Wiederhole deine Frage noch mal, bin mir jetzt nicht ganz klar, worauf du hinaus willst.
Ich will auf "richtigen Zeitpunkt" vs. Egoismus hinaus.
Fakt ist: Der Energieverbrauch der Menschheit steigt seit ettlichen Jahrtausenden und das Verlangen nach Energie wird auch in Zukunft weitersteigen
Fakt ist: Das abzubrechen führte, führt und wird führen zu einer Verlangsamung des Anstieg des Lebensstandards, je nach Dehnung des Abbruches sogar zu einem Stillstand oder einem gewissen Rückgang für einige
Fakt ist aber auch: Die der Menschheit (auf diesem Planeten - aber wenn wir nicht mal den schonen können, können wir auch keinen neuen besiedeln) zur Verfügung stehende Energiemenge ist langfristig begrenzt. Man mag viel darüber diskutieren können, wo das tollerierbare Limit - je nachdem, welche ökologischen Maßstäbe man einbezieht und welche Techniken man zu Grunde legt vor 100 Jahren (auf der Welt soll es noch was anderes als Menschen geben, real existierende Technologie) oder meinetwegen auch erst in 1000 Jahren (vollständige Umstrukturierung des Planeten in eine künstlichte, der Grundversorgung der Menschen dienende Konstruktion unter Verwendung von Techniken, die bislang reines Wunschdenken sind). Aber es gibt kein unbegrenztes Wachstum.
Schlussfolgerung:
An irgend einem Punkt zwische "heute" und "in ein paar Jahrhunderten" wird die Menschheit den Zuwachs ihres Energieverbrauches stoppen müssen und das wird einen Verzicht auf Lebensstandard(zuwachs) bedeuten.
Meine Frage ist nun:
Welchen objektiven, nicht egoistischen Grund gibt es, diesen Zeitpunkt nicht "jetzt" zu setzen?
Warum sollten die Konsequenzen in der Zukunft milder ausfallen?
Es gibt viele Argumente, die genau das Gegenteil besagen. Angefangen bei der historischen Beobachtung, dass der Lebensstandard zunehmend mehr vom Energieverbrauch abhängt (und somit zunehmend schwerer von einer Einschränkung desselbigen betroffen wäre), über grundlegende Wachstumsmechanismen (steigende Weltbevölkerung -> langfristig tragbare Versorgung schwerer zu realisieren -> größere Prokopf-Einbußen) bis hin zu Folgeeffekten in der Natur (heute werden weite Teile unser Grundbedürfnisse durch die Ökossphäre dieses Planeten erledigt. Mit fortschreitender Zerstörung werden wir und mehr selbst davon erledigen müssen -> mehr und mehr Energie wird unverzichtbar für extentielle Aufgaben benötigt -> ein entsprechend größer Anteil muss am Lebensstandard gespart werden).
Imho ist der optimale Zeitpunkt in der westlichen Welt für eine Deckelung des Verbrauches schon vergangen, aber noch sind wir in einer Situation, in der wir uns regenerativ Versorgen könnten, ohne Abstriche machen zu müssen und wenn wir die Anstrengungen, die zur Zeit darauf gerichtet werden, in neuer Weise zusätzliche/mehr Energie zu verbrauchen, darauf konzentrieren, bei konstantem Lebensstandard den Energieverbrauch durch höhere Effizienz zu senken, dann könnten wir dem großen Zusammenbruch entrinnen.
D.h. wer sich täglich körperlich betätigt und deswegen nicht einen Tag mit nur waschen auskommt, der könnte weiterhin duschen - aber bitte in einem perfekt isolierten Bad, durch geothermie vor- und mittels Solarthermie aufgeheiztem Wasser. Wer elektronische Unterhaltungsmedien braucht: Bitte. Aber mal ehrlich - gibts nicht genug Spiele von vor 5 Jahren, die heute genauso (oder mehr) Spaß machen würden, als aktuelle Titel und die man auf einem 30 W statt 300 W Rechner spielen könnte? Wäre es ein so großer Nachteil, ein funktionierendes ÖPNV System zu nutzen? (das die aktuellen oft nichts taugen, ist mir klar - ÖPNV steht nunmal vor dem Henne-Ei--Kapitalismus-Problem, demnach neue Linien nur eingerichtet werden, wenn sie sich lohnen, was sie aber nicht können, solange niemand ÖPNV nutzen kann/will, weil er damit nicht ans Ziel kommt)
@Quanti und Ruyven: Nochmal wegen meiner Idee mit der Radioisotopenbatterie: Wenn ich den Atommüll ins Wasser lege, gibt er
a) Radiaktivät ab und
b) Wärem ab,
oder nicht?
Dann könnte man ja quasi eine stationäre "Batterie" bauen, die als Kraftwerk dient.
Ahso, du redest vom Müll.
Ich dachte die ganze Zeit, du wolltest neues Spaltmaterial in Isotopenbatterien packen und damit Kraftwerke ersetzen.
Beim Müll wäre das ggf. eher ein Ansatz, da weiß ich aber zuwenig über den Herstellerungsaufwand. Die normalerweise verwendenten Energieträger strahlen wesentlich mehr und wenn die Leistung der Batterie zu niedrig auffällt, dann ist das im Vergliech zum Aufwand ggf. zuwenig. (gerade auch wegen der aufwendigen Abschirmung)

Was spricht eigentlich gegen Niedrigtemperaturkraftwerke (ORC oder Kalina), die ihre Wärme aus Abklingbecken (die dann ggf. wesentlich länger genutzt werden) beziehen? Müsste man dann zwar etwas aufwendiger bauen, um bis 200°C gehen zu können, aber das wäre eine einmalige Investition, die im Vergleich zur Zahl der erfassten Brennstäbe klein sein sollte.