Also zumindest in Chile und Grenada passt diese Einschätzung hinten und vorne nicht. Das waren schlicht heiße Schläge im kalten Krieg.
Gut, dann bist du also der Experte darin und alles was hier in Deutschland ausgebildet wird ist Unsinn.
Ich bin im ABC Zug (zivil) und ja, Filter sind nicht so wirklich das wahre gegen alles. Außerdem brauchst du ne gute Dekon.
Das ist ein riesen Aufwand damit alles sicher ist und das nur bei wenigen Feuerwehrleuten die exakt wissen worauf sie achten müssen.
Sieh dir alleine mal an was bei zivilen Lagen für Schutzkleidung getragen wird, wenn die Gefahr doch so gering ist.
Zivil & Feuerwehr, soso. Korrigiere mich, wenn ich falsch liege: Ziel der Feuerwehr war es, dass niemand umkommt, oder? Selbst wenn die ersten drei Mechanismen versagen, ist ein vierter da, der alles auffängt? Und die erste Grundannahme ist schonmal, dass man nie weiß, mit was man es zu tun hat, bis alles andere ausgeschlossen ist? Also dass man zum Beispiel nie davon ausgeht, es ausschließlich mit biologischen Substanzen zu tun zu haben, wenn auch verdammt viel schwerer zu kontrollierenden chemische Kampfstoffe in Frage kommen?
Nett, dass du diese Sichtweise hier so vehement dargelegt hast und jetzt bitte zurück zum militärischen Einsatz eines Stoffes, der dem einsetzenden genau bekannt ist und dessen Ziel es ist, einen erheblichen Teil der gegnerischen Streitkräfte umzubringen. Und nein, dafür bin ich auch kein Experte. Aber als jemand der sich mit möglichen biologischen Wirkweisen und vor allem Vektoren auskennt ggf. nicht schlechter vorgebildet als ein Feuerwehrmann/-frau.
Es geht um die Heimtücke. Wie lange dauert es denn, bis man so etwas eindeutig nachgewiesen hat. Einfach ein paar tausend Ratten mit modifizierter antibiotikaresistenter Pest in städischen Kanalisationen aussetzen und selber für die eigenen Bevölkerung Gegenmittel haben. Und mit der Ausgabe wartet man und tut so, als hätte man es auf Basis der gefundenen Ratten entdeckt. Das ist bestialisch, Krieg ist das aber immer. Alleine schon der Wirtschaftsschaden, wenn z.B. sämtliche Flüge in die USA für ein paar Wochen unterbrochen werden. Das kostet Billiarden, Aktionkurse brechen ein, etc.
Bislang haben wir hier von militärischen Angriffen auf/von Russland gesprochen. Was du beschreibst ist ein Terroranschlag, einer mit prinzipiell kontinentalen Ausmaßes, der also zwischenstaatlich allenfalls gegen Australien denkbar wäre.
Phagentherapien sind etwas ganz anderes und wirken immer nur sehr individuell:
Antibiotikaresistenzen: Phagentherapie - ein Weg aus der Misere?
Wie individuell sie sind kann man anhand der verwendeten RNA steuern. Beim medizinischen Einsatz hat man da natürlich maximale Selektivität zum Ziel, du hast aber von einem Biowaffenangriff auf eine ganze Ethnie gesprochen. Dafür müsste man das Raster entsprechend weiten, hätte als multietnischer Angreifer oder gegen multiethnische Gegner aber ein prinzipielles Problem.
Zurück zu USA-Soldaten in der Ukraine. Der Link zur Aufnahmeverhandlungen der Ukraine in die Nato sollte zeigen, dass die USA durchaus Interesse hätten, dort zu stationieren. Eine "Umzingelung" muss nicht vorhanden sien, es reicht, wenn sich Politiker umziengelt fühlen. Und das glaube ich schon. Putin oder Teile der Russischen Führung fühlen sich umzingelt.
Das glaube ich durchaus. Wer es sich mit jedem einzelnen seiner Nachbarn oder spätestens deren Nachbarn in zweiter Reihe verscherzt, zum Teil in dem er sie ein 3/4 Jahrhundert lang besetzt und unterdrückt hat, der darf sich zu Recht von Leuten eingekreist werden, die einen nicht mögen. Aber das umzudeuten in "wir wurden umzingelt, die anderen sind die bösen aktiv handelnden" ist eben falsch. Russland wurde genausowenig eingekreist, wie man dem kreischenden Balg, dass in der Kassenschlange lauthals nach dem neuesten Lego-Set verlangt, ein Spielzeug weggenommen hatte. Putin verlangt Dinge, die ihm einfach nicht zustehen und wird aggressiv, wenn er sie nicht kriegt. Und nachdem er mit einer Reihe dieser Aktionen durchgekommen ist (siehe weiter oben) und sich immer weiter gesteigert hat gibt es auch keinen Grund anzunehmen, dass er irgendein Maß kennt und durch kleine Zugeständnisse beruhigt werden kann.
Und wenn man das nicht ernst nimmt und weiter provoziert, dann kann es exkalieren. Ebenso kann man argumentieren, wenn wir nicht sichtbare Zeichen setzen, eskalieren die Russen erst recht weiter. Mir fehlen dazu bewertbare Informationen.
Ich vertrete klar letztere Sichtweise. Man muss sehr aufpassen, welche Art von Zeichen man setzt und bin ich z.B. entschieden gegen Maßnahmen, die Offensivpotential haben und den eigenen Handlungsspielraum erweitern zu scheinen. Also insbesondere die Verlagerung von Militär in nicht-NATO-Staaten und selbst beim Waffenverkauf sollte man äußerst vorsichtig sein. Aber z.B. wirtschaftlich würde ich Russland eiskalt abservieren. Wenn Putin uns als Feind sieht, obwohl wir nichts gemacht haben, dann müssen wir irgendwann einsehen, dass das so ist. Feinde geben aber keine Hermes-Bürgschaften. Feinde lockern nicht Umweltschutzauflagen, um die eigene Abhängigkeit von Gas zu steigern. Feinde liefern keine Waffensysteme und Feinde legen auch kein gutes Wort bei dritten ein. Wenn Putin unser Freund sein will, dann sollte er sich wenigstens ein Bisschen so verhalten, wie wir das als "freundlich" bezeichnen würden. Und nicht wie ein x-beliebiger Despot. Sonst sollte er genauso behandelt werden und damit meine ich NICHT so, wie die EU Assad, Gadafi oder diverse arabische Herrscher behandelt hat. Sondern eher auf dem Niveau von Iran oder Myanmar.
Der Kampf der Ideologien, also vermeindlich freie demokratische gegen sozialistische Welt war und ist im Gange. Sobald sich ein Land zum Sozialismus bekennt, wird es von den USA destabilisiert.
? Wer außer Kuba, China, Nordkorea und Venezuela bekennt sich denn zum Sozialismus? Putin garantiert nicht, in dessen Russland herrscht nun wirklich Kapitalismus. Und von den eben genannten vier wird auch nur einer von den USA destabilisiert (auch wenn ich nicht abstreiten möchte, dass sie es mit den anderen dreien gern versuchen oder versuchen würden und früher auch mehrfach mit bescheidenem Erfolg versucht haben.)
Direkte Bundeswehrinformationen kann ich an einer Hand abzählen und die sind alle alt und hier irrelevant. Aber ich bin technisch sehr und in gewissem Maße auch strategisch interessiert, erst recht was den maritimen Bereich angeht. Da ergeben sich viele Schlussfolgerungen zwangsläufig. Die Kilos z.B. beunruhigen die NATO nicht erst, seit dem die neuesten im schwarzen Meer sind, sondern seit den 80ern weil sie Hochsee-tauglich sind und wesentlich schwerer zu Orten als die nukleargetriebenen Modelle, auf die nicht zuletzt die Verteidigungssysteme der US-Streitkräfte optimiert wurden. Aber das ändert nichts daran, dass es Boote mit einer begrenzten See-Ausdauer und sehr beschränktem Waffenvorrat sind. Im aktiven Kampfeinsatz müssten die alle paar Wochen, bei intensivem Einsatz und maximaler Ausnutzung des Potenzials gegebenenfalls mehrmals im Monat einen Stützpunkt anlaufen oder sich mit einem Versoger treffen. Das klappt im Atlantik, das klappt im Pazifik - aber das klappt nicht im schwarzen Meer. Die russische Basis in Syrien ist viel zu klein, in einer Auseinandersetzung mit der NATO wäre sie binnen Stunden außer Gefecht gesetzt. Russische Uboote im Mittelmeer könnten somit nur einen einzigen Angriff ausführen und der wäre allenfalls bei langfristiger Planung und nuklearer Bewaffnung so ernst, dass er die NATO militärisch einschränken würde. Aber langfristig gegnerische Truppen binden oder gar großflächig den Warentransport stören könnte Russland so nicht, als Reaktions-/Defensivwaffe gegen die NATO haben sie NICHTS im Mittelmeer. Im schwarzen Meer sähe das dang eigener Basen anders aus (ausdrücklich auch OHNE Sewastopol), aber hier greift das gegenteilige Problem: Es gibt quasi keine NATO-Ziele auf dem Wasser. Und die Küstenregionen kann man aufgrund der guten Entfernung sehr gut aus der Luft/mit Boden-Boden-Waffen angreifen, ohne dass man Marinebasen als Primärziel präsentieren muss.
Die größeren nuklear-U-Boote könnten im Mittel länger operieren, sind aber zu leicht aufzuspüren und haben dort schlicht zu wenig Platz, um der zahlreichen NATO-Einheiten zu entkommen - erst recht wenn sie die Jagd auf Schiffe eröffnen. Da sowohl die balistischen als auch Marschflugkörper genug Reichweite haben, um quasi ganz Europa vom Atlantik aus zu treffen, wäre es aber auch fahrlässig, die strategische Raketenflotte hierhin zu verlegen.
Warum z.B. wird Venezuela von den USA destabilisiert? Auch das gibt mir zu denken. Die Menschenverachtung und das gleichgültige Hinnehmen von Todesopfern durch Hunder, Krankheit und Bürgerkrieg scheint billigend in Kauf zugenommen zu werden. Ich stecke in Venezuela zu wenig drin, um zu beurteilen, in wieweit es hausgemachte Probleme sind.
Venezuela hat sich selbst vom Weltmarkt isoliert (was ja an und für sich nichts schlechtes ist, wenn man ein soziales Ziel hat), dabei aber die eigenen Abhängigkeit von selbigem vergessen. Das ist der Kern der aktuellen Probleme. Verschärfend kam noch hinzu, dass man das eigene Öl als Druckmittel einzusetzen versucht hat (auch gegen die USA. Die mögen sowas gar nicht), das war in meinen Augen aber nur das i-Tüpfelchen. Viel schwerer wog, dass man vom Verkauf selbigen Öls abhängig war und mit weiter exponentiell steigenden Preisen geplant hat, wärend die globale Währungs-/Wirtschaftskrise losbrach. Und erst heute fängt die venezuleanische Regierung langsam an, darauf zu reagieren - da haben sie wirklich mal wieder ein Musterbeispiel für die Probleme einer Planwirtschaft abgeliefert. Und genauso wie alle anderen real existierenden Sozialismen leider die eigenen Fehler in materialistisch-wirtschaftlichen Fragen durch Unterdrückung zu kompensieren versucht.