Link nicht gelesen? Ich zitiere mal aus dem artikel...
Das sind die zahlen für februar, nicht für ein quartal. Die ukraine müßte also auf 100 panzer/monat fallen, damit russland im plus ist.
"IM" Februar hatte ich tatsächlich überlesen, steht ja auch nur an einer Stelle. Dafür wären die Zahlen wirklich verdammt gut - der vermeintlich
weiterführende/zugrunde liegende Link neben der Angabe weiß nur noch von 6.000 Panzerfahrzeugen im Jahr. Also gerade einmal halb so viel. So richtig glauben kann ichs daher noch nicht und bislang gab es aus dem März auch noch keine Wiederholung derartiger Angaben.
Die neu gebauten panzer sind das selbe wie zur sovjiet-zeit. Außer der reaktiv-panzerung wird sich da nix getan haben. Lediglich die elektronik wird wohl aufgebessert worden sein. Wieso sollten die ukrainer sonst so leichtes spiel mit den T-panzern haben, während ein leo2 (nichtmal das neueste modell) nach 2-3 russischen drohnen-treffern noch gemütlich vom schlachtfeld fährt? (gab bereits solche berichte)
Der T-72B mit (?deutlich?) verbesserter (Passiv-)Panzerung ging überhaupt erst in den letzten Sowjetjahren in Produktion und erreichte da nie relevante Bedeutung. Der heute produzierte 72B3 hat (neben den gegen Artillerie nutzlosen und von FPV-Drohnen ausmanövrierbaren ERA-Verbesserungen und der vermutlich mangels EU-Zulieferung gar nicht mehr verbauten Elektronikauswertung) zusätzlich bessere Optiken, eine bessere Kanone, besseren Autolader, weitere passive Zusatzpanzerung und ggf. sogar einen verbesserten Antrieb. Das ist mit den aus Sowjetdepots geholten, zwischenzeitlich das Gros stellenden alten T-72, T-64 und sogar T-62 nur bedingt vergleichbar. Vom allgemein erst nach Sowjetende produzierten und seitdem weiter verbesserten T-90 ganz zu schweigen. Um den Kampfwert von einer dieser Neuauslieferungen zu kompensieren, muss die Ukraine vermutlich drei, wenn nicht vier-fünf T-62 vernichten.
Das wird sich hoffentlich auf absehbare zeit ändern. Allerdings ist westliches gerät dafür ausgelegt reparierbar zu sein. Russische panzer sind nach treffern meist hin.
In einem Leo2 hat die Crew zwar weiterhin eine höhere Überlebenschance, wenn das Magazin getroffen wird. Aber dann ist der afaik auch ein Totalschaden und die Wahrscheinlichkeit, einen derartigen Treffer zu landen, war zwar bei einem T-62 um Größenordnungen höher, aber eben nicht mehr bei einem T-90. Der insgesamt noch eine (mutmaßlich - ist ja jeweils geheim) schwächere Panzerung, aber die zahlenmäßige Überlegenheit der Russen in Sachen Angriffswaffen dürfte das locker ausgleichen. Wo der Leo noch einen theoretischen Vorteil hat, ist in der Tat die Reparatur bei Treffern in Laufwerk oder Antrieb. Aber halt auch nur in der Theorie/auf dem Bundeswehrparkplatz. In der Ukrainischen Praxis gibt gibt es keine Luftunterstützung und keine koordiniert vorrückenden NATO-Verbände, die eine sichere Bergung des Liegenbleibers erlauben, um ihn anschließend in einer voll ausgestatteten Basis (oder zumindest mit direkter Ersatzteillieferung -lolbundeswehrlol- aus einer solchen) wieder in Schuss(fähigen Zustand) zu bringen. Im ukrainischen Stellungskrieg ist so ein Softkill erstmal ein Artillerie-Honeypot und wenn einige Zeit später doch eine Bergung gelingt, reif für eine Totalrestaurierung in Polen. Bislang hat man sich da auch noch nicht von super tollen Turnoverzeiten gebrüstet, obwohl doch sonst immer alles ins Rampenlicht gezerrt wird, was positiv klingt.
So sind aber die Regeln. Für gewissen Abstimmung muss eben alle zustimmen. Und rauswerfen kann man niemanden.
Es können in der EU auch einfach alle, die sich einig sind, gemeinsam handeln, ohne eine EU-Resolution draus zu machen.
Aber sie sind sich eben nicht einig. Auch nicht alle-außer-Orban. Tschechien hat sich mehrfach wieder offen Richtung Putin geäußert, von Spaniern über Niederlande bis Deutschland landen LNG-Tanker an, die eben nicht aus USA oder Katar kommen, Frankreich will sein Uran haben, über Griechenland und Italien kommen afaik weitere fossile Energieträger, Metalle und Erze werden weiterhin importiert, etc..
Von Sanktionen gegen Putin-Unterstützter wie China, Indien oder Türkei ganz zu schweigen. Kasachstan und Katar sind sogar unser neuen Freunde...
Putin lacht über die EU, weil das europäische "Sanktionen ja, aber nur wenn unsere Wirtschaft davon nicht beeinflusst wird"-Handeln lächerlich ist.