Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Lebst du in einer Art Paralleluniversum?
Ne, du etwa ?

Wie soll die Ukraine diesen Krieg drehen geschweige denn gewinnen wenn es bereits jetzt an allen Ecken und Enden an Soldaten mangelt und die Russen nach wie vor noch nichtmal generalmobilisert haben?
Die Ukrainer haben auch noch keine echte Generalmobilisierung veranlasst und kämpfen nicht wie Russland mit Sträflingen, sondern mit Freiwilligen, und würden ohne die Rüstungshilfen der USA ungefähr noch 1 Jahr kämpfen können.

Soll die NATO mit Bodentruppen eingreifen?
Wenn Putin Kiew anvisiert um seine Landesgrenze bis zur EU auszubreiten, sollten wir alle Optionen in Erwägung ziehen. Immerhin wärs immernoch kein Angriff auf Russland, sondern ein Konflikt um die Gebiete dazwischen, und würde demnach die Eskalationsleiter niemals bis zum Einsatz von Nuklearwaffen rechtfertigen, wir würden uns weiterhin im Ramen der konventionellen Kriegsführung bewegen. Frankreich u England machen Anstalten so ein Szenario vorzuziehen und diese Truppen würden erst aktiv werden wenn die Russen bestimmte roten Linien überschreiten, aber ja man könnte Kiew sichern mit Truppen.

Ich würde wirklich gerne hören wie deine Vorstellung aussieht diesen Krieg militärisch zu gewinnen.
Dieser Krieg ist aus militärischer Sicht für uns bereits gewonnen weil Russlands mechanisierten Kräfte um bis zu 40% und mehr geschrumpft sind in 4 Jahren. Als Sieg würde ich aber das Aufhalten der Russen in der Ukraine erachten. Die Ukraine würde weiter exystieren das ist der Sieg.
 
Die Ukraine soll sich auch nicht "ergeben" aber man sollte zumindest aufhören jegliche Verhandlung (und damit verbunden jede potentielle noch so kleine Verbesserung) kategorisch auzuschliessen weil Selensky nicht mit dem ollen Putin reden möchte.

Wie gesagt, Putin ist nunmal genau wie Selensky der gewählte Präsident seines Landes und dass hat man (vollkommen unabhängig davon was man von einem Putin auch halten mag) zu respektieren. Und wenn du es als Präsident eines Landes ernsthaft für ein gute Idee hälst dich Verhandlungen nur deswegen zu verweigern weil da jemand mit am Tisch sitzt denn du nicht leiden kannst dann bist du schlicht und ergreifend ein engstirniger Ignorant.

Als ob die persönlichen Befindlichkeiten eines Selensky auch nur die geringste Relevanz hätte wenn es darum geht dass man mit Gesprächen auch nur ein einziges Leben mehr retten könnte.
Das ist es, was JD Vance gesagt hat. Die Antwort Selenskyjs klingt ungefähr so: man sei "zu Recht besorgt darüber, dass Putin jedes einzelne Abkommen, das er jemals unterzeichnet hat, gebrochen hat und man ihm nicht trauen kann". Das frische Zitat stammt nun aber von dem republikanischen Senator James Lankford.

Selenskyj würde ja mit Putin verhandeln. Und Putin würde auch mit Selenskyj verhandeln. Aber ohne annehmbare Kompromisse seitens Putin und ohne Druckmittel auf Seiten der Ukraine, welche diese Kompromisse hervorrufen können, darf man da nicht viel erwarten.

Wie gesagt, Putin ist nunmal genau wie Selensky der gewählte Präsident seines Landes und dass hat man (vollkommen unabhängig davon was man von einem Putin auch halten mag) zu respektieren.
Naja, das würde ich so nicht unterschreiben ... :schief:
 
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Dieser Krieg ist aus militärischer Sicht für uns bereits gewonnen weil Russlands mechanisierten Kräfte um bis zu 40% und mehr geschrumpft sind in 4 Jahren. Als Sieg würde ich aber das Aufhalten der Russen in der Ukraine erachten. Die Ukraine würde weiter exystieren das ist der Sieg.
Russland gewinnt Stück für Stück immer mehr Land. Wenn die Europäer nicht mehr liefern wird die Ukraine noch mehr Land verlieren nach und nach. Personell sind sie auch am Ende. Von den Soldaten welche nicht gestorben oder verwundet wurden, kämpfen schon welche an der Front seit Anfang des Krieges. Rotationen gibt es dort schon lange nicht mehr.
 
Ich hatte es doch geschrieben. Die können nicht mal mehr Soldaten rotieren lassen.
Und die Informationen habe ich aus den Nachrichten und Reportagen.
Denkst du wirklich , dass die Ukraine verlässliche Informationen weiter gibt? An die Presse?
Die raten genauso wie Experten oder wir. Ich hab keine Ahnung, wie es wirklich aussieht. Ich beteilige mich aber nicht an Spekulationen, da das eh zu nichts führt.
Dass Selenskjy aber einen schnellen Frieden will, steht für mich fest. Aber ohne Sicherheitsgarantien ist das nicht akzeptabel.
 
Wie gesagt, Putin ist nunmal genau wie Selensky der gewählte Präsident seines Landes und dass hat man (vollkommen unabhängig davon was man von einem Putin auch halten mag) zu respektieren. Und wenn du es als Präsident eines Landes ernsthaft für ein gute Idee hälst dich Verhandlungen nur deswegen zu verweigern weil da jemand mit am Tisch sitzt denn du nicht leiden kannst dann bist du schlicht und ergreifend ein engstirniger Ignorant.

Als ob die persönlichen Befindlichkeiten eines Selensky auch nur die geringste Relevanz hätte wenn es darum geht dass man mit Gesprächen auch nur ein einziges Leben mehr retten könnte.

Das gleiche Spiel treibt Putin, der nicht mit Selensky verhandeln will.

Selensky sagt, dass Putin ein Mörder, Tyrann und aggressiver Imperialist ist, was offensichtlich passt. Putin sagt, dass Selensky kein legitimer Ansprechpartner sei, was aber nach den Gesetzen der Ukraine nicht stimmt.

Als ob die persönlichen Befindlichkeiten eines Putins auch nur die geringste Relevanz hätte, wenn es darum geht, dass man mit Gesprächen auch nur ein einziges Leben mehr retten könnte. Deine Vorzeichen stimmen bei den Personen nur nicht - mal wieder.
 
Die Personalsituation des ukrainischen Militärs ist prekär und das ist auch nichts neues.
Die Ukraine kommt nicht an gegen ein massives Personalproblem an der Front. [...] Zehntausende neue Soldaten braucht die Ukraine, weil Russland weiter angreift. Aber viele Einberufene sind zu alt, körperlich nicht belastbar und schlecht ausgebildet. Sie überleben oft nur wenige Wochen.
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-personalmangel-front-100.html
Der jetzt [10/2024] verkündete Mobilisierungsplan der Ukraine ist eine militärische Notwendigkeit, das wissen die Menschen im Land. Überrascht hat höchstens dessen Dimension.
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/ukraine-aufstockung-soldaten-krieg-russland-100.html
Die ukrainischen Streitkräfte, insbesondere die Armee, leiden zunehmend unter dem Mangel an ausgebildeten Männern und Frauen. Die von Präsident Wolodymyr Selenskyj im April 2024 unterzeichnete Änderung des Mobilisierungsgesetzes brachte nur vorübergehend Abhilfe.
https://www.zdf.de/nachrichten/poli...mobilisierung-ukraine-krieg-russland-100.html
 
Das liest sich spekulativ und teilweise ausgedacht. Man weiß es halt nicht und die ukrainische Führung würde eh keine Zahlen veröffentlichen.
Ich sehe es auch kritisch, aber die Ukraine wird nicht aufgeben und wir müssen weiterhin liefern. Ebenso müssen wir weiterhin ukrainische Flüchtlinge aufnehmen.
 
Das liest sich spekulativ und teilweise ausgedacht. Man weiß es halt nicht und die ukrainische Führung würde eh keine Zahlen veröffentlichen.
Du hast innerhalb von 5 Minuten geantwortet. Bitte erzähl mir nicht, dass du auch nur einen der Artikel gelesen hast.
Ich hab keine Ahnung, wie es wirklich aussieht.
Dann nutze bitte Informationsangebote, wenn sie dir schon auf dem Tablett serviert werden. Daraufhin kannst du sie sachlich kritisieren. Aber Artikel von ARD und ZDF vorab als "spekultativ" und "teilweise ausgedacht" abzutun, hilft auch nicht. Es gibt weitere Medienberichte zu dem Thema, du könntest also die Quellen miteinander vergleichen.
Ich sehe es auch kritisch, aber die Ukraine wird nicht aufgeben und wir müssen weiterhin liefern. Ebenso müssen wir weiterhin ukrainische Flüchtlinge aufnehmen.
Freilich.
 
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Das Thema kam ja schon Mitte 2024 auf.
Ist mittlerweile kein Staatsgeheimnis mehr, dass den Ukrainern die Soldaten ausgehen und der Nachstrom von Freiwilligen dann doch eher überschaubar ist. War ja schon Thema von zu uns uns sonstwohin Geflüchteten im wehrfähigen Alter, die dann keinen Support von der ukrainischen Botschaft mehr bekommen sollten (Anfang 2024).
Warum genau sich die Ukraine gegen eine allgemeine Mobilisierung entscheidet, ist für mich auch nicht wirklich nachvollziehbar. Selbst wenn es nur den Zweck hätte, Reserven aufzubauen, wäre es sinnvoll.
Je länger da gewartet wird, um so absurder wird es, schweres Gerät zu liefern - irgendwer muss das ja alles bedienen und den einfachen Infanterist benötigt es weiterhin in Massen.
EU /Nato intern wurde ja schon berichtet, dass es ca. 200 k an Soldaten benötigen würde, um die ukrianische Grenze bei einem Waffenstillstand abzusichern. Bedeutet im Umkehrschluss, dass ungefähr die gleiche Anzahl an Soldaten die Ukraine vorhalten müsste, um ein tieferes Eindringen der Russen abzuhalten. Hat sie das?
Ich finde keine belastbaren Zahlen nirgendwo.
 
Denkst du wirklich , dass die Ukraine verlässliche Informationen weiter gibt? An die Presse?
Die raten genauso wie Experten oder wir. Ich hab keine Ahnung, wie es wirklich aussieht. Ich beteilige mich aber nicht an Spekulationen, da das eh zu nichts führt.
Dass Selenskjy aber einen schnellen Frieden will, steht für mich fest. Aber ohne Sicherheitsgarantien ist das nicht akzeptabel.
Die haben Soldaten an der Front befragt. Darunter auch Offiziere.
Außerdem Frauen der Soldaten.
Alle haben gesagt das es so gut wie keine Truppenrotationen gibt.
Welche kämpfen schon von Anfang an dort an der Front.
Meinst du die lügen alle?
 
Ich versuche es mal mit einem anderem Beispiel, nehmen wir mal an zwei beliebige Länder führen seit fünf, zehn, oder sogar zwanzig Jahren Krieg gegeneinander. Es hätte in all dieser Zeit zwar potentielle Optionen gegeben (die vorallem das Leid der eigenen Bevölkerung vermindert hätten) die aber von der Führung dieser Länder alle auf Basis von Kriegsrecht kategorisch abgelehnt wurden weil beide ihren Kopf durchsetzen wollen.
Auch damit wird es nicht richtiger.
Zitat: "Es gibt kein ukrainisches Gesetz, das der Ukraine oder anderen Ländern verbietet, Friedensverhandlungen mit Russland zu führen."
 
Auch damit wird es nicht richtiger.
Zitat: "Es gibt kein ukrainisches Gesetz, das der Ukraine oder anderen Ländern verbietet, Friedensverhandlungen mit Russland zu führen."
Zitat:

Bei seiner Behauptung bezieht sich Wladimir Putin offensichtlich auf das Dekret des Präsidenten der Ukraine Nr. 679/2022 vom 30. September 2022. Damit erklärte er den Beschluss des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats vom selbigen Tag für gültig. Dieser Beschluss beinhaltet folgenden Satz: "Der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine hat beschlossen, die Unmöglichkeit festzustellen, Verhandlungen mit dem Präsidenten der Russischen Föderation W. Putin zu führen". Dabei geht es also lediglich um eine Feststellung des Sachstandes und keineswegs um ein Verbot, mit Russland als Kriegspartei zu verhandeln.

Und dass unterscheidet sich jetzt in welcher Weise von dem worauf ich bereits hingewiesen habe?
Und wenn du es als Präsident eines Landes ernsthaft für ein gute Idee hälst dich Verhandlungen nur deswegen zu verweigern weil da jemand mit am Tisch sitzt denn du nicht leiden kannst dann bist du schlicht und ergreifend ein engstirniger Ignorant.
Und daran ändert auch Wortklauberei nichts.

Es kann nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf. Du kannst es ihm noch hundertmal runterbeten. Er wird es nicht verstehen wollen. Ist ja auch nicht sein Job, hier etwas zu verstehen. ;)
Ich hab mich schon gefragt wann in diesem Thread mal wieder die Sage der russischen Agenten aufgestellt wird. :lol:
 
Und dass unterscheidet sich jetzt in welcher Weise von dem worauf ich bereits hingewiesen habe?
Deine Behauptung bezog sich, wenn ich mich recht erinnere, darauf, dass Selenskyj verboten hätte mit Putin zu verhandeln. Tatsächlich wurde mit dem Dekret die Sachlage festgestellt, dass man mit Putin nicht verhandeln kann. Es gilt normatives und deskriptives zu unterscheiden: du hattest dich auf das normative bezogen, das Dekret gilt aber deskriptiv.
 
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Und dass unterscheidet sich jetzt in welcher Weise von dem worauf ich bereits hingewiesen habe?
Siehe Beitrag #25376

@Herr_M hat es sehr schön erklärt. Danke dafür.

Und daran ändert auch Wortklauberei nichts.
Natürlich nicht. Allerdings ändert es sich dadurch, dass der ukrainische Präsident die ganze Welt bittet Druck auf Russland auszuüben, mit dem Ziel Verhandlungen herbeizuführen.

He told the BBC that the whole world will need to put pressure on Russia in order to persuade it to sit down and consider ending the war.

“It doesn’t mean that all territories are won back by force. I think the power of diplomacy can help,” he said, adding that a weaker Russia on the battlefield would put Ukraine in a stronger position on the negotiating table.

“By putting pressure on Russia, I think it is possible to agree to a diplomatic settlement.”

Mr Zelensky has been Ukraine’s leader since 2019 and throughout Russia's full-scale invasion. While elections were due this year, Ukraine’s constitution rules out a ballot during the time of martial law.

 
Letztlich spielt es aber auch gar keine Rolle, ob Selenskyj mit Putin verhandeln will oder nicht. Putin will mit den USA verhandeln. Der Grund - und ich bin mir nicht sicher, ob das hier allgemein bekannt ist - liegt in der Nachkriegsgeschichte, namentlich der Containment-Politik der USA und darauf folgender Prozesse (inkl. NATO). Putin versteht die USA als Urheber der Gesamtsituation, welche aktuell im Russisch-Ukrainischen-Krieg gipfelt. In diesem Kontext ist auch Trumps Politik zu verstehen.
 
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Putin versteht die USA als Urheber der Gesamtsituation
Da versteht er aber auch nur das, was er verstehen will. So wie hier manche Foristen. Denn schon im zweiten Absatz deines Wikipedialinks steht Folgendes.

Bereits in der Endphase des Zweiten Weltkriegs kam es zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion zu Spannungen über die Entwicklung einer europäischen Friedensordnung. Die USA und Großbritannien verwiesen auf Grundlage völkerrechtlicher Prinzipien auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Die kommunistische Sowjetunion war hingegen bestrebt, eine Einflusssphäre sozialistischer Satellitenstaaten zu schaffen. So kam es beispielsweise zur Errichtung sozialistischer bzw. kommunistischer Regimes in den osteuropäischen Staaten Polen (1944), Albanien (1944), Bulgarien (1944), Ungarn (1945), Tschechoslowakei (1948) und Rumänien (1948). Ihnen war de facto die Souveränität zugunsten der Sowjetunion entzogen. Außerdem musste Finnland im Waffenstillstand von Moskau 1944 unter sowjetischem Druck große Gebiete an die Sowjetunion abtreten, seine Beziehungen zum Deutschen Reich abbrechen und 1948 mit der Sowjetunion ein „Freundschafts- und Kooperationsabkommen“ abschließen.
Im Grunde gab es schon 1944 das, was die Russen heute wieder versuchen - nur diesmal knicken die Amerikaner vor diesem Treiben ein. Die Erben der Sieger über Nazi-Deutschland und auch der Sieger über die kommunistische SU sind gerade dabei Teile der freien Welt an die Russen zu verscherbeln.
 
Letztlich spielt es aber auch gar keine Rolle, ob Selenskyj mit Putin verhandeln will oder nicht. Putin will mit den USA verhandeln. Der Grund - und ich bin mir nicht sicher, ob das hier allgemein bekannt ist - liegt in der Nachkriegsgeschichte, namentlich der Containment-Politik der USA und darauf folgender Prozesse (inkl. NATO). Putin versteht die USA als Urheber der Gesamtsituation, welche aktuell im Russisch-Ukrainischen-Krieg gipfelt. In diesem Kontext ist auch Trumps Politik zu verstehen.
Ist doch kein Wunder, Europa gab seine geopolitische Eigenständigkeit 1945 auf Jalta an die Amerikaner ab. Keiner wird mit uns über Geopolitik sprechen weil die USA unser Vormund ist. Und Putin dem das große Glück zukommt mal einen US Presidenten zu erwischen der Russland nicht hasst, wird um so eher Deal über unsere Köpfe hinweg machen statt mit uns.
 
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