Um eine Bannenrepublik einzuschüchtern oder einzunehmen, ja. Um einen wirklichen Krieg zu führen? Nein. Da die Russen auch gerne Weltpolizei wären hätten sie natürlich gerne solche Spielzeuge, dafür sind sie ja ziemlich praktisch, dumm nur, dass die Russen nicht wirklich Geld haben

. In einem Krieg mit den Russen oder Chinesen würden die Träger untergehen bevor sie überhaupt in die Nähe dieser Länder kommen würden.
Marine wird schlicht überschätzt, es ist möglich eine Trägergruppe vom anderen Ende der Welt zu vernichten.
Aber nur wenn man sehr genau weiß, wo sie ist, wenn man SEHR große Kaliber darauf richtet und selbst dann nur, wenn man das Risiko eingeht, dass zahlreiche eigene Nachbarländer das Vorgehen als einen Erstschlag gegen sie selbst interpretieren. Umgekehrt kann ein Träger nicht vom anderen Ende der Welt angreifen, also wird so ziemlich jeder Staat darauf verzichten, eine ICBM ins Gebiet einer Trägerkampfgruppe zu schicken. Das ist nicht einmal in den Strategieplänen oder der Konstruktion von Waffen dieser Reichweite vorgesehen. Typische Trägergegenmaßnahmen haben eine Reichweite von einigen 100, maximal 1000-2000 km. Das ist, gemessen an der Reichweite der Waffen eines Trägers, bereits "in der Nähe dieser Länder" und wiederum gilt: Treffen kann man nur, wenn man weiß, wo er ist. Und 2000 km Umkreis um die eigene Küste und, viel unbequemer, auch um die Küsten schmaler Nachbarländer, sind eine ziemlich große Fläche, die man permanent auf Träger-Freiheit überwachen muss (letzteres z.T. auch noch unter höchstens Geheimhaltungsmethoden, wenn sich Russland beispielsweise in einem China-US-Konflikt gegenüber den USA öffnet und inaktive Träger im ochotskischen Meer duldet, chinesiche U-Boote aber nicht...). Damit kann eine Trägerkampfgruppe auch gegen Großmächte eine große militärische Bedeutung haben, einfach weil sie enorme Kräfte bindet. Und für Staaten ohne weltweites Basennetz wie China oder Russland sind sie sogar essentiell, da nur sie den Gegner zwingen, alle seine Grenzen zu verteidigen.
Naja,
solch ein Furz sind diese Teile nicht.
Mit atomaren Freifallbomben bestückte Kampfyets sind sicherlich nicht zu unterschätzen.
Die sind so ziemlich das sinnloseste, was es gibt. In Zeiten immer hochtechnisierterer, immer kleinerer Armeen gibt es keine riesigen Panzerverbände mehr, die man mit taktischen Nuklearwaffen am Stück hochjagen könnte. Es gibt bei unseren heutigen Transportmöglichkeiten auch keinen Grund mehr, große militärische Produktionsanlagen in Grenznähe zu platzieren. Und wer den Krieg nicht verliert ("gewinnen" ist ja oft relativ) entscheidet sich praktisch immer in der Luft. Damit bleiben überhaupt nur noch drei Einsatzszenarien für Jagdbomber:
- Präzisionsschläge gegen Schlüsselziele und einzelne Kampfverbände, wofür man aber keine Nuklearwaffen braucht, weil man die Ziele auch konventionell klein bekommt (geschätzt 90%)
- Systematische Inaktivierung militärischer Bodeneinrichtungen nach Erlangung der Luftüberlegenheit, wofür man keine Nuklearwaffen braucht, weil man genug Zeit hat. (10%)
- Racheangriffe auf zivile Ziele, wofür man Nuklearwaffen gut gebrauchen könnte, was einen den verlorenen Krieg aber auch nicht mehr gewinnen lässt. (zum Glück bis auf weiteres 0%)
Wie ach so überlegen Flugzeuträger doch sind hat man übrigens im Falklandkrieg gesehen

, selbst gegen ein militärisch schwaches Land wie Argentinien das nur einige wenige französische Raketen geliefert bekommen hat, war das Risiko, dass dieser versenkt worden wäre enorm.
Die Briten hatten im Falklandkrieg keinen einzigen echten Flugzeugträger, also im Sinne einer seegestützten Luftwaffenbasis, alle drei Träger waren für die Bekämpfung von Seezielen im Nordatlantik ausgerüstet und die beiden neueren sogar mit klarem Fokus auf diese Rolle gebaut. (und #3 wurde im zweiten Weltkrieg auf Kiel gelegt, hätte eigentlich kurz nach Kriegsbeginn ausgemustert werden sollen)
Entsprechend war der auch bei modernen Trägern gebotene Abstand zu Landstützpunkten beinahe größer, als die Reichweite der Navy-Flugzeuge und dieser Träger.
Begrenzte "Atomkriege" sind definitiv möglich, vorallem bei einem Krieg zwischen z.B. Indien und Pakistan, hier könnte eine einzelner Abschuss als eine Art der Warnung sehr realistisch gesehen den Krieg beenden.
Ich sehe in deiner Liste nur Pakistan und Indien, aber defintiv kein Land, dass auf eine "Warnung" mit Waffenstillstand reagieren würde. Die würden beide auf die großflächigen Zerstörungen eines Atomschlags mit der ihnen maximal möglichen Antwort reagieren, so etwas ist nichts weiter als die Ausrufung des totalen Kriegs.
Eine Vernichtung einer Trägergruppe kann auch eine Art einer Warnung vor einem ausbrechenden Krieg sein. Hier stellt sich die Frage ob ein Führer eines Landes bereit ist seine Gesamte Bevölkerung (bzw. den größten Teil der Erdbevölkerung bei einem globalen Atomkrieg zwischen USA und Russland) und vor allem sich selbst als Preis der Antwort darauf zu opfern.
Der Einsatz der schwersten Waffe überhaupt kann nie eine "Warnung" vor einem Krieg zu sein, sondern ist automatisch dessen größtmögliche Eskalation. MIt einem Feind, der zu allem bereit ist und sich nachweislich nicht mehr zurückhält, kann man aber nicht mehr verhandeln.
Du glaubst also, dass die Vernichtung einiger Schiffe und weniger 1000 Menschen dazu führt, dass ein Präsident Millionen bis Milliarden Menschen inklusive sich selbst opfert? Sehr sehr unwahrscheinlich.
Bei den derzeitigen Präsidenten von Russland und den USA ist man froh, wenn sie das nicht wegen einem diffamierenden Youtube-Video machen...
Die Briten hatten ihr eigenes System entwickelt, bei dem sich gezeigt hat das es nichts getaugt hat, die Amis haben Eines entwickelt das höchstwahrscheinlich etwas taugt.
SS-N-33 Zirkon – Wikipedia hiermit wird es in Zukunft konventionell möglich sein.
Ist da eigentlich mittlerweile bekannt, wie faktisch in Plasma gehüllte Flugkörper kommunizieren oder gar Ziele dedektieren können soll? Solange die Dinger nur blind zu einer Koordinate fliegen können, reicht ihre Nutzlast nicht annähernd, um eine Wirkung gegen sich bewegende Ziele zu erzielen.
Die Israeli werden Iranische Atomwaffen niemals zulassen, sollte die Tötung von Wissenschaftlern und die Sabotage bzw. Bombardierung von Anlagen nicht mehr genügen wird es Krieg geben und das Ergebnis steht bereits jetzt schon fest, der Iran überschätzt sich maßlos.
Ich glaube, du unterschätzt die größe Vorderasiens und insbesondere des Iran. Der mag sehr arrogant sein (wobei ich nicht weiß, wie realistisch sein tatsächliches Selbstbild gegenüber der öffentlichen Show ist. Faktisch müsste er ja die am stärksten gerüstete Nation sein, die nie einen Krieg begonnen hat). Aber Israel ist ein Winzling und meilenweit weg. Sie haben keine nenneswerten Marine-Transportkapazitäten (nicht, dass der Iran von der Seeseite her überhaupt gut angreifbar wäre) und sind kein Nachbarland, dass den Iran direkt angreifen könnte. Einen Angriffskrieg quer durch Jordanien und den Irak mit anschließender Bestzung des Irans bei gleichzeitiger Verteidigung des Heimatlandes gegen Syrien und Libanon (sowie dann vermutlich auch SA, VAR und Ägypten) ist für die israelischen Streitkräfte vollkommen unmöglich.
Und mit Luftschlägen sieht es nicht viel besser aus. Nachtanken über Feindesland sollte man eigentlich vermeiden, der (offizielle) Kampfradius der F-16 reicht aber noch nicht einmal die halbe Strecke bis zur iranischen Grenze, die Handvoll F-15 müsste an selbiger wieder umdrehen und selbst die F-35 können ohne Reichweiten-steigernde Maßnahmen nur rund die Hälfte des iranischen Territoriums erreichen - wenn sie mit maximaler Effizienz schnurgeradeaus hin und schnurgeradeaus wieder zurückfliegen, was ein ziemliches Todesurteil wäre. Damit bleiben für eine israelischen Präventivschlag ohne internationale Untersützung nur zwei Möglichkeiten:
- Marschflugkörper von U-Booten im persischen Golf
- Eine unglaublich komplexe Staffelung mit Nachbetankungen durch Buddy-Tanker-Jets nebst Eskorte, gegen die selbst Black Buck ein Kinderspiel war, und die ein bestenfalls knapp zweistellige Zahl von Jets in kampfbereiten Zustand zu einem beliebigen Ort des Irans bringen kann.
Ersteres ist afaik die (quasi-)offizielle Strategie, aber beiden Ansätzen gemein ist die äußerst geringe Schlagkraft. Solange die USA keinen Träger bereitstellen oder die Araber Basen anbieten, kann Isreal im Iran nur einzelne Prioritätsziele ausschalten, aber keinen großen Krieg führen. Und umgekehrt ist der Iran in Sachen Bunkerbau vermutlich sehr gut auf derartige Attacken vorbereitet. (Was leider bedeutet, dass wir eine verdammt hohe Chance auf israelische Nuklerschläge in diesem Jahrhundert haben, weil das faktisch die einzige Möglichkeit ist, um mit einer Gesamtwaffenlast von wenigen Tonnen/Monat die iranische Rüstung nachhaltig zu schaden.)