Atomenergie & Energiepolitik (inkl. Umfrage "Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?")

Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 84 51,2%
  • Nein

    Stimmen: 80 48,8%

  • Umfrageteilnehmer
    164
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Eindeutig YES zu Atomstrom aus ganz einfachen Gründen die wären: Die alternative erneuerbare Energie, ich nenn sie mal "Bio Strom" ist noch lang von entfernt die Effizient zu erreichen so das sie den Atomstrom ablösen könnte weil die Alternative Energiegewinnung noch überhaupt nicht halbwegs ausreichend ausgebaut wurde. Würde man jetzt also einfach so alle AKWs abschalten... woher dann den Strom nehmen um den gesammten bedarf zu decken? Eine Möglichkeit wär importieren gegen Bares und das heißt: Wieder Schulden machen. Atom Energie aka Brückentechnologie - in wirklichkeit ein Notweniges Übel! :-_-:
 
Deutschland muss aus der Atomenergie aussteigen.Punkt.
Mir ist natürlich klar, dass man nicht einfach den Schalter umlegen kann, aber über die nächsten Jahre muss ein langsamer Ausstieg stadfinde. Wenn man aber Strom aus dem Ausland kauft um das Vakum zu decken dass durch einen Atomausstieg entsteht, ist das keine Lösung, da die meisten andern Länder den Großteil ihres Stromes aus AKWs bekommen.
 
Wenn man aber Strom aus dem Ausland kauft um das Vakum zu decken dass durch einen Atomausstieg entsteht, ist das keine Lösung, da die meisten andern Länder den Großteil ihres Stromes aus AKWs bekommen.

Selbst das zukaufen von Atomstrom ist das kleinere Übel als das bei uns weitere Reaktoren aktiv sind. Da jeder stillgelegte Reaktor ein Risikofaktor weniger ist.
 
@Wired und JoBo: Selbst wenn wir alle AKWs auf einmal abschalten würden, würden wir immernoch Strom im Überfluss produzieren und exportieren.

Zum Vergleich: Wenn Grundremmingen laut Betreiber 30% des bayerischen Stroms deckt (2,5GW), dann müsste der gesamte Stromverbrauch Bayerns 8 GW betragen.
Hiervon decken alleine die AKWs in Bayern 6,5 GW ab, die ganzen Solarparks und andere Kraftwerke eingerechnet, wird der gesamte Stromverbrauch mal eben abgedeckt.

Zum Vergleich: das Braunkohlekraftwerk Niederaußen erzeugt alleine 6,5GW.

@ITpassion-de: Das Problem bei modernen Reaktoren wie den Vor-Konvoi und Konvoi-Anlagen ist weniger die Betriebssicherheit als die Müllproduktion, für die gibt es nämlich keine Lösung.
 
Ich wiederhole es gerne nochmal: Die deutschen Vorkonvoi-Kraftwerke sind (abgesehen von der Position der Steuerstäbe in einem PWR) keinen Tick sicherer, als Fukushima.
 
Die wurden sicherheitstechnisch auf Konvooi-Systeme aufgerüstet?!?
Abgesehen davon sind es Druckwasserreaktoen, dass alleine hätte vieles dort unmöglich gemacht-->Radioaktives Wasser verlässt heir nämlich den Reaktorraum.

Abgesehen davon ist Vor-Konvoi ein Bau-Typ aus den sehr späten 70ern, während die Kuushima-Blöcke wann gebauten wurden? In den frühen 70ern? Am Besten noch in der ersten SWR-Baulinie?

EDIT: Die Fukushima-Blöcke gehören größtenteils zur ersten Generation von Reaktoren...
 
Fukushima ist Gen2 (Baubeginn 2-8 Jahre vor KKG) und hat, genauso wie ein Vor-Konvoi-Kraftwerk, ein automatisches Notabschaltsystem + mehrfach redundante Notkühlsysteme (unzureichend geschützt, wie bei einigen deutschen Reaktoren), einen Druckbehälter + primäres Containment + (in beiden Fällen wegen mangelnder Stabilität zu kritisierendes) Schutzgebäude als sekundäres Contrainment drum rum. Als Bonus noch die Dampfpumpe, die in den ersten Tagen die Notkühlung aufrechterhalten könnte, und die afaik in allen deutschen Reaktoren fehlt.
Die Bauweise als SWR bringt zusätzliche Risiken für das innere der Turbinenhalle mit sich - aber das ist bei entsprechender Bauweise derselen (die hier gegeben zu sein scheint, denn die Turbinenhäuser sind afaik weiterhin unbeschädigt) kein Risiko für die Umgebung, sondern nur für den Betreiber, der Schäden am Turbinensystem nur mit wesentlich größerem Sicherheitsaufwand beheben kann.

Ich bleib dabei:
Die einen Monat alte Feststellung, dass deutsche AKWs genauso "sicher" wie japanische sind, war leider nicht falsch.
Fukushima hatte einfach "nur" mehr Pech, dass eine "unvorsehbare" externe Katastrophe massive Schäden angerichtet hat, aber die technischen Schwachpunkte finden sich in Deutschland genauso - egal ob es die schwache Kuppel von Grafenrheinfeld, die Notstromversorgung von Biblis, der gänzlich fehlende Schutz bei Kernschmelzen in Brünnsbüttel, Krümmel & Co, MOX in Brokdorf,... Dazu kommen dann noch fehlerhafte Bauausführungen, die z.T. erst nach Jahrzehnten entdeckt werden, fraglische Schweißnähte, Konstruktionsmängel, Betreiber, die nichtmal unbedenkliche Störfälle von sich aus melden, Dieselgeneratoren, die bei Tests bevorzugt nicht anspringen, fehlende Sicherheitswarten, etc. Was die Zwischenlagerung alter Brennstäbe angeht macht uns afaik so schnell auch niemand was vor. (zugegeben: In Deutschland sitzen die Abklingbecken meist nicht auf dem Containment - aber nach aktuellem Stand der Dinge gingen min. drei der vier Explosionen in Fukushima, die sie freilegten, auch nicht vom Reaktor, sondern von den Abklingbecken selbst aus, so dass das auch keinen großen Unterschied in diesem Fall macht)
Man sollte imho langsam mal damit aufhören, alle Wunschvorstellungen des EPWR auf die bestehenden deutschen Kraftwerke zu projezieren, denn die kommen da größtenteils nicht annähernd ran. Der einzige große Pluspunkt gegenüber Japan ist die geologische Lage. Bei uns können ""nur"" Rhein, Elbe und Co über die Ufer treten und die AKWs auf Tauchstation schicken und vom Reingraben werden auch ""nur"" Beben bis 5, maximal 6 befürchtet. Aber imho ist das schon bedenklich genug und desweiteren fällt es wieder in die "vorhergesehene Gefahren"-Kategorie. Wie mitlerweile jedem klar sein sollte, gibt es aber auch Gefahren, die 6 Milliarden Besserwisser erst einen Tag nach ihrem Eintritt "vorher"sehen. Ein Kraftwerk, dass das Leben von Millionen von Menschen bedroht, muss imho auch darauf vorbereitet sein. (und ja, ich weiß, dass das quasi unmöglich ist. Was daraus folgt kann sich wohl jeder selbst denken)
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Reaktoren in Fukushima wurden ab 1967 gebaut, die Bauline 69 für SWR wurde erst 1969 festgelegt.
Die Bauweise hat insofern direkt mit der Sicherheit zu tun, dass DWR normalerweise die Kontrollstäbe "ausklinken" können und sie damit immer funktionieren sollten.

Die Dampfpumpe fehlt in den deutschen AKWs, da hast du recht, andererseits reichen die Generatoren in den Vor-Konvoi-Anlagen und Konvoi-Anlagen an sich im Störfall aus, da ein einzelner von ihnen genügend Strom liefert.
Mir wäre außerdem von den Kraftwerken der genannten Baytypen nicht bekannt, dass die Dieselgeneratoren nicht funktionstüchtig wären.
Dass die Notkühlsysteme in Biblis und anderen AKWs (Krümmel, Brokdorf, usw.) nicht allzu gut sind (im Erdbebenfall vermutlich nicht als solche zu bezeichnen), zweifle ich nicht an, von daher sollten diese schon längst vom Netz sein.

Die Notkühlung in neueren Kraftwerken gab bisher kaum Anlass zu Kritik und mit entsprechender Wartung laufen auch alte AKWs noch sher zuverlässig und die neueren ebenfalls. Sie Isar und Grafenrheinfeld, mit die zuverlässigsten AKWs ind Deutschland.

es die schwache Kuppel von Grafenrheinfeld
Diese Kuppel wurde gegen eine Phantom ausgelegt und hält prinzipiell auch dem Aufschlag einer größeren Maschine stand, davon abgesehen, hast du im Simulator schon mal versucht, etwas von der Größe eines Einfamileienhauses mit 300+kn zu treffen?

€:Es gibt immer Gefahren, und man kann alles schlecht reden.
Photovoltaikanlagen sind ebenfalls extrem gefährlich, schonmal drüber nachgedacht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch wieder wahr.
Aber die Gefahr eines Hausbrandes ist höher als die Gefahr eines Super-GAUs.
Wesentlich höher.
 
Aber die Gefahr eines Hausbrandes ist höher als die Gefahr eines Super-GAUs.
Wesentlich höher.

Und was sagt uns das?
Vermeidbare Technologien welche Folgen generieren die kein Mensch über die komplette Zeit kontrollieren können. Sollte man schleunigst umgehen.
Zu Feuer und Häusern gibt es weniger Alternativen :schief: .
 
@ axel25

Auch nicht höher als die Gefahr, das die normale Hausinstallation in Flammen steht und soviel ich weiß sind auch in einem AKW Stromleitungen verlegt! :schief:
 
Das Problem ist nicht die Photovoltaikanlage selbst, sondern dass du sie nicht abschalten kannst. Sie produziert auch Strom auch der Trennung vom Netz, das heißt, im Brandfall bleibt der Feuerwehr nichts anderes übrig, als das Haus komtrolliert abbrennen zu lassen.
 
Genauso wie bei WKA's, aber immer noch besser als radioaktive Elemente zu hinterlassen. Worauf willst du hinaus? Diese Argumentation läßt AKW's in keinen besseren Licht stehen! :D
 
Nur das Argument mit der Sicherheit: AKWs haben ihre Nachteile.
Photovoltaikanlagen ahbe ihre Nachteile.

Und direkt lebensgefährlicher sind PV-Anlagen, zumindest wenn eine Kernschmelze rechnerisch im Schnitt in D alle 1666 Jahre eintritt.
 
ALLE stromerzeugende Maßnahmen haben Nachteile, aber nur Nachteile aufzuzählen sind keine Argumentation für ein PRO oder KONTRA derer. :schief:

Die Umweltverträglichkeit bei Herstellung und Verwendung sind auf Platz eins nix anderes! ;)
 
Nur das Argument mit der Sicherheit: AKWs haben ihre Nachteile.
Photovoltaikanlagen ahbe ihre Nachteile.

Und direkt lebensgefährlicher sind PV-Anlagen, zumindest wenn eine Kernschmelze rechnerisch im Schnitt in D alle 1666 Jahre eintritt.

Rechnerisch alle 1666 Jahre... und wie viele gab es schon in ca. 50 Jahren AKWs? :schief:
 
Die vielleicht einfachste Lösung wär doch einfach eine Art Perpetuum als Energiegenerator, keine ahnung ob etwas dieser Art schon möglich is. :hmm:
 
Da solltest du nochmal deinen Physiklehrer befragen!

Bereite dich aber darauf vor, das die Physik in Form eines Buches dir entgegenkommt. :D
 
Nur das Argument mit der Sicherheit: AKWs haben ihre Nachteile.
Photovoltaikanlagen ahbe ihre Nachteile.

Und direkt lebensgefährlicher sind PV-Anlagen, zumindest wenn eine Kernschmelze rechnerisch im Schnitt in D alle 1666 Jahre eintritt.

Alle 1666 Jahre ein paar hundert direkt getötete und mehrere zehntausend, die an Krebs vorzeitig sterben (im Best Case)...
Wieviele hundert Leute sind letztes Jahr an den Folgen von PV-Anlagen gestorben? Ich glaube ~0...
Denn -Überraschung- gegenüber dem 3x230V Netzanschluss (der dank Sicherungen aber auch vernachlässigbar ist als Brandbeschleuniger), den die wenigsten Ex-Einwohner brennender Häuser vorsorglich abstellen, ehe sie rausrennen, hat so eine rauchgeschwärzte PV-Anlage ein vernachlässigbaren Schadenspotential.
(fehlt nur noch der Hinweis, dass Silizium brennen kann...)
 
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