Kingdom Come: Deliverance, mit Durchgang Nummer 3, seit Release(2018).
Soll ich sagen, KCD macht einfach als Open World Titel sehr viel von dem richtig, was meiner persönlichen Meinung nach sonst in der Branche, in Open World Titeln, grundlegend verkehrt läuft:
Es spamt dich nicht mit kämpfen / Gegnern zu, weil es das A für Action, in ARPG, völlig "überinterprätiert".
Es nervt dich als Spieler nicht permanent damit dich alle 5m mit Markern zuzutexten und andauernd an die Hand zu nehmen, weil man meint der Spieler könnte sich ansonsten auf dem Weg vom Händler zum 10m entfernten Questgeber verlaufen.
Es nutzt seine Spielwelt auch konstant und ohne es zu übertreiben als Teil des Gameplays und nicht nur als reine Kulisse.
Es spamt dich nicht in einer Tour mit Sammelkrempel zu, welches es als Content verkaufen will (siehe Ubisoft Games).
Es erzählt zwar weder eine übermäßig "inovative Geschichte", noch eine "extrem epochale", aber eine in die man sich als Spieler dafür auch gut reinversetzen kann und das bei recht schöner Präsentation und ordentlichen Spannungsbogen.
Es ist einmal zur Abwechslung ein Spiel das ohne Fantasy auskommt und es aber trotzdem schafft nicht langweilig zu sein und genug Abwechslung reinzubringen.
Es findet eine vernünftige Mitte zwischen dem Anreiz die Spiewelt zu erkunden / entdecken und dafür belohnt zu werden und Story / Quests zu folgen.
Es treibt den Spieler nicht wie ein hyperaktives Frettchen durch die Spielwelt und bombt ihn alle 2min mit "Spielinhalten" zu, sondern hat einen ehr gemächlichen "flow" (etwas das ich damals auch an Gothic 1 geschätzt habe).
Es nutzt ein "learning by doing" System zum leveln (ehnlich Bethesda Titeln, aber ohne diesen übertrieben kleinteiligen progress).
Das Kampfsystem ist "easy to learn, but hard to master it".
Es hat Mittelalter als Setting und es sieht (gerade bzgl. Vegetation), dank Cryengine, wirklich stimmig aus.
Wie ja schon eingangs geschrieben, es macht eine Menge richtig, soll aber sicher nicht bedeuten das es nicht auch seine Schwachpunkte hat, ob dahingehend das viele Perks und Tränke, welche temporäre Boni auf Attribute geben, wegen dem Hardcap (außerhalb des Hardmode) nutzlos werden, sobald man sie ausgelevelt hat, oder in Kämpfen der autolock auf Gegner massiv nervt, welcher zwar per Tastendruck gewechselt werden kann, sich aber dabei sehr zäh anfühlt, da er einen zu starken Widerstand besitzt.
Trotzdem sind das am Ende doch wieder mehr Kleinigkeiten, die kaum den Spielspaß stören.