten. In zwanzig Jahren ist die Technik so weit, mit Computern, der Leistungsfähigkeit eines Hundegehirns.

Die Zeitarbeit, um den Bogen nach einem kleinen fiktivem Rundumschlag zurück zu finden, ist genau das Instrument, um die Flüchtlinge hier und heute in den Arbeitsmarkt zu bringen. Keine Firma würde Flüchtlinge in nennenswerter Zahl einstellen. Die picken sich ein paar Rosinen raus.Genau das ist der erste Schritt zur Stabilisierung. Arbeit für die Flüchtlinge und nicht Ausgrenzung, Asylverfahren und Abschiebung. Problematisch ist dabei nur, den richtigen Kompromiss an Zustrom zu finden. Ich halte Europaweit irgendwas um 500.000 Flüchtlinge pro Jahr als Einwanderer für sinnvoll.
 
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Ähhhhh, der wesentliche Teil eines Studiums ist es doch, selbstständig zu lernen, jede Aufgabe zu lösen. Das differenziert ein Studium gegenüber Ausbildungen. Darum ist der Unterschied zwischen Fachhochschulen und Universitäten auch immer wieder erkennbar. Heute, mit den unerträglich verschultem Bätschla- und Mastersystem wird leider viel zerstört, was früher Universitäre Bildung ausmachte.

Na na na, ich hab schon eine Menge Studierte kennen gelernt, die keinen Plan hatten. Erzähl mir also nicht, dass ein Studium einen erkennbaren Unterschied macht. ;)
Wie überall muss sich auch ein Studierter weiter bilden und sich anpassen, erst dann wird er auch wertvoll sein. Das gleiche gilt aber auch für einen Elektriker oder Maschinenschlosser.

@Treshold
Wenn man sich mal so manche Kommentare unter YouTube-Videos oder Bewertungen zu Apps anschaut, könnte man schon denken,dass verdammt viele Deutsche unsere Sprache nur grob beherrschen.

Die sind für mich jetzt auch nicht wirklich der Maßstab für den Bildungsgrad in Deutschland.
 
AW: Die gegenwärtige Flüchtlings- und Asylproblematik

Die Pisa-Studien im internationalen Vergleich hoffentlich auch nicht. ;)

Nein, keine Sorge. Ich habe ja zwei Schulpflichtige Kinder und weiß daher, was teilweise für einen Unsinn gelehrt wird, nur damit man bei der Pisa Studie gut abschneidet.
Echt erschreckend, dass nur noch solche Zahlen wichtig sind anstatt mal zu schauen, was für das Leben und den beruflichen Weg wichtig sind.

War auch nicht ernst gemeint. Trotzdem ist das aber echt übel. Wäre es nicht so traurig, könnte man darüber lachen.

Ich erwarte auch nicht perfekte Ausdrucksweise oder gut sitzende Grammatik, aber ich erwarte, um wieder zum Thema zurück zu kommen, dass man die Sprache lernt, wenn man hier ist, bzw. hier Schutz sucht, bleiben möchte, Arbeit sucht, eben sowas.
Die Sprache ist das wichtigste, nur wenn ich die Sprache kann, kann ich auch am sozialen Leben einer Gemeinschaft teilnehmen und kriege auch was über die Lebensweise der Bevölkerung mit.
Ich erwarte von den Sylanten/Flüchtlingen, dass sie sich da bemühen und ich erwarte vom Staat, dass er genügend Angebote bereitstellt.
 
AW: Die gegenwärtige Flüchtlings- und Asylproblematik

Massenschlägerei unter Flüchtlingen, Merkel rutscht extrem ab in Umfragen, massiv gestiegene Meinungen der Deutschen, dass das alles nix taugt. Wer hätte das alles gedacht. Langsam scheint ja auch der Rest aufzuwachen, wird auch Zeit. [emoji4]
 
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