war keine unterstellung, war nur ne frage

Wenn linke Organisationen, zu denen nun auch mal die RAF gehört, nichts gewalttätiges gemacht hat, dann wunder ich mich über das verhalten der RAF
Die Aussage war nie "nichts gewaltätiges", sie lautete nur "keine Weltkriege", zwischen beidem gibt es einige Zwischenstufen und terroristische Aktivitäten gab es von linker Seite genauso, wie handfeste Bürgerkriege. Nur: Zwischenstaatliche Kriege sind eher die Ausnahme (man könnte einiger Stellvertrerkriege zwischen UdSSR und USA zählen, nur ist da weder klar, wer wen zum Krieg gedrängt hat noch, ob die UdSSR überhaupt die Bezeichnung links verdeint), was auch in der Natur der Sache liegt. Linksextremistische Strömungen tendieren entweder zum Anarchismus, der mangels großräumiger Organisation gar nicht einen großen Krieg hervorbringen kann, oder zum Kommunismus, dies bislang aber nur in Kombination mit Anti-Imperialismus und somit einer Ablehnung von Eroberungen.
Rechtsextremismus dagegen geht i.d.R. mit stark hierarchischen Systemen, volksweiter Organisation und dem Bestreben, andere Völker zu unterdrücken einher. Also die perfekten Vorraussetzung für militärische Übergriffe von einem Staat auf den anderen.
Ich kann überhaupt nicht verstehen das "Rechts" immer mit 2. WK und NS-Verbrechen etc in Verbindung gebracht wird. Diese Verbrechen haben doch nichts mit "Rechter Politik" etc zu tun.
Das lag an einem Machtverliebten und ein gutes Stück wahnsinnigen Politiker namens Hitler, der dem ganzen seine eigene Ideologie aufgedrückt hat.
Dieser Wahnsinnige mag der Auslöser gewesen sein, aber ohne ein Grundpotential hätte er nichts ausrichten können. Und -s.o.- die Konzentration auf eine eng definierten Gruppe und Sicherung von Vorteilen für diese ist typisch rechts, bei Steigerung zum Rechtsextremismus werden daraus dann gezielte Aktionen gegen andere Gruppierungen. Der Unterschied ist zwar markant und rechte Politik und rechtsextreme Politik liegen auf unterschiedlichen Seiten der von Menschrechten,... vorgegebenen Grenzen, aber das Auftreten Recht(sextrem)er ist meist weniger klar. Es gibt genug Rechtsextreme, die ihren Extremismus verstecken und somit vordergründig als nicht-extreme Rechte auftreten und es gibt genug nicht-extreme Rechte, die es nicht für nötig halten, sich vom Extremismus zu distanzieren.
Deswegen muss man auch bei "rechts" wachsam sein und wenn eine Partei z.B. Holocaustleugner in ihren höchsten Reihen akzeptiert, dann brauch sie sich nicht zu wundern, wenn sie aufgrund mangelnder Abgrenzung zu extremen Gruppen geächtet wird.
Die Republikaner in den USA sind auch eine Partei mit rechtsgerichteter Politik... Über die regt sich keiner auf, jedenfalls nicht in solchen zusammenhängen.
Die Grenze zwischen links und rechts verläuft nicht zwischen US-Republikanern und -Demokraten. In den deutschen Medien wird das gern vereinfacht dargestellt, aber die tatsächliche politische Lage ist weitaus komplizierter. Die Demokraten vertreten eine ganze Reihe von Ansichten, die bei uns mindestens konservativ wären, wärend die Republikaner z.B. viel zu viel liberale Elemten beinhalten, um als "rechts" durchgehen zu können.
Kritisiert werden im übrigen beide, nur der Bezug zu Nazis bleibt ihnen erspart.
Was aber auch kein Wunder ist, denn so weit rechts sind keine von beiden und historische Verknüpfungen sind auch eher wage.
Irgendwo sollte jeder Politiker das Wohl der eigenen Nation an erster Stelle sehen. In jedem Land. Was ist daran so verwerflich?!
Nichts. Die Frage ist, wie der Politiker "Nation" definiert und wie groß der Abstand ist. Eine Definition, die einen ganze Reihe von Nationalbürgern zu Menschen zweiter Klasse degradiert, kann durchaus als verwerflich bezeichnet werden.
Ich denke, zu jeder Persönlichkeit findet sich ein positives "hat er auch gesagt". Hitler hat z.B. viel zu Infrastrukturmaßnahmen gesagt, Stalin zur Rolle der Frau (jedenfalls für seine Zeit) und Mao vielleicht zur Landwirtschaft.
Vollkommen zurecht betrachtet man aber auch andere Aussagen und kommt zu dem Schluss, dass sie schwerer wiegen.
Wie schonmal gesagt, es gibt für so ziemlich alle seiner Thesen einen wissenschaftlichen Hintergrund!
Hast du das überprüft?
Ich ehrlich gesagt nicht, aber wenn schon ein Springerblatt zu solchen Fragen kommt:
"WELT ONLINE: Ihre Zahlen decken sich aber nicht mit den offiziellen Zahlen."(bezogen auf Zuwanderung)
"WELT ONLINE: Sie sind aber nicht genau mit Quellen umgegangen. Zum Beispiel berufen Sie sich auch einmal auf einen Artikel der Berliner Morgenpost über Gewalt gegen Polizisten im Wedding vom Dezember 2009. Fußnote 91, Seite 298. Da steht aber nirgendwo, so, wie Sie es darstellen, dass die Gewalttaten in diesem Stadtteil „fast ausschließlich“ aus der Gruppe der Migranten kommen. Auch heißt es im Text, die Hälfte der 82.000 Menschen habe einen Migrationshintergrund. Bei Ihnen wird daraus ein „türkischer und arabischer Migrationshintergrund“."
"WELT ONLINE: Im Artikel steht nicht, dass Gewalt fast ausschließlich von Türken und Arabern ausgeht. Da wird auch Gewalt von Linksextremen und deutschen Alkoholikern geschildert."
"WELT ONLINE: Das ist auch nicht ganz korrekt. Die 1000 registrierten Mehrfachtäter sind nicht alle türkisch oder arabisch."
dann werd ich misstrauisch. Fanators Hinweise weiter oben gehen in die gleiche Richtung.
Ich habe ja keine Ahnung, was Du so machst, und es geht mich auch nichts an, aber den einigermaßen selbständig denkenden Menschen zeichnet es durchaus aus, daß er nicht jede Definition oder Regel akzeptiert, ohne sie zu hinterfragen.
Wenn es um reine Begrifflichkeiten im Rahmen der Kommunikation geht, bleibt es aber nicht einem einzelnen überlassen, die Definitionen festzulegen. Und ganz offensichtlich gibt es eine überwältigende Mehrheit von Menschen, die Sarrazins Wortwahl als rassistisch einstufen. Das du lieber einen abweichenden, schöneren Ausdruck verwenden möchtest, ist der Verständlichkeit abträglich.
Na, wenn die Herren hier mal nicht lupenreinen Rassismus betreiben...
Genaugenommen betreiben die Leute Ahnenforschung und Verwandtschaftsanalyse. Sie sprechen weder Juden und schon gar nicht Basken ein spezifisches Gen zu. Wenn man beim wissenschaftlichen bleiben will, dann impliziert Sarrazins Einteilung nach spezifischen Genen außdrücklich verschiedene Eigenschaften des Menschens, wärend die in der Studie untersuchten SNPs sehr wohl auch außerhalb von Genen oder in inaktiven Abschnitten vorkommen können oder keine Veränderung in der Funktion des Gens hervorrufen.