"verständlich wenn ... Imperialmacht"?
Sorry, aber mit Ausnahme von Rassissten gibt es niemanden, für den ich noch weniger Verständnis habe, als für Imperialisten. Eroberungsdrang mag Putins Handeln erklären, aber er entschudligt gar nichts. Im Gegenteil, er schreit nach Gegenmaßnahmen.
Und was ist mit den 4+2 Gesprächen, in den versichert wurde das es keine NATO Osterweiterung geben sollte?
Was soll damit sein? Ich wüsste nicht, dass die 4+2 Gespräche einen Vertragstext über die Ukraine beinhalten würden. Erst recht keinen, der kriegerische Handlungen durch Russland rechtfertigen würde. Genau um die geht es hier aber.
Ob es darüber hinaus Gründe geben könnte, aus denen Putin die NATO nicht mag - geschenkt. Wenn das sein Problem ist, soll er doch Wirtschaftssanktionen gegen die EU verhängen. Macht er aber nicht, er marschiert in der Ukraine ein.
Was da damals abgelaufen ist, in der Ukraine, hätte sich die USA auch nicht direkt an ihrer Grenze gefallen lassen, wenn Russland militärisch so nah dran wäre.
"Damals in der Ukraine"? Während der 4+2 Gespräche? Wäre mir nicht bekannt, dass da was abgelaufen ist, außer das ein Volk sich von der Sowjetdikatatur befreit hat. Sowas sähen die USA vor ihrer Haustür mal sehr gerne, aber irgendwie hält sich der Sozialismus in Kuba

Und wo wir gerade bei dieser Insel und Grenzkonflikten sind: Das absolut letzte, was wir brauchen, sind wieder Zustände wie in der Kuba-Krise, wo ein Staat Militär aus geopolitischen Gründen einen Militäraufmarsch im/vor seinem unmittelbaren, bis dato absolut friedlichen Nachbarn durchzieht. Wir waren schon einmal fünf Minuten* vom Ende der menschlichen Zivilisation entfernt, darauf kann ich in Zukunft gerne verzichten. Damit es "in Zukunft" auch weiterhin gibt.
(*:
5 wortwörtliche Minuten. Keine methaphorischen.)
Und tut nicht so, als ob die USA, China etc. nicht genauso reagieren würden.
Was die Merkel Regierung alles kaputt gemacht hat, was seit dem Kalten Krieg alles aufgebaut worden ist, ist eine Frechheit.
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Beobachtung:
- Die USA hat ihr Staatsgebiet seit 1848 nicht mehr durch offensive Kriege erweitert. (Und die letzten Militärbasen, die im Rahmen defensiver Kriege hinzugekommen sind, gab es schon 1945.)
- Die Volksrepublik China hat seit 1951 kein Land mehr erobert (und das war eine Rückeroberung von kaiserlich-chinesischem Territorium, in dass die Briten 50 Jahre vorher einmarschiert waren), das jemand anderem gehörte (die 62er Streitigkeiten mit Indien über den Grenzverlauf sind wirklich diffus). Auch wenn sie es ein paar mal versucht haben.
- Russland hat 2001-2009* seit Staatsterritorium durch defensiven und 2014 durch offensiven Militäreinsatz erweitert, und außerdem 1992, 2008 und 2008-2015 weitere Territorien durch Militäreinsatz unter russische Kontrolle gebracht, deren Eingliederung als Staatsgebiet noch aussteht, die aber angestrebt wird.
(*: Zugegebenermaßen ging es um Territorium, dass man erst 1991 verloren hatte)
Erkennt jemand einen Trend oder Unterschiede? "0:0:5" ist ein recht eindeutiges Ergebnis und spätestens die Annektion der Krim ist auch qualitativ ein einzigartiges Ereignis wie man es seit der Angliederung von Böhmen und Mährens nicht mehr gesehen hat.
Merkel kann man übrigens vieles vorwerfen, aber keine Einmärsche. Genaugenommen muss man ihr in sehr vielen Fällen genau das Gegenteil von Handeln vorwerfen...