AW: Bei Nvidia auf der GDC: "Gameworks einziger Zweck ist, den Entwicklern das Leben zu erleichtern"
Aber nVidia beschäftigt (bezahlt Lohn etc.) laut eigener Aussage für 300 Programmierer/Ingenieure, die sich um die Software Programmierung und den Support bei den Game Entwicklern kümmern, das seit Jahren. Wo liegt denn ein durchschnittlicher Lohn eines solchen Angestellten? Abgesehen davon kann sich eigentlich jeder vorstellen, das hier mit Sicherheit Millionen seit Kauf (Ageia) und Weiterentwicklung in die Software Bibliothek geflossen sind, die auch sehr viel umfangreicher ist als ne Haarsimulation wie TressFX. Das nVidia dieses Geld in die Hand nimmt, um die eigenen Produkte zu pushen ist doch logisch und nachvollziehbar. Gibt denn AMD zwei - oder dreistellige Millionenbeträge aus, um nVidia oder Intel zu unterstützten? Ebenfalls mit Sicherheit nicht.
Ich fände es auch am Besten, wenn jeder ungeachtet des Herstellers von den Entwicklungen profitieren könnte und die Features in vielen Games zu Anwendung kämen. Oder das nVidia zumindest den GameWorks Support realisieren würde, das sich eine AMD Karte um die Grafik kümmern würde und die GameWorks Effekte auf einer zusätzlichen nVidia Karte berechnet werden können. So ist und bliebe GameWorks zwar immer noch ein nVidia 'Ding', aber auch alle PCs mit AMD Haupt VGA könnten die GameWorks Effekte aktivieren und nutzen wenn gewollt. Von einer wirklichen Benachteiligung kann dann kaum noch eine Rede sein. Denn die nVidia GPUs benötigen auch meist eine zweite Effekt GPU, da realistische Effekte nun mal entsprechend Leistung schlucken.
Nun vielleicht kommt früher oder später der Tag, an dem nVidia über den eigenen Schatten springt und die komplette GameWorks Bibliothek allen Hardware Herstellern (un)eingeschränkt zur Verfügung stellt bzw. Quellcode offen entsprechende Hardware Optimierungen zulässt.
Erstmal Respekt zu deiner Programm Story.Sehr schönes Beispiel, diskutieren wir das mal kurz ausSorry für Offtopic. Ich bin promovierter Chemiker, und habe 2010 während meiner Promotion eine bestimmte Software entwickelt, mit der man Molekulardynamik-Simulationen auswerten kann. Es gab damals keine vergleichbare Software, deshalb war da eine riesige "Marktlücke". Meine Chefin und ich haben überlegt, ob wir das Programm an die wissenschaftliche Community verkaufen wollen. Aber ich habe dann durchgesetzt, dass wir es für jedermann kostenlos und quelloffen anbieten.
Inzwischen nutzen weltweit über 50 Arbeitsgruppen mein Programm, und es gibt über 100 Fachpublikationen, die es zitieren. Durch diese Bekanntheit habe ich es ziemlich einfach, nach Ablauf der üblichen 2-3 Jahre eine neue Postdoc-Stelle an einer anderen Uni oder einem anderen Institut zu finden. Ich bewerbe mich wo, und der ansässige Prof sagt "Oh, der Entwickler von Programm XYZ, den nehme ich mal, wenn das Programm so bekannt ist." Insofern ist das ziemlich gut für die Karriere, obwohl ich durch das Programm selbst noch keinen Cent eingenommen habeHätte ich damals entschieden, Geld für das neue Programm genommen, wäre es eher ein Rohrkrepierer geworden. Wer kauft schon etwas, von dem er noch nie gehört hat? Und ähnlich ist es mit Grafikbibliotheken. Wie gesagt, sorry für Offtopic, aber deine Aussage passte einfach zu gut.
Wusstest du übrigens, dass Nvidia Gameworks auch nicht verkauft? Wenn ein Entwickler gerne auf Gameworks setzen will, dann kriegt er es kostenlos zur Verfügung gestellt. Das spielt ja mehr als genug sein Geld wieder rein, wenn hinterher das Nvidia-Logo auf dem Spielekarton klebt, und das Spiel sehr gut auf Nvidia-Karten läuft. Wo genau würde Nvidia also einen Cent an Einnahmen verlieren, wenn sie den Quellcode von Gameworks noch heute veröffentlichen würden? Es gäbe dann sogar einige zusätzliche kleine Firmen, die Gameworks verwenden würden, und noch mehr Spiele mit Nvidia-Logo auf dem KartonDass sie es trotzdem geschlossen halten, ist für mich eine verfehlte Entscheidung.
Aber nVidia beschäftigt (bezahlt Lohn etc.) laut eigener Aussage für 300 Programmierer/Ingenieure, die sich um die Software Programmierung und den Support bei den Game Entwicklern kümmern, das seit Jahren. Wo liegt denn ein durchschnittlicher Lohn eines solchen Angestellten? Abgesehen davon kann sich eigentlich jeder vorstellen, das hier mit Sicherheit Millionen seit Kauf (Ageia) und Weiterentwicklung in die Software Bibliothek geflossen sind, die auch sehr viel umfangreicher ist als ne Haarsimulation wie TressFX. Das nVidia dieses Geld in die Hand nimmt, um die eigenen Produkte zu pushen ist doch logisch und nachvollziehbar. Gibt denn AMD zwei - oder dreistellige Millionenbeträge aus, um nVidia oder Intel zu unterstützten? Ebenfalls mit Sicherheit nicht.
Ich fände es auch am Besten, wenn jeder ungeachtet des Herstellers von den Entwicklungen profitieren könnte und die Features in vielen Games zu Anwendung kämen. Oder das nVidia zumindest den GameWorks Support realisieren würde, das sich eine AMD Karte um die Grafik kümmern würde und die GameWorks Effekte auf einer zusätzlichen nVidia Karte berechnet werden können. So ist und bliebe GameWorks zwar immer noch ein nVidia 'Ding', aber auch alle PCs mit AMD Haupt VGA könnten die GameWorks Effekte aktivieren und nutzen wenn gewollt. Von einer wirklichen Benachteiligung kann dann kaum noch eine Rede sein. Denn die nVidia GPUs benötigen auch meist eine zweite Effekt GPU, da realistische Effekte nun mal entsprechend Leistung schlucken.
Nun vielleicht kommt früher oder später der Tag, an dem nVidia über den eigenen Schatten springt und die komplette GameWorks Bibliothek allen Hardware Herstellern (un)eingeschränkt zur Verfügung stellt bzw. Quellcode offen entsprechende Hardware Optimierungen zulässt.
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Sorry für Offtopic. Ich bin promovierter Chemiker, und habe 2010 während meiner Promotion eine bestimmte Software entwickelt, mit der man Molekulardynamik-Simulationen auswerten kann. Es gab damals keine vergleichbare Software, deshalb war da eine riesige "Marktlücke". Meine Chefin und ich haben überlegt, ob wir das Programm an die wissenschaftliche Community verkaufen wollen. Aber ich habe dann durchgesetzt, dass wir es für jedermann kostenlos und quelloffen anbieten.
Hätte ich damals entschieden, Geld für das neue Programm genommen, wäre es eher ein Rohrkrepierer geworden. Wer kauft schon etwas, von dem er noch nie gehört hat? Und ähnlich ist es mit Grafikbibliotheken. Wie gesagt, sorry für Offtopic, aber deine Aussage passte einfach zu gut.
Dass sie es trotzdem geschlossen halten, ist für mich eine verfehlte Entscheidung.
Leider sieht es in der Praxis ja genau umgedreht aus
Bis vor einigen Jahren konnte man ja als Besitzer einer AMD-Grafikkarte einfach noch eine kleine Nvidia-Karte zusätzlich ins System stecken, auf der dann GPU-PhysX berechnet wurde. Das war in meinen Augen eine akzeptable und für alle Seiten faire Lösung. Aber dann hat Nivdia angefangen, solche Setups per Treiber zu blockieren. Heute ist es bekanntermaßen so, dass GPU-PhysX gesperrt wird, wenn irgendwo in dem System irgendeine AMD-GPU entdeckt wird (und sei es nur die iGPU einer APU, die überhaupt nicht benutzt wird). Das geht also sogar so weit, dass man nicht alle Features einer modernen Nvidia-Grafikkarte benutzten kann, nur weil die CPU von AMD ist und eine integrierte Grafikeinheit hat... Finde ich ziemlich heftig. Fast so albern wie ganz früher, als man kein SLI mit Intel-Chipsätzen nutzen konnte, und dafür extra ein Nvidia Nforce-Mainboard anschaffen musste 
Nach der Argumentationslogik hätten Kutschenhersteller Otto und Diesel Motoren Hersteller verklagen sollen, weil die Gefahr eines Monopols sich abzeichnete. Und so weiter und so fort. Jede Innovation so schlecht sie sich auf die Mitbewerber auswirkt ist halt die Gefahr eines Monopols, schon allein weil sie selbst mit Mängeln besser sein kann als alles was die Konkurrenz bietet. Der einzige Schutz gegen Monopole oder die Ablösung besser gesagt, sind noch bessere Innovationen. Es liegt der Grund in AMDs abschneiden nur bei ihnen selbst, nicht bei der Konkurrenz.
Ich habe im letzten Jahr 3 Systeme mit modernen AMD-Grafikkarten in meinem Freundeskreis zusammengebaut (2x R9 390 und 1x R9 380), und da hat bisher keiner der drei irgendetwas von Treiber-Abstürzen berichtet, wenn er Einstellungen ändert.
