Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

. Pro Kopf hat China einen recht guten CO2-Wert. Insgesamt aber sind die Werte problematisch und weit höher als das was die EU so produziert.
Das heißt, ich muss nur nach Luxembourg ziehen, bin dann eine von 600.000
und habe statistisch dann gar keinen Einfluss mehr? Und dann darf ich nach
Herzenslust verschwenden? Man müsste also China nur in 10 kleine Gebiete
einteilen und die Umweltverschmutzung wäre nicht mehr relevant? Toll!

Es ist so absurd nach Länderemissionen zu schauen, relevant ist immer, was
der einzelne Bewohner macht. Und jeder muss sein Verhalten hinterfragen,
wissen wo Verschwendung ist und Rohstoffe sorgsam einsetzen.

Genau das bringt dann übrigens wieder Wirtschaftswachstum, weil sparen
bedeutet, mehr zu haben. Mehr z.B. für Dienstleistungen. Muss ich also unbe-
dingt in den Urlaub fliegen, oder sollte ich nicht lieber jede Woche in die
Sauna gehen und mich massieren lassen, und als Kompensation dann nur
einen Fahrradurlaub machen?

Damit haben alle gewonnen, die Umwelt, meine Gesundheit und mehr
Arbeit gibt es auch. Tolle neue ökologische Welt. Jetzt muss man nur
beginnen, den Menschen Ängste zu nehmen und Alternativen zu zeigen.
 
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Na du musst noch bedenken wie groß die Länder sind.

Es ist ja nicht nur das globale Klima, es gibt auch regionale Auswirkungen.

Ich zeig dir mal was:
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Das ist die russische Stadt Karabash (Карабаш). Bergbau und Kupferverarbeitung. Das ist ein sehr sehr kleiner, abgelegener Ort, der zwar nicht ganz am A.... der Welt liegt, aber doch weit weg, weit genug damit das was sie da veranstalten nicht bis in die Metropolen zieht.

Russen kümmern sich z.B. gar nicht um Klima. Die haben andere Probleme, gerade außerhalb der Metropolen. Da gibt es mehrere solcher Orte, das ist nicht die einzige Stadt die rund um die Metallverarbeitung basiert und nur davon lebt. Norilsk ist eine weitere Stadt, Betrieb da heißt NorNickel (Норникель) und der Name sagt schon worum es da geht.
So was MUSS man regional angehen.
Leider ist Russland so groß das selbst solch grober Unfug wo die ganze Gegend einer Mondlandschaft gleicht - das zieht nicht bis zu der restlichen Bevölkerung weil da einfach tausende Kilometer dazwischen sind. Deswegen juckt es die nicht. Noch nicht.

Man sollte also nicht nur auf die allgemeinen Zahlen achten, was da z.B. pro Kopf an CO2 produziert wird. Solche Problemzonen wie die im Video haben wesentlich größere Auswirkungen, bleiben aber oft unentdeckt von der Allgemeinheit (oder ignoriert selbst wenn darüber berichtet wird). Und genau deswegen lohnt es sich, genau nachzusehen was das Land macht, erstmal insgesamt und dann im Detail, wo der Dreck nun mal herkommt und was sie da nun genau veranstalten.

Irgendwo gab es ein Video davon mit englischen Subs, aber das finde ich gerade nicht auf Anhieb.
Ist aber ein gutes Argument wenn man über das Klima und von Menschen gemachte Umweltprobleme redet - weil man hier wirklich sehen kann wie extrem die Auswirkungen sind und was uns hier und da erwartet wenn wir nicht vernünftig damit umgehen.
 
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Russen kümmern sich z.B. gar nicht um Klima.
Es gibt vereinzelte Lichtblicke, aber ja, die russische Verschmutzung ist erheblich, in allen Bereichen.
Klimawandel: Permafrostboden taut frueher als erwartet - Wissen - SZ.de

Ganz toller Film, kann ich nur empfehlen

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Das habe ich doch gar nicht behauptet.;)

Freilich ist der Dreck ein riesengroßes Problem,

die Frage ist nur,

wie gehe ich damit um?

Verseuche ich die Umwelt, und belastetdie Bevölkerung mit Strahlung,

oder ich sorge dafür,

Milliarden an Kohle in die Hand zu nehmen, um wenigstens einen "gewissen" Schutz

vor dieser Strahlung zu gewährleisten.
 
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Oder man steigt komplett aus dem Atomstrom aus und muss weder die Umwelt noch die Einwohner gefährden und irre Geldsummen für Endlagerung ausgeben fällt auch aus.

Russland hat genug Platz und alles andere um den Energiebedarf rein über regenerative Energiequellen zu decken und dann bleibt immer noch was übrig was man den Nachbarn verkaufen kann.

Aber hier kommt wieder die Sache mit dem wollen - will halt keiner. Und die Bevölkerung tut nichts, sie vegetiert vor sich hin usw.
 
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Ich will darauf hinaus, dass Chinas Führung das Problem erkannt hat und reagiert. Das wird hier im Westen völlig übersehen. Der CO2 Ausstöß stagniert auf einem Niveau unterhalb unseres Verbrauches und es wird weiter stagnieren bis sinken. Der Ausbau der EE in China ist erheblich, Elektrofahrzeuge werden einfach in den Markt gedrückt und der "freie Westen" diskutiert weiter, ob den nun oder nicht, und wenn jka, warum, und überhaupt, die Kosten ....

Und ich will darauf hinaus, dass die chinesische Führung zwar das Problem erkannt hat und sicherlich zu den Top5 der Welt gehört, was Gegenmaßnahmen angeht, dass der Ausstoß aber trotzdem NICHT stagniert, sondern nach einer kurzen (auch wirtschaftlich begünstigten) Pause gerade wieder anfängt stärker zu steigen und das ausgehend von einem Niveau, dass auch im Vergleich zu Europa zwar "etwas besser" aber alles andere als gut ist. Selbst die USA haben in den letzten 20 Jahren schon Perioden stärkerer und länger anhaltender Emissionseinsparung gehabt, als zuletzt China und das bessere Viertel der EU-Einwohner dürfte schon heute verträglicher leben als der chinesiche Durchschnitt.
Nein, China wäre vielleicht für Merkel & Co noch ein kleines Vorbild, aber absolut sind sie weit von "gut" entfernt und die Führung schafft es aktuell nicht einmal, die Folgen des Wohlstandhungers der Bevölkerung zu kompensieren. Und die sind dabei, extrem zu werden. Ein sehr großer Teil Chinas steht kurz vor der Schwelle im Lebensstandard, ab der individuelle landesweite Mobilität, Fernreisen, volle Kontrolle der Raumklimas und Konsum von vor- statt selbst gefertigter Produkte sowie reichlich Unterhaltung zum persönlichen Standard hinzukommen. Dieser Sprung geht in der Regel mit einer Verdoppelung bis Vervierfachung des ökologischen Fußabdrucks einher und auch wenn man das jedem einzelnen Chinesen von unserer Warte aus nur bedingt übel nehmen kann, ist es bei bis zu 500 Millionen Menschen in den nächsten 1-2 Jahrzehnten ein gigantisches Klimaproblem. Ein Problem, dass die chinesische Regierung trotz diktatorischer Maßnahmen noch lange nicht im Griff hat.

Einziger Lichtblick: In diesem Zuge wird der westliche Wegwerfkonsum deutlich teurer werden.


Genau das bringt dann übrigens wieder Wirtschaftswachstum, weil sparen
bedeutet, mehr zu haben. Mehr z.B. für Dienstleistungen. Muss ich also unbe-
dingt in den Urlaub fliegen, oder sollte ich nicht lieber jede Woche in die
Sauna gehen und mich massieren lassen, und als Kompensation dann nur
einen Fahrradurlaub machen?

Erstmal klären, womit die Sauna geheizt wird!



Russen kümmern sich z.B. gar nicht um Klima. Die haben andere Probleme,

Z.B. wegen Klimawandel vertrocknende Anbaugebiete, wegen Klimawandel brennende Waldgebiete, wegen Klimawandel weich werdender Permafrost und vom Klimawandel begünstigte Überschwemmungen? :ugly:

Russland hat zwar AUCH andere Probleme (z.B. die Politik. Nicht, dass die Russen sich um dieses Problem kümmern würden) und gehört rein geografisch zu den wenigen Nettoprofiteuren des Klimawandels, aber bereits heute sind die negativen Auswirkungen deutlich zu spüren und ungeachtet aller unrussischer Schwächlichkeit ala "auf die Natur achten" und "an andere denken" auch ein großes wirtschaftliches Problem.
Analyse: Klimawandel und Wirtschaftswachstum in Russland | bpb

Bislang will es nur niemand wahrhaben bzw. die, die es kapiert haben, werden dann als "ausländische Agenten" gebranntmarkt.
 
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Z.B. wegen Klimawandel vertrocknende Anbaugebiete, wegen Klimawandel brennende Waldgebiete, wegen Klimawandel weich werdender Permafrost und vom Klimawandel begünstigte Überschwemmungen? :ugly:

Russland hat zwar AUCH andere Probleme (z.B. die Politik. Nicht, dass die Russen sich um dieses Problem kümmern würden) und gehört rein geografisch zu den wenigen Nettoprofiteuren des Klimawandels, aber bereits heute sind die negativen Auswirkungen deutlich zu spüren und ungeachtet aller unrussischer Schwächlichkeit ala "auf die Natur achten" und "an andere denken" auch ein großes wirtschaftliches Problem.
Analyse: Klimawandel und Wirtschaftswachstum in Russland | bpb

Bislang will es nur niemand wahrhaben bzw. die, die es kapiert haben, werden dann als "ausländische Agenten" gebranntmarkt.

Wenn die Leute gerade mal genug zu essen haben, ist denen Klima egal.
Wenn sie sich nur einen gebrauchten Lada mit mehr Rost als Karosse kaufen können, ist denen Klima auch schnurz egal.
Die Bauern können sich dort keine umweltfreundliche und effektive Technik leisten. Deswegen braucht deren Traktor 10x mehr Sprit für dieselbe Fläche wie bei uns.
Dazu haben sie massive politische Probleme in allen Bereichen - Finanzen (Kredite sind da irre teuer), Kultur, Bildung (gibt nur wenige Unis die halbwegs gut sind, der Rest ist grottenschlecht. Autoindustrie ist gut 20 Jahre hinter dem Rest, egal ob man sie mit USA, EU oder Japan vergleicht. Die haben keine Technologien die umweltfreundlich sind, diese müssen sie teuer einkaufen und mit dem aktuellen politischen Kurs wollen sie so wenig wie möglich einkaufen.

Die werden nichts für die Umwelt tun. Klar, bei denen brennt es auch, wortwörtlich sogar. Aber das Land ist so riesig das es trotzdem nicht bis zu Moskau durchdringt, deswegen pfeifen die drauf.
Wir können denen aber auch nicht sagen - dududu, so nicht, mach das mal so und so.
Deswegen müssen wir bei uns anfangen und die kümmern sich selbst um ihr Zeug.
 
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Ich werde niemandem sagen, was er machen soll. Erst recht nicht etwas, das ich selbst nicht bereit bin zu tun. Ich sag nur was jemand nicht machen sollte, wenn er in irgendeiner Weise von mir geschätzt werden will, z.B. in Form von Handelsbeziehungen. Nicht-Lada-fahren ist da kein Thema (Der Klassiker verbraucht auch nicht mehr als die deutsche Mittelklasse), aber erstaunlich viele Russen können sich mittlerweile ziemlich dicke Karren leisten und wenn der Staat der Meinung ist, der Aufbau einer lukrativen nationalen Autoindustrie ist wichtiger, als regenerative Energien, dann deklariert er sich eben selbst als Teil des Problems, nicht als Teil der Lösung. Und die Umwelt dieses Planeten ist nicht "deren Zeug", das ist "unser Zeug". Wer 1/9 der Erdoberfläche für sich beansprucht, trägt eben auch 1/9 der Verantwortung. Und bekanntermaßen hat sich Russland in den vergangenen Jahren auch noch ein paar Teile zusätzlich mit Gewalt angeeignet, also sollen sie nicht behaupten, sie wären mit diesem Anteil überfordert. Ich mag denen nichts vorschreiben können, aber es gibt keinerlei Anlass, sie von ihrer Verantwortung zu entbinden.
 
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Ich werde niemandem sagen, was er machen soll. Erst recht nicht etwas, das ich selbst nicht bereit bin zu tun. Ich sag nur was jemand nicht machen sollte, wenn er in irgendeiner Weise von mir geschätzt werden will, z.B. in Form von Handelsbeziehungen. Nicht-Lada-fahren ist da kein Thema (Der Klassiker verbraucht auch nicht mehr als die deutsche Mittelklasse), aber erstaunlich viele Russen können sich mittlerweile ziemlich dicke Karren leisten und wenn der Staat der Meinung ist, der Aufbau einer lukrativen nationalen Autoindustrie ist wichtiger, als regenerative Energien, dann deklariert er sich eben selbst als Teil des Problems, nicht als Teil der Lösung. Und die Umwelt dieses Planeten ist nicht "deren Zeug", das ist "unser Zeug". Wer 1/9 der Erdoberfläche für sich beansprucht, trägt eben auch 1/9 der Verantwortung. Und bekanntermaßen hat sich Russland in den vergangenen Jahren auch noch ein paar Teile zusätzlich mit Gewalt angeeignet, also sollen sie nicht behaupten, sie wären mit diesem Anteil überfordert. Ich mag denen nichts vorschreiben können, aber es gibt keinerlei Anlass, sie von ihrer Verantwortung zu entbinden.

Unser Zeug ist die Region hier in der wir leben und eventuell noch die Ecken wo unsere Waren herkommen usw. (damit wir bewusst entscheiden können was wir kaufen).
Das Zeug da drüben ist deren Baustelle, die müssen zusehen wie die damit klarkommen.

Und ich kann dir sagen - Russland hat massive Probleme. Die dicken Autos siehste in den dicken Städten wo es auch wohlhabende Leute gibt. Weiter in die "Pampa" - da sieht es richtig düster aus.
Die haben Dörfer wo weder Strom noch Internet verlegt ist, das ist richtige Pampa dort. Ist auch normal bei so einer Fläche. Da kümmert sich niemand um das Klima.
Russland hat auch nicht diese naturverbundene Kultur aus alten Zeiten wie die Indianer in den USA oder andere Ureinwohner in anderen Ländern, das kommt noch dazu.

Da wird noch SEHR sehr lange nichts passieren was Klima angeht. Das beste worauf wir hoffen können - die Leute selbst fangen damit an, von sich aus, ohne Politik. Und das ist unwahrscheinlich.
Die tragen da immer noch gerne Pelze, fahren protzige Autos und pfeifen auf die Umwelt, auf den Tierschutz und viele andere Sachen. Das zieht sich von oben bis in die untersten Schichten.
 
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Doch diese hier z.B.: Yupik – Wikipedia

Und eigentlich sind alle Ureinwohner Amerikas früher über die Beringstraße aus Asien gekommen, vermutet man.

Naja die sibirischen Völker mal ausgenommen, da gibt es noch n paar mehr. Aber davon sind kaum noch welche übrig und sie hatten NIE einen Einfluss auf die russische Kultur an sich. Nicht wie die Indianer bei den Amerikanern (von denen hatten sie ja genug dort, sie sind leider Krieg und Feuerwasser zum Opfer gefallen) und auch nicht wie in vielen anderen Teilen der Welt wo die alte Geschichte bis heute einen Einfluss hat - egal ob es um Australien geht, um Japan und ihre Geschichte oder Azteken in Mexiko,

Deswegen zählen die in Russland nicht - für die Russen sind diese Leute einfach da, sie wissen aber meist nicht viel darüber und haben keinerlei Kontakt zu denen. Das ist halt etwas "tief im Norden, arschkalt da, uninteressant".

Ich hab ne Weile in Russland gelebt, ich weiß wie sie drauf sind und das denen Klima da vorbeigeht wo die Sonne nie scheint. Speziell den Leuten in Moskau. Das ist eine brutale, gemeine Stadt wo jeder für sich selbst einen Platz unter der Sonne sucht. Ohne Rücksicht auf Verluste in den meisten Fällen.
 
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Alles was man über unsere Gesellschaft zum Thema Klimaschutz wissen muss ist, dass „Greta muss bei der Deutschen Bahn im Gang sitzen“ ein schärferes Echo erzielt, als dass Politiker die Zukunft der Menschheit in einem stabilen Klima mit einem lächerlichen Klimapaket wissenden Verstandes und sehenden Auges entgegen der dringenden Warnung aller Experten wegwerfen.
 
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Russen können übrigens sehr naturverbunden sein, wenn man sie lässt bzw. wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Die Datscha steht weder in der Betonwüste noch im industriellen Ödland.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Russen können übrigens sehr naturverbunden sein, wenn man sie lässt bzw. wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Die Datscha steht weder in der Betonwüste noch im industriellen Ödland.

Naturverbunden ist das eine, umweltfreundlich das andere. Die Datscha wird mit dem dicken Auto erreicht, die grillen da wie bekloppt und heizen mit Holz/Kohle. Die kümmern sich halt nicht um die Auswirkungen. Gar nicht. Das ist das Hauptproblem.
 
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Auch in Deutschland werden die Lauben in aller Regel mit Holz-/Kohleöfen oder sogar elektrisch geheizt und davor parkt der Stadtpanzer. Da erkenne ich jetzt keinen systematischen Unterschied im Umweltbewusstsein.
 
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Auch in Deutschland werden die Lauben in aller Regel mit Holz-/Kohleöfen oder sogar elektrisch geheizt und davor parkt der Stadtpanzer. Da erkenne ich jetzt keinen systematischen Unterschied im Umweltbewusstsein.

Größe und Entfernung sind anders.

Hier will niemand einen Garten 60km weit weg haben. Dort ist es aber normal so weit zu fahren. Dazu sind die Dinger dort bissl größer.
Dazu achten die Leute da nicht auf die Technologie im Stadtpanzer was Sprit sparen und umweltfreundlich fahren angeht. Sprit ist dort billig, Euro5 usw. gibts da nicht, Umweltzonen gibt es nicht. Der Stadtpanzer darf also rumstinken wie er lustig ist.
Es gibt einen systematischen und massiven Unterschied im Umweltbewusstsein. Und auch in der Bereitschaft Geld für die Umwelt auszugeben.
 
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Größe und Entfernung sind anders.
Hier will niemand einen Garten 60km weit weg haben. Dort ist es aber normal so weit zu fahren. Dazu sind die Dinger dort bissl größer.

Russland ist auch ein wenig größer. Ich behaupte, wenn man dort die Wahl hätte, würde man seine Datscha auch lieber etwas näher haben. Nach allem was ich bei meinem letzten Russlandaufenthalt mitbekommen habe, sind jedoch die Grundstückspreise in Stadtnähe für die meisten Russen absolut unerschwinglich. Als Normalverdiener schnell einen Schrebergarten pachten ist einfach nicht drin. Sprich, wenn man sein Stück Natur will, ist man quasi gezwungen, weiter rauszufahren.

Dazu achten die Leute da nicht auf die Technologie im Stadtpanzer was Sprit sparen und umweltfreundlich fahren angeht. Sprit ist dort billig, Euro5 usw. gibts da nicht, Umweltzonen gibt es nicht. Der Stadtpanzer darf also rumstinken wie er lustig ist.

Das war hierzulande lange Zeit nicht anders. Der Staat musste Maßnahmen ergreifen, um seine Bürger zu sensibilisieren und notfalls zu disziplinieren - von allein geschah auch hier nichts. Und trotz hoher Spritpreise verkaufen sich überdimensionierte Fahrzeuge seltsamerweise bis heute blendend.

Es gibt einen systematischen und massiven Unterschied im Umweltbewusstsein. Und auch in der Bereitschaft Geld für die Umwelt auszugeben.

Das Geld muss man erst einmal haben. Derzeit verdienen Russen im Durchschnitt 660 Euro monatlich, also ein Drittel des durchschnittlichen deutschen Monatslohns, und die Schere zwischen den höchsten und geringsten Einkommen klafft deutlich weiter als hierzulande. Auch auf die geringeren Lebenserhaltungskosten umgerechnet bleibt da für die Meisten kein Spielraum, nach ökologischen Gesichtspunkten zu konsumieren - wenn es denn überhaupt entsprechende Angebote gäbe.

Im zentralistisch organisierten Russland, in dem bürgerliches Engagement von Väterchen Staat ohnehin misstrauisch beäugt wird, wäre da ganz klar Moskau gefragt, nicht der Mann auf der Straße.
 
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Moskau kümmert sich nur um die Wirtschaft (die eh hart angeschlagen ist mit dem aktuellen Rubel-Kurs uvm.) und um politische Probleme, im Land und außerhalb. Die haben einen ganz speziellen Kurs und bei dem ist die Umwelt gaaaaaaaaaaaanz weit hinten angestellt - die machen nur dann was wenn es wirklich nicht mehr geht - also wenn Menschen direkt bedroht sind. Wenn da irgendwas in der Pampa brennt, wird es ignoriert - hat man ja gesehen.

Wo ich in Moskau war, war der Rubel-Kurs noch viel viel besser für die Russen (war so 2005-2006 rum) - sie haben damals also etwa 1000$ im Schnitt verdient, was zu der damaligen Zeit nicht schlecht war. Um das Klima hat sich damals auch keine Sau gekümmert und Geld dafür ausgeben - noch weniger als heute.

Russland denkt sich halt immer noch - ach, das Land is so riesig, selbst wenn wir da ganze Landstriche einsauen, der Dreck ist weit genug weg von den bevölkerten Gebieten wo nennenswerte Zahlen an Leuten wohnen. Hier kann man sich so was nicht leisten, wenn hier was passiert zieht es gleich in die nächste Großstadt.

Und ja, Grundstücke in guter Lage sind da teuer, genau so wie hier. Nur das wir hier ein anderes System für den Garten haben. Dort ist das alles Eigentum und hat nicht wirklich besondere Regeln die hier unsere Gärten betreffen. Im Garten dort kannste normal leben, es gibt keine Vorschriften für das Grünzeug auf dem Gelände und viele andere Sachen die hier (leider) existieren.
Genau deswegen hab ich hier z.B. auch keinen Garten - ich kann dort weder auf die russische Art den Sommer über leben noch richtig feiern oder sonstwas anpflanzen. Das einzige Grünzeug was ich also habe, sind einige Zimmerpflanzen, für mehr fehlt mir hier der passende Ort :D
 
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