Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Kommunen sind viel zu klein für derartige Planungen. Sowas muss Landesweit mit Blick auf die EU-weite Lage organisiert sein. Batteriespeicher kann man dann durchaus dezentral aufstellen, aber mit zentraler Planung.
Naja, vermutlich am besten gestaffelt. Optimalerweise so, dass jede Stufe genug Speicher hat, um den Strom zur nächsten Ebene minimal zu halten, um die Netze zu entlasten. Minimal dürfte in dem Fall heißen, dass der Strom immer nur in eine Richtung fließt. Bei Nettoerzeugern Richtung nach "oben", bei Nettoverbrauchern nach "unten".
Wie kann die Rückgewinnung der Rohstoffe aus den Akkus denn mehr Energie als die Initiale Herstellung verbrauchen? Klar sind die nicht leicht rauszubekommen, aber die Konzentration ist doch immer noch höher als im ursprünglichen Erz?
Ich tippe mal darauf, dass die Konzentration nicht alles ist. Erze haben oft bestimmte Zusammensetzungen, für die es relativ einfache oder schon lange erprobte Trennverfahren gibt. Das könnte bei Elektroschrott schon ganz anders aussehen. Aber man wird weniger buddeln müssen.
 
Dein PV-Strom, der genau dann ankommt, wenn alle anderen auch liefern, ist für den Netzbetreiber keine willkommene Ressource, sondern vor allem Mehrarbeit.
Den Punkt haben ein paar Dörfer mit PV auf den Scheunen und (Ex-)Feldern erreicht, in Städten und Deutschlandweit liegt der Überschuss nach wie vor in der Nacht, nicht am Tag.
Du kannst mit deinem eigenen Strom tun und lassen, was du willst, solange du bei einer Insellösung bleibst. Erst wenn du der Meinung bist, die Vorzüge eines stabilisierten Netzes haben zu wollen, wirst du dafür wohl oder übel zur Kasse gebeten.
Wenn ich den Überschüssigen Strom "vernichte" bevor er das Netz erreicht, kann ich also auch mit einem Zwischenzähler für Geld welchen an den Mieter weiter geben. Betrifft ja das Netz noch nicht...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich den Überschüssigen Strom "vernichte" bevor er das Netz erreicht, kann ich also auch mit einem Zwischenzähler für Geld welchen an den Mieter weiter geben. Betrifft ja das Netz noch nicht...

Das betrifft das Netz in dem Moment, in dem der Verbraucher (auch) ans Netz angeschlossen ist und davon versorgt werden will, sobald du nichts mehr lieferst. Bevor die Regelung eingeführt wurde, dass unstabilisierter Strom zu niedrigen Preisen "verkauft" werden muss, auch wenn man ihn gerade selbst nutzt, und stabilisierter Strom zum Normalpreis bezogen werden muss, haben einige Pioniere individuelle Verträge mit den Stromversorgern abgeschlossen. Die durften dann ihren Strom selbst nutzen und hatten sonst normale Kilowattstundenpreise, aber zusätzlich eine absurd hohe, fixe Grundgebühr, mit der sie die gesamte Regel-/Reserveleistung bezahlt haben, die für einen Stromverbrauch in ihrer Größenordnung nunmal vorgehalten werden muss, vollkommen unabhängig davon ob der gerade genutzte Strom manchmal vom eigenen Dach kommt oder nicht.

Den Punkt haben ein paar Dörfer mit PV auf den Scheunen und (Ex-)Feldern erreicht, in Städten und Deutschlandweit liegt der Überschuss nach wie vor in der Nacht, nicht am Tag.
Ich meine den Gesamtüberschuss an Strom, nicht PV einzeln betrachtet. @ruyven_macaran behauptet ja am Tag will niemand Strom. Die typischen Börsen und Zweitarif Preise sagen aber Nachts ist nach wie vor mehr da als Tagsüber.

Wo bitte schön habe ich das behauptet? Ich habe nur gesagt, dass der zu Spitzenproduktionszeiten produzierte Strom für Netzbetreiber wenig wert ist. Teuer ist Strom überwiegend in den Abendstunden, wenn erneuerbare und Verbrauch am weitesten auseinanderklaffen, und dann wenn man ihn zu einem bestimmten Zeitpunkt garantiert haben will. Beides kann PV nicht leisten. Deren Output ist, was die Verwertbarkeit durch die Netzbetreiber angeht, der minderwertigste Strom überhaupt. Also wird auch entsprechend dafür gezahlt. 6 Cent sind eigentlich schon ein recht hoher Preis, wenn bedenkt, wo der eigentliche Stromendpreis ohne Steuern, ohne Netzentgelte, ohne Gewinnspanne, etc. liegt.
 
Zwei Gedanken @ruyven_macaran .
1) Warum sind 6cent so unglaublich schlecht wenn das an 20/30 Tagen im letzten, wirklich sehr sonnigen, Monat über dem Spotpreis gewesen wäre?
(siehe https://www.awattar.de/tariffs/hourly )
2)Haben wir die Netzbetreiber mit dem Zwang den Privat-Strom abzunehmen und auch Mieter- und Quartierstrom als Zweitquelle zu akzeptieren nicht genau da wo wir sie haben wollen? Wenn sie nicht verweigern und auch immer weniger auf nicht-Produzenten abwälzen können, bleibt doch eigentlich nur noch Leitungen da hin bauen wo man ihn los wird oder zentral geplant Speicher zu bauen. Beides hattest du, wenn ich mich richtig erinnere, befürwortet.
 
? Verstehe die erste Frage nicht ganz. Treshold hat sich darüber beklagt, dass er für gelieferten Strom aus seiner Sicht wenig bekommt, für bezogenen Strom aber aus seiner Sicht viel bezahlen muss und dass das alles auch noch anfällt, wenn er seinen eigenen Strom bezieht. Wenn du was zur jeweiligen Beurteilung der Preise wissen willst, solltest du also ihn fragen. Ich habe nur erklärt, wieso eine Differenz dazwischen liegt: Weil nicht stabilisierter, unkontrollierter Strom wesentlich weniger wert ist.

Deine zweite Frage geht von einer falschen Prämisse aus: Die Netzanbieter müssen keinen Privatstrom annehmen, wenn ihre Kapazität nicht ausreichen. In entsprechend ausgelasteten Gebieten dürfen neue Anlagen einfach gar nicht angeschlossen werden, bei hoher Teilauslastung wird die Einspeisung kontrolliert ausgesetzt. Ein Bedürfnis zum Netzausbau sollte aus Sicht der Küchentisch-BWL trotzdem folgen, weil es irgendwo was zum nahezu Nulltarif gibt, dass man woanders teuer verkaufen könnte, wenn man es hintransportiert bekommt. Aber in der Realität sind die Kosten für einen Leitungsausbau wohl zu hoch respektive die Amortisationszeit wohl zu lang, als dass Investoren sowas attraktiv fänden. Stattdessen werden immer höhere Netzentgelte auf die Privatkunden umgelegt mit der Begründung eines Ausbaus, der de facto nicht stattfindet. Seit über einem Vierteljahrhundert beruhen die optimistischen Abschätzungen z.B. zur stabilen Versorgung mit Windstrom auf einem leistungsfähigen europäischen Verbund von Sizilien bis zum Nordkap und von Irland bis ans schwarze Meer. Und Deutschland hat es nicht einmal geschafft, ausreichende Kapazitäten von Bremen nach Bayreuth zu insallieren, faselt aber die ganze Zeit etwas von ""Energiewende"".
 
Die Netzanbieter müssen keinen Privatstrom annehmen, wenn ihre Kapazität nicht ausreichen.
Bist du sicher?
Der Netzbetreiber muss den produzierten Strom abnehmen, auch wenn er ihn nicht braucht. Steht doch so im Gesetz.
Deswegen sagte ich ja auch, dass die anderen Bürgen meine 6 Cent bezahlen, die ich als Vergütung bekomme. Das ganze wird ja vom Steuerzahler subventioniert.
 
Bei durchschnitlich 35cent/KWh bekommt der Staat von deinen 6 Cent aber 6,65 Cent durch die Mehrwertsteuer zurück.
D.h., du subventionierst uns Bürger, und hast trotzdem selbst auch was davon.
 
Bist du sicher?
Der Netzbetreiber muss den produzierten Strom abnehmen, auch wenn er ihn nicht braucht. Steht doch so im Gesetz.
Da steht manchmal viel und das mit tausenden schlupflöchern dazu.
Wenn ich das richtig sehe stehen die größeren solar-anlagen, also jene die hausdächer füllen und direkt einspeisen, unter der kontrolle der netzbetreiber. Diese können die anlage, wenn nötig, auch auf "null" drehen. Das wird immer dann der fall sein, wenn die energie nicht benötigt wird oder jemand dort der meinung ist das sie nicht ab transportier werden kann. (netzstabilität geht immer vor)
Allerdings erschließt sich mir nicht, warum man überhaupt den strom verkauft und das bei diesen konditionen. Da stelle ich mir doch lieber 10 kwh speicher in den keller und verbrauche selbst. Das ganze ist aktuell sogar wieder verhältnissmäßig günstig, wenn man den speicher selbst baut. (ist wie lego für große)
 
Jo, die Ausnahmen sind wirkungsvoll. Deswegen laufen die Kohlekraftwerke auch immer schön weiter: "Oh, tut uns leid, wir haben gerade echt keinen Platz für grünen Strom im Netz. Sorry, sorry, sorry."
Und wer seine Anlage nicht zur Regelung freigibt, darf sicherheitshalber allgemein maximal 70% einspeisen, um den Peak von vorneherein zu deckeln.
 
Morgen wird der Strom wieder von uns "verschenkt".
Gut hat es der, der bei Tibber ist. Der bekommt Geld dafür, dass er Strom verbraucht.

Tibber.jpg
 
Und wer seine Anlage nicht zur Regelung freigibt, darf sicherheitshalber allgemein maximal 70% einspeisen, um den Peak von vorneherein zu deckeln.
Das ist für typische Privat-/Kleinanlagen seit Anfang des Jahres Geschichte
 
Und wer seine Anlage nicht zur Regelung freigibt, darf sicherheitshalber allgemein maximal 70% einspeisen, um den Peak von vorneherein zu deckeln.
Ist damit seit 2023 nicht Schluss? Meine Anlage ging Ende Mai ans Netz mit 0% Einspeisung. Die Anmeldung beim Netzbetreiber dauerte gut 2 Wochen. Danach drehte der Installateur die Anlage auf 100% auf.

Gut hat es der, der bei Tibber ist. Der bekommt Geld dafür, dass er Strom verbraucht.
Interessieren tut mich bei so etwas viel eher was am Ende des Abrechnungszeitraumes eine kWh real gekostet hat.
 
Das gute daran ist: Die Menschen lassen sich über das Geld erziehen.
Wenn man weiß, das es weniger kostet die Waschmaschine anzuschmeissen wenn viel Sonne da ist, dann wird man das auch machen. Mit PV Anlage meistens, und ohne PV-Anlage aber mit Börsen-Strompreis erst recht^^
Es sei denn man hat so viel Kohle, dass es einem egal ist.
Meinst Du nicht?
 
Meine Wallbox kann direkt nach aWATTar Regie Laden (man sagt wann es voll sein soll und geladen wird bis dahin zu den günstigsten Zeitpunkten). Nur den Zähler dazu bekomme ich nicht. :klatsch:
Tibber braucht externes Internet, auch das ist im Gemeinschaftskeller aktuell rar.
 
Das gute daran ist: Die Menschen lassen sich über das Geld erziehen.
Wenn man weiß, das es weniger kostet die Waschmaschine anzuschmeissen wenn viel Sonne da ist, dann wird man das auch machen. Mit PV Anlage meistens, und ohne PV-Anlage aber mit Börsen-Strompreis erst recht^^
Es sei denn man hat so viel Kohle, dass es einem egal ist.
Meinst Du nicht?

Dynamischer Strompreis ist ziemlich riskant. Nicht wegen der Orientierung am Tagesverlauf, sondern weil man dem Anbieter praktisch beliebige Erhöhungsmöglichkeiten einräumt. Und PV? Muss man erstmal haben. Dazu muss man in der Praxis erstmal ein Haus haben. Und damit ist die Mehrheit der Bevölkerung raus.
 
Dynamischer Strompreis ist ziemlich riskant. Nicht wegen der Orientierung am Tagesverlauf, sondern weil man dem Anbieter praktisch beliebige Erhöhungsmöglichkeiten einräumt.
Dem Anbieter, den Du jederzeit kündigen kannst. Monatsweise. Kannst Du das bei Deinem Stromanbieter zur Zeit auch? Auch der kann Dir jederzeit eine Stromerhöhung reindrücken. Da besteht doch überhaupt kein Unterschied. Haben wir doch letztes Jahr gesehen, was die Strompreisgarantien wert sind. Ja, wir haben einen Vertrag, können wir nicht halten, kündige doch, hier ist die Erhöhung.^^

Den Strom den Du nicht verbrauchen MUSST wenn er teuer ist (klar, ist natürlich nicht immer praktikabel, aber es zwingt Dich ja niemand ein strombetriebenes Gerät anzuschalten, wenn der Strom teuer ist, jedenfalls in der Regel).
 
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