Im Prinzip ist das ja vielleicht keine ganz schlechte Idee, aber warum sind Handwerkerdienste überlebenswichtig? Und wieso sollten Mieteinnahmen nicht mehr mit dem ganz normalen Einkommenssteuersatz besteuert werden?
Weil Wohnungen zum Grundbedürfnis gehören, oder willst du etwa bei Wind und Wetter unter einer aufblasbaren Brücke hocken?
Der Staat muss die Grundbedürfnisse der Bevölkerung garantieren und sichern, dazu gehören neben Lebensmittel z. B. auch Hygieneartikel (jep, ein Duschgeel sollte echt nicht zu teuer sein und du weißt ja, wie wichtig es ist, wenn man einen Job sucht und frisch rassiert und gekämmt zum Vorstellungsgespräch kommen kann, auch wenn Kurt Beck gerade nicht da ist

) und natürlich Wohnung und Energie.
Zur Instandhaltung der Wohnung bedarf es Handwerker (zum Bauen von Wohnungen natürlich auch), daher sollten ihre Leistungen bezahlbar werden/bleiben.
Hast du mal geguckt, wie sich die Mieten in den letzten Jahren entwickelt haben?
Obwohl das Realeinkommen der Menschen nicht gestiegen ist, aber die Anzahl der Menschen, die in niedriglohnbereichen arbeiten zugenommen hat und es auch immer mehr neue Wohnungen/Häuser gibt, trotz des demografischen Faktors.
Theoretisch müssten die Mieten eigentlich sinken, tun sie aber nicht, ist wie ein Blase und irgendwann kann ein einfach Arbeiter seine Miete + Energie nicht mehr finanzieren, bzw. gibt dafür den Großteil seines Einkommens aus.
Verringert man die Kosten für Handwerker (weil man eben die Abgaben für Rente entfernt, was Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gute komm) und darüber hinaus noch die Steuern auf handwerkliche Dienste absenkt, dann wird der Handwerke für viele wieder bezahlbar und das fördert den regionalen Arbeitsmarkt.
Man kann keine "Benutzungssteuer" auf Dinge erheben, die in Privateigentum stehen.
Kann man schon, oder wie erklärst du dir die Steuern, die sich Kommunen in den letzten Jahren ausgedacht haben, um ihre klammen Geldsäckel zu füllen, wie z.B. eine Sonnensbanksteuer in Essen?
https://www.youtube.com/watch?v=pxTv7fVLqb0
Man kann keine spezifischen Einzelprodukte mit einer Sondersteuer belegen. Entweder Du betrachtest die gesamte Produktgruppe "Autos" und erhebst auf alle eine solche Steuer, oder Du besteuerst sie ganz normal über die Mehrwert- und KFZ-Steuer.
Nö, man kann es am Nutzen und am Preis festmachen.
Ein Mittelklassewagen (oder Kompaktwagen) bis 50.000€ kostet nur wenig Luxussteuer, ein sparsamer Kleinwagen vielleicht nichts und ein Van vielleicht weniger als ein Kompaktwagen.
Größere und damit teurer Autos werden dann in der Luxussteuer teuer und Fahrzeuge, die über 100.000€ kosten (und praktisch keinen Nutzen haben, denn mit preiswerteren Autos erreicht man auch sein Ziel), kosten richtig Luxissteuer.
Das kann man auf Yachten, privaten Hubschraubern und Flugzeuge ausdehnen. Natürlich gilt das auch für andere Sachen, wie z.B. Luxusspeisen, denn wenn einer seinen Krokodilsteak essen will, dann soll er dafür auch entsprechend bezahlen oder eben etwas aus heimischer Produktion essen, das nicht extra besteuert wird (nur eben nicht so ausgefallen ist).
Das gilt natürlich auch für Getränke, denn z.B. Champagner gehört nicht wirklich zum Grundbedürfnis.
Alkohol allgemein muss sowieso teurer werden, denn er verursacht über 40.000 Tote jährlilch, deutlich mehr als die Schweinegrippe und für die wurden Millionen ausgegeben.
Welche Steuern willst Du denn im Gegenzug senken? Sonst führen Deine Ideen nur zu massiven Steigerungen der Lebenshaltungskosten. Oben sagst Du, Lebensmittel sollen gering besteuert werden, schlägst jetzt aber einen Steuersatz vor, der 3 Prozentpunkte über dem aktuellen ermäßigten liegt. Das ist unlogisch.
Die Zahlen sind nur pauschal gesetzt, ich hab keine Ahnung, welche Zahlen man wirklich einsetzen muss, vielleicht nur 5% auf lebenswichtige Güter und 30% auf andere Güter (also die normale Mehrwertsteuer) und dann eben noch mal oben drauf die Luxussteuer.
Das müssten natürlich Experten ausrechnen, bzw. erörtern, wie man derartiges umsetzen kann, aber leider kümmert sich ja niemand darum, denn weder die Automobilindustrie würde sich das gefallen lassen, dass die Hälfte ihrer Fahrzeuge nur noch mit teurer Luxussteuer zu bekommen sind, noch die Rentner, die keine Entlastung haben (über geringere Rentenbeiträge). Die Politiker haben viel zu viel Angst um ihre Jobs, bzw. sind die Aufziehfiguren der Lobbyvereine, als dass sie wirklich mal auch nur daran denken würden.
Da würden erst mal eine Menge Leute kräftig schlucken müssen, keine Frage, aber andererseits ist die aktuelle Rentnergeneration auch die "reichste", die es in Deutschland geben wird, die Generation davor hatte praktisch nichts, die danach wird deutlich weniger haben.
Wenn nicht jetzt das Sozialsystem umbauen, wann dann, wenn der Staat pleite ist und in 20 Jahren die Renter für die Babyboomgeneration der 60er nicht bezahlen kann?
Sicherlich steht das im Widerspruch zur luxuriösen Spaßgesellschaft.
Ich hab nichts gegen eine luxuriöse Spaßgesellschaft, aber sie wird laut meiner Rechnung deutlich mehr für den Spaß bezahlen müssen.
Praktisch alles in Deutschland, was Vergnügen angeht, wird vom Staat subventioniert, sei es das Theater, die Oper, die öffentlichen Verkehrsmittel (für unsere braunen Freunde

), die Zoos, Spielplätze, Freizeitbäder oder Parks.
Selbst Motorsportrennstrecken wie der Hockenheimring müssen subventioniert werden, weil sie einfach kein Gewinn machen können (trotz horrender Eintrittspreise und überteuerter Pommesbuden).