Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Bin mal gespannt, ob sie die Ursache finden.
Ihr glaubt nicht ernsthaft, dass die die Ursache nicht kennen?

Die ungeregelten erneuerbaren Stromerzeuger haben viel mehr Saft ins Netz gepumpt als erstens dieses ertragen konnte und zweitens es an Überschuss möglich war zu exportieren weil die Leitung nach Frankreich dafür zu dünn waren (eine davon bzw. das Spannwerk dazu ist beim Versuch mehr duchzudrückjen anscheinend auch abgebrannt). Ergebnis ist ein Systemkollaps (den man übrigens nur mit klassischen Kraftwerken wieder hochfahren kann da Solar usw. nicht schwarzstartfähig sind - also ohne Frankreichs AKWs wäre in Spanien wahrscheinlich immer noch dunkel).

Das kannste halt in den Nachrichten nicht verpacken, dass Erneuerbare einen Blackout verursacht haben, passt so gar nicht in die Ideologie (und Leute würden nicht verstehen dass es nicht an den Erneuerbaren an sich liegt sondern an deren Ungeregeltheit und zu schwachem Netzausbau zur kontinentweiten Verteilung der Überkapazität).

Also kommen News wie ungeklärte Ursachen, Atmosphärische Sonderlagen, Hackerangriffe oder sonstiger Bullshit in der Hoffnung dass in 2 Wochen keiner mehr öffentlich so wirklich nachfragt.


Wäre so langsam mal Zeit, dass man beispielsweise Wasserstofferzeuger ans Netz klemmt die in solchen Zeiten der massiven Überproduktion was sinnvolles mit dem ganzen Solarstrom anfangen können... denn mittelfristig haben wir sonst hier genau dasselbe.
 
Das geht mit Akws nicht, da die bei einem Stromausfall abgeschaltet werden.
Du brauchst um ein ganzes Landesstromnetz schwarz zu starten SEHR viel Energie. In der Regel nutzt man Gaskraftwerke (die von fast 0 aus können bzw. mit nem Diesel gestartet werden können), um damit Großkraftwerke wie AKWs zu starten und mit denen dann das Netz wieder hochzufahren. Darum gehts aber nicht, es geht darum, dass Wind, Solar usw. all das nicht können.

Wie gesagt, eigentlich ist hier gar nichts fürchterliches passiert, die Physik hat nur den Netzbetreibern und deren Entscheidern/Politikern gezeigt, dass erneuerbare Energien wenn man sie einfach nur stumpf/ungeregelt massiv ausbaut unkontrollierbar sind und sich in extremeren Wetterlagen eben extrem verhalten.
Ist ja alles kein Ding, kann man alles gradebiegen. Geregelte Solaranlagen die wenn nötig abgeworfen werden können, besserer Netzausbau zur weiteren Verteilung oder noch besser Nutzung des überschüssigen Stromes zum Laden von Batteriespeichern oder Erzeugen von grünem Wasserstoff.

Was mich nur ärgert ist, dass man heutzutage sich nicht mehr traut diese paar Sätzchen auch öffentlich zu sagen (= den Leuten minimale Geistesleistung zu unterstellen und, viel schlimmer, zuzugeben dass man was versäumt hat) sondern mit irgendnem Bullshitbingo von Hackern und Atmosphäre und unklar um die Ecke kommt.
 
Wie gesagt, eigentlich ist hier gar nichts fürchterliches passiert, die Physik hat nur den Netzbetreibern und deren Entscheidern/Politikern gezeigt, dass erneuerbare Energien wenn man sie einfach nur stumpf/ungeregelt massiv ausbaut unkontrollierbar sind und sich in extremeren Wetterlagen eben extrem verhalten.
Es ist das passiert, was immer passiert. Anstatt das Netz mit auszubauen, wurde genau das vernachlässigt. Das gleiche haben wir auch. Der Netzausbau ist nicht ausreichend.
 
Ihr glaubt nicht ernsthaft, dass die die Ursache nicht kennen?

Die ungeregelten erneuerbaren Stromerzeuger haben viel mehr Saft ins Netz gepumpt als erstens dieses ertragen konnte und zweitens es an Überschuss möglich war zu exportieren weil die Leitung nach Frankreich dafür zu dünn waren (eine davon bzw. das Spannwerk dazu ist beim Versuch mehr duchzudrückjen anscheinend auch abgebrannt). Ergebnis ist ein Systemkollaps (den man übrigens nur mit klassischen Kraftwerken wieder hochfahren kann da Solar usw. nicht schwarzstartfähig sind - also ohne Frankreichs AKWs wäre in Spanien wahrscheinlich immer noch dunkel).

Das kannste halt in den Nachrichten nicht verpacken, dass Erneuerbare einen Blackout verursacht haben, passt so gar nicht in die Ideologie (und Leute würden nicht verstehen dass es nicht an den Erneuerbaren an sich liegt sondern an deren Ungeregeltheit und zu schwachem Netzausbau zur kontinentweiten Verteilung der Überkapazität).

Also kommen News wie ungeklärte Ursachen, Atmosphärische Sonderlagen, Hackerangriffe oder sonstiger Bullshit in der Hoffnung dass in 2 Wochen keiner mehr öffentlich so wirklich nachfragt.


Wäre so langsam mal Zeit, dass man beispielsweise Wasserstofferzeuger ans Netz klemmt die in solchen Zeiten der massiven Überproduktion was sinnvolles mit dem ganzen Solarstrom anfangen können... denn mittelfristig haben wir sonst hier genau dasselbe.
Hä? Also, Seahawk hat doch bereits einen ZDF-Bericht verlinkt, in dem auch Netzausbau kritisch betrachtet wird. Da hast Du doch den Gegenbeweis. Überhaupt gibt es gerade in Deutschland viel Kritik an den Erneuerbaren Energien und berichtet wird über die Ursachen wie Netzausbau auch. Was problematisch ist ,ist das Gegenfeuer von BILD, Konservativen ( insbesondere die Bayern, die sich gegen Nord-Südtrasse (sowie immer noch(!?) gegen Wondkraftanlagen) sehr lange gesperrt haben) und Pseudo-Technologie-offen Spaßpartei. Die kritischen Stellen/Engpässe sind selbst gemacht. Komischerweise von denen, die gegen Erneuerbare Energien sind. Stromausfall in Bayern riskieren bzw. teure Importe für einen Industriestaat - so etwas würde ich ideologiegetrieben nennen. Besonders wenn aufgrund Klimakrise EEs alternativlos sind.

Edit: Okay, Du meinst, offenbar den Umgang in Spanien, die Stellungnahmen von dortigen Institutionen und deren Verdacht/Ermittlungen eines Hackerangriffs ... Sorry.
 
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Die ungeregelten erneuerbaren Stromerzeuger haben viel mehr Saft ins Netz gepumpt ...
Gibt`s jetzt was neues, was an mir vorbei gegangen sein sollte? :huh: Ungeregelte erneuerbare energie??? Ich weis ja das die menschheit immer weiter rückwärts marschiert, aber mit so mächtig gewaltigen schritten? Also so recht glauben kann ich das ja nicht, ansonsten sollten wir das aktuelle ingenieurwesen in die tonne kloppen!
Naja... Selbst mein popeliger einspeisewechselrichter kann sich selbst regeln, wenn die netzspannung zu hoch geht (kann auch in verbindung mit der frequenz sein, aber die hab ich nicht im blick) und das funktioniert sogar, wenn am eingang eine batterie klemmt. (ich weis, laut handbuch unmöglich :nene:) Zugegeben, mit batterie am eingang stottert es etwas, weil die nicht wie ein PV-modul über die spannung geregelt werden kann, aber im notfall schalten sich die 300w einfach weg.
Und genau so sollte das auch bei großanlagen funktionieren und ein windrad dreht man einfach etwas aus dem wind oder verändert die flügelstellung um die leistung zu reduzieren. Windräder hätten sogar noch den vorteil, das sie, je nach größe und wind, binnen minuten anlaufen (wird hierzulande auch aktiv genutzt) und PV ist, wenn ausreichend sonne da, quasi in notime wieder am netz. Und du sprichst von ungeregelt???
Mal davon ab, laut medienberichten fehlte beim zusammenbruch innerhalb von sekunden 15GW im spanischen netz, was wohl 60% des aktuellen verbrauchs, zu dem zeitpunkt, darstellte.
Dabei stellt PV, was in meinen augen überhaupt eine chance hätte als kaskade so schnell zusammen zu brechen, gerade einmal 19% der stromerzeugung in 2024. Windräder sind dagegen nich ganz so schnell aus zu bekommen.

Von daher sollte man vieleicht auch mal schauen, ob nicht ein kernkraftwerk, wegen einer unplanmäßigen situation, evt. doch eine notabschaltung vollzogen hat. :P
 
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Wäre so langsam mal Zeit, dass man beispielsweise Wasserstofferzeuger ans Netz klemmt die in solchen Zeiten der massiven Überproduktion was sinnvolles mit dem ganzen Solarstrom anfangen können... denn mittelfristig haben wir sonst hier genau dasselbe.
Der Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller meinte sowas könne in Deutschland nicht passieren:


Aber ob man dem 100% vertrauen kann?
 
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Also so recht glauben kann ich das ja nicht, ansonsten sollten wir das aktuelle ingenieurwesen in die tonne kloppen!
Naja... Selbst mein popeliger einspeisewechselrichter kann sich selbst regeln
Es liegt oftmals nicht an der Technik sondern an der Juristerei oder an der BWL. ;-)
Natürlich ist es technisch gar kein problem Solaranlagen zu-/abzuschalten und zu regeln. Problematisch wirds wenn Verträge es verbieten etwas abzuschalten oder Einsparungen die Regelanlage als nicht nötig klassifiziert haben.

ein windrad dreht man einfach etwas aus dem wind oder verändert die flügelstellung um die leistung zu reduzieren.
Ja, da ist eine Pitch-/Stallregelung auch zwingend vorgeschrieben, denn wenn Windräder das in einem Sturm nicht könnten würden sie zerstört. Solaranlagen dagegen nicht. Siehe auch bei Privatleuten mit ihren Balkonkraftwerken - die zwar gesetzlich auf iirc 800W gedeckelt sind aber es auch anscheinend niemanden interessiert wenn jemand das 5-fache installiert.
 
Ja, da ist das auch zwingend vorgeschrieben, denn wenn Windräder das in einem Sturm nicht könnten würden sie zerstört. Solaranlagen dagegen nicht.
Auch die könnten auf geringere oder gar Nulleinspeisung eingestellt werden. Selbst die einfachen Mikrowechselrichter würden das technisch bieten, da die Ausgangsleistung beim gleichen Modell per App an die gesetzlich erlaubten Werte angepasst werden kann.
 
Ja, wie gesagt die Technik ist kein Problem. Man muss sie nur einbauen und benutzen dürfen und ggf. auch erzwingen.
Es bringt beispielsweise auch nichts, wenn jemand eine super regelbare große Solaranlage hat aber der Netzbetreiber keine Kontrolle darüber hat im Ernstfall bzw. nichts abwerfen kann (oder darf...).
 
@Incredible Alk
1) Der PV Ausbau in Spanien ist für die Möglichkeiten des Landes extrem schwach und kann bei weitem nicht die Leistung liefern die hier weg gebrochen war.
2) Spanien hat massive Kapazitäten an Gaskraftwerken da diese vor Wind die Hauptenergiequelle waren
3) Wechselrichter können durchaus ein Stromnetz stützen

Grundsätzlich war hier ja das Problem dass plötzlich zu wenig Leistung im Netz war, nicht zu viel. Vielleicht gerade weil man EE schnell abschalten kann und das unabsichtlich getan hat?
 
Naja, rund 20% sind finde ich jetzt nicht "extrem schwach"?
Vor kurzem hat man noch gemeldet dass man einen ganzen Arbeitstag 100% erneuerbar abgedeckt hat, PV kam da auf 27%:

Es gibt auch Artikel zur starken PV-Nation und warum sie damit probleme bekommen könnten weil das Netz für Export solcher Mengen nicht ausgelegt ist

Dass es bei guten Bedingungen für Sonne und Wind da zu problemen kommen kann ist lange bekannt.
 
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Es liegt oftmals nicht an der Technik sondern an der Juristerei oder an der BWL. ;-)
Tut mir leid, bin handwerker. Von daher gibt es bei mir keine ausreden. Sprich, gibt es ein hinderniss muß man sich halt etwas einfallen lassen. Diese art aussagen tragen jedenfalls dazu bei, das die allgemeine situation im land nun so ist wie sie ist... alle nur am rum heulen und keiner macht etwas bzw. einfach nur seinen job. :nene: (ich weis, das ist wieder eine andere diskussion)
Natürlich ist es technisch gar kein problem Solaranlagen zu-/abzuschalten und zu regeln. Problematisch wirds wenn Verträge es verbieten etwas abzuschalten oder Einsparungen die Regelanlage als nicht nötig klassifiziert haben.
Welcher vertrag soll verhindern, das solaranlagen/windräder abgeschaltet werden können? Das gegenteil ist eher der fall. Es wird vertraglich festgeschrieben, das die anlagen per fernzugriff ausgeschaltet werden können. Wie soll sonst der netzbetreiber regulierend einwirken können?
Siehe auch bei Privatleuten mit ihren Balkonkraftwerken - die zwar gesetzlich auf iirc 800W gedeckelt sind aber es auch anscheinend niemanden interessiert wenn jemand das 5-fache installiert.
Mal davon abgesehen das privat etwas anderes wie gewerblich ist, die kleinen anlagen nehmen sich selbst raus, wenn zu viel strom im netz ist. (und sicherlich auch bei zu wenig wegen der syncronisation)
Naja, rund 20% sind finde ich jetzt nicht "extrem schwach"?
Vor kurzem hat man noch gemeldet dass man einen ganzen Arbeitstag 100% erneuerbar abgedeckt hat, PV kam da auf 27%:
Und 60% sind weg gebrochen... Dir fehlen also noch 33% gut regulierbare energie. (darunter auch biogas, wasserkraft, pumpspeicherkraftwerke)
Es gibt auch Artikel zur starken PV-Nation und warum sie damit probleme bekommen könnten weil das Netz für Export solcher Mengen nicht ausgelegt ist
Da sich PV einfach wegschalten lässt ist das ja kein problem. Problematisch ist diese art energieerzeugung erst, wenn sie nicht liefert was vorher angenommen wurde und man das nicht ausgleichen kann. (würde ich in spanien jetzt nicht annehmen, da dort mehr und zuverlässiger sonne als bei uns ist)
Vielleicht gerade weil man EE schnell abschalten kann und das unabsichtlich getan hat?
Wie willst du das unabsichtlich machen? Vieleicht ein kaffee-trinker der sein gesöff auf die steuerkonsole entleert hat?
Unbeabsichtigt geht in meinen augen nur, wenn irgendwo her ein impuls (über oder unter-produktion) im stromnetz kommt der obendrein noch stark genug sein muß damit sich die PV-anlagen von selbst abschalten.
 
Wie willst du das unabsichtlich machen? Vieleicht ein kaffee-trinker der sein gesöff auf die steuerkonsole entleert hat?
Unbeabsichtigt geht in meinen augen nur, wenn irgendwo her ein impuls (über oder unter-produktion) im stromnetz kommt der obendrein noch stark genug sein muß damit sich die PV-anlagen von selbst abschalten.
Natürlich muss ein Impuls kommen. Aber der kann ja unabsichtlich erfolgen. Etwa weil ein zentrales Kabel (in Diskussion steht wohl gerade auch die schmale Verbindung nach Frankreich) als defekt gemeldet wird, unabhängig davon ob das nun tatsächlich so war.
 
Mal davon abgesehen das privat etwas anderes wie gewerblich ist, die kleinen anlagen nehmen sich selbst raus, wenn zu viel strom im netz ist. (und sicherlich auch bei zu wenig wegen der syncronisation)
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Jep, genau das ist gestern passiert. Unser Haus hatte nie Stromausfall, aber es konnte halt nichts eingespeist werden, also wurde halt runter geregelt.
Im Gegensatz zum Stand der Technik in Deutschland ist der Stromzähler der Iberdrola übrigens online und auch unsere kleine Einspeisung für den Netzbetreiber jederzeit live sichtbar.
 
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Natürlich ist es technisch gar kein problem Solaranlagen zu-/abzuschalten und zu regeln. Problematisch wirds wenn Verträge es verbieten etwas abzuschalten oder Einsparungen die Regelanlage als nicht nötig klassifiziert haben.
Da bedarf es keine Verträge. Solar und Wind wird als erstes ausgeschaltet. Deswegen zahlen unsere Netzbetreiber jährlich Milliarden an Strafzahlungen.
Dass es bei guten Bedingungen für Sonne und Wind da zu problemen kommen kann ist lange bekannt.
Da gibt's keine Probleme. Die Anlagen können einfach abgeschaltet werden. Das Problem ist nur die Infrastruktur in Europa. Der Strom kann, wie in deinem Artikel beschrieben, nicht abgenommen und genutzt werden. Du ziehst die falschen Schlüsse, denn das Problem sorgt nicht für einen Kollaps in Spanien, sondern für teuren Strom überall anders weil der günstige Strom nicht genutzt. wird.

Wenn Du im Sommer zur Mittagszeit durchs Land fährst und Windräder still stehen, stehen sie nicht still weil es keinen Wind gibt.

Die Infrastruktur wurde halt die letzten Jahrzehnte vernachlässigt. Das sorgt zum einen dafür, dass wir immernoch viel Strom in die Tonne werfen und dafür, dass ich noch die nächsten Jahrzehnte nen sicheren Job hab. 😅
 
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