Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Nein wenn ich einer Kriegspartei Waffen im Wert von 3 Milliarden in die Hand drücke, beide Parteien jeweils eine der beiden größten Atommächte hinter sich hat, dann muss ich nur 1+1 zusammenzählen das, das ergebniss sicherlich kein gutes sein wird.

Das "Wenn" ist eben der Punkt. Es ist eine unbekannte "Variable" in einer "Rechnung". Wenn Kiew Waffen von den USA bekommt, wenn Kiew eine militärische Lösung des Konflikts für möglich hält, wenn sie die Separatisten angreifen, wenn sie Erfolg haben, wenn sie die Krim "angreifen"...

Ziemlich viele "Wenns" für eine Prognose, meinst du nicht auch?
 
Ukraine-Krieg: Bundesregierung warnt USA vor Waffenlieferungen an Ukraine | ZEIT ONLINE

Jetzt ist gemeinsames Beten angesagt (sorry für die phatetischen Worte aber mir fällt dazu nichts anderes ein)
Wenn jetzt wirklich die USA den Leuten in Kiew Waffen im Wert von 3 Milliarden in die Hand drückt und die so Wahnsinnig sind damit eine großoffensive auf die Krim starten zu wollen, bedeutet das, das Russland in den Krieg mit reingezogen wird. Ich hoffe euch allen ist klar was das bedeutet. Dann ist 3. Weltkrieg angesagt. Lasst wirklich hoffen das, das nur ein säbelrasseln oder sowas ist.

Donezk: Separatistenführer plant "Generalmobilmachung"

Wenn ich mir den Artikel so durchlese kriege ich den Eindruck, dass es sich um Defensivwaffen handel und nicht um Offensivwaffen.
Solange also keine Kampfhubschrauben und Boden-Boden Raketenwerfen dabei sind würde ich erst mal abwarten, was tatsächlich kommt.
Vielleicht wollen die US Rüstungskonzerne auch nur soviel Geld am Konflikt verdienen wie die russischen Rüstungskonzerne. ;)

Ach, das ist doch Kokolores. Ich glaube nicht, dass eine militärische Lösung zur Besetzung der Krim zur Debatte steht. Um Luhansk und Donezk wird es gehen - wenn überhaupt. Und die Ankündigung des Separatistenführers ist unrealistisch. Wo will er denn 100.000 Mann herbekommen?

Er hofft auf eine Welle von russischen Urlaubern. :ugly:

Das richtig perverse daran ist aber, dass er sich darüber total freut!
Er hat, wie so viele andere dort auch, einen richtigen Russenhass entwickelt.

Das ist das viel größere Problem in meinen Augen.
Schließlich ist das immer noch ein Land und sollte auch ein Land bleiben.
Niemand will Verhältnisse wie in Korea.
 
Nicht wenn er die Sicherheitsorgane des Landes mit Raketen beschießt.

Wie du selbst sagst: Das machen die wenigstens der russischstämmigen Ukrainer. Nicht gerade wenige sind dagegen aus den umkämpften Gebieten geflohen. (Wäre an der Stelle interessant zu erfahren, wie russischstämmige Ostukrainer aufgenommen wurden, die Richtung Westen geflohen sind. Waren zwar sicherlich eher wenige, weil man ja in unsicheren Zeiten eher was Bekanntes/Geborgenheit sucht, aber sicherlich auch >0)


Ja, die Lage hat sich scheinbar verschärft. Insgesamt will die Ukraine diese Woche 100.000 neue Kämpfer unter Waffen stellen. Die USA erwägen nach den erneut gescheiterten Friedensgesprächen Lieferungen von Defensiv-Waffen an die Ukraine. Es könnte sein, dass Kiew eine militärische Lösung in Betracht zieht ... Vielleicht ist es auch nur Säbelrasseln.

Hat da eigentlich jemand gehört, was mit "Waffenlieferungen zulassen" gemeint ist?
Wollen die USA Waffen -kostenfrei- zur Verfügung stellen (=staatliche Einmischung und Parteiergreifung in einem militärischen Konflikt explizit nicht mit dem Ziel, für Frieden zu sorgen), oder wollen sie einen Waffenkauf erlauben (=die üblich amerikanische Art Gewinn mit ""Frieden"" zu kombinieren...)?


Naja aus Korea und Vietnam ist auch kein 3.Weltkrieg entstanden, also hoffen wir das beste.

Die ukrainische Armee hat, bis auf wenige Ausnahmen, auf der Krim nicht einmal Waffen eingesetzt, als es da noch gegen scheinbare Paramilitärs/schwer bewaffnete Kriminelle ging, die ihre Stützpunkte angegriffen haben (!), dabei wäre das der ureigenste Job einer Armee. Jetzt stünden sie einem ungleich größeren Gegner gegenüber und müssten Russland zunächst den Krieg erklären, nachdem sie die bisherigen Ereignisse nicht offiziell als Kriegserklärung bezeichnet haben.
Da besteht imho keinerlei Gefahr. Nur für die Interessen Russlands, eine Landverbindung zur Krim zu erhalten oder zumindest Teile der Versorgungsinfrastruktur auf dem Festland zu übernehmen, sehe ich schwarz. Die wiederum werden Putin aber umgekehrt nicht so wichtig sein, dass er dafür erneute Provokationen gegen einen erstarkten Feind riskiert. Wenn man sich die jüngsten Meldungen aus Richtung Krim anhört (Versorgungslage wird schlechter, Lebensmittel sind, trotz des höheren russischen Rentensatzes, wohl mittlerweile teurer, als zu ukrainischen Zeiten, Wirtschaft liegt am Boden,...), dann scheint das Fleckchen Erde keinerlei Priorität mehr zu haben. Hauptsache, es gehört zum Reich - Prestige zählt.

Ob man die Ukraine auf absehbare Zeit wieder vereinen kann? Wenn die Ukrainer wirklich so einen Russenhass haben, muss man übeles erwarten, falls sie gewinnen.

Andersrum, wenn die Separatisten gewinnen werden sie wohl eher im Siegestaumel sein, als Rachegelüste zu hegen.

Schwierig zu sagen, da es keine repräsentativen Quellen gibt. Die Separatisten sind schlechter organisiert und haben keine Parallelstrukturen, da schaffen es die "wir werden alle umbringen"-Radikalos leicht vor die Kamera. Auf Seiten der ukrainischen Armee hört man dagegen nur Anfeidungen gegenüber den Separatisten, d.h. russischstämmige Ukrainer hätten nichts zu befürchten (genau wie im Rest der Ukraine). Aber von den z.T. rechtsextremen Milizen auf Seite der Ukraine hört man gar nichts direkt und die werden ihre Waffen nicht geschlossen abgeben. Das könnte zum zivilen Problem werden. Genauso wie Teile der Separatisten im Falle einer Niederlage auf Guerillataktiken wechseln könnten, solange sie noch Unterstützung von außerhalb erhalten. Zivilgesellschaftlich also einiger Sprengstoff und obendrauf kommt die persönliche Note:
Vielen Ukrainern scheint es herzlich egal zu sein, wer regiert, solange sie wieder halbwegs friedlich und in annehmbaren Verhältnissen leben können. Aber vielen Ukrainern wird es überhaupt nicht egal sein, dass ihre Verwandten/Freunde/... getötet wurden. Wenn der Krieg zu lange andauert, so dass die politischen Position zu einer persönlichen Angelegenheit werden, steht da schlimmes zu befürchten.

Leider ist, in Anbetracht der unvereinbaren Forderungen, eine militärische Lösung die einzig absehbare überhaupt. Entweder eine durch militärische Gewalt oder durch das genaue Gegenteil. Aber die ukrainische Armee kann man nicht entwaffnen und es ist auch nicht absehbar, dass Putin die Belieferung der Rebellen unterbindet. Solange er sie auch nicht verstärkt könnte eine massive Aufrüstung der Armee ein (blutiger) Erfolg werden, der den Krieg zumindest beendet. Aber da würde ich nicht drauf wetten.


Wenn ich mir den Artikel so durchlese kriege ich den Eindruck, dass es sich um Defensivwaffen handel und nicht um Offensivwaffen.
Solange also keine Kampfhubschrauben und Boden-Boden Raketenwerfen dabei sind würde ich erst mal abwarten, was tatsächlich kommt.
Vielleicht wollen die US Rüstungskonzerne auch nur soviel Geld am Konflikt verdienen wie die russischen Rüstungskonzerne. ;)

Dieser Krieg ist zu dynamisch und, auf Seiten der Separatisten, asymetrisch, als das du Offensiv- von Deffensivwaffen trennen könntest. In einem mobilen Bodenkrieg versuchen sowohl Angreifer als auch Verteidiger aktiv in eine Position zu kommen, um den Gegner zu töten. Die einzigen rein defensiven Waffen, die es bei der geringen Kampfentfernung geben könnte, wären Minen.
Und deren Einsatz wünscht sich wohl niemand.

Das ist das viel größere Problem in meinen Augen.
Schließlich ist das immer noch ein Land und sollte auch ein Land bleiben.
Niemand will Verhältnisse wie in Korea.

Die wirds auch nicht geben. Lugansk und Donezk sind zu klein und (waren) zu eng mit der ukrainischen Wirtschaft vernetzt, als dass sie sich als eigenständiger Staat abspalten könnten. Nachdem Putin einer Eingliederung die Absage erteilt hat, hat das Gebilde eigentlich keine Zukunft mehr.
 
Ich habe heute gehört das die Separatisten eine Generalmobilmachung anstreben, also rund Hunderttausend neuer Kämpfer sollen es werden.
Hmmm, da stellen sich mir einige fragen, wo kommen diese Menschen her die auch noch eine Militärische Ausbildung haben, wo bekommen sie die Ausrüstung und Waffen für diese Menschen her, kann ein im Bürgerkrieg isoliertes Gebiet so viele Kämpfer versorgen, hmm, ohne Russland ist dies doch gar nicht möglich, so viele Russische Militärs die in Urlaub sind und dort Kämpfen wird es wohl doch nicht geben, die auch noch alles aus Russland mit nehmen, also quasi deren Kasernen plündern :hmm:
Wer hat noch den verdacht das Russland hier dahinter steckt, ich zumindest habe dieses komische Gefühl.
 
Hat da eigentlich jemand gehört, was mit "Waffenlieferungen zulassen" gemeint ist?
Wollen die USA Waffen -kostenfrei- zur Verfügung stellen (=staatliche Einmischung und Parteiergreifung in einem militärischen Konflikt explizit nicht mit dem Ziel, für Frieden zu sorgen), oder wollen sie einen Waffenkauf erlauben (=die üblich amerikanische Art Gewinn mit ""Frieden"" zu kombinieren...)?

Leider das erste und die Lage ist so Fatal weil Russland nicht zurückweichen wird (ich weiß für dich und viele andere unverständlich da ihr dahinter Machterwägungen vermutet)
Da kommt gerade richtig große ******** auf uns alle zu, leider genau die Situation die wir eben vor Monaten beschrieben haben, weil die Motivation eben einseitig Keinerlei Kompromissbereitschaft zeigt (Russland wiederrum wird die Krim auf keinen Fall freigeben nachdem eben der Rest der Ukraine nun defakto NATO Gebiet ist) ich würde dich dringenst bitten die Resolution zu lesen die ich vor ca 2-3 Monaten verlinkt habe, werde sie hier auch gleich nochmal posten wenn ich sie finde.

Edit: Die Links, Ron Pauls Expertise ist jetzt hoffentlich leichter nachzuvollziehen.
Umstrittene Resolution: Republikaner Ron Paul klagt an: "US-Kongress erklärt Russland den Krieg" - Ron Paul klagt an: "US-Kongress erklärt Russland den Krieg" - FOCUS Online - Nachrichten
Hier das Original Dokument : https://www.congress.gov/bill/113th-congress/house-resolution/758/text

ΔΣΛ;7150946 schrieb:
Ich habe heute gehört das die Separatisten eine Generalmobilmachung anstreben, also rund Hunderttausend neuer Kämpfer sollen es werden.
Hmmm, da stellen sich mir einige fragen, wo kommen diese Menschen her die auch noch eine Militärische Ausbildung haben, wo bekommen sie die Ausrüstung und Waffen für diese Menschen her, kann ein im Bürgerkrieg isoliertes Gebiet so viele Kämpfer versorgen, hmm, ohne Russland ist dies doch gar nicht möglich, so viele Russische Militärs die in Urlaub sind und dort Kämpfen wird es wohl doch nicht geben, die auch noch alles aus Russland mit nehmen, also quasi deren Kasernen plündern :hmm:
Wer hat noch den verdacht das Russland hier dahinter steckt, ich zumindest habe dieses komische Gefühl.

Ja ist leider eine Reaktion auf die Generalmobilmachung der Ukrainischen Armee, beide Seiten Rüsten jetzt voll auf was Mannstärke und Waffen angeht, sicherlich erhalten die Seperatisten seit Anfang an unterstützung Russlands, bisher keine einzige Offizielle Truppe Russlands, eventuell Speznaz oder Veteranen die wahrscheinlich ein Gegengewicht zu den Academi/Nato Truppen auf seiten der Ukraine bilden sollen.

Sorry für Doppelpost, bitte zusammenlegen falls möglich Ruyven
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Der Stab des ukrainischen Heeres sollte mal lieber die HG Süd holen. Unglaublich wie kann ein stehendes Heer gegen einen Haufen Dilettanten so versagen?
 
Ich glaube das die Ukraine eher gegen ein verdecktes Russisches Untergrundheer kämpft und weniger gegen Zivilisten, hat man bei der annektieren der Krim gesehen, dort war auch das Russische Militär, sie haben dort auch nur deren Abzeichen entfernt, in der Ostukraine macht es diesmal nicht ganz so offensichtlich.
Das ganze haben sie aber durch die USA gelernt, die USA hatte in der Vergangenheit auch zahlreiche geheime Untergrundheere im Einsatz, in Lateinamerika und Asien.
 
Wie du selbst sagst: Das machen die wenigstens der russischstämmigen Ukrainer. Nicht gerade wenige sind dagegen aus den umkämpften Gebieten geflohen. (Wäre an der Stelle interessant zu erfahren, wie russischstämmige Ostukrainer aufgenommen wurden, die Richtung Westen geflohen sind. Waren zwar sicherlich eher wenige, weil man ja in unsicheren Zeiten eher was Bekanntes/Geborgenheit sucht, aber sicherlich auch >0)

Ich weiß was du meinst. Die Menschen, die nicht auf der Seite der Separatisten stehen, versuchen aus den umkämpften Gebieten zu fliehen. Aber die meine ich ja auch nicht. Flüchtlinge in Folge von Kriegen gibt es immer, denn die meisten wollen ja keinen Krieg haben.
Das interessiert die Kriegsparteien aber nie, da man nie die Bevölkerung fragt, was sie wollen, man stellt sie vor vollendete Tatsachen.

Hat da eigentlich jemand gehört, was mit "Waffenlieferungen zulassen" gemeint ist?
Wollen die USA Waffen -kostenfrei- zur Verfügung stellen (=staatliche Einmischung und Parteiergreifung in einem militärischen Konflikt explizit nicht mit dem Ziel, für Frieden zu sorgen), oder wollen sie einen Waffenkauf erlauben (=die üblich amerikanische Art Gewinn mit ""Frieden"" zu kombinieren...)?

Ich würde fast annehmen, dass die amerikanische Rüstungsindustrie Obama weich geklopft hat, damit sie endlich wieder Geld verdienen können, denn der Rüstungsindustrie ist es ja egal, wer die Waffen bezahlt, Hauptsache sie werden bezahlt.

Die wirds auch nicht geben. Lugansk und Donezk sind zu klein und (waren) zu eng mit der ukrainischen Wirtschaft vernetzt, als dass sie sich als eigenständiger Staat abspalten könnten. Nachdem Putin einer Eingliederung die Absage erteilt hat, hat das Gebilde eigentlich keine Zukunft mehr.

Der Hass aufeinander ist aber offensichtlich schon vorhanden und es wird schwer werden den wieder herauszuholen.
 
ΔΣΛ;7150946 schrieb:
Ich habe heute gehört das die Separatisten eine Generalmobilmachung anstreben, also rund Hunderttausend neuer Kämpfer sollen es werden.
Hmmm, da stellen sich mir einige fragen, wo kommen diese Menschen her die auch noch eine Militärische Ausbildung haben, wo bekommen sie die Ausrüstung und Waffen für diese Menschen her, kann ein im Bürgerkrieg isoliertes Gebiet so viele Kämpfer versorgen, hmm, ohne Russland ist dies doch gar nicht möglich, so viele Russische Militärs die in Urlaub sind und dort Kämpfen wird es wohl doch nicht geben, die auch noch alles aus Russland mit nehmen, also quasi deren Kasernen plündern :hmm:
Wer hat noch den verdacht das Russland hier dahinter steckt, ich zumindest habe dieses komische Gefühl.

Eine "General"mobilmachung betrifft die komplette normale Bevölkerung. Militärische Ausbildung ist dabei egal, wobei eine gewisse Grundausbildung ja aus dem Wehrdienst vorhanden sein müsste. Ob sie 100.000 mobilisieren können, wird sich zeigen. Ich glaube schon, dass sich (noch) so viele kampffähige Personen in den Gebieten aufhalten - aber davon wird nur ein kleiner Teil bereit sein, für die Separatisten zu kämpfen. Entweder hat man größere Finanzmittel, als bislang vermutet, und nutzt die (selbst verursachte) Not der Menschen als einziger potentieller Lohngeber in der Gegend aus, oder man zwingt sie schlichtweg zur Teilnahme.
Waffen wäre die interessantere Frage, aber da muss man das Endergebnis abwarten. Z.T. haben Länder sehr viele Handfeuerwaffen auf Reserve. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die Separatisten genug Gewehre erobert haben. Wenn zudem auch die Ausstattung mit Munition sehr gut erscheint oder gar schwere Waffen in den Händern der zusätzlichen Kämpfer auftauchen, wäre das imho ein weiteres Anzeichen dafür, dass die russischen Grenzen weit offen für Waffenlieferungen sind.


Ja ist leider eine Reaktion auf die Generalmobilmachung der Ukrainischen Armee

Die ukrainische Armee zieht zwar zunehmend mehr Leute ein, ist aber noch meilenweit von einer Generalmobilmachung entfernt.

Sorry für Doppelpost, bitte zusammenlegen falls möglich Ruyven

done so.


Ich würde fast annehmen, dass die amerikanische Rüstungsindustrie Obama weich geklopft hat, damit sie endlich wieder Geld verdienen können, denn der Rüstungsindustrie ist es ja egal, wer die Waffen bezahlt, Hauptsache sie werden bezahlt.

Sicherlich hat die Rüstungslobby, ggf. auch das Militär (wozwischen es eine große Schnittmenge geben dürfte*) da massiven Einfluss. Die Ukraine an sich könnte den USA schließlich herzlichst egal sein und Probleme mit Russland, die Obama zu einer Radikalopposition zwingen würden, gab es in den letzten 25 Jahren auch keine. Aber es ist trotzdem ein qualitativer Unterschied, ob sich die US-Regierung hinstellt und sagt "Waffen sind ein Geschäft, wir stehen für freien Handel", oder ob sie sagen "was in der Ukraine abgeht ist auch unser Problem und wir setzen uns in typischer Weise für eine Lösung ein".
Letzteres rückt Obama auch einen ersten Schritt in Richtung Putin, was die militärische Vertretung eigener Interessen jenseits der eigenen Landesgrenzen angeht. Im Vergleich zu militärischen Gebietsgewinnen wäre eine Waffenlieferung durch die Regierung zwar Kleinkram, aber sie erschwert es der restlichen Welt deutlich, als geschlossene Einheit Druck auf Russland auszuüben. Und den bräuchte es mehr denn je.


*: In der TAZ wurden heute übrigens Humvees als zu lieferndes Rüstungsgut namentlich erwähnt. Könnte also tatsächlich eine Initiative des US-Militärs sein, denn die Dinger waren in Afghanistan und Irak schon Notlösungen und ohne aktuellen oder geplanten Bodenkrieg sind sie endgültig Schrott, der eine neue Verwertung sucht.


Der Hass aufeinander ist aber offensichtlich schon vorhanden und es wird schwer werden den wieder herauszuholen.

Ich sehe noch keinen breiten Hass in der Bevölkerung. Die Mehrheit scheint eher apolitisch und nur gegen Krieg bzw. Kriegstreiber zu sein. Wenn man die Kämpfe beendet, bevor diese Wut auf ganze Bevölkerungsgruppen projeziert wird, könnte man den Hass also auf Leute beschränken, die ihn tatsächlich verdient haben und gegen die angemessene Strafen angebracht und machbar wären. Schön sind die Resultate von Kriegen zwar nie, aber das wäre für die Gesellschaft insgesamt verträglich.
Aber die Uhr tickt.
 
BBC News - How Russia outfoxes its enemies

Die einzigen rein defensiven Waffen, die es bei der geringen Kampfentfernung geben könnte, wären Minen.
Die Mittel müssen sich nichtmal gegen Personen richten. EloKa kann man auch als rein defensiv bezeichnen, da sie neben Gerätschaften mit denen man fast alle Fernmeldemittel der Gegenseite ausschalten kann, auch soetwas wie Flare, Düppel, Schutz der eigenen Kommunikation, Auswertung gegnerischer Kommunikation etc. umfassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
... Plan B waere eine UN-Mission. Die gaebe es in den Geschmacksrichtungen Chapter VI UN-Charta ("peace keeping", Waffengebrauch nur zur Selbstverteidigung) und Chapter VII UN-Charta ("peace inforcement"). Dem muessten alle Konfliktparteien zustimmen - auch die Vetomacht Russland.

News aus Russland: Inhaftierte Landesverraeterin auf Kaution wieder frei.

Herr Snowden erhaelt Asyl, aber die Verraeterin eines Geheimnisses, das es gar nicht gibt, wird verhaftet? Hm.
 
... Plan B waere eine UN-Mission. Die gaebe es in den Geschmacksrichtungen Chapter VI UN-Charta ("peace keeping", Waffengebrauch nur zur Selbstverteidigung) und Chapter VII UN-Charta ("peace inforcement"). Dem muessten alle Konfliktparteien zustimmen - auch die Vetomacht Russland.

News aus Russland: Inhaftierte Landesverraeterin auf Kaution wieder frei.

Herr Snowden erhaelt Asyl, aber die Verraeterin eines Geheimnisses, das es gar nicht gibt, wird verhaftet? Hm.

das ist ganz "normal" wenn snowden geheimnisse der russen verrät hätte er da auch schnell probleme wie überall auf der welt.
 
Nun, wir halten ja immer das Selbststimmungsrecht der Ukraine hoch. Da wären Waffenlieferungen unter Auflagen doch irgendwie unangebracht. Entweder man liefert Waffen oder man lässt es. Und ich finde, man sollte es lieber lassen. Das ist nicht unser Krieg. Wir unterstützen die Ukraine moralisch, verhängen Wirtschaftssanktionen gegen Russland, geben ihr Finanzspritzen, versorgen sie mit nichttödlichen Waffen wie Nachtsichtgeräten und Schutzwesten und versuchen zwischen den Separatisten, der Ukraine und Russland zu vermitteln. Das reicht.
 
Und ich finde, man sollte es lieber lassen. Das ist nicht unser Krieg.

Lugansk ist von Berlin einen Tag mit dem Auto entfernt. Ich finde schon, dass es "unser" Krieg ist. Und ich bin der (unpopulaeren) Meinung, dass man der Ukraine solche Waffen wie die zur Verfuegung stellen sollte, mit denen sie drangsaliert wird - Artillerie, Panzer, Flugzeuge. Nicht, um "den Russen eins auszuwischen" (so wie manche hier im Thread ja Konfetti werfen moechten ob der Vorstellung, Russland koennte es "den Amis besorgen"), sondern um den Anfaengen zu wehren.
 
Lugansk ist von Berlin einen Tag mit dem Auto entfernt. Ich finde schon, dass es "unser" Krieg ist. Und ich bin der (unpopulaeren) Meinung, dass man der Ukraine solche Waffen wie die zur Verfuegung stellen sollte, mit denen sie drangsaliert wird - Artillerie, Panzer, Flugzeuge. Nicht, um "den Russen eins auszuwischen" (so wie manche hier im Thread ja Konfetti werfen moechten ob der Vorstellung, Russland koennte es "den Amis besorgen"), sondern um den Anfaengen zu wehren.

Die "Anfänge" waren vor fast 1. Jahr vorbei. Seit Monaten ist dort Bürgerkrieg. Aber jo, ist sicherlich eine gute Idee der Ukraine die Waffen in die Hand zu drücken. Wird schon schief gehen...
 
Lugansk ist von Berlin einen Tag mit dem Auto entfernt. Ich finde schon, dass es "unser" Krieg ist. Und ich bin der (unpopulaeren) Meinung, dass man der Ukraine solche Waffen wie die zur Verfuegung stellen sollte, mit denen sie drangsaliert wird - Artillerie, Panzer, Flugzeuge. Nicht, um "den Russen eins auszuwischen" (so wie manche hier im Thread ja Konfetti werfen moechten ob der Vorstellung, Russland koennte es "den Amis besorgen"), sondern um den Anfaengen zu wehren.

Dann hätte man nicht einseitig, die nicht gewählte Regierung in Kiew anerkennen sollen. Wer Sturm sät, wird Sturm ernten. Diesen Krieg und seine Eskalation hat sich Kiew selbst zuzuschreiben.

Aber mit einer Sache hast du Recht. Es ist "unser" Krieg, gibt sogar der oberste Drohnenherr zu .

https://www.youtube.com/watch?v=bmUNCsT8TjU
 
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