Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Morgen wird der Strom wieder von uns "verschenkt".
Gut hat es der, der bei Tibber ist. Der bekommt Geld dafür, dass er Strom verbraucht.
Da steht für mich erstmal die frage, ob das so auch wird. Ist die strombörse so berechenbar?
Wenn man weiß, das es weniger kostet die Waschmaschine anzuschmeissen wenn viel Sonne da ist, dann wird man das auch machen.
Das problem daran, der strom ist nur dann billig, wenn man selbst arbeiten ist und ich waage zu bezweifeln das eine waschmaschienen-ladung so viel strom braucht das es den zusätzlichen umstand rechtfertigt.
Das einzige was in meinen augen so sinn macht, man lädt in dem zeitraum eine batterie und bedient sich danach aus dem stromspeicher. In dem von dir gebrachten beispiel könnte man von ca. 11-17 uhr laden. Das ganze würde ich wahrscheinlich als 20 kwh-akku mit 2 kw-lader aus führen. (der schafft in den 6h theoretisch 12kwh und man braucht ober- und unterhalb noch etwas platz im akku für max. ladegeschwindigkeit) Dann kommt da noch ein entsprechend starker wechselrichter ran und gut. (oder ein kombi-gerät alà victron multiplus)
Allerdings wäre noch die interessante frage, wenn man immer nur im preislichen minus-bereich energie ab nimmt bekommt man dann am monatsende wirklich etwas überwiesen? Dann wären die anschaffungskosten für die technik ja recht schnell wieder drin. :hmm:
 
Da steht für mich erstmal die frage, ob das so auch wird. Ist die strombörse so berechenbar?
An der Strombörse werden afaik Futures gehandelt, also das SIND die Preise weil die bereits so ausgehandelt wurden.
Das einzige was in meinen augen so sinn macht, man lädt in dem zeitraum eine batterie und bedient sich danach aus dem stromspeicher.
Ja, die Idee reiner Speicherbetreiber zu werden hatte ich auch schon. Negativphasen gibt es aber längst nicht täglich, also damit auch mal für 15cent zu laden muss man schon rechnen.
 
Der bekommt Geld dafür, dass er Strom verbraucht.
Und was macht jemand, der nicht den Strom verbraucht sondern mit der PV einspeist? Fairerweise müsste der dann für jede kwh die er liefert bezahlen....
Tibber finden diejenigen toll, die genau in das Nutzerprofil fallen, alle anderen haben die Ar... Karte.
 
Ja, die Idee reiner Speicherbetreiber zu werden hatte ich auch schon. Negativphasen gibt es aber längst nicht täglich, also damit auch mal für 15cent zu laden muss man schon rechnen.
Aber 15 cent sind immer noch weniger als 20...30... oder gar 40 cent. Dazu kannst du mit 12kwh eigentlich einen ganzen tag bestreiten.
Mal davon ab, es ist ein balkon-kraftwerk vorhanden? Dann ab mit der energie in den akku und selbst verbrauchen.
 
Und was macht jemand, der nicht den Strom verbraucht sondern mit der PV einspeist? Fairerweise müsste der dann für jede kwh die er liefert bezahlen....
Tibber finden diejenigen toll, die genau in das Nutzerprofil fallen, alle anderen haben die Ar... Karte.
Warum adaptiert er sein Nutzerprofil nicht? Warum ist er nicht in der Lage sich (phasenweise) anzupassen, wenn es denn Vorteile bringen würde.
Scheint es für ihn nicht zu bringen, also wird er nicht umsteigen. Würde es Vorteile bringen, würde er sich anpassen und sie nutzen. Genau deshalb mein Gedanke ... über das Geld erzieht man die Leute. Der Einspeiser macht das ja auch des Geldes wegen, oder nicht?
 
Ich kann das nur aus meiner Sicht beschreiben.. für mich wäre ein solches Tibbermodel ein Grund mit dem ganzen Energiezeugs definitiv aufzuhören. Was ich bis jetzt raus gefunden habe ist dass der Preis attraktiv ist wenn viel Grüne Energie da ist, und teurer wenn dem nicht so ist.
Leider gehöre ich nicht zu der privilegierten Berufsgruppe welche im Homeoffice zu Hause tagsüber arbeiten kann, oder mit dem Rad/ÖV zur Arbeit kommt und dann tagsüber das E-Auto günstig auflädt. Ich muss früh ausm Haus, das E-Auto muss zwingend nachts geladen werden und die PV-Anlage produziert zu 90% übers Jahr Überschuss, weil ich den Strom nicht nutzen kann. Müsste ich jetzt noch dafür bezahlen und bekomme nachts dann nur überteuerten Strom angeboten, dann wäre die PV Anlage das erste das vom Netz geht.. und danach kommt ne Holzheizung ins Haus..

Ich hab inzwischen alles was ging auf den Tag gelegt, aber da ist nicht viel. Warmwasser wird nur 2 x die Woche geheizt, Autos laden nachts.. und aufgrund der Arbeitszeiten fällt zocken vor 2000 auch meist aus.. damit sind quasi alle Stromverbraucher abends/nachts aktiv, wenn man dann noch Strafe für die Produktion zahlen muss, dann is der Ofen aber schnell aus.

Da bin ich indirekt froh haben wir hier in der Schweiz keinen freien Strommarkt. Dieses ewige Wechseln von Anbietern und so weiter würde mir echt auf den Senkel gehen. Einmal im Jahr kommen hier die neuen Strompreise und dann kann man auch mal etwas planen.
 
Aber @Kuhprah
Wer hats erfunden?
Genau - die Schweizer!
Ihr seid doch die Pioniere und Erfinder der Sonnenhäuser - großes Vorbild für mich, echt.
Wenn du zu viel Strom hast, Speise den über Heizlanzen in einen großen Schichtspeicher.
so 15.000 -20.000 l dürfte dich immer noch billiger als ne Holzheizung kommen, sofern Platz irgendwo im Garten zum verbuddeln vorhanden.
Oder professioneller - in einen Solespeicher, oder in H2 (Schweineteuer).
Oder solidarischer - Kooperation mit den Nachbarn (Stromabnehmer)
 
Ich kenne die Bedingungen von Tibber nicht auswendig, aber aWATTar ist gedeckelt bei +-80cent. Vor dem Krieg waren es 40cent.

Eine Spanne von 1,60 EURO PRO kWh würde ich nicht gerade als "gedeckelt" bezeichnen. Zumal das eben nicht mit 6 Wochen Vorlaufzeit angekündigt wird, sondern die böse Überraschung sein kann, wenn man Abends nach Hause kommt.
 
Eine Spanne von 1,60 EURO PRO kWh würde ich nicht gerade als "gedeckelt" bezeichnen. Zumal das eben nicht mit 6 Wochen Vorlaufzeit angekündigt wird, sondern die böse Überraschung sein kann, wenn man Abends nach Hause kommt.
Natürlich ist das nicht wenig, war wie auch in meinem Post vorher geschrieben, vor der letzten Kriese deutlich weniger. Aber am Ende ist es ein Angebot was man eben annehmen oder nicht annehmen kann. Ich finde es erstmal gut dass es überhaupt die Möglichkeit gibt an den Börsenpreisen teilzunehmen statt die Sicherheiten beim traditionellen Vertrag mit zu bezahlen.
Und im Sinne der Energiewende ist es auch, dass Verbraucher so dafür belohnt werden planbare Verbräuche in die Stunden mit hohem Angebot zu legen. Außer beim Kochen kann ich das z.B. bei allen meinen Großverbrauchern tun (Spülmaschine, Waschmaschine, Auto).
 
Möglichkeiten haben ist immer gut. HisN ging es aber ausdrücklich darum, "die Leute zu erziehen". Also Zwang für diejenigen, die sowas nicht von sich aus nutzen wollen. Und während ich durchaus dafür bin, bei den Leuten Druck in Richtung weniger und möglicherweise auch günstiger verteilten Verbrauch machen, darf darunter nicht die Sicherheit und Planbarkeit leiden.
 
In Spanien haben wir schon heute keine Wahl. Der Monopolist namens Iberdrola hat alle Zähler gegen intelligente Zähler getauscht und diktiert nun mehrere Tarifphasen am Tag. Aber immerhin fest aufgeteilt statt Tageskurs.
günstigste Zeit ist übrigens ~2-8Uhr. Solar hat man nämlich kaum ausgebaut, also ist rein die Nachfrage im Verhältnis zur konstanten Stromproduktion das was man aktuell versucht anzugleichen.
 
Schwer macht aber z.B. einem Schiff relativ wenig aus wenn es ein mal fährt. Da zählt eher Volumen pro Energie.
Naja, mehr Masse ist mehr Verdrängung ist auch mehr Widerstand, oder? Hängt aber alles davon ab, welche Dimensionen das sind, ein paar Tonnen oder so machen bei einem Transportschiff vermutlich wirklich nichts aus. Aber solange ja auch nicht geklärt ist, welche Energiedichte man da am Ende bei rausbekommt, ist es eh Kaffeesatzlesen.
 
Kann zur Energiefreisetzung bei Eisenoxidation nichts finden. Einen Heizwert anzugeben macht nur eingeschränkt Sinn, mit Brennwert landet man bei Ernährungstipps und alles rund um Energie ist vollgespammt mit nichtssagenden Artikeln zur von Olstyle verlinkten Forschung. Halb besetzte äußere Eletronenhülle spricht aber für ein gewisses Reaktionspotential und innerhalb seiner Gruppe ist es das leichteste Element. Die Nachbarn Nickel und Cadmium werden bereits gerne für Batterien genommen. Nicht für die leichtestes, aber es verspricht ja niemand einen Li-Io-Konkurrent für PKWs oder gar Luftfahrt.

Ein Problem sehe ich an ganz anderer Stelle: Niemand verspricht überhaupt einen Akku. Die forschen ernsthaft, und das scheinbar nicht mal als Einzelfall, sondern in einer Reihe von Forschungsgruppen, an Eisenverbrennung als Energieträger??? Den Scheiß hatten wir doch schon einmal mit Silizium durch (das von Verfügbarkeit und Gewicht her eindeutig die bessere Wahl war) mit dem ganz eindeutigen Fazit: Feste Brennstoffe lassen sich nicht effizient thermisch verwerten. Man kann sie weder in Turbinen noch in Kolbenmotoren verwenden und selbst unter Dampfkesseln sind Varianten mit nicht-gasförmigen Oxiden unpraktisch, weil der Abbrand am verbleibenden Brennmaterial klebt, den Säuerstoffzugang einschränkt und kaum entfernt werden kann.

Und Eisen sollte noch drei weiterere Probleme mitbringen: Es brennt so heiß, dass es gängige Kesselmaterialien schmilzt, es brennt so heiß, dass es selbst verklumpt oder schmilzt und das Eisenoxid hat eine ansehenliche Wärmemenge. Wie stellen die sich das vor? Unbezahlbarer Kessel aus Spezialkeramik, dann verbrennt man ein paar Minuten Eisenpulver und dann kratzt man tagelang heiße Schlacke raus? Die ggf. 50% der freigesetzten Energie beinhaltet und von den anderen 50% wird nur die Hälfte in Strom umgewandelt?
 
Und Eisen sollte noch drei weiterere Probleme mitbringen: Es brennt so heiß, dass es gängige Kesselmaterialien schmilzt, es brennt so heiß, dass es selbst verklumpt oder schmilzt und das Eisenoxid hat eine ansehenliche Wärmemenge.
Die verbrennungstemperatur ist wohl vom eisen abhängig. Cereisen (auermetall) soll wohl bis zu 4000 grad schaffen, aber es geht ja bei der verbrennung um normales eisen. Das wird wohl nicht ganz so heiß. (hab nix dazu gefunden)
Wie stellen die sich das vor? Unbezahlbarer Kessel aus Spezialkeramik, dann verbrennt man ein paar Minuten Eisenpulver und dann kratzt man tagelang heiße Schlacke raus?
Was man innen nehmen kann hast du ja schon geschrieben, wobei ich das noch um hartbrandziegel erweitern würde. Ggf. kann man den brandherd ja auch mittels magnetfeld in der mitte halten (ist rost eigentlich magnetisch?) und so den hitze-druck auf die wände noch etwas reduzieren. Den rest muß quasi die wasserkühlung in der wand bewerkstelligen.
Und zur ofen-form, du mußt dich da gedanklich von diversen gas-,öl-,holz- oder sonstigen öfen verabschieden. Denke mehr an einen vertikalen zylinder in den oben ein sauerstoff-eisenstaub gemisch eingeblasen wird. Das verbrennt im oberen teil und die herunter gleitenden rost-partikel kühlen auf den weg nach unten ab und können dort gleich entnommen werden. (quasi durchlauf-ofen) Abgase sollten dabei ja nicht nennenswert entstehen, da das eisen nur oxidiert wird.
Noch ein link dazu... (so wie in dem video stelle ich mir einen entsprechenden ofen vor, nur unten noch mit abzug)
 
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