Ich wurde hier im Forum regelrecht angegiftet, als ich den Mainstream kritisiert hatte, und für mich Trump durchaus Chancen hatte die Wahl zu gewinnen.
Diese Möglichkeit war hier im Forum und dem Mainstream keine reale Option.
Mit Mainstream meine ich alle Medien, Zeitungen, lineares TV, aber auch Foren.
Hier hat jemand Mainstream durch den Begriff Staatspropaganda ersetzt. Das ist nicht mein Sprachgebrauch, ist inhaltlich aber ähnlich.
Vielleicht hat es mit einem gewissen Wertekanon zu tun, der sich in Deutschland (und auch im übrigen Europa) entwickelt hat?
Nichtsdestotrotz gibt es eine ausreichende Meinungsvielfalt und das Recht auch Meinungen abseits vom zitierten Mainstream zu vertreten. Hier wirst du nicht vor Gericht gestellt, wenn du beispielsweise Verständnis für die russischen Aggressionen artikulierst oder -wie in Russland- zu einem "ausländischen Agenten" erklärt, wenn Nicht-Regierungsmeinung öffentlich geäußert wird.
Zu Trump: Die Mehrheit in Deutschland und Europa, nicht nur hier im Forum, sieht die Präsidentschaft Trumps sehr kritisch. Wohl zu Recht, wie man in den letzten Wochen und Tagen nur allzu deutlich sieht.
Das Trump sehr gute Chancen auf die Präsidentschaft hatte, wurde hier aber eher wenig abgestritten oder gar verneint.
Führt aber nun zu weit vom Thema weg.
Schlecht (für Europa und die Ukraine) ist jedenfalls, dass die USA nun eine ziemliche Kehrtwende machen, die Verteidigungsanstrengungen der Ukraine zunehmend unterminieren und in eine imperiale Großmachtspolitik verfallen, die derjenigen Russlands doch schon ähnelt.
Das schafft im Gegensatz zu Trumps Behauptungen tendenziell nur mehr Nährboden für Konflikte, als das es selbige löst.
Die Ukraine, aber auch jüngst unter Druck gesetzte Länder, wie Kolumbien, Mexiko, Kanada, sowie Europa, werden sich langfristig damit wahrscheinlich eher von den USA abwenden bzw. versuchen bestehende Abhängigkeiten stetig abbauen, womit der us-amerikanische Einfluss abnehmen müsste.
Das kann die USA strategisch eigentlich nicht wollen. Ich habe den Eindruck, dass man das entweder ignoriert, weil man sich für so stark und robust hält, dass es egal ist, was andere, bisher Verbündete, "denken", oder aber dass man diese Konsequenzen schlicht nicht bedenkt.
Um nicht weiterhin zum Zuschauer degradiert zu werden, müsste Europa mMn nun mit einem Sofort-Programm reagieren und die Ukraine sichtbar stützen, mit dem Ziel, die USA nach und nach als wichtigsten Unterstützer aqäquat zu ersetzen.
Nur so wird die Ukraine am Verhandlungstisch (an dem die USA eigenartigerweise versuchen als Vermittler aufzutreten) auf so etwas wie Augenhöhe mit Russland kommen können.
Bedenke: 'Im Krieg stirbt zuerst die Wahrheit.' Und wir sind nicht im Frieden.
Bitte nicht wieder den genauso ermüdenden wie nichtssagenden Kalenderspruch von "Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst".
Dann muss ich kontern mit: "Ein Spiel dauert 90 Minuten", "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel" und "Nachts ist es kälter als draußen".
(Russische Übersetzung: "Eine Spezialoperation dauert 3 Tage", "Nach der Spezialoperation ist vor dem Krieg" und "An der Front ist es gefährlicher als im Panzer".)