Der Militärthread

Nein du lebst in einer Scheirnealität, weil ich in meinem Post klar zum Ausdruck gebracht habe, das die Opfer einer Atombombe nur sekundär oder überhaupt keine Rolle spielen, sondern das überschreiten der Schwelle und den daraus folgenden Konsequenzen! Jeder Militär der sich damit beschäftigt hat, wird dir sagen das es keine einmalige Sache gibt, es gibt nur konventionell und danach atomar, wenn diese Schwelle überschritten wird, weil die Annahme zwingend ist, dass wenn Jemand eine Atombombe einmal in einem Konflikt einsetzt, er es auch ein zweitesmal macht, das ist die Handlungsschnur und schlussendlich die Konsequenz.

Also nur wirres Zeug das keiner Argumentationskette folgt.
Dann die Frage direkt an dich: Würdest du den Befehl zu einem Erstschlag geben nachdem eine Trägergruppe deines Landes nuklear vernichtet wurde? Und damit dich und deine gesamte Bevölkerung töten?
 
Du schnallst das nicht?
Erstschlag begeht immer der, der als erstes eine Atombombe wirft, das scheinst du nicht zu verstehen!

Natürlich wird keiner 100 Kontinentalraketen auf das andere Land schießen, aber man wird einen atomaren Vergeltungsschlag ausführen, eventuell eine Bombe/Rakete auf Murmansk oder wo auch immer, der Vergeltungsschlag kommt, schon alleine um die Machtverhältnisse wieder auszugleichen und danach ist jedes Vertrauen im Arsch und niemand kann das mehr einfangen. Du scheinst die simpelsten Mechanismen von Eskalationsspiralen nicht zu kennen oder erkennen!
Die Naivität zu glauben irgenjemand würde einfach die atomare Vernichtung eines Trägerverbandes hinnehmen und nicht reagieren, alleine schon vor seiner eigenen Öffentlichkeit, ist wirklich mehr als grenzwertig, natürlich folgt darauf ein atomarer Vergeltungsschlag und auch ich würde den befehlen, denn wenn ich es nicht mache, kommt der nächste atomare Schlag des Gegners auf das nächste Ziel, warum sollte er es auch nicht machen, wenn er einmal damit durchgekommen ist.

Reagieren natürlich, nur führt diese Aktion nicht zu einem Atomkrieg. Eine Atombombe auf eine Stadt zu werfen ist ein völlig anderes Kaliber, das würde wirklich einen Atomkrieg auslösen, auf ein rein militärisches Ziel eher weniger. Zum Glück hast du nichts zu sagen. Ein rein militärisches Ziel zu vernichten ist eher eine letzte Warnung bzw. eine Machtdemonstration, um zu zeigen zu was man bereit wäre würde der diesem Ereignis vorangegangene Konflikt weiter eskalieren.
 
Ein rein militärisches Ziel zu vernichten ist eher eine letzte Warnung bzw. eine Machtdemonstration, um zu zeigen zu was man bereit wäre würde der diesem Ereignis vorangegangene Konflikt weiter eskalieren.

Genau darum geht es.

Knapper werdende Rohstoffe,
eine noch immer wachsende Weltbevölkerung,
eine zunehmende Bedrohung durch den Klimawandel
werden letztendlich auch das militärische Konfliktpotential erhöhen.

Irgendwann werden sicherlich Atomwaffen dabei eingesetzt werden,
ist halt nur eine Frage der Zeit.

Der Iran ist bestrebt eine führende politische/militärische Rolle im nahen/mittleren Osten zu übernehmen

Iranisches Atomprogramm – Wikipedia.

Was werden jetzt die Saudis machen ... ?
 
Irgendwann werden sicherlich Atomwaffen dabei eingesetzt werden,
ist halt nur eine Frage der Zeit.

Nur wird es niemals einen Globalen Atomkrieg geben. Regionale begrenzte Atomkriege zwischen Pakistan und Indien sind realistisch und wahrscheinlich, schlicht aus dem Grund, dass Indien konventionell um ein vielfaches überlegen ist und der Konflikt immer weiter anschwellt. Siehe auch Pakistanische Nukleardoktrin – Wikipedia

Der Iran ist bestrebt eine führende politische/militärische Rolle im nahen/mittleren Osten zu übernehmen
Iranisches Atomprogramm – Wikipedia.

Was werden jetzt die Saudis machen ... ?

Die Israeli werden Iranische Atomwaffen niemals zulassen, sollte die Tötung von Wissenschaftlern und die Sabotage bzw. Bombardierung von Anlagen nicht mehr genügen wird es Krieg geben und das Ergebnis steht bereits jetzt schon fest, der Iran überschätzt sich maßlos.
Die Saudis sind finanziell schwer angeschlagen und kein Land der Welt kann unentdeckt Atomwaffen entwickeln.
 
Nee,
global nicht.

Freilich arbeiten die Iraner daran,
man muss das nur verschleiern. ;)

Und was die Saudis betrifft,
glaubst du wirklich daran,
das die sich nur allein auf militärische
Aufrüstung von den Amis verlassen? :D
 
Reagieren natürlich, nur führt diese Aktion nicht zu einem Atomkrieg. Eine Atombombe auf eine Stadt zu werfen ist ein völlig anderes Kaliber, das würde wirklich einen Atomkrieg auslösen, auf ein rein militärisches Ziel eher weniger. Zum Glück hast du nichts zu sagen. Ein rein militärisches Ziel zu vernichten ist eher eine letzte Warnung bzw. eine Machtdemonstration, um zu zeigen zu was man bereit wäre würde der diesem Ereignis vorangegangene Konflikt weiter eskalieren.

Naja, eher zum Glück hast DU nichts zu sagen.
Die verquere Vorstellung einen "begrenzten" nuklearen Konflikt führen zu können ist das Einfallstor für den ungebrenzten Nuklearkrieg.

Militärische Einrichtungen anzugreifen wird vom angegriffenen Staat als Schwächung der eigenen Fähigkeit zur Abwehr (auch durch Abschreckung) wahrgenommen. Wird man sich bewusst, dass eine (wir bleiben mal bei dem dummen Beispiel) Atombombe auf dem Weg ist hat man wenige Minuten zu entscheiden was das wahrscheinlichste Ziel sein wird. Da Militär anders funktioniert als die Tagträumerei die du hier fabrizierst, werden die Entscheider leider nicht drum herumkommen die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass dieser Sprengkopf auf das eigene Nukleararsenal zielt und damit, bei Erfolg, den eigenen Staat massiv schwächt. Also hat man die Option eines Zweitschlags - sofern man über diese Kapazitäten verfügt, oder alles loszuschicken bevor die Atombombe dort ankommt.

Der Einsatz einer Atomwaffe gegen eine Atommacht - vollkommen unabhängig ob es ein ziviles, oder ein militärisches Ziel ist, wird den vergeltenden Einsatz von Atomwaffen nach sich ziehen.


Die Briten hatten ihr eigenes System entwickelt, bei dem sich gezeigt hat das es nichts getaugt hat, die Amis haben Eines entwickelt das höchstwahrscheinlich etwas taugt. SS-N-33 Zirkon – Wikipedia hiermit wird es in Zukunft konventionell möglich sein. Du kannst gerne mehr als nur Diffamierungen schreiben und eine Begründung liefern auf das hier: "Du glaubst also, dass die Vernichtung einiger Schiffe und weniger 1000 Menschen dazu führt, dass ein Präsident Millionen bis Milliarden Menschen inklusive sich selbst opfert? "
Auch, wenn einige heute direkt ausrasten sobald das Wort "Atombombe" vorkommt hat es nichts mit der Realität zu tun.

Nur ergibt dein Szenario überhaupt keinen Sinn und ist ein rein fiktiv begrenztes.
Warum sollte man eine Trägergruppe angreifen und das als isoliertes Ereignis so stehen lassen? Was für eine Strategie soll man denn bitte damit verfolgen? Oh wir werfen mal mit ner Atombombe nach den Amis, aber die werden das sicher als "letzte Warnung" verstehen weil es ja nur ein Träger mit 6000 Menschen an Bord war (und der Teil der atomaren Fähigkeiten der USA ist...) und keine Großstadt. Und warum sollten die USA einen solchen Angriff nicht als Ausgangspunkt für eine Offensive gegen die NATO / die USA sehen?

Sagen wir einfach mal, die Russen zerstören einen US Flugzeugträger mit der Zirkon und atomarer Nutzlast. Wie geht dein Szenario weiter?
Bombardieren die Amis den Flottenstützpunkt bei Severomorsk? Machen die Amis einfach garnichts und schaffen einen Präzedenzfall, der die komplette Theorie der nuklearen Abschreckung auf den Kopf stellt? Vernichten die Amis z.b. die Admiral Ushakov? Was glaubst du ist bei den Amis innenpolitisch los wenn ein Präsident einen atomaren Angriff auf die eigenen Streitkräfte nicht beantwortet.

Deine Theorie kann man mit zwei Worten beschreiben: Absolute Traumwelt.

Nukleare Abschreckung funktioniert deshalb, weil JEDER genau annehmen muss dass der US Präsident, auch wegen der paar tausend Menschen den kompletten Planeten zum Teufel jagt. Deswegen heißt es ja auch Abschreckung...
 
Du kannst mir glauben, dass das kein Stabsoffizier seit den 70er Jahren mehr geglaubt hat weder deutsche, amerikanische, englische oder französische und das weiss ich aus erster Hand, von Jemanden der zu der Zeit aktiv dabei war, bei den Planungen.
80er Jahre deshalb, weil u.a. Carter 1980 mit der Presidential Directive 59 so einen Bolzen rausgehauen hat und Reagan mindestens während seiner ersten Amtszeit auch mehrere solcher Bolzen.

Apropos: Selbst wenn es "nur" ein "regionaler" oder "begrenzter" Atomkrieg wäre: Risiken eines regionalen Atomkrieges - LMU Muenchen
 
Zuletzt bearbeitet:
Um eine Bannenrepublik einzuschüchtern oder einzunehmen, ja. Um einen wirklichen Krieg zu führen? Nein. Da die Russen auch gerne Weltpolizei wären hätten sie natürlich gerne solche Spielzeuge, dafür sind sie ja ziemlich praktisch, dumm nur, dass die Russen nicht wirklich Geld haben :ugly:. In einem Krieg mit den Russen oder Chinesen würden die Träger untergehen bevor sie überhaupt in die Nähe dieser Länder kommen würden.
Marine wird schlicht überschätzt, es ist möglich eine Trägergruppe vom anderen Ende der Welt zu vernichten.

Aber nur wenn man sehr genau weiß, wo sie ist, wenn man SEHR große Kaliber darauf richtet und selbst dann nur, wenn man das Risiko eingeht, dass zahlreiche eigene Nachbarländer das Vorgehen als einen Erstschlag gegen sie selbst interpretieren. Umgekehrt kann ein Träger nicht vom anderen Ende der Welt angreifen, also wird so ziemlich jeder Staat darauf verzichten, eine ICBM ins Gebiet einer Trägerkampfgruppe zu schicken. Das ist nicht einmal in den Strategieplänen oder der Konstruktion von Waffen dieser Reichweite vorgesehen. Typische Trägergegenmaßnahmen haben eine Reichweite von einigen 100, maximal 1000-2000 km. Das ist, gemessen an der Reichweite der Waffen eines Trägers, bereits "in der Nähe dieser Länder" und wiederum gilt: Treffen kann man nur, wenn man weiß, wo er ist. Und 2000 km Umkreis um die eigene Küste und, viel unbequemer, auch um die Küsten schmaler Nachbarländer, sind eine ziemlich große Fläche, die man permanent auf Träger-Freiheit überwachen muss (letzteres z.T. auch noch unter höchstens Geheimhaltungsmethoden, wenn sich Russland beispielsweise in einem China-US-Konflikt gegenüber den USA öffnet und inaktive Träger im ochotskischen Meer duldet, chinesiche U-Boote aber nicht...). Damit kann eine Trägerkampfgruppe auch gegen Großmächte eine große militärische Bedeutung haben, einfach weil sie enorme Kräfte bindet. Und für Staaten ohne weltweites Basennetz wie China oder Russland sind sie sogar essentiell, da nur sie den Gegner zwingen, alle seine Grenzen zu verteidigen.



Naja,
solch ein Furz sind diese Teile nicht. ;)

Mit atomaren Freifallbomben bestückte Kampfyets sind sicherlich nicht zu unterschätzen.

Die sind so ziemlich das sinnloseste, was es gibt. In Zeiten immer hochtechnisierterer, immer kleinerer Armeen gibt es keine riesigen Panzerverbände mehr, die man mit taktischen Nuklearwaffen am Stück hochjagen könnte. Es gibt bei unseren heutigen Transportmöglichkeiten auch keinen Grund mehr, große militärische Produktionsanlagen in Grenznähe zu platzieren. Und wer den Krieg nicht verliert ("gewinnen" ist ja oft relativ) entscheidet sich praktisch immer in der Luft. Damit bleiben überhaupt nur noch drei Einsatzszenarien für Jagdbomber:
- Präzisionsschläge gegen Schlüsselziele und einzelne Kampfverbände, wofür man aber keine Nuklearwaffen braucht, weil man die Ziele auch konventionell klein bekommt (geschätzt 90%)
- Systematische Inaktivierung militärischer Bodeneinrichtungen nach Erlangung der Luftüberlegenheit, wofür man keine Nuklearwaffen braucht, weil man genug Zeit hat. (10%)
- Racheangriffe auf zivile Ziele, wofür man Nuklearwaffen gut gebrauchen könnte, was einen den verlorenen Krieg aber auch nicht mehr gewinnen lässt. (zum Glück bis auf weiteres 0%)


Wie ach so überlegen Flugzeuträger doch sind hat man übrigens im Falklandkrieg gesehen ;), selbst gegen ein militärisch schwaches Land wie Argentinien das nur einige wenige französische Raketen geliefert bekommen hat, war das Risiko, dass dieser versenkt worden wäre enorm.

Die Briten hatten im Falklandkrieg keinen einzigen echten Flugzeugträger, also im Sinne einer seegestützten Luftwaffenbasis, alle drei Träger waren für die Bekämpfung von Seezielen im Nordatlantik ausgerüstet und die beiden neueren sogar mit klarem Fokus auf diese Rolle gebaut. (und #3 wurde im zweiten Weltkrieg auf Kiel gelegt, hätte eigentlich kurz nach Kriegsbeginn ausgemustert werden sollen)
Entsprechend war der auch bei modernen Trägern gebotene Abstand zu Landstützpunkten beinahe größer, als die Reichweite der Navy-Flugzeuge und dieser Träger.


Begrenzte "Atomkriege" sind definitiv möglich, vorallem bei einem Krieg zwischen z.B. Indien und Pakistan, hier könnte eine einzelner Abschuss als eine Art der Warnung sehr realistisch gesehen den Krieg beenden.

Ich sehe in deiner Liste nur Pakistan und Indien, aber defintiv kein Land, dass auf eine "Warnung" mit Waffenstillstand reagieren würde. Die würden beide auf die großflächigen Zerstörungen eines Atomschlags mit der ihnen maximal möglichen Antwort reagieren, so etwas ist nichts weiter als die Ausrufung des totalen Kriegs.

Eine Vernichtung einer Trägergruppe kann auch eine Art einer Warnung vor einem ausbrechenden Krieg sein. Hier stellt sich die Frage ob ein Führer eines Landes bereit ist seine Gesamte Bevölkerung (bzw. den größten Teil der Erdbevölkerung bei einem globalen Atomkrieg zwischen USA und Russland) und vor allem sich selbst als Preis der Antwort darauf zu opfern.

Der Einsatz der schwersten Waffe überhaupt kann nie eine "Warnung" vor einem Krieg zu sein, sondern ist automatisch dessen größtmögliche Eskalation. MIt einem Feind, der zu allem bereit ist und sich nachweislich nicht mehr zurückhält, kann man aber nicht mehr verhandeln.

Du glaubst also, dass die Vernichtung einiger Schiffe und weniger 1000 Menschen dazu führt, dass ein Präsident Millionen bis Milliarden Menschen inklusive sich selbst opfert? Sehr sehr unwahrscheinlich.

Bei den derzeitigen Präsidenten von Russland und den USA ist man froh, wenn sie das nicht wegen einem diffamierenden Youtube-Video machen...


Die Briten hatten ihr eigenes System entwickelt, bei dem sich gezeigt hat das es nichts getaugt hat, die Amis haben Eines entwickelt das höchstwahrscheinlich etwas taugt. SS-N-33 Zirkon – Wikipedia hiermit wird es in Zukunft konventionell möglich sein.

Ist da eigentlich mittlerweile bekannt, wie faktisch in Plasma gehüllte Flugkörper kommunizieren oder gar Ziele dedektieren können soll? Solange die Dinger nur blind zu einer Koordinate fliegen können, reicht ihre Nutzlast nicht annähernd, um eine Wirkung gegen sich bewegende Ziele zu erzielen.


Die Israeli werden Iranische Atomwaffen niemals zulassen, sollte die Tötung von Wissenschaftlern und die Sabotage bzw. Bombardierung von Anlagen nicht mehr genügen wird es Krieg geben und das Ergebnis steht bereits jetzt schon fest, der Iran überschätzt sich maßlos.

Ich glaube, du unterschätzt die größe Vorderasiens und insbesondere des Iran. Der mag sehr arrogant sein (wobei ich nicht weiß, wie realistisch sein tatsächliches Selbstbild gegenüber der öffentlichen Show ist. Faktisch müsste er ja die am stärksten gerüstete Nation sein, die nie einen Krieg begonnen hat). Aber Israel ist ein Winzling und meilenweit weg. Sie haben keine nenneswerten Marine-Transportkapazitäten (nicht, dass der Iran von der Seeseite her überhaupt gut angreifbar wäre) und sind kein Nachbarland, dass den Iran direkt angreifen könnte. Einen Angriffskrieg quer durch Jordanien und den Irak mit anschließender Bestzung des Irans bei gleichzeitiger Verteidigung des Heimatlandes gegen Syrien und Libanon (sowie dann vermutlich auch SA, VAR und Ägypten) ist für die israelischen Streitkräfte vollkommen unmöglich.

Und mit Luftschlägen sieht es nicht viel besser aus. Nachtanken über Feindesland sollte man eigentlich vermeiden, der (offizielle) Kampfradius der F-16 reicht aber noch nicht einmal die halbe Strecke bis zur iranischen Grenze, die Handvoll F-15 müsste an selbiger wieder umdrehen und selbst die F-35 können ohne Reichweiten-steigernde Maßnahmen nur rund die Hälfte des iranischen Territoriums erreichen - wenn sie mit maximaler Effizienz schnurgeradeaus hin und schnurgeradeaus wieder zurückfliegen, was ein ziemliches Todesurteil wäre. Damit bleiben für eine israelischen Präventivschlag ohne internationale Untersützung nur zwei Möglichkeiten:
- Marschflugkörper von U-Booten im persischen Golf
- Eine unglaublich komplexe Staffelung mit Nachbetankungen durch Buddy-Tanker-Jets nebst Eskorte, gegen die selbst Black Buck ein Kinderspiel war, und die ein bestenfalls knapp zweistellige Zahl von Jets in kampfbereiten Zustand zu einem beliebigen Ort des Irans bringen kann.

Ersteres ist afaik die (quasi-)offizielle Strategie, aber beiden Ansätzen gemein ist die äußerst geringe Schlagkraft. Solange die USA keinen Träger bereitstellen oder die Araber Basen anbieten, kann Isreal im Iran nur einzelne Prioritätsziele ausschalten, aber keinen großen Krieg führen. Und umgekehrt ist der Iran in Sachen Bunkerbau vermutlich sehr gut auf derartige Attacken vorbereitet. (Was leider bedeutet, dass wir eine verdammt hohe Chance auf israelische Nuklerschläge in diesem Jahrhundert haben, weil das faktisch die einzige Möglichkeit ist, um mit einer Gesamtwaffenlast von wenigen Tonnen/Monat die iranische Rüstung nachhaltig zu schaden.)
 
Die sind so ziemlich das sinnloseste, was es gibt. In Zeiten immer hochtechnisierterer, immer kleinerer Armeen gibt es keine riesigen Panzerverbände mehr, die man mit taktischen Nuklearwaffen am Stück hochjagen könnte. Es gibt bei unseren heutigen Transportmöglichkeiten auch keinen Grund mehr, große militärische Produktionsanlagen in Grenznähe zu platzieren. Und wer den Krieg nicht verliert ("gewinnen" ist ja oft relativ) entscheidet sich praktisch immer in der Luft. Damit bleiben überhaupt nur noch drei Einsatzszenarien für Jagdbomber:
- Präzisionsschläge gegen Schlüsselziele und einzelne Kampfverbände, wofür man aber keine Nuklearwaffen braucht, weil man die Ziele auch konventionell klein bekommt (geschätzt 90%)
- Systematische Inaktivierung militärischer Bodeneinrichtungen nach Erlangung der Luftüberlegenheit, wofür man keine Nuklearwaffen braucht, weil man genug Zeit hat. (10%)
- Racheangriffe auf zivile Ziele, wofür man Nuklearwaffen gut gebrauchen könnte, was einen den verlorenen Krieg aber auch nicht mehr gewinnen lässt. (zum Glück bis auf weiteres 0%)

Nö, das glaube ich nicht.

Die Atombombe wird das ultimative Mittel kleinerer Staaten sein,
um sich gegen die Hochheit von den USA, Russland, China usw. wehren zu können.

Noch ist gar nicht bekannt, wer alles so klammheimlich daran forscht. :ugly:
 
Es ist aber bekannt, wer so alles nicht mit einem Jagdbomber in die Nähe eines lohnenden Ziels in USA, Russland oder China kommt. Erst recht nicht kurz vor einer vernichtenden Niederlage, wenn man zum Letztschlag greift:
Alle. Absolut alle. Wer soweit unten liegt kann froh sein, wenn er auch nur die Grenzen seines ursprünglichen Territoriums erreicht, bevor er abgefangen wird. Man kann gegen einen in der Luft gnadenlos überlegenen, geographischen Gegner keine schweren Schläge gegen wertvolle Ziele in dessen Heimat zufügen. Wenn z.B. Russland halb Deutschland erobert und wir die nukleare Teilhabe auspacken, obwohl wir nicht nuklear angegriffen wurden, dann sind es von den letzten einsatzbereiten Flugfeldern im Westen 1000 km bis Königsberg und 2000 km bis Moskau. Das schafft die angedachte Super Hornet gerade einmal One-Way, wenn sie ein paar Waffen zur Selbstverteidigung durchführt, und verteidigen müsste sie sich auf der Strecke gegen die gesamte russische Luftwaffe und einer SAM nach der anderen. Erfolgschanen? 0.

Freifallbomben wurden mal entwickelt, um damit in Vor-Raketenzeiten und Vor-Genfer-Konvenion-IV-Zeiten ganze Städte mit Bombern auszulöschen. Später wurden sie als taktische Waffe gegen große gegnerische Panzerverbände im komplett nuklearen Krieg gesehen. Aber heute fliegt niemand mehr einen großen Bomber über feindliche Städte und die 10000de zählenden Panzerverbände sind lange Geschichte. Und man steht sich auch nicht mehr neben der Röhn in 50 km Entfernung gegenüber. Russland hat aus den letzten 30 Jahren 20 Armata und 350 T-90 und wie einsatzfähig die größere Menge aus teilweise 45 Jahre alten T-72 ist, darf bezweifelt werden. Umgekehrt hast du heute Präzisionswaffen, die Panzer ohne aktive Gegensysteme mit nahezu 100% Trefferchance ausschalten können, solange man die Luftüberlegenheit hat. Wenn ihn niemand vorher abschießt, knallt dir ein Tiger acht derartige Angreifer pro Flug weg und je nach Entfernung ist er 1-3 Stunden später wieder da, um die nächsten 8 zu holen.
 
Nun im KK hat es ein Hobbypilot geschafft durch den ganzen Ostblock bis nach Moskau zu fliegen.
Schlechteres Radar als heute, aber auch ein total einfaches Flugzeug.
 
Guter Link, ihn zu lesen empfiehlt sich:
"Er wurde dabei frühzeitig von der sowjetischen Luftverteidigung erfasst. ... Im Fernsehen ausgestrahlte Beiträge zeigten parallel fliegende MiG-23-Kampfflugzeuge."

Also nein, auch wenn man den Adi1 genannten "Kampfyet" gegene eine Cessna austauscht, der Gegener auf dem technischen Stand der 80er Jahre ist und der Alarmierungsgrad, mitten im postulierten Entkampf, zufällig auf "Perestroika" stehen sollte, hat man eher schlechte Chancen eine Atomwaffe unbemerkt nach Moskau zu schmuggeln.

Das heißt nicht, dass es in einer für Radar quasi komplett durchsichtigen Maschiene und Wetterbedingungen mit schlechter Sicht und/oder im Tiefflug gänzlich unmöglich wäre, tief in gegenerischen Luftraum vorzudringen. Die nordkoreanischen AN-2 sind aber keine Kampfjets und "nicht gänzlich unmöglich" ist nicht das gleiche wie "nicht zu unterschätzen". Es wäre ein Verzweiflungsmanöver, wenn man keine andere Option mehr hat und die Erfolgschancen schlicht egal sind. Da umgekehrt jeder Stadt, der Atomwaffen bauen kann, schon lange vorher Marschflugkörper einsetzen kann, würde man selbst in so einer Lage einen anderen Träger nutzen. (Es sei denn, man heißt Deutschland und pflegt ein Nuklearwaffenkonzept aus der Zeit der Röhrenrechner so konsequent, dass man zwar Zugriff auf beide Techniken hat, sie aber zueinander inkompatibel hält. Das hat aber nichts mehr mit sinnvoller Rüstungsplanung oder den Möglicheiten von Waffensystemen zu tun. Da wurde einfach die Schlagkraft von Atomwaffen abgerüstet, ohne die Waffen selbst mit zu entsorgen. So ein Bisschen wie Säbel bei einigen Paradeuniformen. Komplett veraltet, komplett nutzlos - nur im Falle der nuklearen Teilhabe nicht einmal was für die Optik, dafür schweine teuer.)
 
Natürlich wurde er erfasst, er hatte auch den Transponder noch an. Wäre bei militärischen Flugzeugen definitiv nicht so.

Frag dich doch mal wieso es im zivilen so ein Problem ist, wenn ein Flieger seinen Transponder ausschaltet. Es ist viel schwerer ihn zu sehen.
Dazu noch so ein kleines Ding relativ nah am Boden? Puh
 
Frag dich doch mal wieso es im zivilen so ein Problem ist, wenn ein Flieger seinen Transponder ausschaltet. Es ist viel schwerer ihn zu sehen.
Dazu noch so ein kleines Ding relativ nah am Boden? Puh

In laufenden Konflikten erlaubt man sich allerdings keine Lücken. Da werden tote Winkel mit mobilem Radar abgestrahlt und auf jedem zweiten Hügel sitzen Luftbeobachter - auf allen übrigen Hügel stehen sie, weil die Sitzplätze knapp sind. :D
Nachts und im Tiefflug mit einer echoarmen Maschine könne es erfahrene Piloten durchaus schaffen, in einem Blitzeinsatz ein paar Kilometer hinter feindliche Linien vorzustoßen und ausgewählte Ziele mit Luft-Boden-Raketen oder kleineren Bomben zu bepflastern. Aber mit nuklearer Traglast ein paar tausend Kilometer zurückzulegen und zwar im Schneckentempo, damit der Treibstoff reicht (im Tiefflug ist der Verbrauch bekanntlich deutlich höher) und mit Umfliegen natürlicher Hindernisse, über die man nicht hinweg kommt, ohne sich dem Radar auszusetzen, ohne Kenntnis der Platzierung mobiler Horchposten und Fla(rak)-Stellungen? - Keine Chance.
Selbst ohne aktive Abwehr wäre die Aussichten größer, in einer nicht bekannten Hochspannungsleitung zu enden, als jemals einen erfolgreichen Abwurf zu bewerkstelligen.
Selbst der Kernwaffeneinsatz 1945 gegen Hiroshima und Nagasaki war nur möglich, weil die japanische Luftwaffe bereits besiegt war. Ansonsten wäre die Enola Gay bestenfalls in Sichtweite des japanischen Festlands gekommen. Und das war zu einer Zeit, als das Radar noch in den Kinderschuhen steckte und bodengestützte Luftabwehr noch darin bestand, den Himmel mit so vielen Schrapnellen zu füllen, dass zwangsläufig irgend etwas getroffen wird.

Aber ursprünglich ging es ja darum, ob der begrenzte (taktische) Einsatz von Kernwaffen möglich wäre, ohne dass es in einen vollen nuklearen Schlagabtausch mündet. Die klare Antwort: Kommt darauf an.
Beispielsweise könnte das nukleare Ausradieren eines Trägerverbandes mit zig Schiffen und ein paar (zehn)tausend Mann Besatzung nicht hingenommen werden, ohne damit quasi zu kapitulieren. Es hieße ja nichts Anderes als zuzulassen, dass die stärksten konventionellen Mittel deklassiert werden.
Anders sähe es aus, wenn besagter Verband selbst nuklear bewaffnet ist, sich dem feindlichen Festland nähert und bereits vorher politisch angekündigt wurde, dass man das Unterschreiten einer bestimmten Distanz als Absicht eines nuklearen Erstschlags werten und entsprechend reagieren würde. Dann wurde das Abschreckungsszenario spezifiziert, eine weitere Annäherung des Verbandes entspräche der Annäherung einer nuklear bestückten Interkontinentalrakete, bei der bekanntlich auch nicht abgewartet wird, was und wie viel sie letztlich kaputt macht.
Und dann gibt es ja noch kleinere Anwendungen. Der Einsatz nuklearer Granaten gegen stark befestigte Stellungen beispielsweise würde womöglich eher zu einer militärischen als zu einer politischen Eskalation führen: Sprich, wenn es einer macht, machen die Anderen es auch. Der Verlust einer Stellung, auch durch Kernwaffen, wird nicht zwingend mit einem strategischen Gegenschlag beantwortet, wobei auch das natürlich davon abhängt, wie es um das Nervenkostüm aller Beteiligten bestellt ist. Ich würd's nicht darauf ankommen lassen.
 
Bei einem so weitläufigen Land wie Russland kann man das schon schaffen man hat ja auch noch ELOKA Mittel, außerdem reicht es wenn man einen Marschflugkörper nah genug ran bekommt.
Außerdem vom östlichsten Fliegerhorst Deutschlands nach Moskau sind es 1600km, nach SPB 1200km. JaBo gestützte Marschflugkörper schaffen so um die 500km je nach Modell.
Wenn man richtige Bomber nimmt sogar die ganze Strecke.
 
Bei einem so weitläufigen Land wie Russland kann man das schon schaffen man hat ja auch noch ELOKA Mittel, außerdem reicht es wenn man einen Marschflugkörper nah genug ran bekommt.
Außerdem vom östlichsten Fliegerhorst Deutschlands nach Moskau sind es 1600km, nach SPB 1200km. JaBo gestützte Marschflugkörper schaffen so um die 500km je nach Modell.

Dazwischen liegt allerdings auf breiter Linie sehr viel besiedeltes Land. Es gibt da praktisch keinen Korridor, in dem ein Marschflugkörper auch nur visuell unbemerkt bleiben kann. Vom Meer aus durch die Pampa kann so etwas vielleicht klappen.

Und das gilt für Friedenszeiten. In einem Konflikt kann das Teil noch nicht einmal unbemerkt starten, weil die Russen alles vom Schlumpf mit Fernglas über Mainstay (ab diesem Jahr übrigens in der neuen Ausführung Berijew A-100) bis hin zu Beobachtungssatelliten aufpassen lassen.

ELOKA - also ganz mein Metier - bringt hier nicht mehr so wahnsinnig viel. Welche Maßnahmen sollte man denn wofür auf dem Weg von Mitteleuropa nach Moskau zum Einsatz bringen? Gut, man kann vielleicht noch Satelliten mit Lasern blenden und den Abschusspunkt sowohl chemisch als auch elektronisch einnebeln (zuzüglich ein paar weiterer Orte zwecks Täuschung), aber das war's dann auch schon. Minuten später wäre das trotzdem ein ganz einsamer Marschflugkörper auf aussichtsloser Mission über Feindesland.

Und selbst wenn das wider aller Wahrscheinlichkeit klappt (Auch der Papst hat ja vielleicht mal 'nen One-Night-Stand ...), was hat man dann gewonnen? Die Russen säßen dann immer noch in Mitteleuropa, nur dass sie erklärlicherweise extrem angepisst wären. Zumindest so lange, bis ohnehin die Welt untergeht, denn dieser Schlag bleibe natürlich nicht unbeantwortet.
 
Es ist aber bekannt, wer so alles nicht mit einem Jagdbomber in die Nähe eines lohnenden Ziels in USA, Russland oder China kommt. Erst recht nicht kurz vor einer vernichtenden Niederlage, wenn man zum Letztschlag greift:
Alle. Absolut alle. Wer soweit unten liegt kann froh sein, wenn er auch nur die Grenzen seines ursprünglichen Territoriums erreicht, bevor er abgefangen wird. Man kann gegen einen in der Luft gnadenlos überlegenen, geographischen Gegner keine schweren Schläge gegen wertvolle Ziele in dessen Heimat zufügen. Wenn z.B. Russland halb Deutschland erobert und wir die nukleare Teilhabe auspacken, obwohl wir nicht nuklear angegriffen wurden, dann sind es von den letzten einsatzbereiten Flugfeldern im Westen 1000 km bis Königsberg und 2000 km bis Moskau. Das schafft die angedachte Super Hornet gerade einmal One-Way, wenn sie ein paar Waffen zur Selbstverteidigung durchführt, und verteidigen müsste sie sich auf der Strecke gegen die gesamte russische Luftwaffe und einer SAM nach der anderen. Erfolgschanen? 0.

Freifallbomben wurden mal entwickelt, um damit in Vor-Raketenzeiten und Vor-Genfer-Konvenion-IV-Zeiten ganze Städte mit Bombern auszulöschen. Später wurden sie als taktische Waffe gegen große gegnerische Panzerverbände im komplett nuklearen Krieg gesehen. Aber heute fliegt niemand mehr einen großen Bomber über feindliche Städte und die 10000de zählenden Panzerverbände sind lange Geschichte. Und man steht sich auch nicht mehr neben der Röhn in 50 km Entfernung gegenüber. Russland hat aus den letzten 30 Jahren 20 Armata und 350 T-90 und wie einsatzfähig die größere Menge aus teilweise 45 Jahre alten T-72 ist, darf bezweifelt werden. Umgekehrt hast du heute Präzisionswaffen, die Panzer ohne aktive Gegensysteme mit nahezu 100% Trefferchance ausschalten können, solange man die Luftüberlegenheit hat. Wenn ihn niemand vorher abschießt, knallt dir ein Tiger acht derartige Angreifer pro Flug weg und je nach Entfernung ist er 1-3 Stunden später wieder da, um die nächsten 8 zu holen.

Denke doch mal nicht immer so radikal,
die Amis und die Russen werden sicherlich nicht anfangen,
viel zu dolle sind die Länder miteinander verflochten.

Aber was passiert,
wenn unser Kim in Nordkorea völlig durchdreht?

So ein 100 KT Sprengsatz mit einer modifizierten Frachtmaschine über NY abgeworfen,
dass kriegen die locker hin. :ugly:
 
Denke doch mal nicht immer so radikal,
die Amis und die Russen werden sicherlich nicht anfangen,
viel zu dolle sind die Länder miteinander verflochten.

Aber was passiert,
wenn unser Kim in Nordkorea völlig durchdreht?

So ein 100 KT Sprengsatz mit einer modifizierten Frachtmaschine über NY abgeworfen,
dass kriegen die locker hin. :ugly:

Der wird ganz schnell von China zurückgepfiffen.
Außerdem wäre das Ziel von Nordkorea eher Südkorea und nicht NY.

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