An dieser Stelle mal den Hinweis auf Deine Stromrechnung: hier sollte ausgewiesen sein, zu wieviel Teilen an Atomstrom und Ökostrom Dein Anbieter die Stromversorgung zusammenstellt.
In meinem Fall 51% Wasser, 48,7% Wind, 0,3% Sonne - aber das dürfte nach bisherigen Argumentation wohl auch niemanden überraschen
Also ich für meinen Teil kann mir nicht plausibel vorstellen, dass kurz- oder mittelfristig die Möglichkeit besteht, die AKW´s abzuschalten, ohne das es zu enormen Versorgungsproblemen kommt.
Tjp. Ich kanns, warum hab ich dargelegt - mehr kann man nicht machen. Wenn andere Leute auf Basis der gleichen Fakten mittels Logik zu einem anderen Ergebnis kommen, dann heißt es ausprobieren
ich habe lieber hier in Deutschland ein AKW dass strengsten Auflagen unterliegt, als...
Dem Satz könnte ich mich sogar anschließen, aber leider unterliegt in Deutschland kein AKW strengsten Aufflagen (darunter würde ich z.B. die Nachrüstpflicht aller Sicherheitsstandard auf Kosten des Betreibers verlangen. De facto gibt es aber ein Option auf Nachrüstung zu Lasten des Staates). Desweiteren müsste man den Satz noch um "Endlager, die strengste Auflagen erfüllen" (bislang werden nicht mal die Auflagen akzeptiert) und "Aufbereitungsanlagen, die strengsten Auflagen entsprechen" (In Tomsk nicht ganz der Fall) ergänzen. Kurz: Die tolle, sichere und saubere Kernenergie, die einige für möglich halten, müsste man erst einmal von grund auf neu errichten und dabei noch eine ganze Menge unlösbare technische Probleme lösen.
Da kann man auch ebensogut die tolle, sichere und saubere EE-Option bauen. Ist auch nicht teurer und geht ohne unlösbare Probleme.
Es gibt durchaus plausible Gründe warum es hier anders ablaufen sollte, als in Frankreich. Z.B. ist dort die AKW Bewegung bei weitem nicht so groß wie hier, wenn hier Notabschaltungen passieren, gibt es ein, im Vergleich, riesiges Echo. Hier ist es sehr viel schwieriger, ernsthafte Probleme einfach zu ignorieren, ohne massive Kritik zu ernten.
Ich verstehe das gerade richtig.?:
Du bist für deutsche AKWs, weil es so viele gibt, die gegen deutsche AKWs sind?
Weiterhin glaube auch ich, das in großen Unternehmen gepfuscht werden kann, aber das kann auch in kleinen Unternehmen passieren. Wenn dies aber einem großen Unternehmen passiert, ist das mediale Echo ungleich größer. So bietet es sich auch für die Politik an, sich hier als Macher darzustellen, was bei einem kleinen Unternehmen schon schwieriger ist. Auch ist es in einem großen Unternehmen einfacher Probleme zu beheben, als in 100 Kleinen.
Wenn ich mir angucke, das Vattenfall weiterhin Atomkraftwerke in Deutschland (oder auch nur innerhalb der EU) betreiben darf, dann ist Pfusch und Lug mit AKWs offensichtlich kein Ansatzpunkt für die "Macher" in der Politik.
Das kleine Unternehmen auch nicht seltener tricksen, mag stimmen (ich selbst sehe eine leichte Tendenz für tricksende Unternehmen, schneller groß zu werden und ehrliche Unternehmen rauszudrängen), aber hier geht es nunmal nur um die "kann tausende Menschen töten"-Größenklasse.
Das lag nicht an meiner AKW-Brille, sondern daran, dass ich die Funktion der PSKW falsch verstanden hatte. Ich dachte nämlich, die decken die Spitzenlast an sich ab und nicht nur den Bereich der Laständerung, bis Gasturbinen-KWs oder ähnlcihes angelaufen sind

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Meinst du mit der Spitzenlastabdeckung die höhere Spitzenlast, wenn die Grundlast niedriger ausfällt? Wenn ja, bräuchte man nur mehr GuD-Gasturbinen-KWs.
Die produzieren dann auch noch Fernwärme, die bis zur Nacht gespeichert werden kann.

Damit wären wir dann beim Unterschied von "Spitzenlast", "Lastspitzen" & Co und dem Mangel an exaktem Vokabular
Also, was ich meine/weiß/denke, ist folgende:
Speicherkraftwerke werden genutzt, um zeitliche Differenzen zwischen Produktion und Nachffrage zu kompensieren. Z.T. überbrückt man nur kurze Zeiträume, bis Lastfolge- oder Spitzenlastkraftwerke anspringen (z.B. wird die Zeitspanne bis zum Anlaufen eines Gaskraftwerkes teilweise durch Batteriespeicher und den Regelspielraum anderer Kraftwerke gepuffert). Die PSKW in Deutschland kompensieren dafür vor allem über 24h Zeiträume, d.h. die Tag/Nacht-Unterschiede in der Differenz zwischen Produktion und Nachfrage. Mit der derzeitigen Inrastruktur aus Groß-, vor allem Atomkraftwerken, haben wir eine relativ konstante (Grund-)Produktion. Wir haben aber keinen konstanten Grundverbrauch, Nachts wird deutlich weniger verbraucht als Mittags und die Peaks liegen am Vormittag und Vorabend. Um den gleichmäßig zu allen Tages- und Nachtzeiten produzierten Strom also zu den Zeiten nutzen zu können, zu denen er gebraucht wird, füllt man damit nachts die Pumpspeicher verstromt das ganze tagsüber wieder.
Würde man die Leistung der Atomkraftwerke durch andere Kraftwerksarten ersetzen, dann würde sich auch die Differenz zwischen Produktion und Verbrauch anders entwickeln.
Solaranlagen z.B. würden nachts gar nicht produzieren, dafür Mittags sehr viel. Bei gleicher Gesamtproduktion wie bisher mit den AKWs*, hätte man jetzt also tagsüber einen Überschuss und nachts einen Mangel, wo man bisher nachts einen Überschuss und tagsüber einen Mangel hatte. Einfache Lösung: Die gleichen Speichersysteme, die bislang den Ausgleich bewerkstelligt haben, können das auch in umgekehrter Richtung, in dem man sie tagsüber füllt und nachts leert.
Die Feinregulierung im Minuten- oder Stundenbereich (Lastspitzen, Gaskraftwerke) ist davon komplett unabhängig. Die würde man weiterhin brauchen, denn da werden schon heute nicht Produktionsschwankungen, sondern Nachfrageschwankungen ausgeglichen - die würden bei anderen Kraftwerken natürlich genau gleich bleiben.
*: Ich bin mir klaren darüber, dass Solaranlagen in der Leistungsklasse deutscher Atomkraft arsch teuer wären. Aber sie sind nunmal das anschaulichste Beispiel dafür, dass wir ziemlich hohe Speicherkapazitäten haben, die für neue Zwecke zur Verfügung stehen, wenn sie nicht mehr Atomstrom speichern müssen.
Macht man das Beispiel mit Windkraft, müsste man z.B. keine regelmäßigen diurnalen Schwankungen in der Produktion ausgleichen, sondern zufällige in einer Größenordnung von einigen Stunden. In dem Fall würden die PSKW vermutlich weiterhin primär nachts speichern und tagsüber abgeben - und es wäre dabei komplett egal, dass die Windfarm nicht 24h am Tag 1000,0000 MW einspeist. Denn ob ich den Pumpspeicher von 22:00 bis 6:00 mit 8x 1GWh fülle, oder ob ich ihn von 22:00-24:00 mit 2x 0,5 GWh, von 0-1h mit 1x 0,0GWh (Produktion deckt gerade eben so Bedarf), von 1:00-2:00 mit 1x1GWh und von 2:00-6:00 mit 4x 1,25GWh fülle, ist vollkommen Banane. Was zählt ist nur, dass ich nach 8h Nachtschicht 8 GWh in den Speicher gesteckt habe - wie (un)gleichmäßig die produziert wurde, hat keine Auswirkung aufs Volumen.
Und das gilt nicht nur für PSKW, sondern auch für normale Wasserkraftwerke: Wir beziehen immerhin 3% unserer Energie aus Wasserkraft. Die kann man beliebig und sehr schnell regeln, wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass überall in Deutschland (oder gar Europa) zeitgleich Windstille herrscht. Es ist einfach falsch, dass wir zuwenig Speicher und Kompensationsmöglichkeiten haben. Das größte Hinderniss für die Regelung der deutschen Netze sind die AKWs, die man nicht abschalten kann, wenn man sie nicht braucht.
E.on kann man also durchaus trauen, zumindest E.on Bayern.
Pannen, die direkt in der Statistik landen, sind schon das kleinere übel

Davon abgesehen: War E.on nicht der Konzern, der vor einem Jahr Groß mit Gezeitenkraftwerken Werbung gemacht hat, die weder als Prototyp noch als Baugenehmigung noch als Finanzierungsplan existieren? Der mit Putin eine gewisse Pipeline baut? Der Kommunalpolitikern gerne mal eine Freude bereitet? Der von der EU wegen Marktabsprachen verurteilt wurde?
Sorry, aber Vertrauen erwirbt sich ein Konzern bei mir auf andere Art und Weise.
Ach ja: "E.on Bayern" ist nichtsweiter als ein Stromverkäufer.
Isar1&2 werden von "E.on Kernkraft" betrieben.
Genau diejenigen, die eben auch zur Hälfte für Krümmel und zu 1/3 für Brunsbüttel verantwortlich sind - übrigens beide ~baugleich zu Isar1. Viel Spaß noch mit deinem "sicheren" AKW....