Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Ich sehe nicht, dass da neue, nachpruefbare Fakten in die Diskussion eingefuehrt wuerden - nur altbekannte Behauptungen, Einschaetzungen und eine Raeuberpistole. Aber wie wusste schon Lenin: "Eine Luege, die oft genug erzaehlt wird, wird irgendwann zur Wahrheit."
 
Telepolis als seriöse Quelle?
Immerhin besser als das ganze Axel Springer Konsortium :schief:

Aber wie wusste schon Lenin: "Eine Luege, die oft genug erzaehlt wird, wird irgendwann zur Wahrheit."
Das war Goebbels...:wall:


"Jede Wahrheit durchläuft drei Stufen: erst erscheint sie lächerlich, dann wird sie bekämpft, schließlich ist sie selbstverständlich."
- Arthur Schopenhauer
;)
 
Immerhin besser als das ganze Axel Springer Konsortium :schief:

Falschinformationen bleiben Falschinformationen egal von welchem Propagandaverlag diese kommen. Und das Telepolis pro Russland schreibt wissen wir ja nicht erst seit heute.

Aber es zeigt sehr gut, wie selektiv du deine Informationen sammelst. Eine Seite die nicht deiner Meinung entspricht, wird nicht besucht bzw schlecht geredet.
 
Falschinformationen bleiben Falschinformationen egal von welchem Propagandaverlag diese kommen. Und das Telepolis pro Russland schreibt wissen wir ja nicht erst seit heute.

Telepolis selbst schreibt nichts pro russisch. Der eine oder andere Artikelschreiber auf Telepolis hingegen schon.
Merkwürdige Ansichten unter Artikelschreibern gibt es letztlich überall. Kannst auch Süddeutsche Zeitung, Spiegel, Focus, Frankfurter Allgemeine, usw. lesen und wirst auch da Artikel finden wo du nur mit dem Kopf schütteln kannst, grade wen zum Beispiel wieder mal neoliberale Wirtschaftspraktiken zum Himmel stinkend vergöttert werden, wie es ein Herr Piper bei der Süddeutschen nur zu gerne macht, so offensichtlich einseitig, oder fragwürdig sind die.

Wegen solche Artikel aber das komplette Portal, oder die komplette Zeitung als unseriöse Quelle bezeichnen zu wollen...
Nun in dem Fall kann man dann auch gleich die Vorwürfe einer Gina-Lisa Lohfink für faktisch seriös erklären, wenn es Telepolis als gesamtes postfaktisch nicht ist. :ugly:

Und letztlich gilt immer noch, bei jedem Artikel, selbst wen er aus einer vermeindlich noch so seriösen Quelle stammt, sollte man kritisch sein, den selbst wen es nur durch ungewollte Fehler passiert können sich immer Unwahrheiten / Einseitigkeiten reinschleichen!

Schließlich sagte schon meine Geschichtslehrerin in der Schule bzgl. antiker Quellen das eine Quelle für Angaben gut ist, aber mehrere voneinander unabhängige Quellen zum gleichen Thema, so möglich, erstrebenswerter sind. Schließlich haben schon vor 2000 Jahren Chronisten gerne die Wahrheit so hingebogen und ihre eigenen Meinungen einfließen lassen, wie es grade ins Weltbild passte.
Nun, das ist etwas das sich bis heute nicht groß geändert hat. ;)

Ich sehe nicht, dass da neue, nachpruefbare Fakten in die Diskussion eingefuehrt wuerden - nur altbekannte Behauptungen, Einschaetzungen und eine Raeuberpistole. Aber wie wusste schon Lenin: "Eine Luege, die oft genug erzaehlt wird, wird irgendwann zur Wahrheit."

Der Artikel hat auch zu keinem Zeitpunkt den Anspruch neue nachprüfbare Fakten bringen zu wollen, schließlich handelt es sich nur um ein Interview.
Die getätigten Aussagen deshalb aber vollumfänglich als Lügen vor abzuurteilen, immerhin war der Mann ja damals wirklich zugegen, wäre in etwa so als würde man dem Interview einem geflohenen türkischen Opositionspolitiker unterstellen wollen das er nach dem Putsch keien Gewalt bei der Verhaftung erlebt hat, keine einseitige Berichterstattung in türkischen Medien stattgefunden hat, türkische Gefängnisse nicht schrecklich sind und Erdogan kein Demagoge sei und die Türkei sich nicht immer mehr in einen konservativ islamischen Staat wandelt, weil man davon nichts völlig unabhängig überprüfbares in den Nachrichten lesen konnte, oder im Fernsehn sieht und sich das meiste auch nur auf Zeugenaussagen / Interviews stützt.

Das soll nicht heißen das der gute Herr uns im Interview zum Maidan nur die Wahrheit erzählt, aber bestimmte Dinge können schon stimmen, wie die provozierte Gewalt durch rechte Kräfte, die dann in den Medien nur einseitig wahrgenommen wurden, zum Beispiel, oder das rechte Kräfte in der Ukraine nach dem Maidan soviel Einfluss gewonnen haben wie noch nie zuvor.
 
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Telepolis selbst schreibt nichts pro russisch. Der eine oder andere Artikelschreiber auf Telepolis hingegen schon.
Merkwürdige Ansichten unter Artikelschreibern gibt es letztlich überall. Kannst auch Süddeutsche Zeitung, Spiegel, Focus, Frankfurter Allgemeine, usw. lesen und wirst auch da Artikel finden wo du nur mit dem Kopf schütteln kannst, grade wen zum Beispiel wieder mal neoliberale Wirtschaftspraktiken zum Himmel stinkend vergöttert werden, wie es ein Herr Piper bei der Süddeutschen nur zu gerne macht, so offensichtlich einseitig, oder fragwürdig sind die.

Wenn man bedenkt, wieviel weniger Artikel Telepolis im Vergleich zu SZ, FAZ & Co raushaut, ist es schon auffällig wieviele davon 1:1 Putins Meinung wiedergeben. Und im Gegensatz zu den meisten :kotz: Beiträgen mancher FAZ Kommentatoren veröffentlicht Telepolis diese nie als (Gast-)Kommentar oder Kolummne, sondern immer als Nachricht.

Wegen solche Artikel aber das komplette Portal, oder die komplette Zeitung als unseriöse Quelle bezeichnen zu wollen...

Wenn eine Seite zu überwiegenden Teilen fragwürdige Inhalte oder Allgemeinplätze veröffentlicht, ist sie als Quelle hat unbrauchbar. Eine "Quelle", die erst durch zwei weitere Quellen bestätigt werden muss, weil man sonst eine 50% Chance hat, Falschmeldungen aufzulaufen, bringt nichts.

Der Artikel hat auch zu keinem Zeitpunkt den Anspruch neue nachprüfbare Fakten bringen zu wollen, schließlich handelt es sich nur um ein Interview.

Das muss man der Struktur des Artikels zugute halten, auch wenn ich weder in der Überschrift noch im redaktionellen Teil irgend eine Form von Kritik oder Einordnung sehe - das ganze ist zwar durch die Interviewform indirekte Rede aus Sicht Telepolis, aber es wird eben 1:1 Propaganda einer Seite unreflektiert wiedergegeben. Gewürzt mit für das Textvertändnis unnötigen abwertenden Adjektiven respektive Superlative ("sogenannter", "am längsten amtierender") bei redaktionellen Aussagen über die anti- beziehungsweise prorussische Seite. Es wird sogar versucht, dem Interviewpartner "militärische Interessen der EU" in den Mund zu legen.

Die getätigten Aussagen deshalb aber vollumfänglich als Lügen vor abzuurteilen, immerhin war der Mann ja damals wirklich zugegen, wäre in etwa so als würde man dem Interview einem geflohenen türkischen Opositionspolitiker unterstellen wollen das er nach dem Putsch keien Gewalt bei der Verhaftung erlebt hat, keine einseitige Berichterstattung in türkischen Medien stattgefunden hat, türkische Gefängnisse nicht schrecklich sind und Erdogan kein Demagoge sei und die Türkei sich nicht immer mehr in einen konservativ islamischen Staat wandelt, weil man davon nichts völlig unabhängig überprüfbares in den Nachrichten lesen konnte, oder im Fernsehn sieht und sich das meiste auch nur auf Zeugenaussagen / Interviews stützt. ;)

Das soll nicht heißen das der gute Herr uns nur die Wahrheit erzählt, aber bestimmte Dinge können schon stimmen, wie die provozierte Gewalt durch rechte Kräfte auf dem Maidan, die dann in den Medien nur einseitig wahrgenommen wurden, zum Beispiel.

Bestimmte Dinge können stimmen. Es kann auch stimmen, dass in Roswell ein extraterestrisches Fluggefährt gelandet ist. Die Frage ist: Kann man sich ausgerechnet bei dieser Quelle auf irgendwas verlassen? Ich denke nicht.
Und das, was er sagt, ist nicht einmal in sich konsistent. Es war also ein Staatstreich, der "nur im Zentrum Kiews" stattgefunden hat, "100 m" daneben war nichts mehr? Letzteres bestätigen auch alle anderen Medien, aber irgendwie wurde ein President ettliche 100 m von diesem Zentrum entfernt, also abseits aller Gewalt, "gewaltsam gestürzt". Auch sehr interessant ist, dass Asarow genau beschreiben kann, wie der Maidan organisiert war, welche Räumlichkeiten der besetzten Gebäude wie genutzt wurden - sogar die Lage von "Verhörräumen", die die Aufständischen ja bestmöglich versteckt haben müssen, kennt er und er weiß zumindest von einzelnen Personen, wann sie wo welche Waffe wie auf wen gerichtet haben. Das ist verdammt detailliertes "Wissen" von jemandem, der nach eigener Aussage keinerlei Zugang zu diesen von internationalen Terroristen kontrollierten gebieten hatte. Viele Armeen wären verdammt stolz, wenn sie den Status ihrer eigenen Truppen auch nur halb so genau kennen würden. Und wo wir gerade bei internationaler Einmischung sind: Spricht er ernsthaft davon, dass er zahlreiche EU-Außenminister angeschuldigt hat, einen Angriff auf seine Regierung zu führen und das einen Abseits nachdem er selbst sagt, dass der rechte Sektor angegriffen hat?

Sorry, ich weiß nicht ob irgend eine wahre Aussage in diesem Interview steckt, die nicht schon seit langem bekannt ist. Aber fest steht, dass dort dutzende Aussagen getätigt werden, die radikal übertrieben oder komplett frei erfunden sind und weitere, die sich gegenseitig ausschließen. Und ihnen allen gemeinsam ist, dass sie ukrainische und europäische Gruppierungen diffamieren. Jemand, der solche Märchen über seine erklärten Feinde erzählt, glaube ich höchstens nach dem Prinzip der Selbstanschuldigung (er sagt was gutes über Ukrainer/was schlechtes über prorussiche Kräfte) - und f+r Webseiten, die in ihrem redaktionellen Teil genau die gleiche Grundstimmung aufgreifen anstatt zu relativieren und einzuordnen, gilt genau das gleiche.
 
Wenn man bedenkt, wieviel weniger Artikel Telepolis im Vergleich zu SZ, FAZ & Co raushaut, ist es schon auffällig wieviele davon 1:1 Putins Meinung wiedergeben. Und im Gegensatz zu den meisten :kotz: Beiträgen mancher FAZ Kommentatoren veröffentlicht Telepolis diese nie als (Gast-)Kommentar oder Kolummne, sondern immer als Nachricht.

Es stimmt das die Kennzeinung von Meinungsartikeln und Nachrichtenarikeln auf Telepolis oft äußerst mangelhaft sind, das fällt halt grade bei Themen die Russland betreffen negativ auf, die oft halt die Ansichten und Meinungen des Schreibers wiedergeben. Sicher aber auch nicht das einzige Thema. Man findet auch bzgl. Missbrauch immer wieder Schreiber auf Telepolis wo man sich nur vor den Kopf fassen möchte, zum Beispiel weil sie die generelle Forderung stellen im Zweifelsfall auch ohne Beweise dem vermeindlichen Opfer zu glauben.
Man ist auf Telepolis daher als Leser halt gefordert selbst das Aschenputtel zu spielen und zu entscheiden in wie weit das glaubhaft nachvollziehbar ist, oder nur die Meinung des Schreibers wiederspiegelt (die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen).

Aber wie auch gesagt, das macht nicht alle Themen auf Telepolis unglaubwürdig und auch sicher nicht alle Artikel unseriös. ;)

Wenn eine Seite zu überwiegenden Teilen fragwürdige Inhalte oder Allgemeinplätze veröffentlicht, ist sie als Quelle hat unbrauchbar. Eine "Quelle", die erst durch zwei weitere Quellen bestätigt werden muss, weil man sonst eine 50% Chance hat, Falschmeldungen aufzulaufen, bringt nichts.

Uh, dann geh besser nie in die Archeologie, oder Geschichtsforschung und ließ nie antike, oder mittelalterliche Quellen, von denen gibt es keine die für sich alleine genommen je glaubwürdig wäre (grade der römische Historiker Tacitus war zum Beispiel ein Meisterbeispiel dafür wie man sich die Sicht der Dinge zurechbiegen kann). ;)
Und selbst heute entpuppen sich im Nachhinein immer wieder vermeintlich seriöse Quellen als Enten. Nicht immer weil es Absicht ist, oft ist es schlicht Schlampigkeit (Hitlertagebücher), oder aber mangelnde Recherche auf Grund des redaktionellen Drucks als erster eine Neuigkeit bringen zu können, aber es passiert doch öfters als man denkt.

Und grade heute, in Zeiten wo man Bilder / Videos manipulieren kann, Zeugen für Geld sagen was man will und Informationen schnell selektiv über unzählige Kanäle verbreiten kann ist es schon regelrecht fahrlässig zu meinen man es würde reichen Informationen ungeprüft aus einer einzigen Quelle uneingeschrenkt glauben schenken zu können.

Bestimmte Dinge können stimmen. Es kann auch stimmen, dass in Roswell ein extraterestrisches Fluggefährt gelandet ist. Die Frage ist: Kann man sich ausgerechnet bei dieser Quelle auf irgendwas verlassen? Ich denke nicht.

Bei welcher Quelle kannst du dich auf irgendwas verlassen, sofern sie nicht völlig neutral zu dem Thema steht über das sie berichtet, weil es sie nicht direkt betrifft? Das der Mann natürlich auch in diesem Interview das Klientel, welches in der Geschichte um den Maidan sowieso kaum weiter ab als ein 9/11 VTler ist, primär bedient ist kaum bestreitbar, schließlich stecken da, wie du ja selbst auch festegestellt hast unzählige Widersprüche drin.
Trotzdem bedient selbst ein Lügner sich soweit der Wahrheit wie sie ihm dienlich ist, das kann eine Provokation des rechten Sektors durchaus sein. Ist in dem Fall, wie in vielen aber kaum nachvollziehbar, sofern keine anderen Quellen existieren die das belegbarer machen.
 
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Wenn eine Seite zu überwiegenden Teilen fragwürdige Inhalte oder Allgemeinplätze veröffentlicht, ist sie als Quelle hat unbrauchbar. Eine "Quelle", die erst durch zwei weitere Quellen bestätigt werden muss, weil man sonst eine 50% Chance hat, Falschmeldungen aufzulaufen, bringt nichts.

Man kann nie sicher sein, dass in der Zeitung die Wahrheit steht, egal wie seriös die Quelle ist oder wie viele die selbe Nachricht bringen. Da die meisten die selbe Urquelle haben (z.B. Reuters). Man erinnere sich daran das BBC gemeldet hat, das WTC 7 sei eingestürzt, obwohl es noch stand. Und die haben die Schuld an Reuters weitergegeben.
 
Man ist auf Telepolis daher als Leser halt gefordert selbst das Aschenputtel zu spielen und zu entscheiden in wie weit das glaubhaft nachvollziehbar ist, oder nur die Meinung des Schreibers wiederspiegelt (die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen).

Wenn man das anhand von Telepolis selbst macht (oder innerhalb irgend eines anderen Mediums) führt das aber nicht zu Meinungsbildung, sondern nur zu Meinungsverstärkung. Man pickt sehr schnell die Meinungen heraus, die einem "gut" vorkommen und fühlt sich damit bestätigt und die anderen schmeißt man Weg. Wenn dass dann noch auf einer Seite passiert, die bevorzugt Meinungen aus einer Ecke untermischt (die von dir genannten Beispiele passen ebenso wie die mir für Telepolis geläufigen allesamt in die neurechte Ecke), entspricht das Ergebnis ganz klassischer Propaganda.

Aber wie auch gesagt, das macht nicht alle Themen auf Telepolis unglaubwürdig und auch sicher nicht alle Artikel unseriös. ;)

Nö. Aber es sorgt dafür, dass man mehr Zeit braucht die seriösen Artikel zuverlässig zu ermitteln, als es bräuchte, die darin enthaltenen Informationen auf anderem Wege zu finden.

Uh, dann geh besser nie in die Archeologie, oder Geschichtsforschung und ließ nie antike, oder mittelalterliche Quellen, von denen gibt es keine die für sich alleine genommen je glaubwürdig wäre (grade der römische Historiker Tacitus war zum Beispiel ein Meisterbeispiel dafür wie man sich die Sicht der Dinge zurechbiegen kann). ;)
Und selbst heute entpuppen sich im Nachhinein immer wieder vermeintlich seriöse Quellen als Enten. Nicht immer weil es Absicht ist, oft ist es schlicht Schlampigkeit (Hitlertagebücher), oder aber mangelnde Recherche auf Grund des redaktionellen Drucks als erster eine Neuigkeit bringen zu können, aber es passiert doch öfters als man denkt.

Und grade heute, in Zeiten wo man Bilder / Videos manipulieren kann, Zeugen für Geld sagen was man will und Informationen schnell selektiv über unzählige Kanäle verbreiten kann ist es schon regelrecht fahrlässig zu meinen man es würde reichen Informationen ungeprüft aus einer einzigen Quelle uneingeschrenkt glauben schenken zu können.

Es macht einen Unterschied, ob ich prüfe ob sich eine neuen Quelle in ein bestehendes System einfügt und die von ihr ergänzten Informationen vorläufig als Indizien behandle, wie das meines Wissens nach in der Geschichtsforschung und definitiv in der Archäologie üblich ist (und bei Sternlesern üblich sein sollte :ugly: ), oder ob man -wie im Falle Telepolis- jedes einzelne Aussage als mit >50%iger Wahrscheinlichkeit als falsch, einseitig oder unvollständig betrachten muss und somit eine 1:1 Besätigung ganzer Artikel benötigen würde. Zusätzlich sollte man auch seinen Umgang mit Quellen anpassen:
Was hier querverlinkt und als Argument in die Diskussion eingeführt wird, sind quasi ausschließlich wertende Artikel und vorgefertige Analysen. Ich habe noch keinen einzigen Telepolis-Linker gesehen, der nur die Faktenbehauptungen zitiert und darauf seine eigene Logik angewandt hätte. Das hat nichts damit zu tun, ob man Tacitus Beschreibung des germanischen Lebens 1:1 akzeptiert, sondern das entspräche einer direkten Übernahme seiner Kulturvorstellungen und Bewertung des germanischen Brauchtums. So blöd waren nicht einmal seine Zeitgenossen, geschweige denn spätere Generationen - aber für Telepolis scheinen andere Regeln zu gelten.

Bei welcher Quelle kannst du dich auf irgendwas verlassen, sofern sie nicht völlig neutral zu dem Thema steht über das sie berichtet, weil es sie nicht direkt betrifft?

Jede Quelle ist von dem Thema betroffen, über das sie berichtet - sonst würde sie sich nicht damit beschäftigen. Aber es gibt Quellen, die liefern Faktenbeschreibungen abgetrennt von Interpretationen und in einer Art und Weise, die eine Überprüfung der Aussagen vergleichsweise leicht möglich macht. Telepolis erhebt dagegen oft Anschuldigungen auf Basis von "allgemein bekannten" Dingen und wiederholt eigene Meinungsäußerungen als Tatsachen.

Trotzdem bedient selbst ein Lügner sich soweit der Wahrheit wie sie ihm dienlich ist, das kann eine Provokation des rechten Sektors durchaus sein. Ist in dem Fall, wie in vielen aber kaum nachvollziehbar, sofern keine anderen Quellen existieren die das belegbarer machen.

Und genau an der Stelle würde ein Nachrichtenmagazin, dass sich nach eigener Darstellung sehr intensiv mit den Ereignissen befasst hat und neutral alle zugänglichen Quellen ausgewertet hat (so der Anspruch von Telepolis und Leuten, die es verlinken), eben genau diese Aussagen bestätigen oder darauf hinweisen, dass sie sich nicht bestätigen lässt und somit äußerst fraglich ist. Stattdessen wird dem Grundtenor des Interviewpartners einfach zugestimmt oder dieser, im Falle der NATO, sogar noch überboten. Damit kann man zusammenfassend sagen:
- Ein voreingenommer Interviewer
- interviewt eine Person, die ein großes Eigeninteresse an der Verbreitung von Fehlinformationen zu ihren gunsten hat
- in einem Magazin, dass Meinung, Wahrheit und Lüge gleichberechtigt und ohne Kennzeichnung nebeneinander stehen lässt.

Der Informationsgehalt des Artikels beschränkt sich somit darauf, dass Person X in einem Interview ihre Meinung Y geäußert hat, wobei die Meinung von Person X aber keinerlei Bedeutung hat und ihr Bezug zur durchaus interessanten Wahrheit unbekannt bleibt. Der Wert dieses Artikels liegt also bei 0.
 
Joa, ich mag inzwischen auch lieber vorgefertigte, lediglich jeweils leicht abgewandelte und ungeprüft übernommene Agenturmeldungen der Hofberichterstattungsorgane. Das macht das Leben viel einfacher. Also bedient man das Narrativ und "die Anderen" sind halt (je nach ausgebildetem Ablehnungsgrad) die Abweichler, VT´ler, Ungläubige, Trolle oder Superschurkenversteher.

Dabei wissen doch alle: "Putin bestimmt alles"
Feynsinn >> Putin bestimmt alles
Syrien, Ukraine, amerikanischer und deutscher Wahlkrampf, China, egalwelchesKorea, den Mond und die Sterne.
Ich frage mich, was die Verblödungsindustrie macht, wenn der mal stirbt. Wahrscheinlich sich einfach den Nächstbesten schnappen und weitermachen ... :ugly:
 
Aluhut-Träger nicht vergessen!

Ein Argument, immernoch Tageszeitungen und Nachrichten zu kunsumieren, begegnet mir immer öfter;
Ich weiß ja das die lügen aber irgendwie muß man sich ja informeren!
Das ist ein wenig pervers aber irgendwie verständlich. Nur, sich immer wehren, sich jedesmal neu bewust machen, "das ist gerade falsch" ist nicht möglich.
Ein ganzes Leben lang belogen werden und keiner wird die Lüge mehr sehen können.
Schaut euch um, das funktioniert ausgesprochen "gut".
Diese Spiel beherrscht Putin im übrigen, noch nicht so perfide wie der "Westen".
Das macht ihn aber nicht besser, kein Stück!

Edit:
"Der Russe" als Feindbild ist schon so lange und so ausgeprägt in die Köpfe gepflanzt. Warum was neues erfinden, hat doch bisher auch funktioniert. Auf Nummersicher wird halt noch "die Flüchtlinge" und "die antisozialen AfDler" stilisiert. Reicht das immer noch nicht, gehts mit "kriminellen Flüchtlingen" und "terroristischen Flüchtlingen" weiter. Es müßen übrigens immer große Gruppen sein, damit man so wenig wie möglich Beispiele braucht.
Einzelne Personen taugen halt erst als Feindbild, wenn sie Positionen wie Putin oder Trump beziehen.

Auch wenn es hier um die Ukraine geht auch für Aleppo ist Putin gerade eine ganz realen und absolute Gefahr.
Ich wollte eigentlich einige Aktionen verlinken, die sich für Allepo engagieren, nur richten die sich alle an diese Merkel.
 
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In der heutigen Zeit fällt das Wort "Lüge" bezüglich Journalismus viel zu schnell, vor allem wenn es um Streitthemen geht.
Die Schuld liegt mehr oder weniger auf beiden Seiten, die Presse vergisst häufig Quellenbezüge, obwohl sie damit die Kritik bei einer Fehlmeldung eindämpfen könnte.
Der Leser auf der anderen Seite, überliest aber auch gerne solche "Unwichtigkeiten" wie z.B.: ".....einer Quelle zu folge".
Es wird jede Meldung gern als Fakt gesehen, ob nun beabsichtigt oder unbeabsichtigt.
Und damit kommt man halt dazu, dass Fehlmeldungen, die es schon immer gab, zu einer Lüge werden.....obwohl es da nun mal einen Unterschied gibt.

Zum Thema Ukraine:

Ich habe gestern gelesen dass der Krimschatz vorerst nicht wieder zurück zur Krim wandert......welch Überraschung.:rollen:
 
Das kann in einem Bruchteil der Fälle durchaus möglich sein, allerdings werden Quellen durch die Berichterstatter selbst selektiv behandelt und instrumentalisiert. Und damit kommt man an den Punkt, wo unterschieden werden muss, ob es Absicht oder "nur" Nachlässigkeit ist. MMn ist eine eindeutige Tendenz zur Absicht zu beobachten (s. Quellenlage gerade zu den direkten und indirekten Konflikten mit Russland in der Ukraine, aber auch Syrien). Der ukrainische SBU oder andere involvierte Regierungsstellen waren und sind bspw. eine gern genommene Quelle, die von den Agenturen gern auch mal ungeprüft übernommen werden. Wohingegen wohl niemand auf die Idee käme den russischen FSB zu zitieren - weder geprüft und erst recht nicht ungeprüft. Das ist gerade das Problematische bei 2 Kriegsparteien mit eigener Propaganda, zu denen sich noch die eigene Interessenlage mit eigener Propaganda gesellt. :schief:

Aber selbst wenn inzwischen schon mal Quellen abseits der reinen Agenturmeldung genannt werden, so werden diese dennoch großteils ungeprüft zitiert (siehe auch bellingcat oder die "syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte"). Mittlerweile hat man zwar ab und an "dazugelernt", zu schreiben/sagen, dass es sich um "rebellennahe" oder nicht verifizierte Quellen handelt, nimmt aber dennoch jeden noch so kruden Bericht von denen in die Nachrichten auf.
Was dann bei den meisten Leuten hängen bleibt, die sich dieser einseitigen Propaganda aussetzen, ist sicherlich jedem klar - nämlich nicht dieser kleine Nebensatz, sondern die zumeist im Nachhinein folgenden Tatsachenbehauptungen.

Speziell zur Ukraine sind dabei immer noch einige Punkte klärungsbedürftig - werden aber in der Aufarbeitung durch die derzeitigen Machthaber blockiert:
- Morde durch unterschiedliche Scharfschützenteams beim Umsturz
- Rolle ausländischer NGO und Dienste beim und nach dem Umsturz
- Rolle der nationalistischen Banden auf beiden Seiten
- Besetzung der politischen Posten und Schlüsselpositionen durch ausländische Investoren und Politiker
u.s.w.
 
In der heutigen Zeit fällt das Wort "Lüge" bezüglich Journalismus viel zu schnell, vor allem wenn es um Streitthemen geht.
Die Schuld liegt mehr oder weniger auf beiden Seiten, die Presse vergisst häufig Quellenbezüge, obwohl sie damit die Kritik bei einer Fehlmeldung eindämpfen könnte.
Der Leser auf der anderen Seite, überliest aber auch gerne solche "Unwichtigkeiten" wie z.B.: ".....einer Quelle zu folge".
Es wird jede Meldung gern als Fakt gesehen, ob nun beabsichtigt oder unbeabsichtigt.
Und damit kommt man halt dazu, dass Fehlmeldungen, die es schon immer gab, zu einer Lüge werden.....obwohl es da nun mal einen Unterschied gibt.
Die "Lüge" des Journalismus besteht doch nicht vorrangig durch lügen selbst. Da sind sie schon lang drüberweg. Hatten ja auch lange genug Zeit zu üben.
Die "Lüge", und ja, über die Definition kann man trefflich streiten, besteht in der Auswahl der Themen, der Auswahl der Quellen, der Ausformulierung jeglicher Berichterstattung und ganz aktuell, die Verhinderung von Berichterstattung.
Die "Lüge" ist die Veränderung von "Moralvorstellungen", die Änderung von Wahrnehmungen, die Veränderung der Sprache und deren Benutzung.
Insofern seh ich "unbeabsichtigt" eher als absolute Ausnahme.

Was drang denn durch den Filter des Journalismus in die dt Medien?
Revolution und Angriffe durch Russland waren Tenor, z.B. dass die Revolutionäre eher im faschistischem Lager angesiedelt sind (meine Sichtweise!), hat dt. Journaille geflissentlich vermieden. Weiterer Tenor, der so bedauerte östliche also umkämpfte Teil, sympatisiert mit Russland, ist also Quasi selbst schuld. Ausgesprochen wurde das freilich nie. Die Journaille weiß ganz genau, wie und wie oft formuliert werden muß um gewünschte Wirkungen zu erzeugen. (siehe auch AfD und Proteste in Sachsen)
Hier liegt die Lüge. Es geht nicht um Berichterstattung sondern das etablieren von Meinungen.

Das Russland alles mögliche unternehmen wird, dass die Ukraine nicht Nato wird, zeigt die Krim eindeutig.
Wie immer leiden "nur" Menschen wenn Politik gemacht wird.
 
@Neo92, danke für den Link!
Telepolis als seriöse Quelle?
Heise ist so seriös wie alle anderen auch aber wichtiger, Heise als Quelle, wohl eher ja!
Man bedenke, hier spricht zum einen ein Verlierer aber durch seinem Buch ganz klar mit wirtschaftlichen Interessen.
Wenn man nicht sein ganzes Leben durch dt. Medien geformt wurde, ist zumindest einen Teil dieses Interviewes im nachvollziehbarem Bereich!
Ich meine nicht nur, dass es genau ins Bild passt, sondern es spiegelt Teile der Informationen wieder, die abseits dt. Medien herüber schwappte.
Ich sehe nicht, dass da neue, nachpruefbare Fakten in die Diskussion eingefuehrt wuerden - nur altbekannte Behauptungen, Einschaetzungen und eine Raeuberpistole. Aber wie wusste schon Lenin: "Eine Luege, die oft genug erzaehlt wird, wird irgendwann zur Wahrheit."
Wann war es bei dir soweit? Aber viel dringlicher, hast du begonnen diese "Wahrheit" zu verteidigen?
Wo willst du überhaupt nachprüfbare Fakten herhaben oder jemals hergehabt haben?
Aber stimmt schon, hier spricht ein Mann von der Gegenseite, nicht mehr und nicht weniger.
Mit Gegenseite meine ich die etablierte Volksmeinung. Diese leitet sich wiederum vom vorherrschendem Tenor allgemeiner Medien ab.
Und trotzdem; Nur weil es in's eigen Bild passt, muß es noch nicht war sein!
Aber es passt verdammt nochmal so unwahrscheinlich!
Und so schnell bin ich wieder bei "ruyven-macarans Meinungsverstärkung".
Falschinformationen bleiben Falschinformationen egal von welchem Propagandaverlag diese kommen. Und das Telepolis pro Russland schreibt wissen wir ja nicht erst seit heute.

Aber es zeigt sehr gut, wie selektiv du deine Informationen sammelst. Eine Seite die nicht deiner Meinung entspricht, wird nicht besucht bzw schlecht geredet.
Das zeigt eigentlich eher, dass genau du das hier machst! Heise ist pro-russisch? Nicht dein Ernst!
Aber auch in deinen Worten liegt ein wenig Wahrheit; Eine Quelle von der man genau weiß, dass sie bewusst manipuliert, die sollte man besser nicht nutzen! s.O.

@JePe, in politischen sowie wirtschaftspolitischen Aspekten ist Wikipedia bekanntermaßen eine denkbar schlechte Quelle! Auch und vor allem hier gilt; Der Sieger schreibt die Geschichte!
Aber, dass die Russlands Propaganda-Maschine noch viele restriktiver ist als die dt. bezweifelt hier doch wohl eher keiner, denk ich.
Wenn man bedenkt, von welchem Ort aus wir diskutieren, wär es schlicht falsch, dt. oder europäische Medien außer acht zu lassen, weil es nunmal die Quellen der Allgemeinheit sind. Insofern glaube ich, eine Bewertung ist zwingend notwendig, da es nunmal unsere Quellen sind.

(verdammt, ich habe kein Leerzeichenproblem, bei mir fehlt andauernd der letzte Buchstabe bei einzelnen Worten. Das ist mühselig!)
 
Aber, dass die Russlands Propaganda-Maschine noch viele restriktiver ist als die dt. bezweifelt hier doch wohl eher keiner, denk ich.

Wenn man sich die Zahl von Sputnik, RT, rianovosti & Co Links in diesem Thread anguckt, dann kann bei einem großen Teil der Threadteilnehmer von "Zweifeln" nicht einmal die Rede sein, da herrscht vollste Überzeugung von der Wahrhaftigkeit des russischen Informationsministeriums vor. Und auch auf den letzten 1-2 Threadseiten, wo sich niemand in der Form zu Worte gemeldet hat, waren haufenweise Aussagen und Andeutungen zu lesen, die ich so nur aus eben diesen Quellen oder aus quellenlosen Beiträgen auf Webseiten mit zahlreichen Bezügen zu den russischen Staatsmedien gesehen habe.

Wenn man bedenkt, von welchem Ort aus wir diskutieren, wär es schlicht falsch, dt. oder europäische Medien außer acht zu lassen, weil es nunmal die Quellen der Allgemeinheit sind. Insofern glaube ich, eine Bewertung ist zwingend notwendig, da es nunmal unsere Quellen sind.

Eine Bewertung ist definitiv notwendig. Aber wenn die Bewertung besteht daraus besteht, "den Hofmedien" (wer immer das ist) mangelnde Berichterstattung über jedes Detail vorzuwerfen, dass in "der Volksmeinung" (whatever THAT is) nicht vorkommt, von dem man aber irgendwo irgendwann an einem nicht einmal angegebenen, geschweige denn geprüften Ort gehört hat, dann hat das mit Bewertung nichts zu tun. Dagegen sind Abhandlungen über Reichsflugscheiben und die elektrische Beleuchtung der Pharaonen methodisch sauber und inhaltlich fundiert.
 
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