Der Militärthread

Nun gegen Ende des Krieges war eine ganze Armee kaum mehr als eine Division, von der reinen Stärke her.
Aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Wehrmacht eine ganz andere Führungskultur als die RA hatte
und ich glaube darauf spielst du auch zum Teil an.
 
Aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Wehrmacht eine ganz andere Führungskultur als die RA hatte
und ich glaube darauf spielst du auch zum Teil an.
Ja auch!
Aber ich meine damit auch die Hierachien und die Befehlsstruktur der Einheiten.

M.A. nach war die Rote Armee im Unteroffizierkorps hundertfach unterlegen zur Wehrmacht, denn ein Feldwebel der Wehrmacht war in der Lage einen Zug und selbst eine Kompanie zu führen, wie sich zum Ende des Krieges herausgestellt hat. Auch beim Offizierkorps vom Leutnant bis zum Major, war die Wehrmacht haushoch überlegen, das konnten die Russen nie aufholen, deshalb kassierten sie auch noch 1945 bei günstigen Voraussetzungen der Wehrmacht richtige Klatschen, weil sie diesen "taktischen Level" der Wehrmacht nicht erreichen und auch nicht mit Manschafts- und Materialüberlegenheit ab einem gewissen Punkt kompensieren konnten.

Von den ganzen Obergefreiten (Wehrmacht) des Russlandfelfzuges, die auf Zugebene wahre Wunderdinge vollbrachten, will ich gar nicht anfangen.
 
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Man hat praktisch seit der Reichswehr immer eine Stufe höher ausgebildet als notwendig.
Macht man auch heute noch, HptFw die Züge führen sind absolut üblich.
Die Offizierausbildung selbst behauptet von sich auf die Führung auf Btl Ebene vorzubereiten.
Also jedenfalls beim Heer.
 
Man hat praktisch seit der Reichswehr immer eine Stufe höher ausgebildet als notwendig.
Macht man auch heute noch, HptFw die Züge führen sind absolut üblich.
Laut Dokumenten der Westgruppe der UdSSR, hatten die einen heiden Respekt vor den Unteroffizieren der Bundeswehr (Unteroffizierskorps), sie sahen gerade darin einen entscheidenden Vorteil der Bundeswehr, wenn es konventionell hart auf hart gekommen wäre. Die Dolkumente die ich übersetzt lesen konnte, stammten aus den Mitte der 70er bis Anfang der 80er Jahre.
 
Wer gleitet durch den Wald bei Nacht und Wind? Es ist der Panzergrenni mit seinem Spind. Er hält ihn fest, er hält ihn warm, es war wohl wieder achtalarm!
Haha die Steine in der Natur unsere "Er ist kein Mensch, er ist kein Tier, er ist ein Panzergrenadier"
I war beim Baras (da wurde einem noch beigebracht wie man das Messer lautlos und richtig in nen Ostler steckt, so 6 Jahr bei den 254er Glück Abs bis ca '94 in claw jetziges KSK. War ne supertolle Zeit.
Treue um Treue
aber darf man ja nimmer so sagen ts ts ts
aber was ich noch hab is meine alte Gretel 3 wobei i sagen muss die OA AR-10 hats mir angetan in .308
Aber wird hier auch immef schlimmer das waffenrecht, sogar als Reservist hat man scho ärger mitm Amt aber was i noch gern hätte wär n westentschenpanzerl (wiesel), man hab ich die teile geliebt Autoscooter mit kette
 
M.A. nach war die Rote Armee im Unteroffizierkorps hundertfach unterlegen zur Wehrmacht, denn ein Feldwebel der Wehrmacht war in der Lage einen Zug und selbst eine Kompanie zu führen, wie sich zum Ende des Krieges herausgestellt hat.
Nicht nur bei der Wehrmacht, sondern auch heute: Kompaniefeldwebel.

Wegen der Schulterschnur oder Kordel hatten wir unseren "Spieß" damals immer "Kordula" genannt.:lol:
Zu meiner Bundeswehrzeit, hing übrigens beim Kompaniechef, ein Bild von Volker Rühe im Zimmer.
 
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Zu meiner Bundeswehrzeit, hing übrigens beim Kompaniechef, ein Bild von Volker Rühe im Zimmer.
Aha, du warst in den 90er beim Bund.
Das war ich auch. Direkt nach dem Mauerfall. Da hatten wir dann die ersten Ossis bei uns in der Kaserne gehabt.
Und die sagten -- na, mit dem Schrott hättet ihr aber keine Chance gehabt. :lol:
 
Aha, du warst in den 90er beim Bund.
Ja von 1994-95.:)
Das war ich auch. Direkt nach dem Mauerfall. Da hatten wir dann die ersten Ossis bei uns in der Kaserne gehabt.
Und die sagten -- na, mit dem Schrott hättet ihr aber keine Chance gehabt. :lol:
Bei uns waren auch ein paar Ossis. Und Rußlanddeutsche. Die haben nur *** gebaut.:lol:
Die hatten von den Vorgesetzen die Autos aufgeknackt und Autoradios rausgeklaut. Feldjäger und Zivilpolizei alle da gewesen.
Alkohol war damals Standard (da hat quasi jeder gesoffen), gekifft wurde auch und naja noch ein paar andere Sachen, welche ich nicht näher erwähnen möchte.:schief:
 
Bei uns ist einer gestorben, weil der während einer Übung im auto eingeschlafen ist, wegen Übermüdung oder so. Der ist gegen den Baum gefahren und war sofort tot. Das hat mir echt Leid getan, der war erst 19. :(
 
Sowas ist natürlich sehr traurig.:(
Bei uns gab es in der Hinsicht, zum Glück, keine besonderen Vorkommnisse.
Ausser das sich mal jemand bei einer Truppenübung verletzt hat. Aber das war nichts schweres.
Beim Gelöbnis sind 3 Mann umgekippt, da hatte der Kreislauf nicht mitgespielt. Aber die hatten sich kurz danach wieder erholt.
 
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Glantz hackt geradezu darauf rum, was passiert wäre, hätte die UdSSR 1942 keine LKWs und kein Weizen plus fertige Essenrationen durch die USA erhalten, seine Schlussfolgerungen sind in der Beziehung mehr als eindeutig zu Ungunsten der Roten Armee.
Hallo Don, danke für die Ausführlichkeit. Das Problem, was ich dabei sehe, dass es sich dabei nicht um strategische/taktische Defizite handelte, wie Sparanus sie andeutete. Die Versorgung der Armee ist eine politische Angelegenheit, als Angehöriger des Militärs - egal wie weit oben - hat man allenfalls indirekten Einfluss darauf, mit welcher Zielrichtung die Industrie in Kriegszeiten produziert oder, in diesem konkreten Fall, wie der allgegenwärtige Mangel verwaltet wird. Soweit ich weiß, haben viele Kommandeure - soweit es mit ihrer persönlichen Gesundheit unter einem, ähem, sehr sprunghaft-temperamentvollen Oberkommandeur vereinbar war - dringende Ersuche an die politische Führung geschickt.
Oder kurz gesagt, das alte Leid des Soldaten: Er bäckt das Brot nicht, dass er frisst und er frisst es deshalb, weil er nicht backen darf. Und dann muss er sich noch anhören, warum er es wegfrisst und/oder warum er so lasch dasteht, wenn er nichts zu fressen hat. :D

Ich wollte mich eigentlich hier raus halten wegen der vielen Papierexperten,
aber das sagen immer nur die Sandlatscher, weil sie neidisch sind, daß sie im Gefecht laufen müssen und die Schwarzgesichter alle neben ihnen fahren und die erste Stellung ziehen müssen, damit die RPG-Träger hinterherkommen.

Da kollidieren allerdings augenblickliche Interessen.
Panzerfahrer wissen, dass ihr Heil in der Beweglichkeit zwischen ausgebauten Stellungen liegt. Von dieser Beweglichkeit müssen sie opfern, damit die Infanterie mitkommt. Andererseits hätten sie die Infanterie schon ganz gerne bei sich, wenn's hart auf hart kommt, denn die schleppt ja ihre manngestützten Panzer- und oder Luftabwehrwaffen nicht aus Jux und Tollerei mit sich herum.
Andersherum hat der Sandlatscher zwischen den Stellungen auch ganz gerne ein paar Tonnen Stahl zwischen sich und dem, was immer der böse Feind auch gerade zu schmeißen beliebt und findet es nicht gut, wenn diese davonbrausen, auch wenn es sehr gute Gründe dafür gibt.
Einig ist man sich erst wieder dann, wenn man auf die Luftwaffeln schimpft, weil diese zu spät kommen oder ihre Zeug nicht dort abwerfen, wo es nützlich wäre. Und die Luftwaffeln schimpfen, weil die Dreckrutscher die feindliche Luftabwehr nicht klariert und/oder keine ordentliche Zielaufklärung geleistet haben.

Dafür muss man allerdings nicht in einer echten Schlacht gekämpft haben. Wie tot man wäre, weil die Kooperation zwischen Teilstreitkräften oder eben Waffengattungen nicht funktioniert hat, kann man auch nach einem gescheiten Manöver auswerten. Und genau das geschieht auch, dafür macht man den Quatsch schließlich.

Bei der einen (und dafür wirklich einprägsamen) realen Gefechtssituation, die ich erlebt habe, dauerte keine fünf Minuten und es war nur Infanterie im Spiel, aber Clusterfuck ist trotzdem noch eine nette Umschreibung. Aber es hätte sich niemand beschwert, wenn eine Schweinchenlitze dabei gewesen wäre, so lange er nur seinen Hobel mitgebracht hätte. :D
 
Ja die lustigen Übungen.
Habe 2002 nem frisch überholten Los Angelas ne 31 zu 1 Klatsche im Mittelmeer verpasst - mit nem 29 Jahre altenM206a. Man waren die sauer.
2007 wollten sie nicht gegen das neue 212er üben. Waren immer noch sauer.
 
Warum bist du dann nicht zum Heer?
Lag am Bedarf. Ich war für meinen Wunsch perfekt geeignet, aber wenn man schon einen angehenden Ingenieur hat und einen starken Mangel an Ingenieuren lässt man ihn nicht auf nem Kettenfahrzeug durch die Gegend fahren.
Die Luftwaffe war halt die Möglichkeit ein Waffensystem unterm Hintern zu haben.
Beim Gelöbnis sind 3 Mann umgekippt
Passiert ständig, vorallem wenn man bei 35 Grad in der Sonne steht. Man war das schön^^
Bei der einen (und dafür wirklich einprägsamen) realen Gefechtssituation, die ich erlebt habe, dauerte keine fünf Minuten und es war nur Infanterie im Spiel, aber Clusterfuck ist trotzdem noch eine nette Umschreibung.
Wo warst du da? AFG?
Ja die lustigen Übungen.
Hallo an die Marine :)
 
Hallo Don, danke für die Ausführlichkeit. Das Problem, was ich dabei sehe, dass es sich dabei nicht um strategische/taktische Defizite handelte, wie Sparanus sie andeutete. Die Versorgung der Armee ist eine politische Angelegenheit, als Angehöriger des Militärs - egal wie weit oben - hat man allenfalls indirekten Einfluss darauf, mit welcher Zielrichtung die Industrie in Kriegszeiten produziert oder, in diesem konkreten Fall, wie der allgegenwärtige Mangel verwaltet wird.
Hallo Mahoy,

das gilt aber natürlich umgekehrt genauso für die Wehrmacht, die schon ab Winter 1941 den Mangel an Nachschub von Waffen, Munition Treibstoff und Nahrung zu spüren bekommen hat. Natürlich profitierte die Rote Armee von diesen Einschränkungen, die dieser Mangel bei der Wehrmacht verursachte.
Ich will aber gar nicht weiter nur Meinungen besprechen, sondern ein Buch zu dem Thema empfehlen, das sich sehr (militär) wissenschaftlich damit auseinandersetzt und eben zu dem Schluss kommt, dass die Wehrmacht das Maß der Dinge im WWII, was Ausbildung, Training, Taktik, Disziplin und das zusammenwirken von Waffen, war
Das Buch ist im Auftrag der US Army geschrieben worden.
 
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Lag am Bedarf. Ich war für meinen Wunsch perfekt geeignet, aber wenn man schon einen angehenden Ingenieur hat und einen starken Mangel an Ingenieuren lässt man ihn nicht auf nem Kettenfahrzeug durch die Gegend fahren.
Stimmt, die Bw ist zwar manchmal inflexibel, aber verschwendet wird auch nichts, wenn sie schon mal jemanden mit überdurchschnittlicher Vorqualifikation in die Finger bekommen, die sonst bevorzugt in die freie Wirtschaft gehen. Meine Qualifikation hätte übrigens geständigerweise auch zuerst auch eher zur Marine geführt, aber so einen hässlichen Vogel wie mich wollten sie nicht an Bord haben. ;)

Wo warst du da? AFG?
Jepp, bei einer der Gelegenheiten, bei denen unsere Jungs zur Abwechslung Unterstützung der US-Truppen leisteten. Das betraf bei Gefechtseinsätzen eigentlich nur die KSK, aber ich war halt als Techie dabei, weil es zunehmend Elektronik sichergestellt und an unsere amerikanischen Freunde zwecks Auswertung übergeben werden sollte. Würde heutzutage vermutlich jeder zweite technisch einigermaßen interessierte Soldat hinbekommen.

@Paulebaer1979
Ich war, 2001, meine ich, sehr spontan als Statist bei einem Seemanöver in der östlichen Nordsee dabei. "Verbluten" lassen habt ihr mich und arschkalt war's außerdem. :D
 
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Ich war, 2001, meine ich, sehr spontan als Statist bei einem Seemanöver in der östlichen Nordsee dabei. "Verbluten" lassen habt ihr mich und arschkalt war's außerdem. :D
Hättest halt beim freundlichen Uboot anklopfen müssen. 3x kurz, 3x lang und wieder 3x kurz. Dann hätten sie dir ein Torpedorohr aufgemacht und dich so ins Boot geholt. :D
 
In so ein Torpedorohr mit rund einem halben Meter Durchmesser passt vielleicht ihr kleinen U-Boot-Fahrer rein, aber doch nicht so ein Bär wie ich!
Um mich wär's ja nicht schade, aber das Rohr wäre dann dauerhaft verstopft und ihr hättet ein Sechstel eurer Kampfkraft eingebüßt ... :D
 
Also in einer Armee die keine Gefechte geführt hat.
Richtig.

So alle 6 Wochen haben wir aber was in Richtung Eisenach mit halber Ladung auf Holzgestelle losgelassen.
Da gab es schon genug Unfälle.

Die zerschnmetterte Mittelhand meines Nachbarladeschützen hab ich zwar nicht mehr gesehen, aber die verkrüppelte Hand nach einem Vierteljahr.
Das hat mit schon gereicht.
Mein Spieß hat gesagt, das er locker den 100m Weltrekord grbrochen hat beim Spurt zum Sani.
Dann ist er vor'm Saniwagen zusammengebrochen.

Da brauche ich keine Gefechte.
Mein Opa hatte mal ein Gefecht in Polen 1939.
Seit dem ist er tot.
Kein schöner Zustand.

Mein Wissen hab ich aus dem Studium an der OHS in Löbau mit Abschluß und zwei Jahren Truppendienst als Panzermann im Mot.-Schützenregiment.

Angegriffen hätte ich niemals ohne den Schutz der Fußtruppen und der Artillerie.
Ab und zu trifft doch mal eine PALR oder ein Hubschrauber schießt nicht mehr auf mich oder die Schönwetterkanone des BMP schaltet ein SMG oder eine HOT oder TOW aus.

Und wir wollten ja mal das Teufelzeug von der Erde verbannen.
Die Amis und die Russen sowie deren MIK dachten da aber anders nach dem kalten Krieg ... .

Da ich zu viel von der todbringenden Fracht meines Dienstwagens gesehen habe, wollte ich eigentlich nichts wieder davon Wissen.

Und das Gerede hier dreht sich nur um die Waffen oder Strategie / Taktik und nicht um die Toten und Verletzten.

Daher halte ich das ganze für überflüssig.
 
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