Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Fällt er doch schon.
Ich habe exemplarisch einen Kollegen aus dem Bereich Meeresforschung an einem Institut in Kiel, der von heute auf morgen den Job gekündigt hat (ich rede hier von einem verankerten Professor mit namhaften Ruf), weil er der festen Überzeugung ist, der Kipppunkt im Atlantik ist nicht mehr aufhaltbar und es ist nur noch eine Frage von wenigen Jahren, dass in Mitteleuropa eine echte Katastrophe eintritt.
Der will jetzt an unbekannten Ort nur noch auf einer Bank sitzen, bis der Shice kommt.
Ich habe gehört dass wenn der Golfstrom nachlässt die Nordsee im Winter zufrieren könnte. Kann das sein?
 
Ich habe gehört dass wenn der Golfstrom nachlässt die Nordsee im Winter zufrieren könnte. Kann das sein?
Der Golfstrom entstand, als sich die Landbrücke zwischen Nord und Südamerika schloss. Das sorgte für ein mildes Klima in Europa.
Wenn das Eis schmilzt, sinkt die Dichte des Wassers und die Strömungen verändern sind.
Das ist eins der Kipppunkte. Aber wann und in welcher Form das passiert, kann keiner vorhersagen.

 
Wir sind längst drüber und Gaskraftwerke in D. bis 2050 bauen oder in China ab 2050 die Kohle runterfahren ist alles Gaga.
Der Planet fährt sehenden Auges mit highspeed an die Wand und ganz ehrlich:
Aus allen Instituten, internen Papers etc. ist sonnenklar, das wir mit Glück in paar Jahrzehnten an 5 oder 6° Erderwärmung gerade noch vorbeischrammen werden. Alles darunter ist faktisch unrealistisch geworden.

Die Folgen?
Keine Ahnung, es wird aber nicht besser sein als heute, soweit, so klar.
Deswegen: Weiter vollGAS voraus! Nach mir die Sintflut!
Oder: Ist doch alles nur Panikmache! Die bösen Altparteien wollen DAS VOLK eh nur knechten und austauschen!
 
Ich habe gehört dass wenn der Golfstrom nachlässt die Nordsee im Winter zufrieren könnte. Kann das sein?
Wir wollen mal nicht übertreiben, also zu unseren Lebzeiten. :)
Was in drölfmillionen Jahren ist, weiss ich natürlich auch nicht.

Konkret weiss man ja nicht mal genau, WAS dann hier bei uns passiert.
Das Szenario weniger warmfeuchte und milde Luft nach Mitteleuropa und dafür mehr Kontinentalkälte aus Russland (woher sonst) ist ja nur ein Mögliches.
Da die Pole per se eben auch wärmer werden, könne sich da auch ganz andere Möglichkeiten auftun.

Für meinen Teil meine ich, dass in Europa der Fall "Extremwettereignis" der Normalwetterfall wird.
In beiden Richtungen, extreme Niederschläge und extreme Hitzewellen.
Versteppung von Agrarflächen, weil grundsätzlich dann weniger Feuchte und somit wassergesättigte Luft nach Europa gelangen.
Eine Landschaft, ähnlich wie Zentralspanien, Süditalien etc. liegt im realistischen Bereich.
Und eben nicht in vielen Jahrzehnten Entfernung, sondern sehr nahe, vielleicht in 10-30 Jahren.

Tja und ich schätze, wir werden dann ganz andere Klimaflüchtlinge als jetzt haben.
Europa First oder so ähnlich, weil viele Spanier, Portugiesen, Italiener, Griechen mit hoher Wahrscheinlichkeit ihr Lebensheil dann bei uns suchen werden.
Die haben ja dann auch keine Lust, in der neuen Sahara zu leben.
Wird alles innerhalb einer Generation (30 Jahre) sehr unlustig werden.
 
Tja und ich schätze, wir werden dann ganz andere Klimaflüchtlinge als jetzt haben.
Europa First oder so ähnlich, weil viele Spanier, Portugiesen, Italiener, Griechen mit hoher Wahrscheinlichkeit ihr Lebensheil dann bei uns suchen werden.
Die haben ja dann auch keine Lust, in der neuen Sahara zu leben.
Wird alles innerhalb einer Generation (30 Jahre) sehr unlustig werden.
Ja. Alles wandert von unten nach oben!

Ich hatte auch schon paarmal überlegt wenn ich auswandern würde, wo ich am liebsten hinziehen würde. Das wäre wohl Skandinavien. Wobei da die Winter noch sehr hart sein können.

Vom Mittelmeer kommen auch immer mehr Tierarten nach Deutschland. Weil es hier durchschnittlich immer wärmer wird. Auch die Zecken mit FSME kommen aus Süddeutschland vermehrt in den Norden. Und noch andere Arten.

Vielleicht gibt es in 50 Jahren hier auch Malariamücken. Wer weiß? :ka:
 
Warum kennst du an der Stelle nur 0 oder 1?
Weile es eine Grundsatzentscheidung ist und der Impact auf jeden Einzelnen
a) entweder gewaltig ist (also die Umstelllung)
oder
b) wir es lassen und alle miteinander ins offene Messer laufen

Die Kernproblematik bei alle diesem "Klimagedöhns" ist ja, dass es ein schleichender Prozess ist.
"Man" passt sich an und ist man nicht direkt von irgendwas betroffen, dann lehnt man sich beruhigt zurück.

Ich bin da nicht anders als die meisten.
Mit dem tagtäglichen Zugang zu Messdaten weiss ich aber, dass es arg doof wird, für alle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja. Alles wandert von unten nach oben!

Ich hatte auch schon paarmal überlegt wenn ich auswandern würde, wo ich am liebsten hinziehen würde. Das wäre wohl Skandinavien. Wobei da die Winter noch sehr hart sein können.

Die Problematik hierbei ist, dass Skandinavien auf der Mercator-Projektion aufm Bild groß aussieht, es in Wirklichkeit aber gar nicht ist.
Wenns gut läuft, können die vielleicht 5 oder 10 Mio. Menschen noch aufnehmen, dann ist Ende Gelände.
Wenn man mein oben geschildertes Szenario mal als Fallstudie hernimmt, dann reden wir aber von Binnenflüchtlingen innerhalb der EU von 100 oder 150 Mio. Menschen.
Plus, dass auf Grund mangelnder feuchter Luft die Agrarwirtschaft in Europa stark schwächeln wird.
Sprich, wir werden uns gar nicht mehr selbst ernähren können.
Da aber der Klimaeffekt weltweit ist, wirds auch kaum mehr was aus dem Ausland geben.
Wir werden, wenns ganz blöd läuft, in keinen 50 Jahren Hungerkatastrophen mitten in Eurpopa erleben, auch bei uns.
Blöd, ist aber so.

Vom Mittelmeer kommen auch immer mehr Tierarten nach Deutschland. Weil es hier durchschnittlich immer wärmer wird. Auch die Zecken mit FSME kommen aus Süddeutschland vermehrt in den Norden. Und noch andere Arten.

Vielleicht gibt es in 50 Jahren hier auch Malariamücken. Wer weiß? :ka:
Gehe eher von 5 bis 10 Jahren mit der Mücke aus.
Tigermücken und Co. sond schon in Bayern beobachtet worden.
Einzelne, aber sie sind schon da.
 
Die Problematik hierbei ist, dass Skandinavien auf der Mercator-Projektion aufm Bild groß aussieht, es in Wirklichkeit aber gar nicht ist.
Wenns gut läuft, können die vielleicht 5 oder 10 Mio. Menschen noch aufnehmen, dann ist Ende Gelände.
Wenn man mein oben geschildertes Szenario mal als Fallstudie hernimmt, dann reden wir aber von Binnenflüchtlingen innerhalb der EU von 100 oder 150 Mio. Menschen.
Plus, dass auf Grund mangelnder feuchter Luft die Agrarwirtschaft in Europa stark schwächeln wird.
Sprich, wir werden uns gar nicht mehr selbst ernähren können.
Da aber der Klimaeffekt weltweit ist, wirds auch kaum mehr was aus dem Ausland geben.
Wir werden, wenns ganz blöd läuft, in keinen 50 Jahren Hungerkatastrophen mitten in Eurpopa erleben, auch bei uns.
Blöd, ist aber so.
Dann wird wohl die Anzahl der bewaffneten Konflikte innerhalb Europas auch zunehmen.
Und um Nahrung und Ressourcen gekämpft.
Schlimmstenfalls wird sogar Anarchie herrschen.
Das sind keine rosigen Zukunftsaussichten!

Mir tut es vor allem für die Kinder und jungen Leute von heute leid.
Wir haben zwar unseren heutigen Wohlstand den älteren Generationen zu verdanken.
Aber was nützt das alles wenn die Erde nachhaltig zu sehr geschädigt und aus dem Gleichgewicht geraten ist?
Und man es irgendwann nicht mehr aufhalten kann?
Weil egoistisch nicht an die Zukunft und Nachfolgegenerationen gedacht worden ist.

Und Bemühungen zum Schutz der Umwelt und des Klimas von Idioten wieder rückgängig gemacht werden.

Auch hier bei uns:


Da kann man nur mit dem Kopf schütteln!
 
Tja und ich schätze, wir werden dann ganz andere Klimaflüchtlinge als jetzt haben.
Europa First oder so ähnlich, weil viele Spanier, Portugiesen, Italiener, Griechen mit hoher Wahrscheinlichkeit ihr Lebensheil dann bei uns suchen werden.
Die haben ja dann auch keine Lust, in der neuen Sahara zu leben.
Wird alles innerhalb einer Generation (30 Jahre) sehr unlustig werden.
LÜGENPRESSE HALT DIE FRESSE!

Ok, das war jetzt absichtlich sehr plakativ, um die vorzuführen, die das alles als "großen Plan" oder "Volksverrat" brandmarken. Ich sehe das nämlich genauso wie du.

Dein Szenario paart sich dann über kurz oder lang mit Meeresbadestränden in der Nähe von Hannover. Soll heißen, wenn heute wer bereits ruft "Wir haben keinen Platz", der wird sich spätestens dann gehörig wundern.

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Auch so ein Ding


Da schätzen die, dass bereits 2030 weltweit mehr Energie für die Kühlung von Häusern als für deren Erwärmung aufgewendet wird. Allerdings weiß ich nicht, ob man den "Wohlfühlfaktor", also den Einsatz von Klimaanlagen, weil man es lediglich gut findet, irgendwie beziffert hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ehrlich beißt sich aber mit Realismus :ka:
Ja (Punkt)
Ich habe mehrfach geschrieben, dass ich kaum besser in dieser Causa bin, als der Durchnittsmensch.
Und ums exemplarisch zu bringen:
Ich hatte auch meine liebe Not mit den "Klimaklebern", fand die Aktionen absurd und von Organisationen initiiert, welche die Aktivisten missbraucht haben.
Witzig dabei, ich habe keinen Einzigen jemals gesehen oder gesprochen - somit auch Mitglied der bunderepubliknische Massenpanik geworden, Danke nTV dafür.

Bricht man es jedoch auf die rein wissenschaftliche Seite runter, muss man aber konstantieren:
Die Freaks haben in ihrer Kernaussage recht.
Es ist nicht 5 vor 12, sondern schon 3 nach 12.

@RyzA :
Du hast sicherlich bei "Lesch und Co." auch schon paar mal die zivilisatorische Flaschenhalsgeschichte gehört.
Gefühlt sind wir kurz davor.
 
Da schätzen die, dass bereits 2030 weltweit mehr Energie für die Kühlung von Häusern als für deren Erwärmung aufgewendet wird. Allerdings weiß ich nicht, ob man den "Wohlfühlfaktor", also den Einsatz von Klimaanlagen, weil man es lediglich gut findet, irgendwie beziffert hat.
Das betrifft ja nur die Länder welche sich das auch leisten können. Günstige Energie vorausgesetzt. Na da werden halt noch ein paar Kohle Kraftwerke gebaut damit man es schön kühl hat. Diejenigen welche sich das im globalen Süden nicht leisten können die werden sich vermutlich gerne eine klimatisierte Wohnung im Norden suchen wollen.
Du hast sicherlich bei "Lesch und Co." auch schon paar mal die zivilisatorische Flaschenhalsgeschichte gehört.
Gefühlt sind wir kurz davor.
Gefühlt ja, real sind wir schon mittendrin wollen es aber noch nicht wahrhaben.
 
Den ganzen Planeten als Organismus zu sehen, das ist neues Denken das sich noch überall durchsetzen muss. Die Aktionen einzelner Länder allein haben wenig Auswirkungen, wenn man von der Vorbildfunktion absieht. In Demokratien werden Parteien, die unbequeme Wahrheiten ansprechen, abgewählt und niedergeschrien.
Hoffnungen gehören auf Europa gesetzt, hier wird vieles angestoßen, das auch wirklich etwas bewegen kann
 
Passend zum Thema.
Mikroplastik überall.
Es liegt auf der Hand, dass künstliche Fremdkörper in biologischer Masse langfristig auch Auswirkungen auf Genetik und Artenvielfalt haben werden. Was wir da tatsächlich verursacht haben, werdne wir erst in paar Jahren oder Jahrzehnten erkennen.
 
Da schätzen die, dass bereits 2030 weltweit mehr Energie für die Kühlung von Häusern als für deren Erwärmung aufgewendet wird. Allerdings weiß ich nicht, ob man den "Wohlfühlfaktor", also den Einsatz von Klimaanlagen, weil man es lediglich gut findet, irgendwie beziffert hat.
Möchtest du ohne Klimaanlage irgendwo leben, wo mehrere Wochen durchgehend über 30 Grad herrschen? Wie z.B. in Wien? Und im Mittelmeerraum sind es oft sogar schon über 40 Grad.
Nachts gibt es dort kaum Abkühlungen.
Wie soll man dann schlafen? Und leben?
 
Möchtest du ohne Klimaanlage irgendwo leben, wo mehrere Wochen durchgehend über 30 Grad herrschen? Wie z.B. in Wien?
Das ist nicht die Frage. Es gibt Regionen auf der Welt, da ist das schon gefühlt ewig so. Dort leben die Menschen einfach anders, bauen anders, arbeiten anders. Alles genügsamer. Du musst dich mal an Orte begeben, die nicht im direkten Dunstkreis von Europa oder den USA befinden. Dort ticken die Uhren anders.

Aus unserer innereuropäischen Sicht, ja, da wird das ziemlich übel werden. Wir stehen am oberen Ende der Wirtschaftspyramide und unterdrücken/schädigen durch unser Wirken weite Teile der Welt. Das geht aber nur solange gut, wie es hier stabile klimatische und somit stabile wirtschaftliche Verhältnisse gibt. Ist das nicht mehr gegeben, dann wird es sehr spannend werden.
 
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