AW: Die gegenwärtige Flüchtlings- und Asylproblematik
Also ist Europa schuld, das es den Leuten in Afrika nicht ganz so toll geht, richtig?
Irgendwie kollidiert hier deine Aussage mit meiner Logik. Vielleicht kapier ich es auch nur nicht oder ich bin dumm.
wieso?
Guck dir doch an, wo die Subventionen in der Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie hinfließen.
Das geht zum größten Teil an Großkonzerne. Und dass in Europa Millionen Tonnen an Lebensmitteln zuviel produziert werden und eine Menge weggeworfen wird, ist auch nichts neues.
Was machen die Unternehmen also? Sie verschiffen die Überproduktion nach Afrika und werfen sie dort auf den Markt und vernichten dadurch Arbeitsplätze in der heimischen Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie,
Von der Fischerei vor Afrikas Küste rede ich nicht mal.
Das ist alles hausgemacht.
Jedes Jahr wächst Afrika um 30 Millionen Menschen. Die wollen alle Jobs haben, Wohnungen, Sicherheit.
Wo kriegen sie das denn? In Afrika?
Sicher nicht. Die sehen Europa und sagen sich, dass sie das auch haben wollen. Wer entscheidet denn, wer im Wohlstand leben darf und wer nicht?
Und es sollte klar sein, dass der Wohlstand der einen immer zu Lasten anderer geht. Das war schon immer so, ist so und wird immer so sein.
Nehmen wir mal an, Europa hoert auf mit billigen Lebensmitteln (sofern das ueberhaupt so stimmt, wieviel sind es eigentlich?) Afrika zu fluten.
Was passiert dann genau? Die Leute dort muessten dann einheimisches Zeugs kaufen, welches aber ja ungleich teurer ist, da ja laut Aussage die Einheimischen Produzenten/Bauern/Whatever ja nicht mit den billigen europaeischen Produkten konkurrieren koennen.
Ist es nicht so, das dann eigentlich nur die Lebensmittelindustrie dort der Gewinner ist, aber die breite Masse eigentlich der Verlierer? Haben die nicht eh generell wenig Geld? Koennen sie sich dann die Nahrung noch leisten?
Wieso ist nicht auch das Rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen mit schuld die Nahrungsmittel sogar kostenlos dorthinbringen?
Die einheimische Industrie würde wieder auf die Beine kommen. Jobs würden entstehen, Das Einkommen würde steigen, die Leute könnten sich mehr leisten.
Die Abhängigkeit würde verringert werden.
Man muss die Menschen dort nicht mit Hilfsgütern belieferen oder den Dreck bei ihnen abladen, sondern dafür sorgen, dass die Diktaturen verschwinden und dass die Menschen an einem Strang ziehen.
Afrika ist reich an Bodenschätzen, aber die Bevölkerung hat davon nichts. Die Gewinne stecken sich die Konzerne und die Diktatoren ein. Und solange die EU oder wer auch immer, die Konzerne dabei unterstützt, wird sich nichts ändern.
btw die amerikanische Destabilisierungspolitik ist also egal? Es ist egal das die USA die IS unterstuetzt haben? Es ist auch egal das ein funktionierendes Land wie Lybien in ein Chaos gestuerzt wurde?
Es ist auch total wurscht was China hier veranstaltet? Aber Europa ist mit ihrer Agrarpolitik schuld?
Ich hab damit ausdrücken wollen, dass es egal ist, ob du die USA oder China oder Russland kritisierst. Du kannst ebenso die EU kritisieren.
Nur muss mal jemand anfangen und seine Wirtschaftspolitik ändern.
Nur will das niemand. Die USA nicht, Europa nicht, Russland und China genauso wenig.
Und solange sich in dem Bereich nichts ändert, wirst du jedes Jahr mehr Flüchtlinge haben. In 20 Jahren werden es 50 Millionen pro Jahr sein oder mehr -- das ist abhängig vom Klimawandel, denn Klimamigration wird die Zukunft sein, die wird die Armutsmigration ablösen.
Mittlerweilen sind das keine Fluechtlinge mehr, sondern Invasoren und Verbrecher.
Wenn ich schikaniert werde, wehre ich mich.