Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

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Zustimmung für den Punkt, dass wir Öl- und Gasgewinnung deutlichst reduzieren müssen.
Mit heutiger wirtschaftlicher Technologie würde das Zeugs noch gute 60, vielleicht 80 Jahre reichen.
Wenn man alles herauspressen würde, was die Natur so in den letzten 500 Mio. Jahren aus dem biologischen Abfall so erbrütet hat, gibt es vielleicht Faktor 3 dazu.

ABER:
1. Wir wissen heut noch nicht, ob wir irgendwann in der Zukunft das Zeugs für wichtigere Dinge als zum Auspuff herausblasen benötigt wird.
2. Wir wissen heute nicht, welchen geologischen Einfluss diese gewaltige Entnahme an Masse aus den Erdplatten bedeutet.
3. Wir wissen heute schon, dass wenn nur die wirtschaftlich erreichbaren Mengen abgebaut werden, die Belastung der Atmosphäre (nicht nur Wärme) so groß werden wird,
dass biologisches Leben (auch der Mensch) kritischen Schaden nehmen wird.
 
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Der Mensch wird alles an erreichbarem Öl und erreichbarer Kohle und Gas abbauen und verbrennen. Und dann wird es sehr warm.

Ich werde ein gewisses Grundvertrauen in den freien Markt und den menschlichen Überlebenswillen nicht los. Der Mensch wird sich nicht selbst beim Gegrilltwerden zugucken, wenn es so weit ist. Spätestens, wenn der Schaden des Klimawandels (überschwemmte Küstenstädte, landwirtschaftliche Einbußen, Völkerwanderungen) die Kosten von dessen Bekämpfung übersteigt, wird man umgehend nach Lösungen suchen. Gaswäscher, die CO2 und andere Gase aus der Atmosphäre absorbieren können, gibt es ja schon, es existiert nur noch kein wirtschaftlicher Nutzen dafür. Sobald der wirtschaftliche Nutzen da ist, weil es billiger ist, die Dinger zu bauen statt sie nicht zu bauen, werden sie auch gebaut werden. Oder eben irgendeine andere Technologie. Ich mach mir da keine Sorgen um den Menschen; der bugsiert sich zwar gern mal in die Kacke, aber findet auch stets wieder einen Weg hinaus.

Meine Sorge ist, wie es zu einem solchen Zeitpunkt, wenn selbst der Mensch zu drastischen, also unter normalen Umständen unwirtschaftlichen Maßnahmen greift, mit der Natur aussieht. Die kann sich ja wesentlich schlechter anpassen. Kann gut sein, dass bis dahin schon ganze Ökosysteme umkippen und aussterben. Auch da wird der Mensch irgendwann etwas tun, aber wahrscheinlich auch erst, wenn seine Lebensgrundlage bedroht ist; nicht wegen irgendwelcher Arten, die er nicht verspeist. So weit will ich's nicht kommen lassen.
 
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Ich werde ein gewisses Grundvertrauen in den freien Markt und den menschlichen Überlebenswillen nicht los. Der Mensch wird sich nicht selbst beim Gegrilltwerden zugucken, wenn es so weit ist. Spätestens, wenn der Schaden des Klimawandels (überschwemmte Küstenstädte, landwirtschaftliche Einbußen, Völkerwanderungen) die Kosten von dessen Bekämpfung übersteigt, wird man umgehend nach Lösungen suchen.
Wir sind doch mittendrin, überall auf der Welt purzeln die Temperaturrekorde. Jeder einzelne sieht aber nur sich und seinen unbedeutenden Einfluss. Niemand wird selber verzichten.

Selbst wenn Europa die kompletten fossilen Energieträger verbieten würde und China mitzieht, würden die ölfördernden Länder ihre billige Energiequelle weiter nutzen. Wer sollte denn mit weltweiten Sanktionen Verschwender bestrafen? Solange sich die USA der Diskussion entziehen, wird es keine weltweiten Gesetze wie im Fall der FCKWs geben.

Venezuela machte den Vorschlag, ein Fördergebiet nicht zu erschließen, wenn es dafür von der Weltgemeinschaft einen kleinen Ausgleich bekommen würde. Es gab großes Gelächter, also wurde das Ölfeld erschlossen.
 
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Wir sind doch mittendrin [...]

Ich bin der Meinung, dass wir noch voll am Anfang stehen. In Sachen Klimawandel hat die metaphorische Schuhsohle noch nicht mal den Startblock verlassen. Bisher haben wir den metaphorischen Ofen nur vorgeheizt, die Pizza wurde noch gar nicht reingeschoben. Bisher ist abgesehen von ein paar Ziegenbauern in der Sahelzone ("war schon immer unwirtlich"), und ein paar Menschen, deren Häuser von Stürmen oder Waldbränden erwischt wurden ("gab's schon immer"), noch niemand existenziell vom Klimawandel bedroht. Wartet mal ab, bis die erste Millionenstadt im Wasser versinkt und die Landwirtschaft in ganzen Regionen zum Erliegen kommt, was dann in der Welt los ist.
 
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Ich bin der Meinung, dass wir noch voll am Anfang stehen..
Es sind aktuell vor allem andere Dinge die wirken, Entwaldungen, Artenverschiedungen, etc.

Klar ist es erst der Anfang, mittendrin bezeichnet nicht den Punkt, sondern die Geschwindigkeit
der Veränderungen. Aber ja, in den nächsten 1000 Jahren wird es massive Veränderungen geben,
die auftauenden Permafrostböden sind die größte, versinkende Küstenstreifen der zweite
beunruhigende Faktor, unbewohnbar werdende Alpentäler durch Bergstürze der in Europa direkt
spürbare Effekt. Schau alleine nur nach Spanien und wie trocken es wird. Schau auf die Versteppung
von Brandenburg, etc.
 
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Wir sind mittendrin.
Ohne Abbremsung der Erderwärmung sind 10 m Meeresspiegelanstieg mit +4° bis 2100 nicht unrealistisch.
Kann jeder selber mal schauen, Bremen und Hamburg gehen unter, ein größerer Teil Norddeutschlands wird unbewohnbar und Berlin wäre eine Küstenstadt:
Flood Maps

Selbst beim Klimaziel 2° wäre Hamburg in 30 Jahren schon weg... ^^

3° wie jetzt "vereinbart" ist eigentlich schon katastrophal.
 
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Selbst beim Klimaziel 2° wäre Hamburg in 30 Jahren schon weg... ^^
So schnell geht das nicht, es dauert länger ....

Eine neue Studie warnt nun: Bis ins Jahr 2100 könnte der Meeresspiegel um knapp 2,38 Meter steigen.
Demnach wird der Meeresspiegel mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa fünf Prozent um mehr als zwei Meter steigen, wenn die Treibhausgasemissionen bis 2100 zu einer globalen Erwärmung von fünf Grad Celsius führen. Das wäre nur dann der Fall, wenn es die Weltgemeinschaft nicht schaffen würde, die derzeitigen Emissionen zu senken.

Meeresspiegel koennte deutlich staerker als erwartet ansteigen - SPIEGEL ONLINE

Dazu jetzt die Frage in die Runde. Schafft es die Weltgemeinschaft, die CO2 Emissionen zu senken? Meine Prognose ist, sie werden weiter steigen insbesondere Methanemissionen.

Ohne Abbremsung der Erderwärmung sind 10 m Meeresspiegelanstieg mit +4° bis 2100 nicht unrealistisch..
Profitipp für die Altersversorgung:
Jetzt billige Grundstücke in Dannenberg kaufen. Das liegt nur 6m über NN und die Hänge werden in 100 Jahren begehrte Küstengrundstücke werden.
 
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Ich werde ein gewisses Grundvertrauen in den freien Markt und den menschlichen Überlebenswillen nicht los. Der Mensch wird sich nicht selbst beim Gegrilltwerden zugucken, wenn es so weit ist.

Klar wird er, denn es geht immer nur um den schnellen Profit. Heute mehr denn je.

Ich bin der Meinung, dass wir noch voll am Anfang stehen. In Sachen Klimawandel hat die metaphorische Schuhsohle noch nicht mal den Startblock verlassen. Bisher haben wir den metaphorischen Ofen nur vorgeheizt, die Pizza wurde noch gar nicht reingeschoben. Bisher ist abgesehen von ein paar Ziegenbauern in der Sahelzone ("war schon immer unwirtlich"), und ein paar Menschen, deren Häuser von Stürmen oder Waldbränden erwischt wurden ("gab's schon immer"), noch niemand existenziell vom Klimawandel bedroht. Wartet mal ab, bis die erste Millionenstadt im Wasser versinkt und die Landwirtschaft in ganzen Regionen zum Erliegen kommt, was dann in der Welt los ist.

Wir sind mittendrin. Das scheint auch keiner wirklich zu begreifen. Es geht ja inzwischen nicht mehr den Temperaturanstieg zu reduzieren -- was dringend notwendig wäre -- sondern nur noch darum, dass die Temperatur weniger stark steigt.
Jeder weiß also, dass der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten ist. Und trotzdem interessiert sich die Wirtschaft dafür nicht. Es geht nur um Knete.
 
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Hmm, interessant.
Bisher hatte ich immer gegenteiliges gehört.
Wir verstehen noch ganz viel nicht, Ich postuliere ein oszilierendes selbststabilisierendes System aus Amazonas und Sahara:

Wird es kälter, wird die Sahara begrünt, der Amazonas bekommt weniger Staub und verliert massiv an Biomasse. Dadurch steigt der CO2 Gehalt und es wird wieder wärmer, das ganze dauert aber lange. Das könnte einer der Mechanismen sein, die unser Klima in den letzten 10 Millionen Jahren relativ stabil gehalten haben. Relativ, weil selbst Eiszeiten mit 1km Eisdicke oberhalb von Hannover nur minimal erniedrigte Temperaturen benötigen. Wurde es wärmer, wurde die Sahare zur Wüste, düngte dann den Amazonas und die blühende Vegetation hat CO2 gebunden.
OEkosysteme: Saharastaub duengt Amazonasregenwald reichhaltig - Spektrum der Wissenschaft

Aber genau das Durchbrechen wir gerade. Wir machen die Sahara gerade grüner mit noch höheren Temperaturen und holzen den Amazonasregenwald parallel ab. Das wird sich böse rächen. Wir zerstören unsere selbststabilisierenden Systeme der Biosphäre an vielen Stellen, vor allem, weil wir mit den hohen CO2-Werten die Algenzusammensetzung im Meer beeinflussen, die das Klima ebenso stabilisierten.

"... Einige Spezies von Meeresalgen bauen in Zellen zur Regelung des osmotischen Drucks und als Kühlmittel Dimethylsulfoniopropionate (DMSP) ein. Sterben die Algen ab oder werden sie von Zooplankton gefressen, wird Dimethylsulfid (DMS) abgespalten, das zu einem Teil in die Atmosphäre ausgast. DMS bildet dort auf photochemischem Wege Sulfat und Methansulfonsäure (MSA), die beide Partikel bilden. ..."
http://www.mpimet.mpg.de/fileadmin/atmosphaere/acc/Physik_Aerosole.pdf

...
 
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Grüne Sahara durch Klimawandel
Norddeutsche Forscher blicken in die Klimageschichte der größten Wüste der Erde - schon wenig Feuchtigkeit kann Pflanzenwachstum drastisch steigern
Welt der Physik: Gruene Sahara durch Klimawandel

Hast du das auch mal genauer gelesen?

Sicherlich, hat die Änderung der Neigung der Erdachse Auswirkungen auf jede Region.

Betrachte aber mal den Zeitraum. :D

Klimazonen verschieben sich usw.,

nur wenn das so weitergeht, wird nicht auf einmal in 100 Jahren die Sahara zum Dschungel werden,

da fehlen halt die Nährstoffe, damit Pflanzen dort überhaupt erstmal Fuß fassen können.

Solch eine Anpassung dauert ewig. :ugly:
 
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Na ja, Zeit ist für die Erde kein Problem.
Immerhin gab es eine große Veränderungen, die dafür sorgte, dass eine gewisse Primatenart von den Bäumen geklettert ist und sich in einer Savanne wieder fand. ;)
Jetzt stelle man sich vor, diese geologische Veränderung hätte es nie gegeben -- eine gewisse Primatenart hätte sich nie entwickelt und wir hätten die Probleme nicht. :D
 
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Hast du das auch mal genauer gelesen?
Ja, darum habe ich es verlinkt. Wärmer bedeutet auch absolut feuchter, nicht relativ, das verwechseln viele.
Und wenn man anstatt gar keinem Regen ein bisschen hat, gedeien Steppenpflanzen. Darum geht es.

Sicherlich, hat die Änderung der Neigung der Erdachse Auswirkungen auf jede Region.
In der Vergangenehit waren die Ursachen andere als heute. Das ist kein Widerspruch.
 
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auch in 2000 Jahren wird die Sahara nicht ergrünen.
Ergrünen bedeutet, dass das gesamte Wüstengebiet kleiner wird, nicht, dass die gesamte Sahara zur Steppe wird. :D
Und das passiert jetzt schon


"... DIE SAHARA KANN SICH SCHLAGARTIG VERÄNDERN ..."
https://www.mpimet.mpg.de/fileadmin...nck-Forschung/PDFs/1104_Die_Wueste_gruent.pdf

Auch wenn sich die Sahara in den letzten 100 Jahren ausdehnt hat
Groesste Wueste der Erde ist seit 1920 um zehn Prozent groesser geworden Die Sahara waechst - scinexx | Das Wissensmagazin

Der Effekt könnte zu Ende sein. Das werden wir in Kürze sehen
http://www.klimanotizen.de/2011.12.23_Sahara_wird_gruener.pdf

Auch ein Grund, warum die Sahelzone grüner wird, ist ein Aufforstungsprojekt.
Warum in Afrika eine riesige grüne Mauer entsteht
ze.tt

...
 
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Ergrünen bedeutet, dass das gesamte Wüstengebiet kleiner wird, nicht, dass die gesamte Sahara zur Steppe wird. :D
Und das passiert jetzt schon

"... DIE SAHARA KANN SICH SCHLAGARTIG VERÄNDERN ..."
https://www.mpimet.mpg.de/fileadmin...nck-Forschung/PDFs/1104_Die_Wueste_gruent.pdf

Das lese ich mir mal morgen in Ruhe durch. :daumen:

Heute wird aber erstmal richtig gegrillt,

auf Flüge haben wir alle verzichtet,

jetzt darf man auch mal sündigen. :)

Der Mensch ist halt nicht nur für pflanzliche Nahrung ausgelegt. :D
 
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Das lese ich mir mal morgen in Ruhe durch. :daumen:
Es ist alles spekulativ, aber es scheint in der Sahara und insbesondere der Sahelzone zwar wärmer zu werden, aber noch mehr feuchter. Ganz im Gegensatz zu Südeuropa, was vertrocknen wird.
 
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