ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
@Poulton: Die DDR hatte wegen der Reparationen einen viel schlechteren Start als die BRD, konnte aber kurioserweise bis in die 60er relativ gut mithalten. Der folgende ""Niedergang"" lag nicht zuletzt an Misswirtschaft, aber auch an der Isolierung des Ostblocks allgemein. Es ging weiterhin aufwärts, aber im Schnitt viel langsamer, als im größeren Westen, wie das bei groß gegen klein fast immer so ist. Zumal man mehr der Errungenschaft in der Welt verteilt hat (man vergleiche z.B. den Lebensstandard Kubas, das vom Ostblock auch unterstützt wurde, mit dem z.B. Nicaraguas, das vom Westen nur ausgebeutet wurde) und der besagte "Durchschnitt" ein Raumfahrt- und Militärprogramm auf Westdurchschnitt umfasste, wofür an anderer Stelle auf der Stelle getreten wurde. Für die DDR, die ja auch noch als Land mit höchstem Lebensstandard im Osten begonnen hatte und deswegen null Priorität genoss, war das im Vergleich zur BRD, die vom Westen zum Propanga-Aushängeschild hochgepäppelt wurde, natürlich ein dramatischer Kontrast zum "anderen Deutschland".
Ja. 0,1% größer. Das hätte den kalten Krieg sicherlich massiv verändert
Guck mal auf die Karte, wie groß der Ostblock war (und der Westblock auch). Wo genau die Grenze durch Deutschland verlief, war ein absoluter Fliegenschiss. Die Situation entlang der real existierenden Grenze hat nicht deswegen so viel Aufmerksamkeit erhalten, weil sie an einer ganz besonderen Stelle lag, sondern weil beide Seiten "DIE GRENZE" hochstilisiert haben bis zum geht nicht mehr. Das hätte sie aber genauso, wenn die Grenze quer durch die Lüneburger Heide oder wenn sie quer durch die Masuren verlaufen wäre. Lokalstrategisch hatte die Kontrolle über den Nord-Ostseekanal eine minimale Bedeutung bzw. wären umgekehrt Hamburg und Bremen für den Welthandel interessant gewesen (nicht aber für die Sowjetmarine, Deutschland hat in zwei Weltkriegen bewiesen, wie grandios nutzlos Nordseehäfen sind, wenn man nicht Großbritannien heißt), aber am kalten Krieg als solches hätte sich erst was geändert, wenn Bayern dem Ostblock zugeschlagen worden wäre. Dann hättenDeutschland nämlich schon 1950 loswerden wollen die Österreicher nämlich nur noch die Grenze zu Italien gehabt - oder die Annäherung an die Staaten, sie auf den anderen 3/4 übergeben. Aber auch das hätte den weiteren Verlauf des Großkonfliktes nicht großartig beeinflusst, denn Österreich war ja sowieso zwangsweise neutral. Umgekehrt wäre das vermutlich der größte Unterschied bei einem weiteren Vormarsch der Westallierten gewesen: Wären die bis über die Oder gekommen, hätte es vielleicht Polen nie gegeben und Österreich keinen Sonderstatus erhalten. Aber auch das hätte die Lage für Moskau, Washington, Paris und London nicht massiv verändert.
Wenn es keine militärischen Ziele erreicht, ist es eine Kriegsführung. Der Begriff Terror wird heute zwar von vielen sehr lose verwendet, aber nicht von mir, und eine Nuklearwaffe in eine fremde Stadt zu schmuggeln ist Terror pur. "Asymmetrische Kriegsführung" beschreibt dagegen i.d.R. Guerillataktiken (die sich heute oft auch, genau wie klassischer Terror, gegen weiche Ziele richten) als Werkzeug gegen einen technisch überlegenen Gegner im eigenen Land. Wenn Kim beim Rückzug eine tickende Bombe in einer von den USA eroberten Stadt zurücklässt, dass wäre asymmetrische Kriegsführung. Aber man kann damit keinen Angriffskrieg in New York führen.
Das sicherlich. Aber immer in Kombination mit Mittel- und Langstreckenraketen und/oder Marschflugkörpern, idealerweise marin stationierten. Siehe Nordkorea, Iran, Israel, Pakistan,...
Aber bei keinem einzigen davon sind Kampfjets mit Atombomben ein relevantes Waffensystem.
Es hätte vermutlich deutlich weniger und vielleicht nicht einmal eine Mauer gegeben. Wäre die Blockgrenze im deutschsprachigen Raum auf eine Staatengrenze gefallen, dann hätte sie vermutlich genauso unspektakulär ausgesehen, wie überall anders auch zwischen Lübeck und Lubljana. Die Besonderheit der deutsch-deutschen Grenzschließung war maßgeblich auf Bemühungen der DDR zurückzuführen, einen Brain-Drain zu unterbinden, weil natürlich in den späten 40ern/frühen 50ern sämtliche Fachkräfte mit den Füßen gegen eine sozialistisch nivellierte Gesellschaft abgestimmt haben. Das ging aber nur deswegen so einfach, weil die deutsch-deutsche Grenze vorher komplett offen war, im geteilten Berlin ja sogar für Dinge des alltäglichen Lebens offen sein musste. Für Kids von heute vielleicht schwer vorstellbar, aber vor Schengen/bis in die 90er Jahre hinein war es vollkommen normal, dass man eine innereuropäische Grenze NICHT einfach überschreiten konnte und hätte das auch für die Blockgrenze im deutschsprachigen Raum gegolten, wäre die Lage ggf. nie derart eskaliert. Afaik gab es die meisten Toten bei illegalen Grenzübertritten auch im Bereich Berlin, obwohl die normale Grenze um Größenordnungen länger, aber mitten im Land eben auch viel leichter mit normalen Maßnahmen zu sichern war.
Das hätte in sofern den Unterschied bedeutet das die DDR größer gewesen wäre.
Und der Einflussbereich der Russen wäre größer gewesen.
Ja. 0,1% größer. Das hätte den kalten Krieg sicherlich massiv verändert

Guck mal auf die Karte, wie groß der Ostblock war (und der Westblock auch). Wo genau die Grenze durch Deutschland verlief, war ein absoluter Fliegenschiss. Die Situation entlang der real existierenden Grenze hat nicht deswegen so viel Aufmerksamkeit erhalten, weil sie an einer ganz besonderen Stelle lag, sondern weil beide Seiten "DIE GRENZE" hochstilisiert haben bis zum geht nicht mehr. Das hätte sie aber genauso, wenn die Grenze quer durch die Lüneburger Heide oder wenn sie quer durch die Masuren verlaufen wäre. Lokalstrategisch hatte die Kontrolle über den Nord-Ostseekanal eine minimale Bedeutung bzw. wären umgekehrt Hamburg und Bremen für den Welthandel interessant gewesen (nicht aber für die Sowjetmarine, Deutschland hat in zwei Weltkriegen bewiesen, wie grandios nutzlos Nordseehäfen sind, wenn man nicht Großbritannien heißt), aber am kalten Krieg als solches hätte sich erst was geändert, wenn Bayern dem Ostblock zugeschlagen worden wäre. Dann hätten
Die Grenze zwischen Krieg und Terror ist in der heutigen Zeit fließend.
Das nennt man halt asymetrische Kriegsführung.
Wenn es keine militärischen Ziele erreicht, ist es eine Kriegsführung. Der Begriff Terror wird heute zwar von vielen sehr lose verwendet, aber nicht von mir, und eine Nuklearwaffe in eine fremde Stadt zu schmuggeln ist Terror pur. "Asymmetrische Kriegsführung" beschreibt dagegen i.d.R. Guerillataktiken (die sich heute oft auch, genau wie klassischer Terror, gegen weiche Ziele richten) als Werkzeug gegen einen technisch überlegenen Gegner im eigenen Land. Wenn Kim beim Rückzug eine tickende Bombe in einer von den USA eroberten Stadt zurücklässt, dass wäre asymmetrische Kriegsführung. Aber man kann damit keinen Angriffskrieg in New York führen.
So werden sich sicherlich auch in näherer Zukunft kleinere Staaten Atomprogramme entwickeln,
um sich der Hegemonie der Supermächte zu entledigen.
Das sicherlich. Aber immer in Kombination mit Mittel- und Langstreckenraketen und/oder Marschflugkörpern, idealerweise marin stationierten. Siehe Nordkorea, Iran, Israel, Pakistan,...
Aber bei keinem einzigen davon sind Kampfjets mit Atombomben ein relevantes Waffensystem.
Es wäre auf jeden Fall interessant, wie sich das Ganze ohne innerdeutsche Grenze abgespielt hätte, also wenn der Eiserne Vorhang in etwa identisch mit der gesamtdeutschen Ost- oder Westgrenze gewesen wäre. Ein geteiltes Deutschland plus geteilter Hauptstadt war schon eine ziemlich einmalige Situation.
Ich glaube dann hätte es ein paar Mauertote mehr gegeben.![]()
Es hätte vermutlich deutlich weniger und vielleicht nicht einmal eine Mauer gegeben. Wäre die Blockgrenze im deutschsprachigen Raum auf eine Staatengrenze gefallen, dann hätte sie vermutlich genauso unspektakulär ausgesehen, wie überall anders auch zwischen Lübeck und Lubljana. Die Besonderheit der deutsch-deutschen Grenzschließung war maßgeblich auf Bemühungen der DDR zurückzuführen, einen Brain-Drain zu unterbinden, weil natürlich in den späten 40ern/frühen 50ern sämtliche Fachkräfte mit den Füßen gegen eine sozialistisch nivellierte Gesellschaft abgestimmt haben. Das ging aber nur deswegen so einfach, weil die deutsch-deutsche Grenze vorher komplett offen war, im geteilten Berlin ja sogar für Dinge des alltäglichen Lebens offen sein musste. Für Kids von heute vielleicht schwer vorstellbar, aber vor Schengen/bis in die 90er Jahre hinein war es vollkommen normal, dass man eine innereuropäische Grenze NICHT einfach überschreiten konnte und hätte das auch für die Blockgrenze im deutschsprachigen Raum gegolten, wäre die Lage ggf. nie derart eskaliert. Afaik gab es die meisten Toten bei illegalen Grenzübertritten auch im Bereich Berlin, obwohl die normale Grenze um Größenordnungen länger, aber mitten im Land eben auch viel leichter mit normalen Maßnahmen zu sichern war.
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. Aber derzeit gibt es keinen weiteren Staat mit diesem Potenzial, der entsprechendes Interesse zeigt (ändert sich vielleicht unter Söder 