So wie die OSCE berichtet, hört es sich eher an als würde die OSCE nachts wie ne Kanalrate irgendwo versteckt in die weite Welt hinaus horchen. Einschläge Ost, Einschläge West, Schüsse West, Schüsse Ost usw.
Wenn in nicht von (pro)russischen "Rebellen" eroberten, sondern von den ukrainischen Truppen gehaltenen Gebieten Einschlaege zu hoeren sind, darf ein Beschuss durch die erstgenannte Partei wohl als die wahrscheinlichste Erklaerung angenommen werden?
Heißt erstens, dass die Ukros ihre Waffen nicht identifizieren lassen wollen, weil man sonst nachweisen könnte, dass sehr viele davon später bei den Rebellen landen.
Herrje. Wieder die Leier vom tapferen Bergbauern, der mit nichts als einem Kartoffelschaeler bewaffnet den Faschisten die Panzer samt Bedienungsanleitung entreisst ...
Und zweitens, ist die OSCE selbst schuld und braucht nicht auf beleidigte Leberwurst zu tun, wenn sie ohne Ausweiß durchs Rebellengebiet will und nicht durchgelassen wird.... ¯\_(ツ)_/¯
Davon, dass der Zugang durch die OSCE SMM samt Modalitaeten im Rahmen von Minsk 2 vertraglich festgeschrieben wurde, mal abgesehen: Die Fahrzeuge der OSCE SMM sind auch fuer die schon erwaehnten Bergbauern recht gut an Farbe und Beschriftung zu erkennen. Eine Notwendigkeit, sich mit
national passports auszuweisen, besteht da nicht. Ich glaube auch kaum, dass den Bergbauern Listen mit Namen und Anschriften der Mitarbeiter der OSCE SMM vorliegen. Falls doch, faende ich es ergruendenswert, woher diese Informationen stammen?
Würde Russland die Rebellen in der Ukraine genau so unterstützen, wie sie es in Syrien machen, dann wäre das Problem in der Ukraine innerhalb einer Woche gelöst gewesen.
Stattdessen verschlimmert man es kalkuliert und dosiert dadurch, dass man die Krim-Methode anwendet (Nein, da sind keine russischen Soldaten ... na ja, doch, irgendwie schon, aber keine Verbaende - aber auch das kann sich ja formulatorisch bei Zar Wladimir jederzeit aendern).
Das "Problem" wird an dem Tag verschwinden, an dem Russland aufhoert, ein paar handverlesene Warlords mit Logistik, Material und Headcount zu unterstuetzen und am Nachbarn ein Exempel zu statuieren. Irgendwann wird dieser Groschen, pardon: diese Kopeke auch in Moskau fallen. Aber bis dahin wird der Aderlass im Donbas noch eine Weile weitergehen, fuerchte ich ...
P. S. In Syrien, wo Friedensbringer Wladimir nach Herzenslust gebombt hat, was unter die Tragflaechen ging, ist uebrigens kein einziges Problem geloest. Bad example oder Freud´scher Versprecher?