Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Aktuell soll der Sold der Soldaten in weiten Teilen des Landes nicht mehr bezahlt werden. Russland ist pleite.
Na da wird die Sache doch langsam interessant. Nichts, außer eventuell fehlende Verpflegung, ist so motivierend für einen Soldaten wie die Soldzahlung.
Russland kann gar nicht pleite sein. Ansonsten hätten andere User hier im Thread doch Quatsch zur wirtschaftlichen und finanziellen Stärke Russland erzählt.
 
Na da wird die Sache doch langsam interessant. Nichts, außer eventuell fehlende Verpflegung, ist so motivierend für einen Soldaten wie die Soldzahlung.
Dafür dürfen die Soldaten "Rauben, Plündern, Vergewaltigen". Es ist so eine kulturlose Armee, das kann man sich im einundzwanzigsten Jahrhundert gar nicht mehr vorstellen. Das ist tiefstes Mittelalter ....
 
Schau Dir die Kommentare namhafter Spezialisten an. Weißrussland hat nichts an Armee und müsste erhebliche Anteile seiner mechanisierten Einheiten an Russland abgeben. Die Ukraine hat kein Interesse, einzumarschieren, und es steht genug kampferprobtes Material an der Grenze, um einen Einfall abzuwehren.
Sag ich ja. Deshalb wird es auch nicht passieren.

Sollte aber Lukaschenko so naiv sein, und einen Grenzübertritt wagen, ist das ene kriegserklärung und die Ukraine wird sofort einfallen. Und jeder qudratmeter eroberten Landes wird sofort Hurra schreien. Das wäre ganz schnell das Ende der Diktatur und dann hätte Russland ein Problem, wenn die Flanke zu Weißrussland offen wäre.
Das bliebe abzuwarten, wie die Ukraine hier reagieren wird.
Denn es dürfte die militärischen Kapazitäten der Ukraine ziemlich strapazieren, wenn auch noch im Norden ein bewaffneter Konflikt zu führen wäre.

Dann würde weiter Kaliningrad fallen.
Russland wird seine Exklave nicht kampflos aufgeben.
Außerdem wird es mE keine europäischen Bestrebungen geben, sich diesen Teil des heutigen Russlands "wieder zu holen". Das ist wohl eher illusorisch.
Im Gegensatz zu Russland, haben wir uns mit dem Status Quo der heutigen Grenzen nicht nur arrangiert, sondern betrachten diese als völkerrechtlich geregelt und halten uns daran.

Wir können nur hoffen, dass Lukaschenko so wahnsinnig ist und einfällt. Und am Ende des Krieges könnten dann Polen und Litauen uralte Gebiete wieder bekommen.
Wir können nur hoffen, dass sich der Krieg nicht weiter ausdehnt und es friedvollere Lösungen für Osteuropa gibt.
Die Regierung Weißrusslands wird von alleine in die Bredouille kommen, wenn der große Bruder in arge Schwierigkeiten kommt.

Das hier ist das historische Gebiet des Königreich Polen-Litauen. Das Land wurde von Russland weggenommen, weite Teile erst im zweiten Weltkrieg.
Ich dachte, dass wir diese historischen Ansprüche ad acta gelegt hätten. Das führt doch alles zu nichts.
 
Da wir ja letztens die Diskusission hatten, ob die gelieferten Waffen, Waffen von Natoländern oder nun ukrainische Waffen sind, mit denen die Ukraine machen kann, was sie will:

Man sieht, auch wenn die Waffen in diesem Fall nun der Ukraine gehören, können die Amis immer noch bestimmen, wie sie eingesetzt werden, indem sie die Freigabe auf weitreichende russische Ziele geben oder verweigern.
 
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Da wir ja letztens die Diskusission hatten, ob die gelieferten Waffen, Waffen von Natoländern oder nun ukrainische Waffen sind, mit denen die Ukraine machen kann, was sie will:

Man sieht, auch wenn die Waffen nun der Ukraine gehören, können die Amis immer noch bestimmen, wie sie eingesetzt werden, indem sie die Freigabe auf weitreichende russische Ziele geben oder verweigern.
Ja und jetzt? Ist Vertragsfreiheit, ändert am Eigentum allerdings nichts.
 
Man sieht, auch wenn die Waffen in diesem Fall nun der Ukraine gehören, können die Amis immer noch bestimmen, wie sie eingesetzt werden, indem sie die Freigabe auf weitreichende russische Ziele geben oder verweigern.
Das gilt immer. Man muss verhindern, dass damit Kriegsverbrechen begannen werden.
Das könnten Iran und Nord-Korea auch verlangen, wenn sie Waffen an Russland verkaufen, aber die beiden Länder interessieren sich ja nicht fürs Völkerrecht.
 
In erster Linie hat das was damit zu tun, dass die Amis eine Eskalation mit dieser Klausel verhindern wollen.
Die Ukraine soll nicht einfach mit solchen mächtigen Waffen eigenmächtig Russland angreifen.
Die Amis wollen selbst entscheiden, wann eskaliert wird und wann nicht.
Diese Zögerlichkeit bzw. faktische Einschränkung ist natürlich kontrovers.

Einerseits nimmt man hier mehr oder weniger auf die Befindlichkeiten bzw. mögliche Reaktion Russlands Rücksicht, andererseits hemmt das die Ukraine sicherlich darin, sich effektiver zu verteidigen.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass diese Zögerlichkeit rückblickend zwar falsch und als Schwäche erscheinen mag, auf der anderen Seite aber vielleicht auch nicht unbedingt der falsche Weg gewesen ist.
So konnte man Russland an die Anwendung härterer Mittel quasi gewöhnen.
Wer weiß wie Russland (zzgl. Verbündete) reagiert hätte, wenn man auf einen Schlag alles zur Verfügung gestellt hätte, was wir heute im Einsatz sehen?!

Der Konflikt hat sich ja auch mit der Zeit enwickelt. Zu Beginn war der Verlauf nicht abzuschätzen.
Daher ist es grundsätzlich wohl sinnvoll, sein Benzin nicht sofort und vollständig ins Feuer zu schütten, sondern bedarfsweise - auch wenn letzteres gewisse Risiken birgt und im Nachhinein so oder so interpretiert werden kann.

Wenn man sich beispielsweise heute anschaut, wie sich im Westen die Erkenntnis -trotz immer noch zahlreicher Gegenstimmen- erst schrittweise durchsetzen musste, dass wir mit der drastischen Abrüstung offenkundig auf das falsche Pferd gesetzt haben, wird man auch feststellen, dass vor und zu Beginn des Krieges keine politische und gesellschaftliche Mehrheit für eine umfangreiche militärische Unterstützung vorhanden gewesen wäre.

Es wäre schlicht nicht durchsetzbar gewesen - oder glaubt irgendjemand, dass dem/r Verteidigungsminister/in nicht der Vogel gezeigt worden wäre, hätte er/sie 2021 von "kriegstüchtig" gesprochen?

Ich habe sogar in einem russischen Forum neulich einen Kommentar gesehen, der erfreulich nüchtern darüber nachdenkt, dass die konsequente Abrüstung und stetige Verkleinerung der westlichen / NATO Armeen in den vielen Jahren vor 2022 eher nicht dafür spricht, dass die NATO eine Konfrontation mit Russland gesucht hat...
...leider ist das aber nach wie vor eine Ausnahme.

Wenn man der Gegenseite die Hand reicht, läuft man leider auch immer Gefahr, dass dies als Schwäche mißverstanden wird.
 
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Ich dachte, dass wir diese historischen Ansprüche ad acta gelegt hätten. Das führt doch alles zu nichts.
Da war ein Smilie hinter der Aussage. Natürlich will und macht das hier niemand. Das ist nur eine rhetorische Spitze in Richtung Russland mit ihren absurden historischen Ansprüchen an die Ukraine.

Diese kleine Enklave ist aber für die baltischen Staaten ein riesiges Problem, sollte es zum Konflikt kommen. Und für Russland werden die Sanktionen ein Problem. Königsberg ist komplett von Nato- und EU-Gebiet umschlossen, es bliebt nur die Schiffsroute nach St- Petersburg. Da wird in den nächsten Jahrzehnten etwas passieren, wenn Russdland nicht zur zivilisierten Welt zurückkehrt.
 
Natürlich. Da muss es ja eine Abstimmung des Kongress oder ein Präsidenten Dekret geben.
Haha :D Sie würden niemals zugeben wieviel Entscheidungsgewalt sie in diesem Krieg haben oder hatten. Ein Teufel tuen die iwelche Zugeständnisse nach außen zu machen, die Kontrolle halten sie trotzdem, überwiegend, das tuen sie über die Komunikationskanäle intern, intern, nochmal, intern, damits dämmert, intern. Und wenn das einen umhaut frage ich mich was man die letzten 2,5 Jahre gesehen hat. So ein positives Weltbild hätte ich nämlich auch gerne lol
 
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Man sieht, auch wenn die Waffen in diesem Fall nun der Ukraine gehören, können die Amis immer noch bestimmen, wie sie eingesetzt werden, indem sie die Freigabe auf weitreichende russische Ziele geben oder verweigern.
Was du nur wieder unterschlägst, die US-Administration hat selbst gesagt es liegt in der freien Entscheidung der Ukraine wo und wie sie die von den USA gelieferten Waffen einsetzt, wenn sie aber weitere Waffen haben möchte sollte sie bestimmte Dinge nicht mit machen (wie eben Ziele in Russland damit angreifen).

Die Ukraine könnte mit den US-Waffen also durchaus Russland angreifen, wenn sie das möchte, aber sie möchte gerne auch weitere Waffen bekommen, also macht sie es nicht.
 
Was du nur wieder unterschlägst, die US-Administration hat selbst gesagt es liegt in der freien Entscheidung der Ukraine wo und wie sie die von den USA gelieferten Waffen einsetzt, wenn sie aber weitere Waffen haben möchte sollte sie bestimmte Dinge nicht mit machen (wie eben Ziele in Russland damit angreifen).

Die Ukraine könnte mit den US-Waffen also durchaus Russland angreifen, wenn sie das möchte, aber sie möchte gerne auch weitere Waffen bekommen, also macht sie es nicht.
Und was macht dich da so sicher ? Das ist doch kein Unterschlagen was er sagt sondern die Erfahrung der Jahrzehnte amerikanischer Kriegsführung...

Die operativen Fähigkeiten der Ukraine und ihre Grenzen werden doch nicht vom Kongress beschlossen, höchsten grobe Richtlinien. Der Kongress stimmt nur darüber ab ob überhaupt US Hilfen fließen.

Alles andere entscheiden Generalsstab und President und die lassen sich da sicher nicht in die Karten schauen. Es soll so aussehen dass die USA sich kaum bis garnicht einmischt um bei ukra. Erfolgen nicht ins Visier zu geraten. Im Hintergrund tuet die USA aber das was sie immer tuet, nämlich Ziele erreichen und gehört die Befehlsgewalt auch über den ukrainischen Entscheidungen. Keiner weiß wirklich inwieweit, aber jeder weiß dass die Ukraine sicher nicht vollends alleine entscheidet wie und wo sie kämpft.

Im Klartext, hätten die Amis was gg Kursk kämen die Ukrainer niemals nach Kursk, sie haben vorher fragen müssen (mit Sicherheit nicht den US Kongress) und grünes Licht bekommen, was mir persönlich große Sorgen bereitet weil das ein Indiz für Alternativlosigkeit und Not bedeuten könnte die der Westen erkennt und nun bereit ist dass westl Waffen auch russisches Kernland angreiffen.
 
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