ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Falls jemand wissen möchte, wie ich auf weitere Verschwörungstheorien zu 9/11 reagiere, kann mir gerne eine PM schreiben oder hier weiter posten. Erstere Version wird ihn weniger lange belasten.
Jein.
Ja: Sie scheinen (zum Glück) eher auf Tote aus zu sein.
Ja: Ein Angriff auf ein Fußballstadion würde vermutlich mehr Tote bringen (imho aber maximal ein paar hundert)
Mehr Terror als ein kurz-vorm-GAU-stehendes AKW erreicht man damit aber definitiv nicht. (guck dir die aktuelle Lage in der Welt an)
70+ m hohe Bäume sind in Deutschland sehr, sehr selten und es gibt AKWs, die wortwörtlich auf der Wiese/Feld stehen.
Bei guter Sicht (und man kann sich den Tag ja aussuchen) sieht man die Dinger jedenfalls aus mehreren km Entfernung, das reicht locker für den Endanflug - und die grobe Richtung geht nun wirklich mittels Kompass&GPS.
Den einen Terroristen mit 8 Dioptrien, der die Kuppel nicht sieht, sollte es auch nicht überfordern, einen Punkt "50 m neben dem Kühlturm" anzusteuern.
In dem flachen Angriffwinkel, in dem der Anflug aufs Pentagon erfolgte, machte die Fläche wohl eher wenig aus.
Normale Schusswaffen dürften sie bei einem derartigen Schutzobjekt auf alle Fälle tragen - und ich hoffe doch mal, dass sie wenigstens das machen. Schwereres weiß ich eben nicht. Ein Polizist brauch sowas normalerweise nicht, andere Abteilungen, die sie brauchen, haben MPs (z.B. BGS) als Standardausrüstung. Ob private Sicherheitsdienste diese Freiheiten auch haben - k.A.. AKWs sind afaik aber ähnlich eingestuft, wie Flughäfen.
Aber wie gesagt: Selbst wenn gute Waffen vorhanden sind, fehlen bei einem offensiven, konzentrierten Angriff Zeit, Personal und ggf. Stellungen, um sie einzusetzen.
1. Du und 1-2 weitere sind selbst in diesem Forum nicht "Die Meisten".
2. Du verwechselst "Folge" und "angenommene Folge". In Deutschland werden sehr wohl die Folgen und nicht nur der Ablauf einer Tat beachtet (siehe z.B. diverse Regelungen, wo etwas unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist, unter anderen aber nicht), aber es gilt die Unschuldigkeitsvermutung und man darf nicht einfach ein paar hundert Leute ermorden, weil man mal eben so geraten hat, dass sonst vielleicht ein größeres Übel eintritt.
Das Ding heißt nicht "Sekundär", weil es unwichtig ist, sondern weil es das zweite Element in einer zwingend notwendigen Kette ist. Der einzige Unterschied zu einem Schaden am Primärkreislauf ist der Zeitfaktor. Fällt der Primärkreislauf aus, hat man ein paar Minuten, bis der Reaktor sich kritisch aufgeheizt hat. Fällt der Sekundärkreislauf aus, hat man ggf. wenige Stunden, bis der Reaktor UND der Primärkreislauf kritische Temperaturen überschreiten. Wenn das Maschienenhaus des Sekundärkreislaufes weg ist, hilft dir aber auch das nicht weiter. (afaik nutzen alle deutschen Kraftwerke Flusswasser und hoffentlich verfügen sie über ausreichend dimensionierte Rückleitungen für den Ausfall eines Kühlturmes. Da muss man sich als "nur" sorgen machen, weil dessen Einsturz andere Bauten kritisch beschädigen oder den Sekundärkreislauf kritisch verschmutzen könnte - und weil man diese Eierschalen vermutlich wirklich mit 1-2 Treffern aus verfügbaren schweren tragbaren Waffen zerlegen könnte)
Solange wie sie brauchen, um an den Leitungen des Haupt-Kühlsystems und 1-2 Komponenten des Notkühlsystems Sprengladungen anzubringen. Wenn sie sich im Gebäude auskennen und Widerstand leicht überwinden können würde ich mal sagen: Max. 30 Minuten ab Passieren der Einfahrt.
Man darf ja drei Faktoren nicht vergessen:
- Ein GAU muss verhindert werden und nicht ausgelöst
- die, die wissen, wie man ihn verhindert, stehen nicht in 10 Min Bereitschaft, wie das ggf. Sondereinheiten tun
- sie wissen nur, wie man das aus einer funktionierenden Reaktorwarte heraus macht. Davon gibt es pro Reaktor maximal zwei, in Biblis aber nur zwei für zwei Reaktoren
- Wenn die Temperaturen im Reaktorkern einmal so weit angestiegen sind, dass die verwendeten Materialien schmelzen, dann funktionieren die meisten Eingreifverfahren nicht mehr und die Notkühlsysteme sind für Nachzerfallswärme dimensioniert, nicht für einen (teil)aktiven Kern.
Dazu kommt, dass die Atomkonzerne eben nicht verpflichtet sind, die Kraftwerke nachzurüsten -> Dinge, die man heute vermutlich mit einem gut geschützten Computer direkt am Notsystem automatisch auslösen würde, sind ggf. halbautomatisch oder vollmanuell von leicht zugänglichen=zerstörbaren Positionen auszulösen.
Wie gesagt: Sie müssen keine Position halten. Sie müssen nur einige Schlüsselpositionen (kürzeste Liste könnte "Steuerwarten" lauten, realistisch-kurze dürfte "Notrstromdiesel, Leitung zu Batterie, Netzanschluss" sein. Im Worst-Case gehen alle drei Kabel durch den gleichen Schacht) zerstören - den Rest macht der Reaktor von alleine.
Jedoch denke ich, dass eine Terrorgruppe, wie eben Al Quaida eher daran interessiert ist, eine möglichst große Anzahl von Menschen zu töten als darauf zu hoffen, dass es einen Strahlungsunfall gibt, daher werden sie eher Ziele angreifen, die man eben einfacher angreifen kann und bei der mehr potenzielle Opfer sind. Eine Sportmaschine wie eine Cessna, voll gepackt mit Sprengstoff, richtet sicher mehr Schaden an, wenn du es in ein voll besetztes Fußballstation fliegst als versuchst das Gebäude eines Reaktors zu treffen.
Jein.
Ja: Sie scheinen (zum Glück) eher auf Tote aus zu sein.
Ja: Ein Angriff auf ein Fußballstadion würde vermutlich mehr Tote bringen (imho aber maximal ein paar hundert)
Mehr Terror als ein kurz-vorm-GAU-stehendes AKW erreicht man damit aber definitiv nicht. (guck dir die aktuelle Lage in der Welt an)
Das WTC war deswegen ein besseres Ziel, weil es hoch war, man konnte es von weitem gut sehen, ein Reaktorgebäude ist schlechter zu sehen, besonders wenn Bäume oder andere Gebäude im Weg sind,
70+ m hohe Bäume sind in Deutschland sehr, sehr selten und es gibt AKWs, die wortwörtlich auf der Wiese/Feld stehen.
Bei guter Sicht (und man kann sich den Tag ja aussuchen) sieht man die Dinger jedenfalls aus mehreren km Entfernung, das reicht locker für den Endanflug - und die grobe Richtung geht nun wirklich mittels Kompass&GPS.
du kannst nur die Kühltürme als Anhaltspunkt nehmen, doch du musst eben schnell und gut fliegen können, denn die Kühltürme treffen bringt nichts.
Den einen Terroristen mit 8 Dioptrien, der die Kuppel nicht sieht, sollte es auch nicht überfordern, einen Punkt "50 m neben dem Kühlturm" anzusteuern.
Das Pentagon ist deutlich größer (280m Außenlänge) und es ist von der Fläche her deutlich größer als ein Reaktorgebäude, daher ebenfalls von weitem gut zu sehen, also kein Vergleich.
In dem flachen Angriffwinkel, in dem der Anflug aufs Pentagon erfolgte, machte die Fläche wohl eher wenig aus.
Sind die Wachleute überhaupt bewaffnet?
Und selbst wenn, dann nur mit Standardpistolen, Maschinenpistolen darfst du auch Polizist auch nicht einfach zu haben, dafür musst du ausgebildet sein.
Normale Schusswaffen dürften sie bei einem derartigen Schutzobjekt auf alle Fälle tragen - und ich hoffe doch mal, dass sie wenigstens das machen. Schwereres weiß ich eben nicht. Ein Polizist brauch sowas normalerweise nicht, andere Abteilungen, die sie brauchen, haben MPs (z.B. BGS) als Standardausrüstung. Ob private Sicherheitsdienste diese Freiheiten auch haben - k.A.. AKWs sind afaik aber ähnlich eingestuft, wie Flughäfen.
Aber wie gesagt: Selbst wenn gute Waffen vorhanden sind, fehlen bei einem offensiven, konzentrierten Angriff Zeit, Personal und ggf. Stellungen, um sie einzusetzen.
In Reli hab ich neulich gelernt dass es zwei Argumentierweisen gibt: die Utilitaristische und die Deontologische.
Die Utilitaristische beachtet nur die Handlung. Wenn die Handlung gegen Normen bzw. Werte (nicht töten, nicht lügen, Gerechtigkeit, ...) verstößt, dann ist sie nicht gerechtfertigt und muss unterlassen werden.
Die deontologische Argumentierweise sieht nur die Folgen der Handlung, also was für die Menschheit besser ist. Die Handlung steht dabei eher im Hintergrund.
In Bezug auf einen Anschlag auf ein AKW bin ich und die Meisten hier anscheinend auch dieser Meinung.
In Deutschland gilt aber die utilitaristische Meinung (laut Gesetz zumindest) .
Und das ist FALSCH. Bis ein entführtes Passagierflugzeug abgeschossen werden darf, vergehen Tage.![]()
1. Du und 1-2 weitere sind selbst in diesem Forum nicht "Die Meisten".
2. Du verwechselst "Folge" und "angenommene Folge". In Deutschland werden sehr wohl die Folgen und nicht nur der Ablauf einer Tat beachtet (siehe z.B. diverse Regelungen, wo etwas unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist, unter anderen aber nicht), aber es gilt die Unschuldigkeitsvermutung und man darf nicht einfach ein paar hundert Leute ermorden, weil man mal eben so geraten hat, dass sonst vielleicht ein größeres Übel eintritt.
Und ich denke mal, dass die Kühltürme nur unwesentlichen Schaden auslösen würden, denn immerhin ist es nur ein Sekundärkreislauf.
Das Ding heißt nicht "Sekundär", weil es unwichtig ist, sondern weil es das zweite Element in einer zwingend notwendigen Kette ist. Der einzige Unterschied zu einem Schaden am Primärkreislauf ist der Zeitfaktor. Fällt der Primärkreislauf aus, hat man ein paar Minuten, bis der Reaktor sich kritisch aufgeheizt hat. Fällt der Sekundärkreislauf aus, hat man ggf. wenige Stunden, bis der Reaktor UND der Primärkreislauf kritische Temperaturen überschreiten. Wenn das Maschienenhaus des Sekundärkreislaufes weg ist, hilft dir aber auch das nicht weiter. (afaik nutzen alle deutschen Kraftwerke Flusswasser und hoffentlich verfügen sie über ausreichend dimensionierte Rückleitungen für den Ausfall eines Kühlturmes. Da muss man sich als "nur" sorgen machen, weil dessen Einsturz andere Bauten kritisch beschädigen oder den Sekundärkreislauf kritisch verschmutzen könnte - und weil man diese Eierschalen vermutlich wirklich mit 1-2 Treffern aus verfügbaren schweren tragbaren Waffen zerlegen könnte)
Allerdings weiß ich nicht, wie lange die Terroristen "durchhalten" müssten, damit ein Gau in der Tat eintritt und nicht verhindert werden kann.
Solange wie sie brauchen, um an den Leitungen des Haupt-Kühlsystems und 1-2 Komponenten des Notkühlsystems Sprengladungen anzubringen. Wenn sie sich im Gebäude auskennen und Widerstand leicht überwinden können würde ich mal sagen: Max. 30 Minuten ab Passieren der Einfahrt.
Man darf ja drei Faktoren nicht vergessen:
- Ein GAU muss verhindert werden und nicht ausgelöst
- die, die wissen, wie man ihn verhindert, stehen nicht in 10 Min Bereitschaft, wie das ggf. Sondereinheiten tun
- sie wissen nur, wie man das aus einer funktionierenden Reaktorwarte heraus macht. Davon gibt es pro Reaktor maximal zwei, in Biblis aber nur zwei für zwei Reaktoren
- Wenn die Temperaturen im Reaktorkern einmal so weit angestiegen sind, dass die verwendeten Materialien schmelzen, dann funktionieren die meisten Eingreifverfahren nicht mehr und die Notkühlsysteme sind für Nachzerfallswärme dimensioniert, nicht für einen (teil)aktiven Kern.
Dazu kommt, dass die Atomkonzerne eben nicht verpflichtet sind, die Kraftwerke nachzurüsten -> Dinge, die man heute vermutlich mit einem gut geschützten Computer direkt am Notsystem automatisch auslösen würde, sind ggf. halbautomatisch oder vollmanuell von leicht zugänglichen=zerstörbaren Positionen auszulösen.
Trotzdem hast du eben nicht sofort einen Gau, sowas dauert eine Zeit und die Frage ist ja, können die Terroristen ihre Position so lange halten?
Wie gesagt: Sie müssen keine Position halten. Sie müssen nur einige Schlüsselpositionen (kürzeste Liste könnte "Steuerwarten" lauten, realistisch-kurze dürfte "Notrstromdiesel, Leitung zu Batterie, Netzanschluss" sein. Im Worst-Case gehen alle drei Kabel durch den gleichen Schacht) zerstören - den Rest macht der Reaktor von alleine.
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