[Community-Bundestagswahl] Quartal 4 2010

Wenn heute Bundestagswahl wäre welche Partei würdest du wählen?

  • SPD

    Stimmen: 8 10,5%
  • Union

    Stimmen: 6 7,9%
  • FDP

    Stimmen: 5 6,6%
  • Die Linke

    Stimmen: 8 10,5%
  • Piratenpartei

    Stimmen: 29 38,2%
  • Die Grünen

    Stimmen: 13 17,1%
  • Sonstige

    Stimmen: 5 6,6%
  • Enthaltung/gehe nicht wählen

    Stimmen: 2 2,6%

  • Umfrageteilnehmer
    76
  • Umfrage geschlossen .
Status
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ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Da das Interesse an den monatlichen Bundestagswahlen offensichtlich sehr klein ist (null Beschwerden nach 2 Moanten ohne Wahl), ab sofort im letzten Monat jeden Quartals:

Welche Partei hättet ihr dieses Quartal gewählt?


Übersicht der letzten Jahre (bis Q310 Durschnittswerte aus i.d.R. 3 Wahlen pro Quartal):

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Wieso, Jugendschutz halte ich für sehr wichtig.
Stell dir vor, es gäbe kein Jugendschutz mehr, dann würde man die Kinder gnadenlos ausnutzen und das kann auch nicht in deinem Interesse sein.
 
Ja klar, ich meine den übertriebenen Jugendschutz in Bezug auf Medien. Siehe USK, BPjM & Co.:
http://extreme.pcgameshardware.de/2442328-post34.html
http://extreme.pcgameshardware.de/2443159-post36.html

Ein Beispiel: Spiele mit "keine Jugendfreigabe" gekennzeichnet, also ab 18, dürfen nicht jugendgefährdend sein. Hallo? Gerade Ab-18-Spiele müssten doch jugendgefährdend sein dürfen?! Das ist wohl der Grund, warum für bzw. in Deutschland soviel geschnippelt und indiziert wird. Man hat beim Jugendschutz meiner Meinung nach das Augenmaß verloren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass in Deutschland an FSK 18 Titel noch geschnippelt wird, hat aber eher politische Gründe als solche, die aufm Jugendschutz beruhen.
Ich persönlich finde es komplett albern, dass Ego Shooter (oder eben solche Games, wo es brutal werden kann) überhaupt ab 18 sind.
Paintball kann auch jeder spielen und das ist dann sogar Wirklichkeit und ein Rennspiel muss dann auch ab 18 sein, denn zum Autofahren muss man einen Lappen haben (den es erst ab 18 gibt).
Bei Rennspielen, in denen es um illegale Handlungen im Straßenverkehr geht, müssten dann logischer Weise indiziert werden.

Zusammengefasst bin ich der Meinung, dass die falschen Leute derartige "Bestimmungen" festlegen und da müsste man dringend etwas in den Strukturen ändern.
Früher wurden einige Filme mit einem FSK 16 Logo versehen (OK, früher gabs das noch nicht so), die heute jeder 12 jährige sehen kann, aber neu abgestimmt wird das trotzdem nicht.
In jeder Bild Zeitung ist immer ein halbnacktes Mädchen drin, nachmittags wird in Talk-und Gerichtsshows der größte Schwachsinn gelabert, aber dort gibts keine FSK 16 Einblendung oder zumindest der Hinweis, dass der Kram komplett überdreht und erfunden ist, also nicht glaubwürdig.
 
Du verkennst den Unterschied zwischen der Intention bei der Jugend(nicht)freigabe von Spielen (Verhinderung schädlicher Auswirkungen auf die psychologische Entwicklung von Jugendlichen/Kindern) und beim Autofahren (Verhinderung des Autofahrens durch Personen mit mangelndem Verantwortungsbewußtsein und mangelnder juristischer Verantwortung).

Aber wenn ihr eine ausführliche Diskussion darüber führen wollt, wo genau denn nun der einzig richtige Punkt für den Schnitt zwischen "unbedenklich" und "jugendgefährdend" liegen sollte, dann solltet ihr vielleicht einen eigenen Thread aufmachen.
Und euch gründlich in Entwicklungspsychologie einlesen, denn irgendwie ist anzuzweifeln, dass Laien ihr eigenes Unterbewusstsein und das anderer soviel besser und mit solch abschließender Sicherheit beurteilen können, wie hier dargestellt.
Bezüglich der Zuständigkeit und angelegten Maßstäben bitte auch gleich bedenken, dass das aktuelle System von Leuten gesteuert wird, die möglichst viele Spiele verkaufen wollen und das deren Maßstäbe bereits deutlich lascher sind, als die der alten BPJM und den Forderungen nenneswerter Teile der Gesellschaft.

Edit:
Ach ja: Alte Spiele/Filme könnten afaik neu vorgelegt werden und dann eine Einstufung nach heutigen Maßstäben erhalten - wenn die Rechteinhaber denn bereit wären, eine erneute Prüfung zu bezahlen.


Dann sollte das doch klar sein, welchen Sinn derartige "Wahlen" hier im Forum haben. ;)

Hmm - gab auch mal Zeiten, da ging nach 2 Tagen ohne Wahl das Gejammer los.
 
Und euch gründlich in Entwicklungspsychologie einlesen
Bin nur gegen Indizierung und für PEGI, da muss ich kein einziges Psychologie-Buch lesen. ^^

Dass in Deutschland an FSK 18 Titel noch geschnippelt wird, hat aber eher politische Gründe als solche, die aufm Jugendschutz beruhen.
...
Zusammengefasst bin ich der Meinung, dass die falschen Leute derartige "Bestimmungen" festlegen und da müsste man dringend etwas in den Strukturen ändern.
Und genau deshalb würde ich diese Woche wohl die Piratenpartei wählen. :D
 
Nach kritischer Abwägung (Bin bald wohl kein Mitglied in der Piratenpartei mehr):

Piratenpartei [x]

Tagesaktuell ausschlaggebend:

Die Piratenpartei kämpft im Rahmen eines kürzlich aufgenommenen Programmpunktes für
einen praktikablen, vernünftigen Jugendschutz
gegen das juristische Mienenfeld, das uns
mit Annahme des JMStV droht
, der seinerseits wiederum als Ziehkind der SPD von dieser
mitgetragen wird, aber auch von den Grünen, und von der CDU/CSU und ihrem
Mehrheitsbeschaffer, der FDP, sowieso.

Die Piratenpartei ist die einzige Partei in der deutschen Polit-Landschaft,
die die wichtige Rolle des Whistleblowings als Kontroll-Instanz für eine funktionierende
Demokratie begreift und sich dem Schutze dieser programmatisch annimmt. Vor diesem
Hintergrund bringt sie auch bei rauem Seegang die Eier auf, für Whistleblowing einzustehen,
während andere Parteien das Thema sachlich meiden, wenn nicht gar wie die Grünen
demokratiefeindlich gegen Whistleblowing handeln
.

Nicht zu vergessen ist der Anblick, der sich dem kritischen Betrachter beim
gesetzgeberischen Prozess um den Dritten Korb zum Urheberrechtsgesetz bietet:
Im Juni diesen Jahres federführend vom Bundesjustizministerium angefangen,
fanden die ersten Beratungen um diese Reform unter Ausschluss der
Öffentlichkeit statt. Stattdessen wurden mit den Lobbyvertretern der
Verwertungsindustrie mal wieder die üblichen Verdächtigen an den Tisch
gebeten. Nächstes Jahr wird der Deutsche Bundestag bzw. dessen
Rechtsausschuss die Beratungen übernehmen.
Die Verbraucher - also wir alle als Privatpersonen - haben in diesen
Verhandlungen keine Lobby. Bis auf die Piratenpartei wendet sich keine
andere Partei diesem Thema verstärkt zu.
Die Eckpunkte des Dritten Korbs des UrhG sind hahnebüchern !
Under anderem scheint ein Leistungsschutzrecht für Verleger mühelos
den gesetzgeberischen Prozzess zu passieren, dass für Verleger finanziell
betrachtet eine 2. (!) Urheberabgabe ist, oder wie ich zu sagen pflege,
Kulturflatrate.
Es ist ungeheuerlich, aber auf alle kopierfähigen Geräte wird seit geraumer
Zeit eine Pauschalabgabe raufgeschlagen, die jene Geräte, also
USB-Sticks, Festplatten, optische Laufwerke, Speicher-Karten, Rohlinge,
etc. verteuert. Das Geld kommt den Rechteinhabern unter der Annahme
entgegen, der unbeschränkte Umgang mit Daten jeder Art würde für
sie zu finanziellen Schäden führen - was übrigens schon seit über einem
Jahrzehnt nicht seriös und fundiert begründet werden konnte.
Nach logischem Rechtsverständnis bedeutet diese vom Verbraucher
unabwendbar grundsätzlich zu tragende Pauschalabgabe ja entweder
eine Rechtfertigung zum freien Konsum bzw. eines Anspruchs für die
Verbraucher auf eine Gegenleistung im Sinne eines fairen Ausgleichs
zwischen Schaffenden und der Allgemeinheit. Aber nichts da !
Pustekuchen ! Trotz quasi-Kulturflatrate gibt es keine Zugeständnisse
für die Allgemeinheit !
Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, droht uns mit dem
Leistungsschutzrecht für Verleger nun eine 2. Kulturflatrate oben drauf,
weil die Verleger der Ansicht sind, dass die 1. sie nicht ausreichend
vergütet - diese natürlich unter den gleichen unfairen Bedingungen wie
der 1. Dieses Zweitverwertungsrecht wird von den Bundestags-Fraktionen
einhellig begrüßt !
Darüber hinaus zeichnen sich mit diesem Dritten Korb des UrhG auch Dinge
wie eine weitere Einschränkung der Privatkopie und ein Verbot intelligenter
Aufnahmesoftware für Webradios am Horizont ab. Es gibt also mehr als genug
Gründe, wieso wir uns sorgen sollten. Die Etablierten tun's nicht - im
Gegenteil, sie treiben diese Fehlentwicklung merkbefreit vorran. Die
Piratenpartei hingegen stellt sich dem bereits in diesem frühen Stadium des
gesetzgeberischen Prozesses entgegen, klärt auf, mobilisiert, etc.

Zuletzt erwähnt, fand' ich in diesem Quartal die Aufnahme
"eines Rechts auf existenzielle Grundsicherung und gesellschaftliche Teilhabe"
ins Parteiprogramm als wegweisend und begrüßenswert.
Wer nach diesem Schritt jetzt noch behauptet, die Piratenpartei nehme
sich nicht der wirklichen Probleme unserer Gesellschaft an, sondern sei eine
spezielle 1-Thema-Partei, der entlarvt sich damit als sachlich blind.

Dieses politische Paket bietet einem momentan keine andere Partei.
Wem's schmeckt, unterstützen, wem's nicht schmeckt, Kritik äußern,
dass Piraten intern sich dieser Kritik annehmen können und diese
mit in die Partei-Arbeit einfließen lassen können.
 
[x] sonstige , mal wieder

Und zum thema piratenpartei: leute, ihr habt wohl echt keine andere sorgen als die jugendfreigabe von medien oder was? Was mit eurem geld und deutschland passiert geht euch scheints völlig am arsch vorbei?!
 
Solange die Piratenpartei nichts anders bietet als ein freies Internet, wird sie nie mehr als eine Randerscheinung sein.
Das muss einfach mehr kommen, die brauchen Leute, die sich auch mit anderen Dingen beschäftigen.
 
und trotzdem gibt es immer noch genug schwachköpfe, die denken, die piratenpartei sei eine regierungsfähige partei....
 
[x] sonstige , mal wieder

Und zum thema piratenpartei: leute, ihr habt wohl echt keine andere sorgen als die jugendfreigabe von medien oder was? Was mit eurem geld und deutschland passiert geht euch scheints völlig am arsch vorbei?!

Och, würd' ich nicht sagen.
Erstmal, siehe oben, Aufnahme eines Rechts auf existenzielle Grundsicherung und gesellschaftliche Teilhabe ins Parteiprogramm.
Zweitens richtet sich die Piratenpartei vehement gegen das SWIFT-Abkommen, auf Grundlage dessen alle Bank-Daten aller EU-Bürger "Zur Terrorismusbekämpfung" in die "Leak-resistenten" USA geschickt werden. Die etablierten Parteien hatten
bezüglich dieses Abkommens bestenfalls Bedenken, Schwarz-Gelb hingegen waren klar souverän und unbeirrbar dafür.
 
Solange die Piratenpartei nichts anders bietet als ein freies Internet, wird sie nie mehr als eine Randerscheinung sein.
Das muss einfach mehr kommen, die brauchen Leute, die sich auch mit anderen Dingen beschäftigen.

Zuletzt erwähnt, fand' ich in diesem Quartal die Aufnahme
"eines Rechts auf existenzielle Grundsicherung und gesellschaftliche Teilhabe"
ins Parteiprogramm als wegweisend und begrüßenswert.
Wer nach diesem Schritt jetzt noch behauptet, die Piratenpartei nehme
sich nicht der wirklichen Probleme unserer Gesellschaft an, sondern sei eine
spezielle 1-Thema-Partei, der entlarvt sich damit als sachlich blind.

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