Der Militärthread

2003 führten die USA 40.000 Luftschläge gegen den Irak durch, der allergrößte Teil davon waren A-10 CAS Missionen, die von den Bodentruppen angefordert werden. Da wird es sicher hin und wieder zu Kontakt mit der irakischen Luftabwehr gekommen sein.

Vermutlich nicht in größeren Umfang.
Die Raketengestützte Luftabwehr und Flugplätze waren das Erste was die Amerikaner noch vor dem beim Einmarsch der Bodentruppen in den Irak zerstört haben und selbst wenn doch neben Flugabewehrgeschützen (Vierlingsflak, ect) vereinzelte Stellungen übrig waren, die Iraker hatten zu dem Zeitpunkt schon lange nichts mehr, durch zwei Jahrzehnte umfassende Sanktionen, was nicht mindestens vom technischen Stand her etwa Anfang der 1980er Jahre gewesen ist, also schon über 20 Jahre alt und das meiste sogar noch älter, was auch technisch Waffen waren die von USA gut untersucht worden sind, da mit dem Zusammenbruch des Ostblocks 1990 in großer Zahl in den ehemaligen Satelitenstaaten die Hände gelangt. Da dürfte der potenzielle Abschussfaktor ehr im unteren Bereich gelegen haben und mehr mit Glück, technischen Problemen, oder menschliche Versagen der Piloten, zusammenhängen, als mit er Leistungsfähigkeit der Abwehreinrichtungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil es Drohnen gibt und die A10 für Gegner mit besserer Technik leichtes Futter ist.
 
Eine A10 auch, aber du verlierst einen Piloten aka Hochwertpersonal. Außerdem kann die Drohne 30 Stunden am Stück oben bleiben.
 
Scharen würde ich das nicht nennen und du musst auch gucken wo genau diese Drohnen vom Himmel geholt werden.
Wie gesagt, bei der A10 wäre es nicht besser.
 
Also generell muss man 2. zustimmen und kann maximal einzelne Situationen bestimmten Mächten zuschreiben.
Der Schlieffenplan war zum Beispiel für diese Situation eine Katastrophe und der alternative Ostaufmarschsplan hätte den Kriegseintritt von GB und den USA effektiv verhindern können.
 
...

Ich stelle hiermit den Weg (ab 1900) in den WWI, die Julikrise 1914 und den Ausbruch des WWI zur Diskussion, unter den Prämissen Eskalation und Verantwortung.
...

Da mich historische Diplomatiedetails kaum interessiert (Lügen von gestern :ka:) spar ich mir eine Antwort zu den konkreten Ereignissen 1914. Aber Kudos für den sorgfältigen Diskussionsstart :daumen:


post-noch-einen-inhaltlichen-Sinn-geb:
Aus größerer Entfernung betrachtet würde ich mich eher dem zweiten Lager anschließen. Ohne, wie gesagt, ein Urteil über den finalen Auslöser fällen zu wollen, ist unübersehbar, dass sich alle europäischen Mächte spätestens seit 1900, größtenteils schon früher, auf einen militärischen Konflikt dieses Ausmaßes vorbereitet haben und das großräumige diplomatische Vereinbarungen nicht darauf abzielten, die Lage zu entschärfen, sondern nur darauf sich selbst eine Position mit möglichst guten Siegeschance zu manövrieren. "Stell dir vor es ist Krieg und alle sind schon da." Oder so ähnlich.
 
Krieg war damals wirklich die bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, das darf auch nicht vergessen werden.
 
Ohne, wie gesagt, ein Urteil über den finalen Auslöser fällen zu wollen, ist unübersehbar, dass sich alle europäischen Mächte spätestens seit 1900, größtenteils schon früher, auf einen militärischen Konflikt dieses Ausmaßes vorbereitet haben.

Auf einen Konflikt dieses Ausmaßes würde ich nichts sagen, ehr auf einen Konflikt dieses Umfangs (an Teilnehmern) den man ja im Grunde schon grob bei den Kriegen gegen das Napoleonische Frankreich (1800 bis 1816) hatte, wo es schon das Bündnis aus Östereichern, Briten, Preußen / Deutschen Staaten und Russen gegen Frankreich und seine Verbündeten gab.

Mit dem militärischen Ausmaß, den der Krieg selber hingegen annahm, hatte wohl niemand gerechnet, da glaubte man wohl bis zum festfahren der Front gegen Ende 1914 / erste Hälfte 1915 noch das man den Krieg wie die Kriege zuvor in einigen Feldschlachten und Belagerungen von Städten beenden könnte und hat man alle Anzeichen, die es freilich schon im Vorfeld gab ignoriert, oder übersehen.

Abgezeichnet hatte es sich, wie geschrieben schon im Vorfeld, schon mit Begin der großflächigen Einführung der Hinterlader-Gewehre in der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts, der Einführung von MGs und deren Einsatz in den Aufständen der Kolonien, sowie dem Amerikanischen Bürgerkrieg, der bereits erste relativ staatische Grabenkämpfe hatte und zeigte das ein in Gräben verschanzter Gegner selbst eine Überzahl von Feinden abwehren konnte.

Auch eine mgöliche Lösung für dieses festfahren der Fronten gab es schon einige Jahre vor dem Krieg, wo dem Militär durchaus schon Pläne für erste Panzer angeboten wurden, man deren Nutzen aber noch nicht erkannte und daher keinerlei Interesse daran hatte.
 
Auf einen Konflikt dieses Ausmaßes würde ich nichts sagen, ehr auf einen Konflikt dieses Umfangs (an Teilnehmern) den man ja im Grunde schon grob bei den Kriegen gegen das Napoleonische Frankreich (1800 bis 1816) hatte, wo es schon das Bündnis aus Östereichern, Briten, Preußen / Deutschen Staaten und Russen gegen Frankreich und seine Verbündeten gab.

Sagen wir: Einen Konflikt dieser Intensität, aber nicht zwingend dieser Dauer. Es war halt jeder der Meinung, relativ schnell zu gewinnen, was aber nur von der mangelnden Kompetenz (oder zumindest der deutlich überwiegenden Arroganz) zeugte, denn niemand hatte eine derart klare materielle Überlegenheit.

Abgezeichnet hatte es sich, wie geschrieben schon im Vorfeld, schon mit Begin der großflächigen Einführung der Hinterlader-Gewehre in der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts, der Einführung von MGs und deren Einsatz in den Aufständen der Kolonien, sowie dem Amerikanischen Bürgerkrieg, der bereits erste relativ staatische Grabenkämpfe hatte und zeigte das ein in Gräben verschanzter Gegner selbst eine Überzahl von Feinden abwehren konnte.

Auch eine mgöliche Lösung für dieses festfahren der Fronten gab es schon einige Jahre vor dem Krieg, wo dem Militär durchaus schon Pläne für erste Panzer angeboten wurden, man deren Nutzen aber noch nicht erkannte und daher keinerlei Interesse daran hatte.

Ich würde den flächigen Einsatz von gezogenen Läufen als wichtiger gegenüber dem Hinterlader bezeichnen. Kam zwar beides fast zeitgleich, aber letzterer erlaubte nur eine schnellere Schussfolge - gerade im Grabenkampf mit viel Vorbereitungszeit kann man die aber auch durch mehr Gewehre hinbekommen. Erstere dagegen steigerten die effektive Reichweite deutlich. Erst dadurch konnte aus einer verschanzten Stellung wirkungsvoll ein größeres Gebiet kontrolliert werden, insbesondere über Entfernungen "größer als ein Granattrichter" und "größer als eine Schleuderreichweite", was die Grabensysteme durch halb Europa ermöglichte. Auch an der Ostfront wäre vermutlich einiges anders gelaufen, wenn bewegliche Kavallerie weiterhin so schwer zu treffen gewesen wäre, wie 100 Jahre zuvor. Aber das hat man offensichtlich nicht vorausgesehen, man wollte den Feind vor sich her treiben. Da brauchte man dann auch keine schnarchlahmen Panzer, weil man verschanzte Feinde einfach umgehen, einkesseln und ausräuchern wollte. Aber wie oben schon gesagt: Das war in meinen Augen reichlich arrogant, denn für die Einkesselung eines technisch gleichwertigen Gegners braucht man ohne deutliche Geländervorteile eine zahlenmäßige Überlegenheit und die konnte niemand gegenüber mehreren Gegnern an vielen Fronten gleichzeitig realisieren.

Interessant finde ich in dem Zusammenhang immer die hohen Investitionen in die Flotten nicht nur durch Kolonialreiche England und Frankreich, sondern gerade auch durch Deutschland und (technisch auf etwas anderem Niveau) Russland. Beide Ländern hatten wenig bis keine wertvollen Überseegebiete bzw. Wege dorthin zu schützen und Kontrolle über europäische Gewässer war für eine kontinentale Macht auch nur zur langfristigen Versorgung interessant. So schnell, wie jeder den Krieg gewonnen haben wollte, hätte man dagegen auch eine komplette Seeblockade locker aushalten können.
 
Zum Thema Genauigkeit, das ist etwas für sich.
Die Trefferqoute war in der Vergangenheit (so nimmt man an) deutlich höher. Das letzte was ich im Kopf habe trifft über alle Handfeuerwaffen hinweg nur 1 von 10.000 Schuss.
 
Zum Thema Genauigkeit, das ist etwas für sich.
Die Trefferqoute war in der Vergangenheit (so nimmt man an) deutlich höher. Das letzte was ich im Kopf habe trifft über alle Handfeuerwaffen hinweg nur 1 von 10.000 Schuss.

Wobei man halt auch sagen muss dass die Feuerrate weitaus geringer war.
Man muss halt alles in Relation setzen.



Sent from my ONEPLUS A5000 using Tapatalk
 
Ja nur wegen höherer Feuerrate muss man nicht schneller feuern ;)

Bei nem Sturmgewehr schießt man zum Beispiel eher kein Dauerfeuer.
 
Ja nur wegen höherer Feuerrate muss man nicht schneller feuern ;)

Bei nem Sturmgewehr schießt man zum Beispiel eher kein Dauerfeuer.
Selbst mit Einzelschuss ist die Feuerrate weitaus höher. Und ist nicht auch die mittlere Kampfentfernung gestiegen?


Sent from my ONEPLUS A5000 using Tapatalk
 
Diese Frage kann ich leider nicht beantworten.
Die Sache ist halt, dass man sehr viel Munition zum niederhalten verschießt und sehr viele Armeen nicht darauf setzen, dass die eigenen Soldaten sorgsam mit der Munition umgehen.
Dauerfeuer mit Sturmgewehren ist nämlich nur empfohlen, wenn der Feind ganz nah ist.
 
Diese Frage kann ich leider nicht beantworten.
Die Sache ist halt, dass man sehr viel Munition zum niederhalten verschießt und sehr viele Armeen nicht darauf setzen, dass die eigenen Soldaten sorgsam mit der Munition umgehen.
Dauerfeuer mit Sturmgewehren ist nämlich nur empfohlen, wenn der Feind ganz nah ist.

Denk ich mir.
Ist halt nur ein ungefährer statistischer Wert.
Wenn man jetzt in den Bergen von Afghanistan ein Feuergefecht hat wird man eher Distanzen von >200m haben.
Sorgsamer Umgang mit Munition ist halt heute nicht mehr so ein Problem da die Versorgungslinien viel kürzer sind. Da muss nicht alles erst den halben Kontinent gebracht werden wie im zweiten Weltkrieg. Wobei sorgsamer als irgendwelche Rebellen sind reguläre Armeen schon noch. Die AK ums Hauseck halten und einmal das Magazin entleeren kommt da halt nicht vor^^


Sent from my ONEPLUS A5000 using Tapatalk
 
Ansonsten gab es natürlich im Zweiten Weltkrieg verschiedene Schlachten zwischen größeren Panzerverbänden (mehrere Hundert auf beiden Seiten), mit zu den bedeuteneren darunter dürften Hannut (1940), Raseiniai (1941), Brody (1941), El Allamein (1942), Prokhorovka (1943), Goodwood (1944) gehören.
Die größte hast Du vergessen: Kursk.

Ansonsten bin ich hier raus.
Es werden viel zu viel Vermutungen gepostet ohne wirkliche, aktive Erfahrungen mit Waffen oder Technik zu haben.
 
Die größte hast Du vergessen: Kursk.

Nein wurde von mir nicht vergessen, wurde genannt:

Ansonsten gab es natürlich im Zweiten Weltkrieg verschiedene Schlachten zwischen größeren Panzerverbänden (mehrere Hundert auf beiden Seiten), mit zu den bedeuteneren darunter dürften Hannut (1940), Raseiniai (1941), Brody (1941), El Allamein (1942), Prokhorovka (1943), Goodwood (1944) gehören.

Die gesammte Operation Zitadelle fand im Raum um Kursk / Kursker Bogen statt, die größte Panzerschlacht selbst fand aber bei Prokhorovka statt und umfasste nicht den gesammten Kursker Bogen. Panzerschlacht bei Kursk wird in der neueren militärhistorischen Geschichtsforschung daher auch nicht mehr verwendet, da wird zutreffender von der Panzerschlacht bei Prokhorovka gesprochen. ;)
 
Zurück